Tag-Archiv für 'vortrag'

Abschiebungen in den sicheren Krieg? Lebensbedingungen in Afghanistan und die deutsche Asylpolitik

Vortrag von Friederike Stahlmann am 7.10.2017 um 18 Uhr im Café Mondial, Zum Hussenstein 12, Konstanz

Die AfD – Rechte Partei im Deutschen Bundestag?!

Vortrag von Hannah Eberle am 7.9.2017 um 19 Uhr im Cafe Mondial, Zum Hussenstein. 12, Konstanz

Die „Alternative für Deutschland“ zieht aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten Bundestag ein. Bei aktuellen Umfragen liegt sie bei 8 – 10 % und trotz aller vermuteten „Zerlegungsszenarien“ scheint sie fest in der Parteienlandschaft verankert. Rassismus, Nationalismus, Sozialchauvinismus, konservativer Rollback und offene Verbindung in ein radikales, rechtes Spektrum: mit der AfD formiert sich ein neues rechtes Projekt. Wie umgehen damit?

In einem kurzen Input stellt Hannah Eberle (Interventionistische Linke) die verschiedenen Strömungen der AfD sowie die (potentielle) Wählerschaft vor. Anschließend werden unterschiedliche Strategiemöglichkeiten, Bündnisorientierung und antifaschistischer Widerstand diskutiert.

Dieser Vortrag wird organisiert von Input Konstanz und dem Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD und gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Ankündigung bei Facebook

Gegen den G20-Gipfel in Hamburg!

Infoveranstaltung zu den Protesten gegen den G20 Gipfel in Hamburg. Beginn ist um 15 Uhr in Raum D436 an der Universität Konstanz.

Am 07. und 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Hier treffen sich die Staats- und Regierungschefs der zwanzig mächtigsten Industrie- und Schwellenländern. Auf diesem Treffen werden Abkommen getroffen, welche die Politik der kommenden Jahre bestimmen werden.

Doch auch viele Menschen üben Kritik an diesem Gipfel und wollen mit Gegenprotesten und einer Vielfalt an Aktionsformen ein Zeichen dagegen setzen.

Wir freuen uns, am 24. Juni Referent*innen von LevelUP aus Tübingen, organisiert in …umsGanze!, sowie von der Gruppe Arbeitermacht, welche Teil des Internationalistischen Blocks ist, in Konstanz begrüßen zu können. Die jeweilige Analyse sowie die darauf fußende Praxis zum G20-Gipfel sollen gegenüber gestellt und diskutiert werden.

Quelle: https://www.facebook.com/events/1906609106284350/

Filmvorführung: Golden Dawn – A Personal Affair

Das Offene Antifaschistische Treffen Konstanz zeigt am Donnerstag, 18. Mai, den Dokumentarfilm „Golden Dawn: A Personal Affair“ über die neofaschistische Partei „Goldene Morgenröte“ und die politische Situation in Griechenland. Beginn ist um 19 Uhr im Jugendkulturzentrum Contrast, Joseph-Belli-Weg 11.

Die „Goldene Morgenröte“ – „Chrysi Avgi“ auf griechisch – ist die Schwesterpartei von der selbsternannten Kaderpartei „Der III. Weg“. Im Gegensatz zu der deutschen, neofaschistischen Partei „Der III. Weg“ ist das griechische Pendant drittstärkste Kraft. Die Verknüpfungen beider Parteien sollen in einem einleitenden Vortrag dargelegt werden; desweiteren soll am Ende diskutiert werden, ob in kapitalistischer Krisendynamik ein ähnlicher Aufschwung faschistischer Parteien nicht auch in Deutschland möglich oder gar wahrscheinlich ist.

Im Anschluss wird Punk aufgelegt. No Greyzone!

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/

Warum die Juden – moderner Antisemitismus

Veranstaltung mit Jutta Ditfurth am Donnerstag, 11. Mai, 19:30 Uhr, im Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Zürich

AntisemitInnen verstehen einander auf einem Abstraktionsgrad, der 2.000 Jahre gereift ist. Über „den Juden“ müssen AntisemitInnen nur noch raunen, sie müssen jüdische Menschen nicht einmal mehr erwähnen, die judenhassende Botschaft wird von ihren AnhängerInnen dennoch begriffen. Alle alten antijüdischen Stereotype haben sich erhalten – bei Nazis und RechtspopulistInnen ohnehin, bei sich als Demokraten verstehenden BürgerInnen, aber auch in bestimmten Fraktionen der Linken.

Heute sickern im Schatten der grossen rassistischen Welle alle Spielarten des Judenhasses in neue soziale Milieus. Sie schleppen alle alten Formen des Antisemitismus mit sich und die existieren heute alle gleichzeitig: vom christlichen Antijudaismus über den rassistischen und den strukturellen, den schuldabwehrenden bis zum neueren antizionistischen Antisemitismus. Auch die alten Hass-Bilder haben die Jahrhunderte überlebt, manchmal in neuem Gewand: Jüdinnen und Juden als Christusmörder, als fädenziehende Weltherrscher, als Brunnenvergifter und Kindsmörder, als wurzel- und heimatlose Intellektuelle und revolutionäre KosmopolitInnen.

- Warum die Juden? Christlicher Antijudaismus als Quelle.
- Luther war die Pest.
- Märchen & Mythos: Romantischer Antisemitismus.
- Kant, Marr und die anderen: Als die Juden zur „Rasse“ gemacht wurden.
- Mörderische Spielarten des modernen Antisemitismus.
- Die Wiederkehr des Völkischen.
- Molotowcocktails gegen eine Synagoge als „Israelkritik“: Antisemitismus in gebildeten Kreisen.
- Vom Niedergang des radikalen Humanismus: Antisemitismus in linken Strömungen.
- Alternativer Antisemitismus a la KenFM: „Israel strebt in Palästina die Endlösung an.“
- „BDS-Kampagne“: christliche Wurzeln, internationale linke Unterstützung. Erklärtes Ziel: die Vernichtung Israels.
- Perspektiven?

* Boycott, divestments, sanctions. Gemeint ist der umfassende Boykott Israels.

Audio-Mitschnitt des gestrigen Vortrags von Bernard Schmid „Frankreich vor der Wahl“

Der gestrige Vortrag von Bernard Schmid ist hier nun als Audio-Stream und Download verfügbar:


Download: 162 MByte (mp3)
Stream
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten

Die „Akte Rosenburg“. Die Geschichte des Bundesjustizministeriums

Vortrag von Professor Dr. Christoph Safferling in der vhs Konstanz, Kulturzentrum am Münster, Katzgasse 7, Astoria-Saal am Dienstag, den 25.04.2017 um 19:30 Uhr. Kosten: 7,00 EUR

Rosenburg, so nannte sich das Haus in Bonn, in dem das Justizministerium nach dem Krieg die Gesetze eines neuen Staates gestalten sollte. Doch es waren unter den Juristen dort viele, die zuvor schon im Nationalsozialismus Karriere gemacht hatten.
Die Wissenschaftler Christoph Safferling und Manfred Görtemaker haben herausgefunden, wie hoch die NS-Belastung im Justizministerium war und wie damit umgegangen wurde. Die Ergebnisse überraschten die Fachleute.

Veranstaltet von: vhs + Initiative „Stolpersteine für Konstanz“ + VVN-BdA Konstanz + Friedensinitiative Konstanz

Vortrag: Frankreich vor der Wahl

Vortrag von Bernhard Schmid am Mittwoch, 19. April 2017 um 19:30 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz

Am 21. April dieses Jahres wird es genau fünfzehn Jahre her sein, dass Jean-Marie Le Pen völlig überraschend in die Stichwahl um die französische Präsidentschaft einzog. Sein konservativer Gegenkandidat Jacques Chirac, mit dem er die zweite Runde der damaligen Präsidentschaftswahl austrug, gewann diese jedoch haushoch mit 82,3 Prozent der Stimmen. Zwei Tage nach diesem Erinnerungsdatum beginnt die diesjährige französische Präsidentschaftswahl, mit ihrer ersten Runde.

Dabei gilt es als wahrscheinlich, dass die Tochter des damaligen Kandidaten – Marine Le Pen – auch in diesem Jahr in die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahl vom 23. April und 07. Mai einziehen wird.

Auch wenn ihr Einzug in das Präsidentenamt als unwahrscheinlich gilt, dürfte die Chefin des Front National (FN) doch voraussichtlich ein hohes Wahlergebnis einfahren. Ein Erfolg, den sie für den Parteiaufbau in den kommenden Jahren nutzen wird. Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch auch, dass Marine Le Pen derart von der Krise der konservativen Rechten in Frankreich – deren Präsidentschaftskandidat François Fillon Hals über Kopf in Korruptionsaffären, Unterschlagungsvorwürfe und Justizermittlungen verwickelt ist – profitiert, dass es doch noch gefährlich wird.

Zugleich haben der Wahlsieg von Donald Trump in den USA, aber auch der Ausgang des britischen Referendums zum EU-Austritt vom Juni 2016 – an dem unterschiedliche Kräfte mitwirkten – die Grenzen zwischen konservativen, „populistischen“ und offen rechtsextremen Kräften scheinbar verwischt. Das Vorbild der „Alternative Right“ und ihres Ideologen Stephen Bannon beeinflusst in mehreren EU-Ländern rechtsextreme Kräfte, aber üben auch über dieses politische Spektrum hinaus Einfluss oder lösen Faszination aus. Intellektuelle wie der wieder stärker aus der Versenkung auftauchende Franzose Alain de Benoist auf der seit den 1980er Jahren so genannte „Neuen Rechten“, aber auch der konservative Politikberater Patrick Buisson im selben Land arbeiten daran eifrig mit.

Genügend Gründe, sich näher anzusehen, welche Geschichte zum Aufstieg dieser Kräfte beitrug, und welche Perspektiven sich rund um die bevorstehende Wahl in Frankreich auftun.

Bernhard Schmid geboren 1971 am Bodensee, seit 1992 teilweise und seit 1995 in Gänze in Paris lebend. Jurastudium und Promotion (dr.iur.). Nebenberuflich freier Journalist und Buchautor. Er arbeitet seit 1990 journalistisch zum Front National und verfasste mehrere Buchtitel u.a. über die extreme Rechte in Frankreich und Europa, über Algerien und über das französischsprachig Afrika. Acht Jahre lang angestellter Jurist (sieben Jahre bei einer antirassistischen NGO sowie ein Jahr beim Gewerkschaftsdachverband CGT), seit Februar 2017 als Rechtsanwalt in Paris niedergelassen.

Veranstalter: VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz und Deutsch-Französische Vereinigung Konstanz e.V.

Die Türkei auf dem Weg in die Diktatur

Veranstaltung mit Gökay Akbulut und Serdar Dervantli 5. April 2017, 19:30 Uhr, Kulturzentrum am Münster (Wolkenstein-Saal), Wessenbergstr. 41/43, Konstanz

Eine Präsidialmacht in der Türkei für Recep Tayyip Erdogan zu errichten, ist das Ziel des Referendums am 16. April. Weitreichende Befugnisse, mit Erlassen und Ermächtigungsverfügungen zu regieren, hebeln die Gesetzgebungskompetenzen des Parlaments aus und schaffen einen Alleinherrscher. Die Justiz in der Türkei wird heute schon entmündigt und gleichgeschaltet. Das ist das Ende der Gewaltenteilung eines demokratischen Staates und mündet in einem autoritären System, einer Diktatur.

Auf diesem Weg befindet sich die Türkei nicht erst seit dem Putschversuch im Juli letzten Jahres. Bereits im Juni 2015 nach dem Einzug der HDP (Halkların Demokratik Partisi/Demokratische Partei aller Völker) ins türkische Parlament begann Präsident Erdogan seinen Feldzug gegen die Opposition. Der Friedens­prozess mit der PKK wurde abgebrochen und kurdische Kommunen mit besonders hohen HDP-Stimmen­ergebnissen waren heftigen Übergriffen türki­scher Polizei und Militärs ausgesetzt.

Mit Neuwahlen im November 2015 versuchte er noch einmal die unerwünschte Opposition auszu­schalten, was ihm jedoch nicht gelang – trotz Repressionen gegen die Oppositionspolitiker*innen und massiver Versuche, die Wählerinnen und Wähler der HDP einzuschüchtern. Kurz nach dieser Wahl wurde dann die Immunität der meisten HDP-Politiker*innen aufgehoben. Ihnen wird die Unterstützung einer terroristischen Organisation und Zusammenarbeit mit der PKK vorgeworfen. Damit begründet er häufig auch die die Verfolgung anderer oppositioneller Kräfte, von Medien, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen.

In der Endphase seines Wahlfeldzugs hat Erdogan die Gangart noch einmal verschärft. Erneut hat die Staatsmacht tausende Menschen ins Gefängnis geworfen, Referendums-Gegner*innen werden behindert und drangsaliert. Im Südosten des Landes herrscht ohnehin seit langem Ausnahmezustand. Die UN hat der Türkei jüngst in einem Bericht schwere Menschenrechts­verletzungen vorgeworfen. Sicherheitskräfte hätten zwischen Juli 2015 und Dezember 2016 ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt und bis zu eine halben Million Menschen vertrieben. Nach UN-Schätzungen hat die Offensive der Sicherheitskräfte 2000 Menschen das Leben gekostet, darunter 1200 kurdische Zivilist*innen.

Um über das Referendum und diese Vorgänge aufzuklären, laden wir am 5. April zu einer Veranstaltung ein, bei der wir als Referent*innen die Spitzenkandidatin der Landesliste der Partei DIE LINKE, Gökay Akbulut, Mannheimerin mit kurdischen Wurzeln, und Serdar Dervantli, in Köln lebender Journalist aus der Türkei, begrüßen.

Veranstalter ist der Verein demokratischer ArbeiterInnen und Jugendlicher Bodensee e.V. Mitveranstalter: DIE LINKE, Kreisverband Konstanz, seemoz e.V.

Vortrag zu Dr. Conrad Gröber (1872-1948), Münsterpfarrer von Konstanz, Erzbischof von Freiburg, förderndes Mitglied der SS.

Buchvorstellung/Vortrag von Wolfgang Proske am 4. April 2017 um 19.30 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz


Gröber, Conrad (1872 – 1948), Für den römisch-katholischen Erzbischof von Freiburg stand immer das Wohl seiner Kirche im Mittelpunkt allen Denkens und Handelns. Dabei zeigte er sich bereit, weiter zu gehen als andere Angehörige des deutschen Episkopats: selbst vor einer fördernden Mitgliedschaft in der SS bis 1938 schreckte er nicht zurück. Anders als heute oft kolportiert, blieb er auch danach ein zwar oft nörgelnder, grundsätzlich aber aus tiefer völkischer Überzeugung heraus sich selbst instrumentalisierender Helfer des Nationalsozialismus. (Dr. Wolfgang Proske)

Dr. Wolfgang Proske ist Herausgeber der Reihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer: NS-Belastete aus Südbaden“.

Veranstalter: seemoz e.V.

Mitveranstalter: Wessenbergcafe, Stolpersteine Konstanz, VVN/BdA, DKP Bodensee, Linke Liste Konstanz.

Zur Buchreihe: http://ns-belastete.de/index.html

Populismus – das neue Erfolgsmodell?

Vortrag des Sozialwissenschaftlers Richard Detje am Montag, 13.03.2017 um 19:30 Uhr in der VHS Konstanz (Katzgasse 7). Eintritt: 7 EUR

Die letzten Wahlen zeigen, welch gewaltige Wucht der Populismus entfalten und wie gesellschaftsfähig er auch in Nationen werden kann, die auf eine lange Geschichte stabiler demokratischer Verhältnisse zurückblicken. Diffuse Ängste beschleunigen diese Erfolge. Das hat z.B. Trump geschickt mit Hilfe moderner Medien genutzt. Für die Entwicklungen in Europa, wo in Holland, Ungarn, Frankreich und selbst Deutschland längst ähnliche Strömungen ihren Aufstieg planen, verheißt das wenig Gutes.

Richard Detje ist Redakteur der Zeitschrift Sozialismus und arbeitet als Lektor im linken VSA Verlag.

Quelle: http://www.vhs-konstanz-singen.de/index.php?id=254&kathaupt=11&knr=171-10214&katid=3183

Öhningen als Tropenparadies – Koloniale Phantasien am Bodensee

Vortrag von Bernhard Schär am Donnerstag, 02.02.2017 um 19:00 Uhr im Contrast, Konstanz, Joseph-Belli-Weg 11, Konstanz

Öhningen gehört zwar nicht zur Schweiz, wurde im neunzehnten Jahrhundert aber zu einem Sehnsuchtsort für Naturwissenschaftler, die sich von der kolonialen Erforschung der Südsee zu einem neuen Bild der Schweiz inspirieren ließen: jenem der tropischen Urschweiz.

In seinem Vortrag wird Bernhard Schär unerwartete, jedoch ebenso naheliegende Verflechtungen zwischen der Bodenseeregion und globaler Kolonialgeschichte aufzeigen. Der Fokus liegt auf der eurozentrischen Konstruktion «tropischer» Lebensweisen und deren Einbettung in moderne, imperialistische Narrative von Fortschritt und Zivilisation.

Quelle: http://input.blogsport.de/input-konstanz/

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion: „Von NS-Tätern, Helfern und rechtspopulistischen Gefahren in der Gegenwart“

Anlässlich des Holocaust – Gedenktages 2017 gibt es verschiedene Referate, ein Podiumsgespräch und Diskussion am Freitag, 27. Januar 2017 um 19 Uhr im Salomon-Sulzer-Saal, Schweizer Str. 21, Hohenems

Im Januar 2016 hat Dr. Wolfgang Proske den 5. Band aus der Reihe „Täter-Helfer Trittbrettfahrer“ mit dem Untertitel „NS-Belastete aus dem Bodenseeraum“ herausgegeben.

In diesem Band werden auch mehrere NS-Täter aus Vorarlberg behandelt, z.B. der Schwarzacher Gendarm Alfred Lusser (1911-1992), der 1969 für seine Verbrechen in Osteuropa verurteilt wurde, oder Josef Vallaster (auf dem Bild), der Massenmörder aus dem Silbertal, dessen Namen unkommentiert auf dem „Kriegerdenkmal“ aufschien und dessen Taten im Rahmen einer Geschichtswerkstatt jüngst „aufgearbeitet“ wurden.

Der Herausgeber stellt zunächst sein Buch vor. Anschließend wird er auf dem Podium mit NR Karl Öllinger, einem der besten Kenner des Rechtsextremismus in Österreich, diskutieren. Öllinger ist Mitherausgeber des „Rechtsextremismusberichts 2016″ der Grünen und bei „Stoppt die Rechten!“ engagiert.

Das Datum der Veranstaltung ist nicht zufällig gewählt: Am 27. Jänner 1945 wurde das KZ Auschwitz befreit. Im Jahr 2005 wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen als „Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ ausgerufen. Dieser Tag ist deshalb in vielen Ländern ein wichtiger Erinnerungstag, der auch in unserem Land verstärkt im Bewusstsein verankert werden sollte.

Anmeldung bitte bis 23. Jänner 2017 an bildung.vorarlberg@oegb.at (kein TeilnehmerInnenbeitrag)

Eine Einladung des Verbandes Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung in Kooperation mit dem Renner-Institut Vorarlberg, der Grünen Bildungswerkstatt Vorarlberg, acus Vorarlberg, der Johann-August-Malin-Gesellschaft, erinnern.at und dem Katholischen Bildungswerk Vorarlberg

Quelle: https://vorarlberg.gruene.at/

Linke Leute von Rechts?

Vortrag von Benedikt Sepp zur Kritik von „Nationalrevolutionären“ und Querfrontlern am Montag, 16. Januar um 19 Uhr im Contrast, Joseph-Belli-Weg 11, Konstanz

In den späten 1960er Jahren entstand in der Bundesrepublik parallel zur linken Studentenbewegung eine Strömung junger radikaler Rechter. Die „Nationalrevolutionäre“ wollten „von der Linken lernen“. In ihrem Eifer, eine wissenschaftlich unterfütterte und zeitgemäße, aber „rechte“ Revolutionstheorie zu entwickeln, waren sie auf vielen Ebenen für Außenstehende nur schwer von ihren linken Rival*innen zu unterscheiden. Angesichts ihrer Kombination aus linkem Auftreten, rechtem Gedankengut und der Berufung auf linke Autor*innen, wird Benedikt Sepp in einem Impuls die Gemeinsamkeiten und Unterschiede rechter und linker Theoriebildung vortragen und zur Diskussion stellen. Angesichts einer sich verbreitenden Querfront und einer Re-Popularisierung von Ethnopluralismus, wird in Vortrag und Diskussion ebenso nach der Aktualität dieser Debatten gefragt.

Der Vortrag wird organisiert von Input Konstanz und Infokneipe

Quelle: https://www.facebook.com/events/1219485864812465/

Politischer Widerstand in Konstanz während des Nationalsozialismus

Vortrag von Dr. Uwe Brügmann am 27. Januar 2017 um 19:30 Uhr im Astoria-Saal der vhs Konstanz. Eine Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Es waren vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten, die in vielfältiger Form Widerstand leisteten; Widerstand aus der bürgerlichen Mitte (Zentrumspartei) ist in Konstanz bislang nicht belegt. Zum Widerstand gehörte der Schmuggel von politischen Broschüren aus der Schweiz nach Deutschland, Sabotage in Betrieben, Fluchthilfe in die Schweiz, kommunistische Propaganda, Abhören von ausländischen Sendern und, weit verbreitet, Schimpfen über die politischen Verhältnisse und nationalsozialistische Funktionsträger. Auch die religiös motivierte Weigerung der Zeugen Jehovas, sich den nationalsozialistischen Machthabern unterzuordnen, war politischer Widerstand, denn wer den Hitlergruß und den Wehrdienst verweigerte, opponierte offen und für jedermann sichtbar gegen das NS-Regime. Das totalitäre NS-Regime ging gegen die Konstanzer Frauen und Männer, die den Mut zum Widerstand hatten, mit äußerster Härte vor; einige von ihnen wurden durch Sondergerichte zum Tod verurteilt, viele andere wurden zu langjährigen Haftstrafen in Gefängnissen oder Konzentrationslagern verurteilt.

Der Vortrag beleuchtet die verschiedenen Formen des politischen Widerstands in Konstanz, untersucht die Motive der Akteure und die Rolle der verbotenen SPD und KPD, vor allem aber soll an die Einzelschicksale jener Menschen erinnern werden, die in der dunklen Zeit des Nationalsozialismus den Mut hatten, Widerstand gegen ein unmenschliches System leisteten.

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturbüro der Stadt Konstanz, vhs Konstanz-Singen e.V.