Tag-Archiv für 'theaterstück'

Stadttheater Konstanz: Der gute Mensch von Sezuan

Ab dem 24.03.2017 beginnen im Stadttheater Konstanz die Aufführungen von Bert Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“

Version 1943 | Von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau | REGIE: Jo Fabian

Drei Götter kommen mit einer Mission auf die Erde: Es soll ein Mensch gefunden werden, der gut ist zu seinen Mitmenschen und trotzdem seine eigene Existenz damit nicht gefährdet. Wenn das möglich ist, kann die Welt so bleiben, wie sie ist. In der Prostituierten Shen Te finden die „Erleuchteten“ einen solchen guten Menschen. Bevor die Götter verschwinden, schenken sie Shen Te das nötige Startkapital für einen kleinen Tabakladen, dem allerdings durch Shen Tes Güte schnell der Bankrott droht. Ein Vetter muss her, der mit erbarmungslosen Entscheidungen Shen Te immer wieder zu retten versteht. Ist Güte in dieser Welt naiv und nicht lebensfähig?

Brechts Parabelstück wurde 1943 in Zürich uraufgeführt.

Jo Fabian nutzt und verbindet in seinen Arbeiten Ausdrucksformen unterschiedlicher Genres wie Schauspiel, Tanz, Performance, Konzert und Installation. In Konstanz inszenierte er zuletzt Die Macht der Gewohnheit.

Quelle: http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltung/07950/index.html

Frauen – glühende Wangen unter den Füssen

Neues Theaterstück der Volksbühne Basel, 21., 25. – 28. Januar 2017 im Theater Roxy, Birsfelden

Aus der Ankündigung:

Geschichten von Frauen – quer durch die Generationen und mit unterschiedlicher Herkunft – werden in bewegungsstarken Bildern erzählt, Lebensgeschichten die sich im Spannungsfeld von sogenannter Chancengleichheit und kommerzieller Verwertung behaupten.

Mit Humor und Selbstironie zeigen die FRAUEN ihre Tragkraft. Sie geben der unausgesprochenen Bereitschaft immer alles zu tun eine Sprache, den blinden Flecken Farbe und suchen mit glühenden Wangen unter den Füssen ihre in Vergessenheit geratenen Träume.

„Wenn alle Frauen dieser Erde morgen früh aufwachten und sich in ihren Körpern wohl und kraftvoll fühlten, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen.“ (Laury Penny)

Spieldaten

  • 21. Januar 2017 (Premiere) 

  • 25., 26., 27. und 28. Januar
 2017
  • jeweils 20h

Theater Roxy
Muttenzerstr. 6
Birsfelden

Quelle: http://www.volksbuehne-basel.ch/de/produktionen/frauen

Vortrag über Ludwig Finckh und Szenische Lesung „Sonnwend“ von Gerd Zahner

Kritischer Abend zu Ludwig Finckh mit zwei Vorträgen und einem Theaterstück im Hesse Museum Gaienhofen am Freitag, 18. November, 19 Uhr.

Gerhard Zahners Bühnenstück „Sonnwend“ über den Gaienhofener Arzt, Schriftsteller und NSDAP-Propagandisten Ludwig Finckh (1876 – 1964), das im Juni 2015 Premiere hatte, kommt im Hesse Museum Gaienhofen nochmals zur Aufführung. In einer szenischen Lesung, begleitet von Haro Eden (Klarinette) sucht der Schauspieler und Sprecher Josef Vossenkuhl als Ludwig Finckh wieder die Nähe zu Hermann Hesse, um nach 1945 von dessen Popularität für seine eigenen Schriften zu profitieren. Hesse lehnte den einstigen Freund aus Tübinger und Gaienhofener Jahren ab. Bereits 1920 plädierte Finckh in seinen Büchern für „Rassenhygiene“ und „Rassenreinheit“ und wurde Mit- und Vordenker nationalsozialistischer Gedanken.

Im Anschluss an die Lesung stellt Wolfgang Proske den 2016 von ihm herausgegebenen Band „NS-Belastete aus dem Bodenseeraum“ aus der Reihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ vor. In dem Buch werden 20 Biografien einschlägig belasteter Personen erläutert.

Markus Wolter, einer der Autoren, spricht über seinen Beitrag: Dr. Ludwig Finckh: „Blutsbewusstsein“, der Höri-Schriftsteller und die SS.

Eintritt: 10 € (ermäßigt 8 €)

Quelle: Hesse Museum Gaienhofen

Theaterstück: „Ännes letzte Reise“

Dokumentarische Fiktion über das in Deutschland lange verschwiegene Thema Euthanasie. Die Aufführungen sind am 9. und 10. März 2016, 20 Uhr in der Werkstattbühne des Stadttheaters Konstanz, Inselgasse 2-4. Das Stück richtet sich an ein Publikum ab 14 Jahren und dauert 65 Minuten ohne Pause. Ein Nachgespräch wird angeboten.

Die mehrfach ausgezeichnete Theaterproduktion zeichnet das erschütternde Schicksal einer jungen Frau nach, die zur NS-Zeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Basierend auf dem dokumentierten Fall der der Anna Lehnkering, genannt Änne, die von 1936 bis 1940 Patientin in der Heil- und Pflegeanstalt Bedburg-Hau war und am 7.März 1940 in Grafeneck ermordet wurde, hat das mini-art Theater ein Stück geschaffen, das als „Parabel für die Achtung der Menschenrechte, für den Umgang mit dem Anderen und für die Frage nach dem ‘Wert’ eines Menschen“ gesehen werden kann.

Veranstalter: — Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ — vhs Konstanz-Singen e.V.

Eintritt: EUR 11,00 / ermäßigt EUR 8,00 / Schulklassen EUR 5,00 (pro SchülerIn)

Kartenverkauf: Theaterkasse Konstanz

Die Antrittsvorlesung – der Film

Die Film-Dokumentation des szenischen Dramas „Die Liste der Unerwünschten“ (Gerd Zahner, 2015) ist auf DVD erschienen.

Szenisches Drama, Ton: DD 5.1 / 2.0 Stereo, Bildformat: 16:9 / 1:1,85Version: PAL, s/w, Laufzeit: 60 Minuten, Produktionsjahr 2015 – DVD

Am 19. November 2014 wurde im Audimax der Universität Konstanz die szenische Lesung von Gerd Zahner mit dem Titel „Die Liste der Unerwünschten“ aufgeführt. Und die hatte es in sich. Die Inszenierung handelte von der Waffen-SS-Vergangenheit des berühmten Konstanzer Literaturwissenschaftlers und Romanisten Hans Robert Jauß.

Didi Danquart führte damals Regie. Jetzt hat Danquart einen Dokumentarfilm herausgebracht, der auf diesem Bühnenstück basiert.

„Die Liste der Unerwünschten“ wird übrigens am 27. Januar 2016, dem 71. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, in Berlin aufgeführt.

Quelle: http://www.didi-danquart.de/antrittsvorlesung.html

SONNWEND – eine szenische Lesung von Gerd Zahner

Am 4.12.2015 führt Gerd Zahner sein Stück „Sonnwend“ erneut auf, diesmal in der Singener Gems (20 Uhr)

Ludwig Finckh, Arzt und Schriftsteller und Hesse-Freund und Naturschützer und Nationalsozialist, ist eine der unaufgeklärten Figuren von Höri, Hegau und Bodensee. 1905 mit Hesse an den See gezogen, ins weltabgewandte Gaienhofen, feierte er als Schriftsteller Erfolge. Er knüpfte und verlor eine enge Freundschaft mit Hermann Hesse. Er verbündete sich mit dem Nationalsozialismus, galt für viele Nationalsozialisten mit den Büchern „Der Ahnenhorst“ und „Die Jakobsleiter“ als einer der Vordenker.

Der Schauspieler Josef Vossenkuhl, Kind der Stadt Singen, wird in einer szenischen Lesung dieser Frage auf den Grund gehen. und die Schatten, die Gerhard Zahner in seinem Stück „Sonnwend“ ausgelegt hat einer lebendigen Figur zufügen. Bei der Premiere war das Publikum tief beeindruckt von der schauspielerischen Kraft Vossenkuhls, umrahmt von der lyrischen Klarinette von Harro Eden.

Quelle: http://www.diegems.de

Gerd Zahner ist wohl der zur Zeit spannendste Regisseur der Bodenseeregion. Der hauptberufliche Rechtsanwalt aus Konstanz hat in den letzten Jahren zahlreiche hochinteressante Stoffe zur Aufführung gebracht, die nicht selten für heftige lokalgeschichtliche Debatten sorgten. Dazu zählen unter anderem, das Stück „Flüsterstadt“, das 2010 in Radolfzell eine jahrzehntelang totgeschwiegene SS-Vergangenheit thematisiert oder das Stück „Die Liste der Unerwünschten“, das 2014 mit Hans Robert Jauß, eine Koryphäe der Konstanzer Romanistik vom Sockel stieß.

Wie diese Woche zu erfahren war, arbeitet Gerd Zahner bereits wieder an einem neuen Stück zur Radolfzeller NS-Vergangenheit. Es geht um Alice Fleischel eine Jüdin, die im Oktober 1940 von Radolfzell in das französische Internierungslager Gurs deportiert wurde, wo sie am 26. April 1941 ums Leben kam. Über das Radolfzeller Wochenblatt sucht der Regisseur zusammen mit dem Historiker Markus Wolter nach „Zeitzeugen [], die Aussagen zum Umfeld von Alice Fleischel speziell in Radolfzell machen können.“ Ausserdem wird nach Erinnerungen zu ihrem damaligen Leben im Radolfzeller Hotel Schiff gefragt.

Zum ersten Mal wurde „Sonnwend“ im Juni 2015 in der Domäne Hohentwiel aufgefürt, also dort, wo auch heute noch der Ludwig Finckh Weg beginnt. Weitere Berichte zu Stücken von Gerd Zahner: Suche nach Gerd Zahner auf LinksRhein.

http://www.gerdzahner.de/

Laugh up. Stand Up.

Rassismuskritisches Humorfestival vom 13. – 15. November 2015 in der Shedhalle Zürich


Fatima Moumouni

Das dreitägige Festival fragt nach dem Zusammenspiel von Humor und Rassismus– mit komischen Mitteln und der Lust dagegenzulachen. Das Festival will für rassistische Strukturen in Witz und Comedy sensibilisieren, rassismuskritische Positionen im Schweizer (Humor-) Diskurs entwickeln und Formen des Humors fördern, die bestehende Stereotype überwinden und den von rassistischer Ausgrenzung Betroffenen eine Stimme verleihen.

Stand-up Comedians, Poetry Slamer, Youtuber_innen, Performance Künstler_innen, Musiker_innen und Humorforscher_innen sind eingeladen, um mit dem Publikum in einen Dialog treten. Diskussionsrunden, Podien und Workshops vermitteln die verhandelten Themen und sollen zur Reflexion des eigenen Lachens anregen.

Programm, Künstler_innen und Tickets unter www.laughupstandup.ch

Das Festival ist eine Koproduktion der Shedhalle Zürich mit dem „Verein zur Förderung rassismuskritischer Öffentlichkeiten“.

http://www.shedhalle.ch

Szenische Lesung von Gerd Zahner: Sonnwend

Am Sonntag, den 21.06.2015, zeigen die Gems und die Domäne Hohentwiel das Stück Sonnwend von Gerd Zahner in einer szenischen Lesung mit Josef Vossenkuhl. Musik von Haro Eden. Die Aufführung beginnt um 19 Uhr und der Eintritt ist frei.

Aus der Ankündigung:

Sonnwend Im Jahre 1933, zur Son­nen­wende, sprach der Hessefreund, Arzt und Dichter Dr. Lud­­wig Finckh auf dem Hoh­entwiel vor 5000 Mit­­gliedern der HJ, in­dem er über sein Werk und seine politische Philosophie einen Vortrag hielt. Aus diesem Grunde soll jetzt, auch aus An­lass der Hohent­wiel­­feierlichkeiten, wie­der zur Son­nen­wen­de, das Stück SONNWEND auf der Domäne Hohent­wiel aufgeführt werden.

Herrmann Hes­se und Dr. Lud­wig Finckh zo­gen aus ein­­er antimodernen Haltung im Jahre 1904/1905 nach Gaien­hofen an den See. Finckh blieb ein Le­ben lang dort, Hesse ver­ließ die Idyl­le 1912 und kehrte Finckh auf Grund des­sen deutsch nationaler Hal­tung den Rück­en. Finckh wird heute verehrt als der Retter des Stoffels, als der Be­­­­grün­der, Mitbegründer des Na­tur­schut­zes. Seine andere Seite ist seine po­li­­tische Haltung, auf Grund dieser ihn Hes­se mit Verachtung bestrafte.

Finckh, als Arzt, schrieb literarisch und philosophisch über Rassefragen und Ras­­senhygiene. Er ist ein Autor und Vor­denker des Natio­nal­so­zia­lismus, der nach dem Kriege nur seine Haltung ge­gen­­über der Natur in den Vordergrund stellte, sei­ne Haltung gegen den Men­sch­en verschwieg. Nach dem Kriege versuchte Finckh über die Freundschaft mit Hesse wie­der intellektuellen Anschluss an die Welt der Schriftsteller. Hesse aber, bis 1957, weigerte sich Finckh zu em­pfangen.

Das Stück fragt nach Wir­k­ung und Schuld eines Schriftstellers. Das Stück spielt im Jahre 1957. Finckh er­hält von Hesse ein­en Brief.

Quelle: http://www.in-singen.de/veranstaltung.Szenische-Lesung-Gerd-Zahner-Sonnwend.1BB0CF7E5A357EF8CFAFC12BFDC1277D.html

„Was bleibt?“ – Theaterstück zum „Denkmal der Grauen Busse“, ZfP Reichenau

Das „Denkmal der grauen Busse“, seit Oktober 2014 vor dem Verwaltungsgebäude des Zentrums für Psychiatrie, Reichenau, geht wieder auf Reisen. Zu diesem Anlass findet am 19.5. eine Abschlussveranstaltung auf dem Gelände des ZfP statt. Das mobile Denkmal erinnert an die Opfer der „Euthanasie“ zwischen 1940 und 1941. Aus der „Heil- und Pflegeanstalt“ Reichenau wurden damals 508 Patienten nach Grafeneck deportiert und getötet.


Szene bei der Generalprobe am 18.5.2015

Patienten, Bewohner und Mitarbeiter des ZfP Reichenau haben gemeinsam mit Schülern und Lehrern vom Humboldt-Gymnasium Konstanz sowie Interessierten aus der Umgebung ein Theaterstück zum Thema entwickelt.

Öffentliche Generalprobe: 18.5.15, 16:30 Uhr, Gelände des ZfP Reichenau (Haus 1)

Abschlussveranstaltung: 19.5.15, 17:30 Uhr, Gelände des ZfP Reichenau (Haus 1)

Begrüßung und Einführung, Wolfgang Höcker, Medizinischer Direktor ZfP Reichenau

Grußwort Dr. Wolfgang Zoll, Bürgermeister Reichenau

Quelle: http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org

Grenzüberschreitung: Theaterstück von Gerhard Zahner

Das Stück „Grenzüberschreitung“ von Gerd Zahner wird am 9. und 10. Januar 2015 jeweils um 20 Uhr in der Zimmerbühne in der Niederburg aufgeführt. Türöffnung um 19 Uhr.

Aus der Ankündigung:

Die Grenze ist der Ort, wo sich Dinge in letzter Instanz entscheiden.

So auch die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz, die im zweiten Weltkrieg über Schicksale entschied – oft grausam, manchmal auch in mutiger Entscheidung für das Leben.

Vier solcher Schicksale zeigt das Stück von Gerhard Zahner, aus dieser Grenze, aus diesem Ort zwischen den Orten, zwischen den Ländern, zwischen Leben und Tod. Die Grenze, der Ort der unwirklichen Begegnungen.

Gerhard Zahner: Anwalt und Autor des Stücks, Konstanz
Raphael Bachmann: Schauspieler, Regisseur, Basel
Otto Edelmann: Schauspieler, Regisseur, Konstanz

Eintritt: 13,- Euro
Schüler & Studenten: 8,- Euro
Reservierung unter: 07531 917 263

http://www.gerdzahner.de/grenz%C3%BCberschreitung/

Premiere: „Die Liste der Unerwünschten“

Szenische Lesung von Gerd Zahner am 19. November 2014 um 19.30 Uhr im Audimax der Universität Konstanz

Das Stück hat die Intention die Verantwortung einer Einzelperson gegenüber seinen Studenten und der Wahrheit aufzuzeigen. Es investiert Gedanken in den Versuch das Höllenwirken und die Mechanismen der Waffen SS abzubilden.

Dafür zeichnet das Stück das Leben des Hans Robert Jauß nach, der auf dem Gebiet der Hermeneutik ein Wissenschaftler mit Weltruf war, der die Konstanzer Rezeptionsästhetik prägen half und seine Zugehörigkeit in der Waffen SS als Hauptsturmführer verschwieg.

Das Stück wirft Rechtsfragen mit Gegenwartsbezug auf, wie eine Mitgliedschaft in der Waffen SS zu sanktionieren ist. Hans Robert Jauß wird gespielt von Luc Feit, einem international anerkannten Schauspieler, Regie führt der preisgekrönte Regisseur Didi Danquart.

Quelle: http://literaturkunstmedien.wordpress.com

Homepage von Gerd Zahner: http://www.gerdzahner.de/

Links

Weniger bekannt als seine Waffen-SS-Mitgliedschaft ist ein weiteres Detail seiner Vergangenheit. Der zur ehemaligen Waffen-SS-Kaserne in Radolfzell forschende Historiker Markus Wolter hat herausgefunden, dass Jauß auch dort seine Spuren hinterlassen hat. Im Verlauf seiner Offiziersausbildung an der Junkerschule der Waffen-SS in Bad Tölz in den Jahren 1940/41 nahm Jauß vom 1. März – 31. Mai 1941 an einem Reserve-Führer-Anwärter-Lehrgang an der Unterführerschule der Waffen-SS in Radolfzell teil. Vgl.: http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org

Auf der Flucht: Gargellen – Sarotla – Schweiz

Sommerausflug des Fördervereins des Jüdischen Museums Hohenems am 26.7.2014

Update 1.7.2015: Neue Termine am Fr, 10., Sa 11. und So 12. Juli sowie Fr 28., Sa 29. und So 30. August 2015, ab 09.00 Uhr

Auf der Flucht: Gargellen – Sarotla – Schweiz ist ein interaktives Theaterstück. Es basiert auf Zeitzeugenberichten, historischen Dokumenten und literarischen Texten von Franz Werfel, Jura Soyfer und anderen Schriftstellern, die aus Nazi-Deutschland flüchten mussten. In theatralischen und tänzerischen Streiflichtern spürt das teatro caprile Fluchtschicksalen nach. Gespielt wird im Hotel Madrisa, in Alphütten und im freien Gelände. Das Publikum begleitet die Schauspieler, wird Teil des Geschehens.

Unser Sommerausflug am 26. Juli ist Theaterbesuch und Wanderung zugleich. Wir gehen mit dem teatro caprile einen Tag lang auf Fluchtwegen durch das Montafoner Gebirge.

Treffpunkt:
Samstag, 26. Juli um 9.00 Uhr bei der Kirche in Gargellen

Kosten für Vereinsmitglieder: 12 Euro
Normalpreis: 15 Euro
Individuelle Anreise. Mögliche Busverbindung: 7.30 Uhr ab Bahnhof Schruns
Ende der Wanderung ca. 15.00 Uhr beim Rongg Maisäß
Busse nach Schruns: 17.17 und 18.30 Uhr

Anmeldung:
bitte bis 1. Juli an Gerlinde Fritz: office@jm-hohenems.at oder telefonisch +43 (0)5576 73989

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Verkürzte Wanderungen und Szenen in trockenen Ausweichquartieren sind vorbereitet. Für Mitglieder mit längerer Anreise empfehlen wir das Package „Montafoner Grenzüberschreitungen“, ein Kurzurlaub im Vitalzentrum Felbermayer Gaschurn.
Info und Anmeldung: www.vital-zentrum.at

Nur für geübte Wanderer. Bitte gute Schuhe anziehen, Regen- und Sonnenschutz mitnehmen.
Wasser und Jause nicht vergessen!

http://www.jm-hohenems.at/wp-content/uploads/2013/11/sommerausflug-verein-26-07-2014.pdf

Festival contre le racism an der Uni Konstanz

3.6. Carolin Ott → 19.45 Uhr in K5 (Unter der Mensa)

Input und Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Weltecke, Dr. Blome und Dr. Rath:
theoretisch richtig – praktisch uneindeutig: rassismuskritisches Handeln zwischen Theorie und Praxis

Der Input mit Einführungscharakter möchte einige praxisrelevante Aspekte verschiedener Rassismustheorien aufzeigen. Widersprüche für die antirassistische Arbeit ergeben sich so unter anderem aus dem Wunsch nach moralischer Verurteilung des Rassismus und der Erkenntnis seiner gesellschaftlichen Normalität. Ebenso auch aus den persönlichen Positionierungsmöglichkeiten von antirassistisch Tätigen im Spannungsfeld zwischen eigenen Privilegierungen und stellvertretender Ermächtigung. Inwiefern sie Reflektionspotentiale für ein informiertes rassismuskritisches Handeln bereitstellen können, soll anhand von Beispielen in der offenen Diskussion zur Sprache kommen.

Carolin Ott ist die fzs-Koordinatorin des bundesweiten festival contre le racisme im Jahr 2013 und Antidiskriminierungsreferentin der Fachschaftskonferenz der Universität Heidelberg.

4.6. Robin Brodt → 19.00 Uhr G309

Hippe Nazis? Neue Organisationsformen rechter Jugendkulturen und neonazistische Styles & Codes.

Die rechte Szene verändert sich fortwährend. Freilich nicht in Bezug auf ihre charakteristisch menschenverachtenden Ansichten, wohl aber in Formen der Erscheinung und Aufnahme (pop)kultureller und sonstiger medialer Einflüsse. Der Vortrag handelt daher von wandelnden Selbstdarstellungen und Organisationsformen der rechten bzw. neonazistischen Szene in Deutschland.

Robin Brodt ist freier Referent der Landeszentrale für politische Bildung BW und Trainer des Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.

Hinweis: Der ehemalige Konstanzer Robin Brodt arbeitet in dem von linker Seite scharf kritisierten ([1] [2] [3]) Projekt „TEAM meX“. Es handelt sich dabei um ein Kooperationsprojekt zw. der Landeszentrale f. pol. Bildung und dem Verfassungsschutz.

5.6. Dorothea Weltecke → 19:00 Uhr D406

Rasse und Religion im Mittelalter

In dem wichtigsten Nachschlagewerk für diese Epoche, dem Lexikon des Mittelalters, gibt es keinen Eintrag zu “Rasse”. Von einer intensiven Erforschung der Kategorie Rasse wird man allgemein nicht sprechen können. Trotzdem sind einige interessante Fragen zu klären. Kann man sagen, dass Segregation und Diskriminierung im Mittelalter statt mit der Kategorie Rasse über die Religion begründet wurde? Wie wurden indessen z.B. Menschen mit afrikanischer Herkunft wahrgenommen? Zeigt die Debatte um die Reinheit des Blutes der Altchristen versus der getauften Juden auf der Iberischen Halbinsel im 15. Jahrhundert und der Antijudaismus insgesamt den Beginn des modernen Rassismus an? Schließlich diente die mittelalterliche Geschichte als Arsenal für moderne, rassistische Argumente. Wie war das möglich, und ist die Mittelalterforschung heute frei von Rassismus?

Dorothea Weltecke ist Professorin für die Geschichte der Religionen an der Universität Konstanz.

6.6. Dr. Harry Waibel → 19.00 Uhr A704

Rassisten in Deutschland – verleugnet und verdrängt?

Wie wurde mit Rassisten und ihren Taten in der DDR bzw. in der BRD umgegangen? Wie kam es, dass ost-deutsche Männer und männliche Jugendliche überproportional,gemessen an der Zahl der jeweiligen Bevölkerungszahl, als Täter beteiligt sind? Wie ist es möglich geworden, dass im Osten, gemessen an der Bevölkerungszahl, eine zwei- bis dreifach höhere Anzahl neo-nazistischer, rassistischer oder anti-semitischer Straftaten zu verzeichnen ist?

Seit der Aufdeckung der rassistischen Gruppe „NSU“ im November 2011 wird der Öffentlichkeit bewusst, dass es in den Sicherheitsinstitutionen, bis hinauf zur Ministerebene, kein signifikantes Bewusstsein für rassistische Inhalte und Strukturen gibt bzw. das die Hinweise auf rechtsterroristische Urheber für die Mordserie verleugnet und verdrängt worden sind. Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für die anti-rassistischen und anti-faschistischen Initiativen, um diese gefährliche Entwicklung zu stoppen und zurückzudrängen?

Harry Waibel ist freier Dozent an der VHS Steglitz und forscht als Historiker verstärkt zu den zu den Ursachen und zum Verlauf von Neo-Faschismus, Rassismus und Anti-Semitismus in der DDR.

14.6. Filmvorführung: Preview Screening!!! → Zebra Kino um 19.45 Uhr

„I CAN´T BE SILENT“ – The Refugees auf Deutschlandtour Zu Gast ist Die Regisseurin Julia Oelkers

Story
Musiker aus Afrika, Russland, dem Balkan und Afghanistan machen gemeinsam mit Heinz Ratz und seiner Band Strom & Wasser eine Konzerttournee. Das Besondere an dem Projekt: Einige der Künstler sind Asylsuchende in Deutschland. Wir haben sie einen Sommer lang mit der Kamera bei Konzerten und in ihrem Alltag begleitet.

Zwischen Rampenlicht und Isolation
Für einige Bandmitglieder bedeutet die Tour eine Gratwanderung zwischen zwei Extremen. Abends stehen sie auf der Bühne im Rampenlicht, am nächsten Morgen kehren sie zurück in die Isolation des Flüchtlingsalltags. Sie leben mit vielen Menschen auf engem Raum, haben keine Möglichkeit zu üben oder ihr Instrument zu spielen, sind von Abschiebung bedroht und haben traumatische Erfahrungen auf der Flucht gemacht. Ihr Aufenthaltsstatus ist unsicher, die Zukunft mehr als ungewiss. Ihre Unterkünfte liegen oft abgelegen am Rande der Städte und sie dürfen sich nicht ohne Erlaubnis frei innerhalb Deutschlands bewegen. Die Band bietet ihnen die Chance, diese Isolation zu durchbrechen.

Der Film macht die Lebensbedingungen für Asylsuchende sichtbar, ohne die Protagonisten zu Opfern zu degradieren. Sie bleiben starke Persönlichkeiten, die mit ihrer Musik die Verhältnisse in denen sie leben müssen selbst thematisieren.

Mehr Informationen: www.startnext.de/refugees-doku

10.6. Prof. Dr. Boris Barth → Zimmerbühne, St. Johanngasse 2 – direkt beim Münsterplatz, ab 19 Uhr

Eugenik und technokratische Gesellschaftsutopien in den 1920ern und 1930er Jahren

Lange Zeit ist die Entstehung der Eugenik seit dem Ende des 19. Jahrhunderts als ein wenig bedeutender Randaspekt der Geschichte des Rassismus angesehen worden. Intensive historische Forschungen im letzten Jahrzehnt haben dieses Bild grundsätzlich in Frage gestellt. Vor allem in den 1920er und 1930er Jahren hat es in sehr vielen westlich geprägten Staaten technokratische Visionen gegeben, durch eine „aktive“ und staatlich gesteuerte Politik die Qualität des eigenen Volkes zu verbessern, bzw. zu verändern. Die eugenische Politik des Nationalsozialismus stellte dabei die radikalste Variante dar, die aber keineswegs so isoliert war, wie zeitweise angenommen wurde: Zwangssterilisierungen von unerwünschten Personen hat es in Skandinavien und in den USA gegeben, eugenische Vorstellungen finden sich auch im Fürsorgewesen der Schweiz, und technokratische Vorstellungen von Bevölkerungspolitik gab es in Italien vor und während der faschistischen Diktatur. Der Vortrag stellt neuere Forschungstrends dar und geht auf zukünftige Perspektiven der historischen Analyse ein.

Boris Barth hat die Ergänzungsprofessur für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert an der Universität Konstanz inne. Er beschäftigt sich verstärkt mit Genozid und Völkermord im 20. Jahrhundert.

11.06. Eva Blome / Gudrun Rath (Konstanz) -> 19.00 Uhr G530

Weiße Wissenschaftswelt?

Kritische Perspektiven auf Rassismen in Wissenschaft und Universitäten
Welche Rolle spielen Rassismen in Wissenschaft und Wissenschaftsbetrieb? Inwiefern sind Methoden und Ergebnisse wissenschaftlichen Arbeitens auch heute noch durch eine eurozentristische Perspektive bestimmt? Welche Ausschlüsse und Diskriminierungen finden in der wissenschaftlichen Community statt? Angesichts einer Wissenschaft, die sich weiterhin häufig als ‚objektiv‘ und ‚neutral‘ versteht und sich zugleich zunehmend globalisiert, erscheint die Auseinandersetzung mit diesen Fragen eine wichtige Voraussetzung für einen selbstkritischen und reflexiven Blick auf die eigene wissenschaftliche Praxis zu sein. Dieser Herausforderung stellt sich der Vortrag – nicht zuletzt auch, indem diskutiert wird, in welcher Weise auch feministische Theoriebildung und Gender- sowie Gleichstellungspolitiken von einer Weißen Sichtweise geprägt sind und zur Marginalisierung anderer Perspektiven in der Wissenschaft und an den Hochschulen beitragen.

Gudrun Rath ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Exzellenscluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ am Lehrstuhl für Kulturtheorie und kulturwissenschaftliche Methoden der Universität Konstanz. Eva Blome ist ebenfalls Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Excellensclusters innerhalb der Neueren Deutschen Literatur.

12.6. Daniela Hrzán → 19:00 Uhr D406

„Beate, die braune Witwe“: Weißsein, Geschlecht und Nation in der medialen Berichterstattung über Beate Zschäpe

Welches Bild haben wir von Beate Zschäpe? Handelt es sich um eine kalkuliert handelnde rassistische Gewalttäterin und Terroristin oder vielleicht doch eher um ein Opfer der Umstände – eine Frau, die auf der Suche nach Anerkennung und Familienanschluss zum Werkzeug einer gemeinhin als patriarchal und äußerst maskulin geltenden rechtsextremen Szene avanciert ist? Unter Bezugnahme auf Ergebnisse der Rassismusforschung, insbesondere der kritischen Forschung zur Relevanz von Weißsein in Deutschland, sowie der Gender Studies soll die mediale Berichterstattung über Beate Zschäpe seit ihrer Festnahme im November 2011 anhand von Beispielen analysiert und vor dem Hintergrund historischer und aktueller Thesen zur Mittäterschaft von Frauen im Nationalsozialismus diskutiert werden. Der Verknüpfung der Kategorien ‚Weißsein‘, ‚Gender‘ und ‚Nation‘ kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Daniela Hrzán ist Dozentin am Lehrstuhl für Geschlecht und Geschichte am Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin. Und lehrte ein Semester als Gastdozentin an der Universität Konstanz im Studiengang Gender Studies.

13.6. Teidelbaum → 19.45 Uhr im Radioraum

»Braunzone Bundeswehr?« / We(h)r macht Traditionen in der Bundeswehr?

Die Bundeswehr betreibt bis heute eine Traditionspflege, die irgendwo zwischen Führerbunker und 20. Juli anzusiedeln ist. Einerseits wurden einige Kasernen-Patenonkel nach starker Kritik von außen gestrichen, andererseits ist die Bundeswehr wieder ein „Heer im Einsatz“. Dieser Umstand führt offenbar dazu, sich wieder in die Tradition der letzten deutschen Armee im „Auslandseinsatz“ zu stellen. Es gibt in der Bundeswehr eine positive Bezugnahme auf so genannte „Stahlgestalten“, vermeintlich unbelastete Personen aus Wehrmacht und Kaiserreich mit besonderen militärischen „Leistungen“. Dabei wusste bereits Kurt Tucholsky: „Jede Glorifizierung eines Menschen, der im Kriege getötet worden ist, bedeutet drei Tote im nächsten Krieg.“ Einzelfälle gar Missverständnisse werden braune Vorkommnisse in der Bundeswehr von offizieller Seite gern genannt. Doch bei genauerem Hinschauen entdeckt man eher ein System dahinter, wobei einzelne Skandale nur die Spitze des Eisberges offenbaren. Offenbar gibt es eine neonazistische Subkultur in der Truppe. Ist die Bundeswehr also die größte Wehrsportgruppe Deutschlands oder doch nur ein Heer von Einzeltätern?

Der Referent ist Historiker, Autor für das antifaschistische Magazin „Der Rechte Rand“ und Mitarbeiter eines Monitoring-Projektes zum Thema „Extreme Rechte und Bundeswehr“ (http://braunzonebw.blogsport.de).

15.6. Jörn Menge → 19:45, A 704

Mit Musik gegen Rechtsextremismus

Im Rahmen der Kampagne „Laut gegen Nazis“ und der Vereinsarbeit dieser Organisation fanden in den letzten Jahren über achtzig Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und viele andere Aktionen bundesweit statt. Partner wie Die Fantastischen Vier, Sportfreunde Stiller, Gentleman, Silbermond, Revolverheld, Bela B. und viele weitere Musiker und Schauspieler reisten mit uns an Brennpunkte in Deutschland, um dort örtliche Initiativen direkt zu unterstützen. Mit einer breiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit versucht „Laut gegen Nazis“ Zusammenschlüsse in der Zivilgesellschaft für eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Menschenverachtung zu schaffen. Dies geschieht sehr oft mit einem großen medialen Erfolg. Auch der Humor darf in der Auseinandersetzung mit dem Thema nicht fehlen. Comedians wie „Serdar Somuncu“ und viele andere nehmen sich ebenfalls des Themas an. Das NDR-Satire Magazin „extra3″ ist bereits langjähriger Partner von „Laut gegen Nazis“. Jörn Menge zeigt anhand von Beispielen, dass Musik und Humor durchaus legitime Mittel zur Bekämpfung des aktuellen Rechtsextremismus sind. Er wird über seine persönlichen Erfahrungen berichten, die er als Leiter der bundesweiten Kampagne „Laut gegen Nazis“ in der Praxis gesammelt hat. Ziel wird neben der Sensibilisierung zu den Themen Ausgrenzung, Rassismus, Rechtsextremismus usw. eine offene Diskussion zu diesen Themen sein.

Jörn Menge ist Musikmanager und gründete 2004 die Initiative „Laut gegen Nazis – Rechte Gewalt kann jeden treffen“.

18. 6. Dokumentarisches Theater: → 19.45 Uhr Zebra Kino

„Asyl-Monologe“ (Buch und Regie: Michael Ruf)

Die „Asyl-Monologe“ erzählen von Menschen, die Grenzen überwunden, Verbündete gefunden, ein „Nein“ nie als Antwort akzeptiert und unter aussichtslosen Bedingungen immer weitergemacht haben – mit dem Ziel eines Lebens in Sicherheit und mit Menschenwürde.
Das Projekt entstammt einem nationalen Netzwerk, der Bühne für Menschenrechte (BFM, das aus professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Musikerinnen und Musikern besteht, die sich der Aufgabe widmen, öffentliche Aufmerksamkeit für aktuelle Menschenrechtsfragen zu erzeugen. Die zentrale Aktivität des Netzwerks sind bundesweit dargebotene dokumentarische Theaterstücke, welche die Geschichten jener erzählen, deren Menschenrechte verletzt wurden bzw. werden (insbesondere von Asylsuchenden und Flüchtlingen) und die als Minderheiten Unterdrückung erleben. Die Produktionen werden basierend auf ausführlichen Recherchen und Interviews mit den Akteurinnen und Akteuren selbst und unter Beratung durch einschlägige Organisationen entwickelt. Als erste Lesung werden derzeit die Asyl-Monologe dargeboten.

Da dokumentarisches Theater unabhängig von einem etwaigen Interesse an Kunst für jede und jeden leicht zugänglich sind, öffnet es der breiten Öffentlichkeit die Tür zu einem Thema, bei dem ansonsten in der Zeitung weiter geblättert oder vor dem Fernseher umgeschaltet wird.

Mehr Informationen: www.buehne-fuer-menschenrechte.de

Quelle: http://www.asta.uni-konstanz.de/termine/veranstaltungen-parties-und-events/festival-contre-le-racisme/

Vorstellungen von „Die Flüsterstadt“ auch noch Anfang Juni

Die Laufzeit des Stücks „Die Flüsterstadt“ von Gerd Zahner wird aufgrund der großen Nachfrage verlängert. Es wird zusätzlich am 4., 5. und 6. Juni aufgeführt. Am 4. und 6. beginnt die Vorstellung jeweils um 20 Uhr – am 5. Juni beginnt sie erst um 21.00 Uhr.


Szene aus „Die Flüsterstadt“ von Gerd Zahner

Vgl. Rezension des Stücks „Flüsterstadt“, das derzeit in Radolfzell gezeigt wird

Rezension des Stücks „Flüsterstadt“, das derzeit in Radolfzell gezeigt wird

Auf der Bühne ein namenloser Mann mit altmodischem Stativ und Fotoapparat, der einem Jungen in kurzen Hosen ein Brennglas zeigt und ihm erklärt: „Der Schmerz bringt die Dinge ans Licht“. Das Brennglas, so führt der Mann dem Jungen gegenüber in einer der Anfangsszenen aus, bündle das Licht, fokussiere dadurch den Blick und mache damit sichtbar, was sonst im Verborgenen läge. Träfen die Sonnenstrahlen den Betrachtenden, lösten sie durch Verbrennung Schmerzen aus.

Die Metapher des Brennglases steht paradigmatisch für die gesamte Unternehmung, mit der das Doppelgänger Theaterforum in der Scheffelhalle Radolfzell das Theaterstück „Flüsterstadt“ von Gerd Zahner auf die Bühne brachte, um den Blick auf Radolfzells Rolle im Nationalsozialismus zu lenken und den Mantel des Schweigens, der den öffentlichen Diskurs über Jahrzehnte dominierte, immerhin an manchen Stellen zu lüften. Der Aufführung war eine monatelange öffentliche Kontroverse in Radolfzell vorausgegangen, die die Realisierung dieses ehrgeizigen Projekts immer wieder herausforderte.

Die Rahmenhandlung des Stücks ist schnell erzählt. Der Mann und der Junge, die die Zuschauenden im Verlauf des Stücks als Vater (Torsten Blanke) und Sohn (Lisa Bresser) identifizieren, halten sich 1953 in einer zunächst namenlosen Stadt auf, um für eine deutsch-französische Broschüre Militärkasernen im Südbadischen abzulichten. Während der Vater fotografiert, erscheinen dem Jungen im Fiebertraum historische Figuren, die darüber berichten, was sie als KZ-Häftlinge, aber auch als SS-Scherge, als scheinbar unbeteiligte Passanten und als Angehörige der nachkommenden Generationen in Radolfzell erlebt haben. Was als assoziative Gedankenkette in Monologen des Vaters beginnt, die sich um die Mühsal der Erinnerung und das allzu leichte Vergessen drehen und in denen immer wieder nach einer Verortbarkeit von nationalsozialistischem Grauen gefragt wird, wird im Verlauf des Theaterstücks konkret benennbar. Der Stadtplan des nationalsozialistischen Radolfzell auf der Karte, die Vater und Sohn auf der Bühne im Verlauf des Stückes in Händen halten, nimmt in der Vorstellung der Zuschauenden immer mehr Gestalt an: Dort, in Radolfzell, befand sich die SS-Kaserne des SS-Totenkopfbataillons „Germania“, die 1938 eröffnet wurde, dort das Casino der Offiziere, schliesslich der so genannte „Stall“, in dem 130 KZ-Häftlinge, die ursprünglich aus dem KZ Dachau kamen, untergebracht werden; dort der überdimensionierte Schiessstand, den die Häftlinge des Radolfzeller Außenlagers des KZ Dachau unter menschenunwürdigen Bedingungen erbauen mussten, dort der Exerzierplatz und das Haupthaus der SS-Kaserne.

Von den Figuren, die dem Jungen im Traum erscheinen, gibt es mehrere historische Vorlagen, deren Schicksale Gerd Zahner recherchiert hat und die alle von Stefan Bresser gespielt werden.
Ein namenloses Opfer nationalsozialistischer Gräuelherrschaft erhält breiten Raum, von seinen Erfahrungen zu sprechen und beispielhaft für Millionen weitere Schicksale die Grausamkeit und Gewalttätigkeit in den Konzentrationslagern und an anderen Orten faschistischen Unrechts zu thematisieren. Gerd Zahner nutzte für seine historische Recherche die Erinnerungen Leonhard Oesterles, dessen Berichte auch über die Radolfzeller Haftzeit in Sigbert E. Kluwes Jugendbuch „Glücksvogel: Leos Geschichte“ nacherzählt werden. Das Buch erschien 1990 im Signal Verlag und ist mittlerweile aber vergriffen. Oesterle, der 1915 in Bietigheim-Bissingen geboren wurde, wurde als Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe 1941 von Dachau aus in das Außenlager Radolfzell verlegt, von wo aus ihm 2 Jahre später zusammen mit einem Mithäftling die Flucht über den See in die Schweiz gelang. Leonard Oesterle wanderte in den 50er Jahren nach Kanada aus, wo er als Künstler und Professor für Bildhauerei bis zu seinem Tod 2009 lebte.

Der lange Monolog des unbekannten Häftlings in der grauweissgestreiften Häftlingsuniform geht unter die Haut, Stefan Bresser agiert ausdrucksstark mit vollem Körpereinsatz und vermittelt damit den Zuschauenden eine Ahnung davon, wie existenziell die Erfahrungen der Gefangenen in Radolfzell waren: Das Leben in Gefangenschaft, die permanente Angst vor der unberechenbaren Gewalt der SS, Rechtlosigkeit, Hunger, Kälte und Schmerz bestimmten das Leben der Häftlinge des KZ-Außenlagers Radolfzell.

Besonders auf die unmenschliche Arbeit an der Moräne, in die der monumentale Schießstand hineingetrieben wurde, nimmt er im weiteren Verlauf des Theaterstücks immer wieder Bezug. Wenn Gerd Zahner den Häftling auf der Bühne davon berichten lässt, wie beschwerlich die Arbeit am Bau des Schießstands „in der Nähe des Friedhofs“ war, so ist das nicht nur eine Ortsbeschreibung, sondern spielt auch auf das nationalsozialistische Konzept der „Vernichtung durch Arbeit“ an. Indem auf der Bühne wiederholt darauf verwiesen wird, wie die Häftlinge gezwungen waren, einen völlig überdimensionierten Schießstand im Aussenbohl zu errichten, obwohl es auch möglich gewesen wäre, einen realistisch proportionierten Schießstand an einem anderen, weniger kräftezehrenden Ort neu zu bauen, relativieren sich dadurch die Aussagen, die immer wieder in der Diskussion um die Lebensbedingungen der Häftlinge im KZ Radolfzell zu hören sind: Die Häftlinge hätten es ja noch „gut in Radolfzell“ gehabt. Es zählt zu den besonderen Verdiensten der „Flüsterstadt“, diese unsäglichen Aussagen Lügen zu strafen.

Sehr bewegend bringt auch Sava Vinokic das Schicksal eines tschechischen Häftlings auf die Bühne, welches ebenfalls in Leonhard Oesterles Erinnerungen nacherzählt wird.
Drei tschechischen Häftlingen gelang die Flucht aus dem KZ-Außenlager, nachdem sie die Wachen überwältigen konnten. Einer von ihnen wurde erschossen zurückgebracht, ein weiterer wurde ebenfalls gefasst, für den dritten vermutet Oesterle, dass er die Flucht in die Freiheit geschafft haben könnte, auch wenn die SS mitteilte, er sei tot aufgefunden worden. Für die übrigen Häftlinge waren so lange, bis die Flüchtlinge wieder gefasst wurden, extreme Schikanen angeordnet worden: Sie mussten die ganze Nacht und den folgenden Tag auf dem Kasernenhof in Reih und Glied stramm stehen, in der prallen Sonne, ohne Essen, ohne Trinken und ohne auf die Toilette gehen zu können.

Als weitere historische Figur tritt der Bürgermeister (David Michel) samt Sekretärin (Katrin Ehrler) auf. Wenn der Bürgermeister im Samtanzug mit breitem Honoratiorenschwäbisch eine Rede zur Grundsteinlegung der SS-Kaserne 1937 einstudiert, wirkt dies vor allem grotesk. Die bräsig vorgetragen Rede, die verschiedene Versatzstücke nationalsozialistischer Rhetorik zu kleinen (un-)freiwillig komischen Perlen montiert („Ich bin der Bürger und Meister, weil jeder Bürger einen Meister braucht. Das ist das Wesen der Deutschen.“), bringt die Zuschauenden zum Schmunzeln und macht aber auch deutlich, dass es für Radolfzell ein Prestigegewinn war, gegenüber 178 anderen Bewerberorten den Zuschlag zum Bau der SS-Kaserne erhalten zu haben. Mit dem Auftritt des Bürgermeisters visualisiert Gerd Zahner, in wie weit sich die Stadt Radolfzell durch den Bau der SS-Kaserne auch handfeste ökonomische Vorteile wie neue Arbeitsplätze, Mieteinnahmen und Aufträge für die ansässigen Kaufleute und Handwerker erhoffte. Was der Bühnenfigur des Bürgermeisters bedauerlicherweise fehlt, sind Hinweise auf die nationalsozialistische Gesinnung zweier Bürgermeister in Radolfzell. Eugen Speer, der bereits in den 20er Jahren NSDAP-Parteimitglied war, fädelte in seiner Amtszeit den Bau der SS-Kaserne ein. Er zählte als NDSAP – Kreisleiter und Gauinspektor zu den Funktionseliten des Nationalsozialismus im Südwesten. Sein Nachfolger, Handelskammerpräsident Josef Jöhle aus Konstanz, ebenfalls NSDAP-Mitglied, wurde von der NSDAP-Kreisleitung zum Bürgermeister ernannt. Im Begleitheft zum Theaterstück, in dem drei ausführliche Artikel die historische Faktenlage nochmals zusammentragen, finden sich diese Informationen über die Gesinnung der Radolfzeller Bürgermeister, es bleibt aber nicht nachvollziehbar, warum sie im Theaterstück nicht expliziter thematisiert wurde.

Den nächsten Auftritt hat ein namenloser SS-Offizier (Harmen Henne), der möglicherweise Vater des kleinen Jungen aus der Rahmenhandlung ist, und als kaltblütiger, nihilistischer Charakter präsentiert wird. Harmen Henne spielt den SS-Offizier überzeugend als archetypisch Bösen. Ein Mann mit grausamem Charakter und daher Funktionsträger der SS? Während in zahlreichen historischen Arbeiten immer wieder betont wurde, dass SS-Männer überzeugte Nationalsozialisten waren, weil sie hinter der menschenverachtenden Ideologie und deren Durchsetzung im Dritten Reich standen, bleiben die politischen Überzeugungen des SS-Offiziers auf der Bühne bei der „Flüsterstadt“ unklar. Die Motivation des SS-Manns, sich aktiv an den Gräuel des Nationalsozialismus, zu beteiligen, über dessen vermeintlich „grausamen Charakter“ erklären zu wollen, trägt nicht. Schade, dass Gerd Zahner seine Figur des SS-Manns nicht differenzierter entworfen und einen exemplarischen Einblick in das politische Weltbild der SS gegeben hat. Dennoch zählt die Szene mit dem SS-Mann zu den besonders packenden Eindrücken für die Zuschauenden. Gerd Zahner lässt den SS-Mann ganze viermal auf der Bühne die Pistole ziehen, mit der er auf eines seiner Opfer schießt das wiederum von Stefan Bresser verkörpert wird, während sich das Publikum das Blut vorstellen kann, das dabei auf Radolfzeller Boden tropft. Wiederum bezieht sich Gerd Zahner auf eine Sequenz, die einen realen Hintergrund hat. Im November 1941 kam es zur willkürlichen Erschießung des KZ-Häftlings Jakob Dörr, dem laut Überlieferung seine Mütze von einem Soldaten der Wachmannschaften abgerissen und hinter die Postenlinie geworfen wurde. Als er dem Befehl, die Mütze zu holen, nach kam, wurde er „auf der Flucht erschossen“.

Auf der Bühne wird das Blut beschrieben, das als sichtbares Zeichen nationalsozialistischer Gewalt im Boden versickert; anstatt nach dem Krieg an diese Orte nationalsozialistischen Grauens in Radolfzell zu erinnern, wird darüber geschwiegen und darüber gebaut. Eine ältere Frau betritt die Bühne und bringt, während sie in der ehemaligen SS-Kaserne steht, die bis 1977 vom französischen Militär genutzt wurde, die Verdrängung und das beharrliche Schweigen über die Rolle Radolfzell im Nationalsozialismus auf den Punkt: „Vor den Franzosen hat es hier nichts gegeben.“ Die Frage, die sich in dieser Szene aufdrängt, ist, wie es möglich war, nach 1945 derart eisern zu verdrängen. Das Stück lässt die Zuschauenden ratlos zurück an dieser Stelle.

Das Verdrängen der SS-Kaserne, das Verdrängen des Außenlagers des Konzentrationslagers Dachau in Radolfzell wird immer wieder im Stück problematisiert.
Dabei lässt es Gerd Zahner nicht an deutlichen Worten fehlen. Einer seiner Figuren auf der Bühne legt er folgenden markigen Satz in den Mund: „Diese Stadt ist wie ein Glas, in dem ein Schlafmittel aufgelöst wird“. Auch die Nachgeborenen, wie etwa die beiden Hippies, die im Jahr 1977 verortet sind und dem Jungen im Fiebertraum erscheinen, sind nicht an einer Aufarbeitung der Geschichte interessiert. Auch diese Aussage entspricht der historischen Realität. Der HIAG (der „Bundesverband der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS e.V. – Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit“ ein Sammelbecken für unverbesserliche Altnazis, Holocaustleugner oder Verherrlicher der Nazigräuel) konnte jahrelang zu revanchistischen Treffen in Radolfzell zusammenkommen, erst in den 70er Jahren kam es zu Protesten seitens der Bevölkerung.

Ein weiterer Strang in der „Flüsterstadt“ erzählt die Geschichte des Lebensborn, einer Einrichtung, in der „rassisch einwandfreie Frauen“ mit SS-Männern Kinder zeugten, um dem „Führer ein Kind zu schenken“. Die Frauen bekamen dafür 3000 Reichsmark, durften das Kind aber nicht selbst aufziehen. Die Kinder wuchsen im Lebensborn in eigenen Einrichtungen auf, wo sie im Geist der Nationalsozialismus erzogen wurden. Im Stück gibt es Andeutungen, dass sich auch Mädchen und junge Frauen aus Rottweil und aus der Bodenseegegend mit SS-Männer einließen und dann in einem der Lebensbornheime Kinder auf die Welt brachten. Spätestens mit diesen Szenen wird deutlich, dass die SS-Kaserne und mit ihr deren Bewohner Teil der Stadt Radolfzell waren. Zwischen den Radolfzellern und den Angehörigen der Kaserne entstand über die Jahre ein komplexes Beziehungsgeflecht. Die „Flüsterstadt“ zeigt als Ganzes folgerichtig auf, dass im Radolfzell des Dritten Reichs jeden Tag Menschen mit ihrem Handeln dazu beitrugen, die nationalsozialistische Herrschaft aufrecht zu erhalten. Eigentlich eine historische Binsenweisheit, die in Radolfzell scheinbar noch nicht angekommen war und auch über 60 Jahre danach noch genügend Konfliktpotential aufweist, wie die Diskussionen um „Die Flüsterstadt“ im Vorfeld aufzeigen.

Dem Stück „Die Flüsterstadt“ sind viele weitere Zuschauer und Zuschauerinnen zu wünschen. Das Stück ist konzeptionell so angelegt, dass es wesentliche historische Fakten hinreichend genau und für breite Kreise verständlich wiedergibt, das Schicksal der Häftlinge des KZ-Außenlagers plastisch vermittelt und auf die besondere Rolle der SS-Kaserne für das nationalsozialistische und heutige Radolfzell verweist. Die drei konzentrierten Aufsätze von Achim Fenner und Markus Wolter über die Geschichte Radolfzells im Nationalsozialismus und das Schweigen danach, sind sehr lesenswert und vertiefen die auf der Bühne angesprochenen Aspekte sehr gut.
Bei der Aufführung, die der Rezension und den Bühnenfotos zu Grunde liegt, waren auffallend wenige junge Gesichter im Publikum zu sehen. Es wäre zu wünschen, dass auch Schulklassen an einer der Aufführungen teilnehmen.

Auch mit der „Flüsterstadt“ ist die Auseinandersetzung um den Nationalsozialismus in Radolfzell sowie an anderen Orten rund um den Bodensee nicht abgeschlossen. In der lokalen Presse fallen die erstaunlich wohlwollenden Besprechungen auf, bei denen sich AntifaschistInnen nicht des Eindrucks erwehren können, dass damit auch die Aufarbeitung nationalsozialistischer Geschichte in Radolfzell für erfolgreich abgeschlossen erklärt werden soll. Aus antifaschistischer Sicht muss die „Flüsterstadt“ viel mehr ein Anlass sein, nicht locker zu lassen. Es fehlt in Radolfzell immer noch an einer gesellschaftlich breiten Auseinandersetzung mit seiner Geschichte im Nationalsozialismus. Die scheinbar unisono begeisterte Aufnahme des Stücks darf nicht über den tatsächlichen Graben zwischen denen hinwegtäuschen, die an einer Auseinandersetzung mit der Geschichte und der historischen Verantwortung Radolfzells interessiert sind und deren Gegnern, die es nach wie vor gibt.

Viele Fragen sind immer noch offen und nicht Gegenstand einer öffentlichen Diskussion: Welche Firmen, aber auch welche Leute haben z.B. konkret von der SS-Kaserne profitiert? Welche Politiken haben im Nachkriegsradolfzell eine Auseinandersetzung verhindert? Gab es Versuche, dieses Schweigen aufzubrechen? Wie können Kontakte zu ehemaligen Häftlingen und Zeitzeugen hergestellt werden?

Immer noch fehlt es an einem Mahnmal an der ehemaligen SS-Kaserne.
Immer noch fehlt es auch an einem angemessenen zentralen Gedenkort für die Häftlinge des ehemaligen KZ-Außenlagers. Die Bitte um Entschuldigung bei den Opfern und ihre Entschädigung und/oder die ihrer Familien ist mehr als angebracht und muss so schnell wie möglich in die Wege geleitet werden, bevor auch die letzten ehemaligen Häftlinge verstorben sind.

Zahlreiche Gründe, sich nach dem gelungenen Theaterabend nicht entspannt zurück zu lehnen!

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Die nächsten beiden Aufführungen finden am 1. und 2. Mai, jeweils um 20 Uhr statt. Kartenvorverkauf: Südkurier Radolfzell.