Tag-Archiv für 'stuttgart'

Stuttgart 21 aus CDU-Sicht: Protokoll einer Veranstaltung in Radolfzell

Vortrag von MdL Ulrich Müller (CDU)1 über die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 am 27.11.2011. Ort: RIZ (Radolfzeller Innovationszentrum), 10.11.2011, 20-22 Uhr. Der Veranstaltungsort liegt am Rand von Radolfzell an der Straße nach Eigeltingen, der letzte Bus im Umkreis fährt um 22:12 ab, danach kein öffentliches Verkehrsmittel mehr vorhanden. Deshalb kamen fast alle mit dem Auto.4
Moderiert wurde der Vortrag des CDU-MdL Müller von Herrn Reuther, nach eigenem Bekunden 12 Jahre bei der Bundeswehr.

Ein Tipp noch vorab: das Beste steckt in den Fussnoten!

Abschalten jetzt! Tausende auf Kundgebung in Stuttgart

Laut den Veranstaltern haben ca. 60.000 KernkraftgegnerInnen an der gestrigen, 45 km langen Menschenkette von AKW Neckarwestheim bis zum Landtag in Stuttgart teilgenommen. Ebenfalls tausende Menschen nahmen im Anschluß an der Kundgebung auf dem Stuttgarter Schloßplatz teil. Einige Fotoeindrücke:

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Kundgebung auf dem Schloßplatz in Stuttgart am 12.3.2011

Fukushima GAU – Atomausstieg jetzt – weltweit!

Am frühen Samstag morgen, 12.3.2011 gegen 6:30 Uhr, ist Block 1 des Atommeilers Fukushima 1, in Japan explodiert. Am 14.03.2011 um 3:30 Uhr ist Block 3 von Fukushima 1 explodiert. An mindestens 5 weiteren Reaktoren an 4 AKW-Standorten in Japan gibt es Probleme mit der Stromversorgung und Kühlung. Dies geschah, nach dem katastrophalen Erdbeben vor der japanischen Küste.

Kompilation von Fukushima-Explosionen, Japan, März 2011

Update 15.03.2011, 8 Uhr: Gestern um 22:00 Uhr ist Block 2 von Fukushima 1 explodiert. Dabei wurde anders als bei den beiden anderen Explosionen womöglich auch der Reaktorkern beschädigt. Die Radioaktivitätswolke wird laut Wettervorhersage Richtung Großraum Tokio getrieben, in dem 45 Mio. Menschen leben.
Update 14.03.2011, 8 Uhr: Um 3:30 Uhr ist Block 3 von Fukushima 1 explodiert. An mindestens 5 weiteren Reaktoren an 4 AKW-Standorten in Japan gibt es Probleme mit der Stromversorgung und Kühlung.
Update 13.03.2011, 13 Uhr: Block 3 von Fukushima 1 ist ebenfalls außer Kontrolle geraten und kann nicht mehr gekühlt werden. Die Kernschmelze scheint auch hier im Gange zu sein. Aufgrund frei liegender Brennstäbe soll sich Wasserstoff gebildet haben. Eine Explosion droht.

Nach der mit dem Erdbeben einher gehenden automatischen Selbstabschaltung aller sich im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke in Japan, gab es Probleme mit der Kühlung der Brennelemente sowohl in Kernkraftwerken als auch in einer Wiederaufbereitungsanlage. Die Kühlung ist auch nach einer Abschaltung notwendig, um eine Kernschmelze zu vermeiden. Da der Strom in weiten Teilen Japans ausgefallen war, die Notstromaggregate ebenfalls ausfielen oder gar nicht ansprangen, hatten mindestens zwei Atomkraftwerke (Fukushima Daiichi und Fukushima Daini) keine stabilen Kühlsysteme mehr.

Über Stunden musste der Kühlbetrieb (und wahrscheinlich auch die Restfunktion des AKW’s) mit Batterien aufrecht erhalten werden. Die Kühlflüssigkeit erhitzte sich, verdampfte, die Brennstäbe reichten zumindest zeitweise aus dem sie umgebenden Wasser heraus, der Reaktorinnendruck erhöhte sich und erreichte in Fukushima 1 mehr als das Doppelte dessen, wofür das Kernkraftwerk ausgelegt war.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass im Reaktorkontrollraum die Radioaktivität auf das 1000-fache des erlaubten Grenzwertes angestiegen war. Für einzelne Experten war das ein Hinweis darauf, dass es zumindest teilweise bereits zu einer Kernschmelze gekommen war.

Die japanische Regierung evakuierte erst die Zone im 2 km Umkreis um den Reaktor, dann im 3 km Umkreis, später erweitert auf 10 km und schließlich (Stand: Samstag morgen 11:30 Uhr) auf 20 km.

Einen Tag nach dem Erbeben wurde eine heftige Explosion auf dem Kernkraftwerksgelände beobachtet. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, fehlte die äußere Gebäudehülle um Block 1. Noch ist unklar, wie viel Radioaktivität ausgetreten ist.

Kernschmelzen und Explosionen von Atommeilern gab es in der Vergangenheit mehrere weltweit, mit verschiedenen Kraftwerkstypen (vgl. Harrisburg, Tschernobyl). Daher sind die verheerenden Folgen dieser GAU’s bekannt. Hinzu kommen weitere Beinahe-Katastrophen. Auch in Japan ist zumindest ein zusätzliches Atomkraftwerk (Fukushima 2) in einem kritischen Zustand, mit ähnlichen Kühlproblemen nach der Notabschaltung wie Fukushima 1.

All das kann nur weltweit dringlich zum Handeln gemahnen!

Menschenkette und Kundgebung zum Atomausstieg in Stuttgart

Wir rufen daher dazu auf heute massenhaft an der Antiatomaktion der deutschen Anti-AKW-Bewegung teilzunehmen:

12.30 bis 14.00 Uhr: Menschenkette

Die Menschenkette wird über eine Distanz von über 40 Kilometern zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Landeshauptstadt Stuttgart entstehen. Um 12.30 Uhr beginnt die Kette – ausgehend von vielen Sammelpunkten entlang der Strecke – sich zu formieren. Um 13.30 Uhr soll die Kette dann geschlossen stehen!

15.00 bis 17.00 Uhr (Vorprogramm ab 14.00 Uhr): Abschlusskundgebung in Stuttgart, Schlossplatz

Nach und nach kommen die Teilnehmer/innen der Menschenkette zu einer großen Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz zusammen – mit viel Musik und spannenden Redebeiträgen.

14.00 bis 15.00 Uhr: Vorprogramm

Moderation: Dirk Seifert (Robin Wood) und Thorben Becker (BUND) Kurze Interviews und Grußworte

Band: Glyzerin

Band: Fertig, Los!

15.00 bis 17.00 Uhr: Hauptprogramm

Moderation: Martin Unfried

Redeblock I:
Dr. Brigitte Dahlbender (BUND Baden-Württemberg)
Jochen Stay (.ausgestrahlt)
Nikolaus Landgraf (DGB Baden-Württemberg)

Band: La Papa Verde

Redeblock II:
Dr. Franz Alt
Pfarrer Ulrich Koring (Energiewende Heilbronn)
Christoph Bautz (Campact)

Band: Hans Söllner
Ab 21.00 Uhr: Anti-Atom-Party in Stuttgart

Für alle Stuttgarter/innen und jene, die bis zum Abend in Stuttgart bleiben, gibt es noch eine große Anti-Atom-Party in den Wagenhallen (Nordbahnhof, Stuttgart) mit Auftritt des legendären Dundus & Afreax sowie Djs.

http://www.campact.de/atom2/kette2/ablauf

6.12. Demo gegen neues Versammlungsgesetz

Samstag, 06.12.2008, 14 Uhr, Lautenschlagerstraße, Stuttgart

http://aabw.antifa.net/