Tag-Archiv für 'seminar'

Bodensee Sommerseminar 2015 – Aktiv für Flüchtlinge

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Team des „Vernetzungstreffen unabhängiger Flüchtlingsarbeit am Bodensee“ lädt AktivistInnen, die sich in der Unterstützung von Flüchtlingen engagieren, zu einem dreitägigen Sommerseminar, in dem praxisbezogenes Fachwissen aus dem Asylverfahrensrecht, dem Sozialrecht und der Öffentlichkeitsarbeit vermittelt wird.

Zeit: 4. – 6. September (Freitag bis Sonntag) 2015, jeweils von 9 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr

Ort: Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, 78467 Konstanz

Flyer Download (PDF)

Für Teilnehmer_innen von außerhalb werden einzelne Schlafplätze angeboten. Ein kulturelles Abendprogramm wird erarbeitet.

Das Bodensee Sommerseminar ist bereits ausgebucht. Alle 12 Module von jeweils 2 Stunden Dauer können aber auch als Einzelveranstaltung von Gästen besucht werden. Es werden dafür 30 Plätze bereit gehalten. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Freitag

09:00 Uhr: Flüchtlingsrecht und Asylverfahrensrecht Grundlagen des Asyl- und Flüchtlingsrechts

11:10 Uhr: Das Asylverfahren

14:00 Uhr: Sozialrecht für Flüchtlinge III Arbeit mit besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen

16:10 Uhr: Arbeiten im Asylarbeitskreis Zusammenarbeit und Selbstreflektion

Samstag

09:00 Uhr: Das Dublin-Verfahren

11:10 Uhr: Asylantrag abgelehnt – was dann?

14:00 Uhr: Sozialrecht für Flüchtlinge I Flüchtlingsaufnahmegesetz

16:10 Uhr: Sozialrecht für Flüchtlinge II Asylbewerberleistungsgesetz

Sonntag

09:00 Uhr: Nach der Anerkennung

11:10 Uhr: Von der Duldung zum Bleiberecht? Rechtliche Möglichkeiten› Humanitäre Aufenthaltserlaubnis

14:00 Uhr: Asylarbeitskreis – Organisationen Arbeiten im ehrenamtlichen Asylarbeitskreis

16:10 Uhr: Öffentlichkeitsarbeit für Flüchtlinge

Quelle: http://fluechtlingsrat-bw.de/

In welcher Welt leben wir ? Weltordnung im Umbruch

Seminar mit Dietmar Diekmann, am Samstag, den 18. April 2015 um 15.00 in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Konstanz e.V. , Heinrich-Weber-Platz in Singen

Dietmar wird die wirtschaftlichen Hintergründe der tiefgreifenden Veränderungen auf der Welt seit 120 Jahren beleuchten.

Der moderne Kapitalismus bedeutet eine ungeheuere Anhäufung von Geldkapital in wenigen Ländern…. Ist das Monopol erst einmal zustande gekommen, schaltet und waltet es mit Milliarden, so durchdringt es mit absoluter Unvermeidlichkeit alle Gebiete des öffentlichen Lebens, …

steht 1917 in einem Schlüsseltext zum Verständnis einer neuen Epoche des Kapitalismus.

1999 meinte eine Forschergruppe von Wissenschaftlern in Havanna/Kuba eine neue Etappe der Entwicklung zu erkennen: das imperiale Stadium wird durch eine transnationale Durchdringung der Wirtschaft durch wenige international operierende transnationalen Konzerne und die hinter ihnen stehenden Kapitalgeber abgelöst.

Dietmar Dieckmann stellt in seinem Seminar zwei grundlegende Arbeiten zum besseren Verständnis der heutigen Welt vor und zeigt Entwicklungslinien zu TTIP/TISA auf.

  • Ist das brandgefährliche an der Situation heute ist an der zunehmende Anzahl kreigerischer Konflikte seit der deutscher Vereinigung ablesbar ?
  • Hat die Welt mit noch schrecklicheren Kriegen und Konflikten zu rechnen ?
  • Trägt er Kapitalismus tatsächlich trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen — wie der französische Sozialist Jean Jaurès schon vor dem I. Weltkreig meinte ?
  • Kapitalismus und Krieg: zwei Seiten einer Medaille ?

Veranstalter sind: Arbeiterwohlfahrt KV Konstanz e.V. und Marxistischer Gesprächskreis Konstanz – Singen

Vom Alltagsverstand zum Widerstand – Krise, Alltagsverstand, Klassenbewusstsein und Hegemonie bei Antonio Gramsci

Gramsci-Seminar mit Leo Mayer am Samstag, den 9.11.2013 von 13 – 17.30 Uhr in Moos

Am 27. April 2012 jährte sich zum 75. Mal der Todestag von Antonio Gramsci. Das gewachsene Interesse an diesem bedeutenden marxistischen Politiker und Theoretiker hängt mit dem originellen Beitrag Gramscis zum Marxismus und zur kommunistischen Politik seiner Zeit zusammen und mit den Herausforderungen für die marxistischen Kräfte, die Krise des heutigen Kapitalismus, die heutigen Widersprüche und Gefahren besser zu verstehen und zu bewältigen.

Natürlich dürfen wir dabei den historischen Rahmen, in dem Gramsci seine Überlegungen entwickelt hat, nicht aus dem Auge verlieren. Gramsci selbst sprach vom Historizismus der Philosophie der Praxis. Um aus seinen Gedanken Nutzen zu ziehen, müssen wir uns also bemühen, sie in die Gegenwart zu übersetzen.

Gramsci hat uns Grundgedanken einer Theorie des Kampfes für die gesellschaftliche Umgestaltung in Zeiten des “Stellungskrieges” im hochentwickelten Kapitalismus gegeben. Er gibt wichtige Anregungen für die “Herausbildung eines neuen Kollektivwillens” und fordert uns auf, zu “erforschen, wie sich genau die dauerhaften Kollektivwillen herausbilden, … wie entwickelt sich ihre organisierte und sie zu gesellschaftlichem Einfluss befähigende Kraft usw.” (A. Gramsci)

Ein weiterer Grund sich mit Gramsci zu beschäftigen, liegt im zeitgeschichtlichen Zusammenhang von Gramscis Werk mit der großen Krise in den 30er-Jahren, der die Niederlage der Arbeiterbewegung und der Demokratie sowie der Machtantritt des Faschismus bald folgte.

Referent ist Leo Mayer vom isw München: http://www.isw-muenchen.de/

Veranstalter: Marxistischer Gesprächskreis Konstanz-Singen

Kontakt: mannherz @ stb-mannherz.de

Moos: Einführung in „Das Kapital“ von Karl Marx und Kritik an Neoklassischen Wirtschaftstheorien

Zweiteiliges Seminar mit dem Referenten Hans-Peter Büttner am Samstag, den 22.6.2013 und am Samstag, den 6. Juli 2013, jeweils von 14.30 bis 17.30. Ort: Gewerbestr. 4b, 78234 Moos am Bodensee

Das Marxsche „Kapital“ ist ein sperriges und zugleich großartiges Werk, auf dessen detaillierte Ausarbeitung Karl Marx insgesamt fast 20 Jahre seines Lebens verwandte ohne es bis zu seinem Tod 1883 auch nur annähernd beenden zu können.

Seine Fragestellungen sind hierbei oftmals noch genialer als seine Antworten. Allen interessierten Teilnehmern wird ein Einblick gegeben in die Geschichte dieses unvergleichlichen Werks, in seine zentralen Themen und die über hundertjährige Debatte um „Das Kapital“.

Weil die im „Kapital“ geübte schonungslose Kritik der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft von jeder Generation wissbegieriger Menschen neu aufgenommen und angeeignet wird, regt dieses Buch immer neu zum Denken und Über-Denken an; nicht zu festen Dogmen, sondern zum Nachdenken über unsere gesellschaftliche Praxis und all jene Wissensformen, welche Menschen unmündig, unwürdig und in Elend halten. „Revolutionär“ ist das Marsche „Kapital“ weil es über das Denken hinaus eine andere Praxis nahelegt: den Kommunismus.

Das erste kleine Seminar wird ergänzt durch die Darstellung und Kritik des bürgerlich-kapitalistischen „Gegenentwurfs“ zum „Kapital“, die sog. neoklassische ökonomische Theorie.

Denn insbesondere noch in dieser Gegenüberstellung kann der Blick auf Marxens Einsichten geschärft werden.
Selbstverständlich können wir in der kurzen Zeit der beiden Treffen keine Fragen erschöpfend diskutieren, wohl aber voneinander lernen und Anregungen für unser aller weitere Arbeit am Thema mitnehmen.

Die beiden Teile können auch getrennt besucht werden.

Hans-Peter Büttner, Jg. 1968, studierte Sozialpädagogik in Bielefeld. Danach Arbeit in der Jugendhilfe und der Erwachsenenbildung. Referent des Katholischen Bildungszentrums Konstanz zu den Themen Kritik der Politischen Ökonomie und Wirtschaftswissenschaften. Diverse Veröffentlichungen zur ökonomischen Theorie.

Veranstalter: Marxistischer Gesprächskreis Konstanz-Singen

Seminar in Tübingen: „Die Politik und das Politische. Ansätze zu einer Theorie radikaler Demokratie“

Lange Zeit dominierte in der politischen Theorie der Versuch, demokratische Herrschaft durch Rückgriff auf transzendentale Vernunft- und Rechtsprinzipien zu legitimieren. In der Logik der Repräsentation konnte die Selbstherrschaft des demos nur in der externen Figur des Souveräns zusammengefasst gedacht werden. Die repräsentative Demokratie erscheint so als Endpunkt der demokratischen Selbstermächtigung der Bürgerinnen und Bürger.

Dieses Modell wird praktisch in Frage gestellt. Die Auseinandersetzungen um “Stuttgart 21” sind das bekannteste Beispiel, an dem sich die Unzufriedenheit vieler mit einem System zeigt, das die Kluft zwischen Regierenden und Regierten immer größer werden lässt und in dem der demokratische Anspruch auf eine „Legitimation durch Verfahren“ zusammen schrumpft.

Noch radikaler wird das traditionelle Modell politischer Repräsentation in aktuellen Entwürfen kritischer Sozialphilosophie und politischer Theorie in Frage gestellt. Unter Rückgriff auf republikanische Denktraditionen etwa bei Hannah Arendt und die Immanenzphilosophie Spinozas stellen radikaldemokratischer AutorInnen wie Claude Lefort, Ernesto Laclau, Chantal Mouffe, Etienne Balibar oder Jacques Rancière diesem ein Verständnis des Politischen entgegen, das die konstituierende Macht der sich frei versammelnden Individuen in den Mittelpunkt stellt. Demokratie wird so als unabschließbare Aufgabe verstanden, die sich nicht in Institutionen stillstellen lässt, sondern auf praktischer Ebene nach einer ständigen Demokratisierung von Bürokratie, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft, nach einer Erweiterung von Partizipationschancen sowie nach einer Politik größtmöglicher Inklusivität verlangt.

Im Seminar wollen wir anhand ausgewählter Originaltexte uns mit diesem Denken auseinandersetzen und nach seiner praktischen Relevanz fragen. Das Seminar soll durch die TeilnehmerInnen aktiv gestaltet werden. In Arbeitsgruppen sollen die Texte in Gruppenarbeit vorbereitet und anschließend im Plenum präsentiert und diskutiert werden.

Vorkenntnisse sind keine nötig.

Die Seminartexte und der Seminarplan werden den TeilnehmerInnen bei
Anmeldung kostenlos zur Verfügung gestellt.

Seminarort: Tübingen | Alte Archäologie, Übungsraum | Nauklerstr. 2

Seminarzeiten: Fr., 10.12., 17 – 20 Uhr | Sa., 11.12., 10 – 13 Uhr und 14
– 18 Uhr | So., 12.12., 10 – 13 Uhr

Anmeldung:
bis zum 06. Dezember an Alexander Schlager:
schlager@rosalux.de | Tel. 0711 99 79 70 90 | Fax 0711 99 79 70 91

Gemeinsame Veranstaltung mit dem DGB-Hochschulinformationsbüro Reutlingen/Tübingen

Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg
Forum für politische Bildung und Kultur e.V.
Ludwigstr. 73A | 70176 Stuttgart
Tel. 0711 99 79 70 -90 | Fax -91 | Mobil 0176 21 62 39 91
www.rls-bw.de | www.rosalux.de | post@rls-bw.de

Einladung zum Frauenpolitischen Seminar

DIE LINKE und der Feminismus – eine Heraus- forderung!

13.11.10, 10 – 17 Uhr
DGB-Haus, Konstanz, Beyerlestr. 1

Schon Rosa Luxemburg störte der patriarchalische Mief in der Linken. Sie wünschte sich, dass „mit der politischen Emanzipation der Frauen ein starker frischer Wind (in die sozialistische Partei, sz) hineinwehen (und) die Stickluft des jetzigen philisterhaften Familienlebens vertreiben würde“. (RL 1/2, 185)

Bis heute bremsen patriarchale Muster und Rituale in der Linken bestimmte benachteiligte Gruppen aus. Dazu gehören Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge, Lesben und Schwule, Menschen mit Behinderungen, alte Menschen, arme Menschen und andere mehr.

Linke feministische Frauen und Männer diskutieren heute eine gesellschaftliche Utopie, in der Arbeit für das Überleben, Liebe und Sterblichkeit, Lernen und Weltveränderung für alle Menschen Lebensinhalt sind. Auf dem Weg dahin müssen wir Kapitalismus und Patriarchat abschaffen.

Ziel:
Eine linke Frauenpolitik gemeinsam zu definieren, die getragen ist von Männern und Frauen in allen Lebensbereichen.

Methoden:
Biographiearbeit, Analyse von Frauentexten zum Thema, Ausschnitte aus Dokumentarfilmen.

Referentinnen:
Marta Aparicio und Sabine Zürn, Landesvorstand und Landesarbeitsgemeinschaft Frauen in Baden-Württemberg

Kritische Politische Bildung mit Gramsci: Bildung als Kampf um Hegemonie

Gramsci-Seminar von Andreas Merkens am kommenden Samstag, 13. März, 10 – 17 Uhr in Mannheim:

Das Seminar gibt eine Einführung in den kritischen Bildungsansatz des italienischen Marxisten Antonio Gramsci. In dem Seminar wollen wir in Anlehnung an Gramsci gemeinsam diskutieren, in welchem Verhältnis Herrschaft, Bildung und Befreiung stehen und wie eine kritische politische Bildung aussehen muss, die auf Mündigkeit und Selbstbestimmung abzielt.

Andreas Merkens ist Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg und Autor zahlreicher Publikationen Hegemonietheorie, Politische Bildung & Pädagogik und Bildungspolitik. Er iat u.a. Herausgeber des Gramsci-Readers „Erziehung und Bildung“ vom Argument-Verlag.

Die Anmeldefrist endete eigentlich zum 1. März 2010. Aber vielleicht ist noch was frei oder es springt jemand ab. Kontakt: 0711 6936607, schlager@rosalux.de Träger: Rosa-Luxemburg-Forum Baden-Württemberg

Ort: Jugendkulturzentrum FORUM, Neckarpromenade 46, 68167 Mannheim

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Marx-Kenntnisse vertiefen!

Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie II

05.-07. Juni in einer zentral gelegenen Stadt, wie Göttingen oder Hannover

Mit diesem Seminar wollen wir euer Wissen über „die Kritik der
politischen Ökonomie“ vertiefen. In Zeiten der Wirtschaftskrise und
globalen Probleme ist Marx wieder aktueller denn je. Oft sind die
Kenntnisse über seine Kapitalismuskritik bei Linken auf wenige Eckpunkte
begrenzt. Aber mit Marx kann man mehr als „nur“ die Ausbeutung und das Profitstreben erklären.

Dieses Seminar soll für seine TeilnehmerInnen einen Einstieg für ein
tieferes Verständnis von kapitalistischer Produktion, Weltmarkt,
Finanz- und Handelswelt bieten. Wir wollen uns der Marx’schen
Analyse langsam nähern und auch Grundkenntnisse auffrischen. Denn
die Kritik ist der Kopf der Leidenschaft und damit die
Vorbedingung für eine gehaltvolle Kapitalismuskritik.

Teamer: Bodo Niendel, Marco Heinig

Infos & Anmeldung: http://www.linksjugend-solid.de/aktuelles/seminare/
Anmeldung: politikundkultur@gmx.de

Autonomes Seminar an der Uni Konstanz

Die Alternative Hochschulgruppe lädt ein zur Vorbereitung eines Autonomen Seminars und hat jetzt einen eigenen Blog:

http://ahg.blogsport.de/

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