Tag-Archiv für 'villingen-schwenningen'

“Nein zum Heim” kündigt Aufmarsch am 12. März in Villingen an

Antifaschistische Kundgebung und Proteste gegen den Naziaufmarsch: Samstag, 12.3.2016 | 13:30 Uhr | Latschariplatz Villingen

Seit mehr als einem Jahr erleben wir einen massiven Rechtsruck in ganz Deutschland. Aktuelle Ereignisse, wie der Hassmob in Clausnitz oder der Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Bautzen zeigen deutlich, wie vergiftet das politische Klima in Deutschland geworden ist.

Auch hier vor Ort ist der rechte Aufschwung spürbar. Der erste Pegida-Ableger in Baden-Württemberg war die hiesige SBH-Gida Gruppe. Von Beginn an und im Laufe der Zeit immer offensichtlicher, bestand ein Großteil der Teilnehmer aus Faschisten.

Seit der formalen Auflösung von SBH-Gida ist den Faschisten, mit der Gründung von Nein zum Heim Schwarzwald-Baar-Heuberg, ein reibungsloser Übergang gelungen.

Anhänger der, seit einigen Monaten im Schwarzwald-Baar Kreis aktiven Kleinstpartei. „Der III. Weg“ versuchten mehrmals öffentliche Informationsveranstaltungen in Villingen-Schwenningen zu stören und treten auch sonst häufig in Erscheinung, um ihre faschistische Propaganda in Form von Flyern unter die Leute zu bringen.

Der ortsansässige Faschist Ralph Kästner und mit ihm auch der Schwarzwald-Baar Kreis schafften es durch seine Verhaftung wegen Volksverhetzung in die bundesweiten Schlagzeilen. Er war einer der Betreiber des inzwischen geschlossenen rechtsradikalen Hetzportals Altermedia. Aber auch bei SBH-Gida und Nein zum Heim spielte er eine nicht unwesentliche Rolle. Bei beiden Gruppen trat er als Ordner auf und hielt bei Auftritten von Nein zum Heim auch öffentliche Hetzreden.

Am 12.03.2016 wollen die Hetzer erneut unter dem Namen Nein zum Heim in Villingen aufmarschieren und ihre rassistische, menschenverachtende Kundgebungen abhalten.

Wirkungsvollsten Protest gegen diesen Aufmarsch können wir nur mit gemeinsamen, entschlossenen Aktionen erreichen.

Uns muss klar sein, dass der Schwarzwald-Baar Kreis ein Naziproblem hat und gerade darum müssen wir immer wieder zeigen, dass sie kein ruhiges Hinterland finden, in dem sie sich ausbreiten können!

12.März | 13:30 Uhr | Latschariplatz (Stadtmitte) Villingen

Keinen Platz für rassistische Hetze – weder hier noch anderswo

Quelle: https://antifatreffenvs.wordpress.com/

Handgranatenanschlag auf Flüchtlingsunterkunft – morgen Kundgebung

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag verübten unbekannte Täter einen Mordanschlag auf die in der Bedarfsmäßigen Erstaufnahmestelle in Villingen lebenden Flüchtlinge. Mitten in der Nacht deponierten sie eine scharfe Handgranate auf dem Gelände der BEA. Ein Sicherheitsmitarbeiter fand den Sprengkörper und löste einen polizeilichen Großeinsatz aus in Zuge dessen die Handgranate gesprengt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Aufruf zur morgigen Kundgebung:

Gegen rassistischen Terror und rechte Hetze!

Erst Mittwoch schafften es die Nazis der Region vertreten durch Ralph Kästner in die bundesweite Öffentlichkeit. Ralph Kästner wurde als Betreiber einer faschistischen Internetseite festgenommen, kurz darauf bekundeten 17 Nazis Solidarität mit dem St. Georgener Faschist bei einer Kundgebung auf dem Villinger Marktplatz.

Einen Tag später wurde der Sprengstoffanschlag auf die Villinger BEA verübt. Von einem direkten Zusammenhang auszugehen ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation doch was fest steht: Im Schwarzwald-Baar Kreis gibt es ein massives Naziproblem.

Es ist genug. Wir schauen nicht mehr länger zu wie sich in Villingen-Schwenningen Faschisten mit Ihrer Menschenverachtung gegenseitig überbieten.

Es ist Zeit auf die Straße zu gehen gegen Nazis und rassistischen Terror!

Kommt zur Kundgebung am morgigen Samstag auf dem Villinger Latschariplatz um 12.00 Uhr.

Offenes Antifaschistisches Treffen Villingen-Schwenningen
http://antifatreffenvs.wordpress.com

Links

Gegen den SBH-Aufmarsch in Donaueschingen am 7.11.2015

In Donaueschingen plant die Initiative „Nein zum Heim in Schwarzwald-Baar-Heuberg“ am Samstag, den 7. November einen rassistischen Aufmarsch. Das Offene Antifaschistische Treffen Villingen – Schwenningen ruft zu Gegenaktionen auf.

Update 7.11.2015: Zwei Kundgebungen, zwei Blockaden und zwei Antifa-Demos am 7.11.2015 in Donaueschingen

Update 7.11.2015: Der naheliegendste Weg zwischen Bahnhof und Aufmarschort der Nazis und Rassisten (Max-Rieple-Platz) führt über die Josefstraße – An der Stadtkirche – Karlstraße – Max-Rieple-Platz und somit direkt an der Gegenkundgebung vor der Stadtkirche vorbei. Der Zugang zum Platz gelingt nur über die Nordseite. Es wird anreisenden Rechten somit einige Kopfzerbrechen bereiten, wie sie heil hin und wieder weg kommen. Die Proteste können übrigens in Sicht- und Hörweite zu den Nazis stattfinden, so ist es richtig. Seit laut und passt auf Euch auf!

Update 5.11.2015: Ein gegenüber dem Antifaschismus intolerantes, parteiübergreifendes Bürgerbündnis hat für Samstag eine Kundgebung „Für ein menschliches und tolerantes Miteinander“ angemeldet. Beginn ist um 15 Uhr am Hanselbrunnen. Anschließend ist eine Menschenkette angekündigt. Die Facebook-Gruppe NOpegidainVS plant eine Veranstaltung „Zusammen gegen Rechts“ ebenfalls um 15 Uhr auf dem Hengstlerplatz.

Update 3.11.2015: Proteste gegen den „Nein zum Heim“ / Ex-SBH-Gida Aufmarsch in Donaueschingen beginnen um 13 Uhr an der Stadtkirche

Update 2.11.2015: Jetzt wurde der Ort und der Zeitpunkt des SBH-Aufmarsches in Donaueschingen bekannt gegeben: Max Rieple-Platz bzw. Karlsstraße 40-45 um 15 Uhr. Es handelt sich um eine stationäre Kundgebung.

„Nein zum Heim SBH“ ist quasi die Nachfolgeorganisation der kürzlich aufgelösten Gruppe „SBH-Gida“, die in Villingen-Schwenningen bereits zehn Pegida-Aufmärsche organisiert hat. Nachdem selbst die deutschlandweiten Koordinatoren von Pegida, dem örtlichen Ableger wegen seiner Nähe zur faschistischen Bewegung untersagten, das Pegida-Label weiterhin zu nutzen, suchten diese Unterschlupf bei der Initiative „Nein zum Heim“.

Nach zehn Pegida-Aufmärschen in Villingen-Schwenningen versuchen die Rechten neue Anknüpfungspunkte zu finden. In Donaueschingen sind in einer Aufnahmestelle mit 2.000 Geflüchtete bei etwa 20.000 Einwohnern, verhältnismäßig viele Flüchtlinge untergebracht. Es liegt nahe, dass „Nein zum Heim SBH“ hier versucht Hetze zu betreiben und rassistische Ressentiments aufzugreifen.

Dass Faschisten aus der ganzen Region nach Donaueschingen kommen werden, ist warscheinlich, wenn man sich etwa die Zusammensetzung des letzten Pegida-Aufmarschs in Villingen anschaut. Von etwa 150 Rechten war zumindest die Hälfte eindeutig dem faschistischen Lager zuzurechnen.

Ob der Aufmarsch in Donaueschingen wie etwa in Villingen in der Innenstadt stattfinden soll oder gar vor einer Flüchtlingsunterkunft – das wäre ein Novum in Baden-Württemberg – ist noch nicht bekannt. Klar ist aber: Mit einem solchen Vorgehen wurden etwa in Freital Pogrome gegen Geflüchtete herbeigeführt. Dem gilt es entschieden entgegenzutreten.

Darum: Kommt am 7. November nach Donaueschingen zu den Gegenaktionen.
Achtet auf Ankündigungen!!!
Pogrome verhindern bevor es zu spät ist!

Offenes Antifaschistisches Treffen Villingen-Schwenningen
jeden ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im Linken Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, Schwenningen, Eingang Karlstr.)
www.antifatreffenvs.wordpress.com

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/157598

Stopp Pegida in Villingen-Schwenningen am 2.3.2015

Aufruf zur Teilnahme an Protesten gegen den zu großen Teilen aus Neonazis bestehenden Pegida-Aufmarsch am 2.3.15 in Villingen-Schwenningen. So nimmt u.a. auch der Vorsitzende des NPD Kreisverbandes Konstanz-Bodensee, Tim Belz, an den Pegida-Aufmärschen in Villingen-Schwenningen teil (s. Doku unten).

Aus dem Aufruf:

Die Rassisten von SBH-Gida haben angekündigt, erneut in Villingen aufmarschieren zu wollen. Bei den letzten Aufmärschen zeigte sich, wer hinter SBH-Gida steht. Deutlich mehr als die Hälfte der Teilnehmer waren Nazis aus NPD und Kameradschaften. Dagegen protestierten Hunderte Menschen lautstark und zeigten ganz direkt, dass sie diese rechte Hetze hier nicht tolerieren. Egal wann sie wieder kommen wollen – wir stellen uns entgegen!

Pegida ist Ausdruck rassistischer Vorurteile in der Gesellschaft. Die Angst vor dem sozialen Abstieg gepaart mit einer irrationalen Angst vor “dem Islam”, führt dazu, dass Sündenböcke schnell gefunden sind. Die wahren Gründe für die gesellschaftliche Misere – für Unsicherheit, Sozialabbau und Arbeitslosigkeit – werden verschleiert. Diese Gesellschaft fußt auf der Maximierung des Profits und der Konkurrenz zwischen den Menschen. Nach oben buckeln und nach unten treten ist das Grundprinzip dieser Gesellschaft. Darum ist es wichtig, den Kampf gegen Nazis und Rassisten immer auch mit dem Engagement für eine Gesellschaft jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung zu verknüpfen.

Pegida stoppen – der rechten Hetze entgegentreten!

Für eine solidarische Gesellschaft!

Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen

Quelle: http://antifavs.noblogs.org/

Links

Drei Anti-Pegida-Kundgebungen in Villingen-Schwenningen

Für die kommenden drei Montage in Folge, also den 19.1., 26.01. und 2.2.2015, hat das Offene Antifaschistische Treffen (OAT) in Villingen-Schwenningen Kundgebungen und Gegendemonstrationen gegen den örtlichen Pegida-Ableger Sbh-gida angemeldet. Geplant sind jeweils eine Auftaktveranstaltung um 17 Uhr auf dem Münsterplatz, anschließende Demonstration durch die Innenstadt und Abschlußkundgebung wieder auf dem Münsterplatz. Laut Südkurier wollen die GegendemonstrantInnen nur auf die Straße gehen, wenn die Pegida-Kundgebung stattfindet. Von der Sbh-gida gibt es bislang keine Anmeldung einer Kundgebung.

Update 20.1.2015: Sbh-Gida hat nun eine Demo für den 26. 1. angemeldet. Das OAT und No-Pegida haben 2 Gegendemonstrationen angemeldet.

Am 12. Januar hatte in Villingen-Schwenningen die erste Pegida-Kundgebung von Baden-Württemberg stattgefunden. Einer kleinen Gruppe von etwa 100 Pegida-Anhängern aus dem zumeist rechten und rechtsextremen Umfeld standen bis zu 500 GegendemonstrantInnen gegenüber, die die rassistischen Reden lautstark übertönten.

Nachdem die Gegendemo den Haupteil des Münsterplatzes in Besitz genommen hatte, blieb der Sbh-gida (Schwarzwald-Baar-Heuberg-GIDA) nur eine kleine Ecke, in die sie sich drängen konnte. Die Pegida-Organisatoren von Villingen-Schwenningen hatten bei ihrer Mobilisierung vorwiegend Unterstützung von NPD-Websites erhalten, weswegen das Publikum auch dementsprechend aussah: Es bestand laut Offenem Antifatreffen VS „zu weiten Teilen aus klar erkennbaren Nazis“.

Links

Villingen-Schwenningen – Kein Raum für Nazis!

Am Donnerstag, den 1. November, lädt Jürgen Schützinger, Vorsitzender der NPD Baden-Württemberg und der Deutsche Liga für Volk und Heimat (DLVH), zur Mitgliederversammlung der DLVH ein. Diese Versammlung soll in der Gaststätte „Zur Bertholdshöhe“ stattfinden. Dagegen ruft das Aktionsbündnis gegen Rechts Villingen-Schwenningen zum Protest auf!

Die DLVH ist inhaltlich auf der selben Linie, wie die NPD Baden-Württemberg. Sowohl die NPD als auch die DLVH hetzen gegen MigrantInnen, Andersdenkenden und Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen. Ehemals, als ein Sammelbecken der gesamten Rechten bundesweit gedacht, existiert die DLVH de facto heute nur noch in der Region um Villingen-Schwenningen. Zugunsten der DLVH verzichtet die NPD bei Kommunalwahlen in der Region. Dies macht keinen Unterschied, da die KandidatInnen faktisch die selben sind.

Warum Protest dagegen?

Es ist notwendig Parteien , Vereinen und sämtlichen Organisationen, die rechtsradikales Gedankengut verbreiten, entgegenzutreten. Dabei ist es egal, ob sie sich DLVH oder NPD nennen, sie verbreiten beide die selbe rassistische, faschistische und menschenfeindliche Hetze. Durch unseren Protest können wir den FaschistInnen zeigen, dass sie in Villingen-Schwenningen nicht erwünscht sind und mit unserem Widerstand rechnen müssen. Nur wenn wir aktiv sind, merken sie, dass sie ihrer Arbeit nicht in Ruhe nachgehen können. Auch wird es dadurch für sie schwieriger Raum ihrer braunen Propaganda zu finden.

Trotz der Ankündigung des Besitzers des Gasthauses „Zur Bertholdshöhe“, nach einer antifaschistischer Demonstration 2011, dass es bei ihm keine rechten Veranstaltungen mehr geben wird, finden immer noch Naziveranstaltungen im Gasthaus statt.

Setzen wir uns zur Wehr gegen DLVH und NPD!

Wir rufen auf zur Kundgebung gegen das Treffen der DLVH zukommen!

Kundgebung, Donnerstag 1.November, 10 Uhr, VS-Villingen

Wieselsbergstraße Nähe Gaststätte „Zur Bertholdshöhe“

http://gegenrechts.blogsport.de/

Keine Stimme der NPD – Auf nach Villingen-Schwenningen!

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Baden-Württemberg (AABW) ruft gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Rechts am Samstag, den 19.3.2011, zu einer Demonstration unter dem Motto „Keine Stimme der NPD“ in Villingen-Schwenningen auf. Beginn ist um 13 Uhr am Hauptbahnhof.

Update, 20.03.2011:Demo-Bericht und Fotos unter: An­ti­fa­schis­ti­sche De­mons­tra­ti­on in Vil­lin­gen-​Schwen­nin­gen gegen die NPD

Die Demonstration ist Höhepunkt einer landesweiten Kampagne des AABW, die sich gegen die Teilnahme der NPD an den Landtagswahlen richtet. Zu den Gründen einer Demonstration gerade in Villingen-Schwenningen führt Julia Reiter vom Antifaschistischen Aktionsbündnis Baden-Württemberg aus:

„In Villingen-Schwenningen sind die Nazis fest verankert. Der Landesvorsitzende der NPD-BW Jürgen Schützinger wohnt in Schwenningen und sitzt für die ‚Deutsche Liga für Volk und Heimat‘ (DLVH) in Kreistag Schwarzwald-Baar-Heuberg und im Stadtrat von Villingen-Schwenningen. Die NPD hatte in diesem Wahlkreis keinerlei Probleme die nötigen Unterstützungsunterschriften zu sammeln und bei der letzten Kommunalwahl erhielten die Kandidaten der Nazis je nach Stadtteil bis zu 17% der Stimmen.“

Darüber hinaus soll die Demonstration auch die Bedeutung der „Bertholdshöhe“ für die NPD und die Naziszene thematisieren. In dieser Gaststätte in Villingen finden seit Jahren immer wieder Veranstaltungen der Nazis statt. Unter anderem der Landesparteitag der NPD 2006 und zuletzt eine Wintersonnwendfeier im Dezember 2010. Außerdem wurde Mitte 2010 in der Bertholdshöhe ein Konzert veranstaltet, das mit Bands aus dem gesamten Bundesgebiet 200 Rechtsradikale anzog.

„Es gilt, der NPD entschlossenen und konsequenten Widerstand entgegenzusetzen – nicht nur im Wahlkampf! Die Gruppen des Antifaschistischen Aktionsbündnis Baden-Württemberg (AABW) werden die Öffentlichkeit weiterhin über die menschenverachtende, rassistische und nationalistische Ideologie der Nazis aufklären“, so Julia Reiter abschließend.

Quelle: indymedia linksunten

Geheime Jahrestagung

Villingen-Schwenningen − Unter konspirativen Umständen veranstaltet die Gesellschaft für freie Publizistik (GfP), die größte rechtsextreme kulturpolitische Vereinigung in Deutschland, ihren diesjährigen Kongress vom 8. bis 10. Mai 2009.

Getagt wird an einem bisher geheim gehaltenen Ort unter dem Motto „EU − Europas Unglück“. Vorsitzender der 1960 von ehemaligen SS-Offizieren und NSDAP-Funktionären gegründete GfP ist Andreas Molau, frischgebackener DVU-Bundessprecher und stellvertretender niedersächsischer NPD-Landesvorsitzender. Als Referenten sind Walter Post, Buchautor des geschichtsrevisionistischen Grabert-Verlages und Referent bei der Waffen-SS treuen HIAG, Mario Kandil, Mitarbeiter der Reihe „Deutsche Geschichte“ (Druffel-Verlag), Dimitrij Grieb, Autor der „National-Zeitung“, Mitarbeiter des FPÖ-Europaabgeordneten Andreas Mölzer, Karl Richter, Stadtrat der NPD-Vorfeldorganisation Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) in München, der DVU-Bundesvize und Landeschef in Sachsen-Anhalt Ingo Knop sowie Patrik Brinkmann, Mitgründer der rechtsextremen KontinentEuropa Stiftung und Harald Neubauer, Mitherausgeber von „Nation&Europa“ angekündigt. Anmeldungen für die Tagung nimmt Jürgen Schützinger im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen entgegen. Schützinger ist NPD-Landesvorsitzender im Ländle und geschäftsführender Bundessprecher der Deutschen Liga für Volk und Heimat. (am)

Quelle: http://www.bnr.de/

Antisemitische Drohbriefe in Villingen-Schwenningen


Auch in Villingen-Schwenningen fanden am 9. November Gedenkfeiern anlässlich der antisemitischen Pogrome vor 70 Jahren statt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde auch in Villingen die Synagoge von SA-Männern gestürmt und demoliert, Jüdinnen und Juden wurden angegriffen und ihre Häuser verwüstet.
Die lokale jüdische Gemeinde sagte ihre Teilnahme an den Feierlichkeiten kurzfristig ab, weil sie antisemitische Drohbriefe und -anrufe erhielt.

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Schwarzwald-Baar ist entsetzt über die Offenheit, mit der AntisemitInnen in der Region auftreten können.
Der Vorfall zeigt nur allzu deutlich, daß es dringend geboten ist, den neofaschistischen Umtrieben im Kreis und der Region Einhalt zu gebieten. Dies kann nur durch ein gemeinsames entschlossenes Vorgehen aller antifaschistischen Kräfte erreicht werden. Aufklärung über die Strukturen und Aktionen der Neonazis wie über die zugrundeliegende Ideologie tut dringend not.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis ist eine solche Aufklärung offensichtlich nicht zu erwarten. Ein Beispiel für behördliche und gesellschaftliche Bedingungen, die AntisemitInnen zu solchen Taten geradezu einladen, lieferten der Südkurier und der darin zitierte Polizeisprecher: „Derzeit sind aber weder der Polizei noch der Stadt etwas über rechtslastige Umtriebe oder über Aktionen von Neonazi-Gruppen in der Region bekannt. ‚Hier ist es sehr ruhig‘, sagte Polizeisprecher Feichtinger. Er kann sich nur vorstellen, dass solche anonymen Schreiben zentral, eventuell sogar aus dem Ausland an namentlich bekannte Vertreter der Jüdischen Gemeinde verschickt werden.“

Zur Erinnerung: Der Mann, dem bei Antisemitismus nur „das Ausland“ einfällt, ist Polizist in einer Region, in der die NPD zuletzt zwei Parteitage abhielt, in der sie mehr „patriotische Stammtische“ als irgendwo sonst in Baden-Württemberg unterhält und in der der NPD-Landesvorsitzende Jürgen Schützinger wohnt und regelmäßig nationalistische Initiativen gründet. Die extrem rechte „Deutsche Liga für Volk und Heimat“ (DVLH) hält hier zwei Gemeinderats- und ein Kreistagsmandat. Die polizeiliche Fehleinschätzung schlägt sich auch in der Aussage nieder, dass sie aus dem Auftauchen von Plakaten zu Ehren des Nazis Rudolf Heß „auf gar keinen Fall Fremdenfeindlichkeit ableiten“ kann.

Der Schwarzwälder Bote zitiert den ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan am 9. November mit den Worten: „Was das Böse braucht um zu triumphieren, ist das Wegschauen der Mehrheit“. Wegschauen und Verdrängen sind aber genau die Praktiken, die sich polizeiliche Verlautbarungen und Teile der Lokalpresse im Schwarzwald-Baar-Kreis scheinbar schon seit langem zu eigen gemacht haben. Die Kampagne „Gemeinsam gegen Rechts – Nazis den Saft abdrehen“ will genau gegen diese unerträglichen Zustände intervenieren.

Zum Beispiel mit den weiteren Veranstaltungen, die für das neue Jahr geplant sind. Genauere Informationen über einen Vortrag zum von der VVN geforderten NPD-Verbot, über einen Workshop zum Thema Antisemitismus, sowie über Filmvorführungen im Kommunalen Kino finden Sie jeweils aktuell auf unserer homepage www.gemeinsam-gegen-rechts.tk

Antifaschistisches Aktionsbündnis
Schwarzwald-Baar-Heuberg