Tag-Archiv für 'ravensburg'

Demo in Ravensburg: „Keine Abschiebungen nach Afghanistan!“

Aufruf zur Demonstration am Samstag, 11. März 2017 ab 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Ravensburg

Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Schon drei Mal wurden in den vergangenen Monaten Menschen nach Afghanistan abgeschoben – ein Land, in dem Krieg, Terror und Chaos herrschen. Die grün-geführte Landesregierung Baden- Württembergs macht dabei mit – im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern, die sich teilweise aktiv für einen Abschiebestopp einsetzen.

Laut dem UNHCR wird das ganze Land von einem bewaffneten Konflikt erfasst. Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen nach Afghanistan ab, da im ganzen Land die Gefahr bestehe, Opfer von Anschlägen oder Entführungen zu werden. Das Rote Kreuz hat kürzlich seine Arbeit im Land eingestellt, nachdem sechs seiner Mitarbeiter bei einem Anschlag ermordet wurden. Ein im Januar aus Deutschland abgeschobener Afghane wurde bei einem Bombenanschlagverletzt – in Kabul, das zu den angeblich sicheren Gebieten gehört, die die Bundesregierung herbeiphantasiert hat, um ihre Abschiebepraxis zu rechtfertigen.

Das BAMF wird unter politischen Druck gesetzt, möglichst viele Asylanträge von Afghan*innen abzulehnen. Aus Angst vor Abschiebung lassen sich einige zu einer „freiwilligen“ Rückreise

drängen. Die Bundesregierung bietet mit ihrem „Starthilfe Plus“-Programm Geld für alle, die Asylanträge und Klagen gegen Ablehnungen zurücknehmen und in ihre Heimatländern zurückkehren – ein skandalöser Ausverkauf der Grundrechte!

Menschen, die in unserer Mitte Schutz vor Krieg und Terror gesucht haben, werden zum Kollateralschaden eines schäbigen Hardliner-Wettrüstens im Wahljahr.

Stellen wir uns dieser Tendenz entgegen! Seien wir solidarisch mit den von Abschiebung Bedrohten!

Tragen wir unsere Empörung über diese unmenschliche Politik auf die Straße und stoppen wir die Abschiebungen!

Wir fordern:

  • Sofortiger Abschiebestopp nach Afghanistan!
  • Faire und unvoreingenommene Asylverfahren für alle – unabhängig vom Herkunftsland!
  • Ausverkauf der Grundrechte stoppen – „Starthilfe Plus“ abschaffen!
  • Baden-Württemberg muss sich der Länder-Initiative für einen Abschiebestopp nach Afghanistan anschließen!


Demonstration

Treffpunkt am 11.3.2017 um 14.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz Ravensburg

Kundgebung um 15.00 Uhr auf dem Holzmarkt

Anti-Atom Demos im Südwesten

Eine gute Woche nach dem zahlreiche Reaktoren an mehreren japanischen AKW-Standorten außer Kontrolle gerieten, eine Kernschmelze zumindest teilweise in Gang kam und große Mengen von Radioaktivität weite Landstriche verseuchten, reißen die Demos nicht ab, die einen weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie verlangen.

Hier die aktuellen Termine in Süddeutschland und der Schweiz:

Überregional

Regional

Lokal

Mahnwachen am 21.03.2011 um 18:00

  • Konstanz, Marktstätte, Kaiserbrunnen
  • Überlingen, Hofstatt
  • Singen, August-Ruf-Straße, Hauserbrunnen
  • Kressbronn, Rathausplatz
  • Ravensburg, Marienplatz 35, zwischen Lederhaus und Rathaus
  • Wangen im Allgäu, Marktplatz (Fußgängerzone)
  • Lindenberg im Allgäu, neuer Stadtpark

Quellen: www.ausgestrahlt.de

Film: „300 Juden gegen Franco“

Der Film „300 Juden gegen Franco“ wird am 20.1.2011 um 19 Uhr in der Kulturfabrik e.V. (Kulturladen Rhizom) in Ravensburg gezeigt.

Es geht um die Geschichte der 300 Jüdinnen und Juden, die 1936 von Palästina aus nach Spanien reisten, um sich freiwillig auf der Seite der Internationalen Brigaden am Kampf gegen die spanischen Faschisten zu beteiligen.

56 min., Regisseur Eran Torbiner

Links

http://www.pumuck.de

Vortrag in Ravensburg: Rohstoffe kapitalistischer Regulation der Arbeit

Am Donnerstag den 25.11.2010 findet um 19 Uhr im Rhizom (Ravensburg) die Veranstaltung mit Bernd Roettger: „Zwischen Furcht und Zorn“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu neoliberaler Hegemonie statt.

»In Erwägung, dass ihr uns dann eben / Mit Gewehren und Kanonen droht / Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben / Mehr zu fürchten als den Tod. « (Bertolt Brecht, Resolution der Kommunarden)

Dass die arbeitende Klasse nichts zu verlieren hätte, als ihre Ketten, war nicht nur eine politische Losung aus den Anfängen der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, sondern begründete auch die Gewissheit, dass aus der »doppelt freien Lohnarbeit« der Totengräber kapitalistischer Lohnknechtschaft erwachsen würde. Solidarisierung der Klasse und Organisation der Bewegung rangen aber dem Kapital, das nun um sein Eigentum bangen musste, zunehmend Konzessionen ab. Die »institutionelle Arbeiterbewegung« des 20. Jahrhunderts und ihre Erfolge in der Durchsetzung sozial- und wohlfahrtsstaatlicher Regulationen der Lohnarbeit veränderte die Existenzbedingungen der lebendigen Arbeit genauso einschneidend, wie die mit der Hartz-Gesetzgebung verknüpften Reformen der Arbeitsmarktpolitik. Konzessionen werden heute vor allem der lebendigen Arbeit abverlangt, weil die Furcht der Arbeitenden überwiegt, auf »die Pflaster der Straße« geworfen zu werden.

Die Geschichte der Arbeit, ihrer Widerständigkeit, ihrer Kanalisierung in Kompromisse und ihrer akzentuierten Unterjochung unter das Kapital, lässt sich als Ergebnis wechselhafter Beziehungen von Furcht und Zorn schreiben. Die Tendenz des Kapitals, lebendige Arbeit in einem Prozess »freier Menschenverwüstung« (Marx) zur Produktion von Mehrwert zu vernutzen, führt immer wieder zu neuen Formen der Widerständigkeit der Arbeit, die sich aus dem Zorn der in Unwürde gesetzten lebendigen Arbeit speisen. Der Vortrag skizziert diese wechselhafte Geschichte, in der mit den Rohstoffen Furcht und Zorn Arbeitspolitik gemacht wird und beleuchtet — im Zeichen einer »großen Krise« des Kapitalismus — aktuelle Widerstandspotenziale.

Dr. Bernd Röttger, geb. 1961, Dipl.-Pol, Dr. rer. pol., arbeitete an verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten zur politischen Ökonomie des Kapitalismus, zur Entwicklung der Arbeit und vor allem zur Gewerkschaftspolitik. Er lebt heute als freier Sozialwissenschaftler, Bildungsarbeiter und Autor in Braunschweig. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und Redakteur der Zeitschrift Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften.

http://www.pumuck.de/

Ravensburg: Kollektiv und Kommune – alternative Arbeits- und Lebensformen

Am 14.10.2010 um 19 Uhr findet im Kulturladen Rhizom die Veranstaltung „Kollektiv und Kommune – alternative Arbeits- und Lebensformen“ statt.

Die Schäfereigenossenschaft Finkhof stellt sich vor und berichtet aus der Kommunearbeit.

Seit 1979 existiert in Arnach / Bad Wurzach die Schäfereigenossenschaft Finkhof. Hervorgegangen aus einer Wohngemeinschaft Jugendlicher ist ein seit nun über 30 Jahren bestehendes „Experimentierfeld für alternative Lebensmodell, ökologische Landwirtschaft und Selbstverwaltung“ entstanden, das den Grundprinzipien der Absage an privates Eigentum an Produktionsmitteln, einer selbst verwalteten Bedürfniskasse und der Anerkennung von Hausarbeit als gleichwertiger Arbeit zu allen anderen Arbeitsbereichen folgt.

Bernd Röttger: „Angst und Kapital“

Vortrag und Diskussion

Wann? Montag, 12.07.2010, 20.00 Uhr
Wo? Ravensburg, Kulturladen Rhizom, Bachstr. 27

Achtung: Diese Veranstaltung fällt aus!

Bernd Roettger beschäftigt sich (und uns) in seinem Vortrag mit der Geschichte und Entwicklung der Arbeitsgesellschaft und der (historisch variablen) kapitalistischen Regulation des “Rohstoffs Angst”.

Dr. Bernd Roettger ist freier Sozialwissenschaftler und Redakteur der Zeitschrift Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften

Gemeinsame Veranstaltung mit der Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung & Praxis Ravensburg

Christina Kaindl: „Neoliberale Durchdringung und Normierung des Privaten“

Vortrag und Diskussion

Wann? Mittwoch, 2.06.2010, 20.00 Uhr
Wo? Ravensburg, Kulturladen Rhizom, Bachstr. 27

Christina Kaindl thematisiert in ihrem Vortrag die neuen Lebensweisen, die sich, hervorgerufen durch die neoliberalen Predigten von Selbstverantwortung, Leistungsbereitschaft und der Einbindung in hegemoniale Projekte (z.B. so genannte Makeover-Shows) verändern und setzt sich auch mit der Frage auseinander, was “normal” und was Norm ist, was als Zwang und was als “zeitgenössisch” zu gelten hat.

Christina Kaindl, Jg. 1971, ist Diplom-Psychologin und Politikwissenschaftlerin an der FU Berlin. Sie ist verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift luXemburg (www.zeitschrift-luxemburg.de).

Gemeinsame Veranstaltung mit der Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung & Praxis Ravensburg