Tag-Archiv für 'ravensburg'

Anker lichten! – Aufbruch in eine Welt ohne Ausgrenzung

Die Gruppe „Reclaim Your Streets Ravensburg“ ruft für den 25.8.2018 zu einer Demo gegen die in Bayern geplanten Anker-Zentren auf. Treffpunkt ist um 14 Uhr beim Hauptbahnhof von Ravensburg.

Der Aufruf:

Seit geraumer Zeit läuft die Debatte um die sogenannten ANKER-Zentren.

ANKER steht hierbei für „Ankunft, Entscheidung und Rückführung“ und trägt damit das erklärte Ziel bereits im Namen: Die Rückführung – ein beschönigender Begriff für Abschiebung. Spätestens im Herbst 2018 sollen die Ersten dieser Zentren in Betrieb genommen werden. Doch was hat es mit diesen Zentren auf sich?

Auf der Internetpräsenz der Bundesregierung erzielt man mit dem Suchbegriff „Ankerzentrum“ keine Treffer. Mit dem Suchbegriff „Ankerzentren“ erhält man ganze vier Treffer, von denen zwei auch noch der Selbe sind, nur mit einem anderen Schlagwort versehen. Wenig überraschend ist, dass in diesen Suchergebnissen keinerlei nähere Informationen dazu enthalten sind, wie diese Zentren aussehen und funktionieren sollen. Der Begriff wird einfach als Worthülse verwendet, die zum Ausdruck bringen soll, dass gegen Geflüchtete vorgegangen wird. Aus diversen Zeitungsartikeln erfährt man, dass 1000-1500 Personen bis zu 18 Monate in diesen Einrichtungen untergebracht werden sollen. Die Asylverfahren sollen beschleunigt werden und stellenweise in sogenannten „Schnellverfahren“ innerhalb von 48 Stunden durchgeführt werden. Allem Anschein nach wird diese Beschleunigung angestrebt, indem man die unabhängige Beratung Geflüchteter und ihre Vorbereitung auf das Asylverfahren systematisch verhindert.

Generell wird den Menschen, die in diesen Lagern untergebracht werden, jegliche Möglichkeit zur Teilhabe an der Gesellschaft, an Sprachkursen und anderen Integrationsangeboten genommen. Gleichzeitig wird durch die Zugangskontrolle, die es ermöglicht jederzeit den Zutritt durch das „Hausrecht“ zu verweigern, nicht nur die unabhängige Beratung und die gesellschaftliche Beobachtung der Zustände in den Zentren sondern auch die Entwicklung ganz gewöhnlicher zwischenmenschlicher Beziehungen erschwert.

Damit diese Abschottung aufrecht erhalten werden kann, möchte Horst Seehofer, dass die Bundespolizei die Lager betreibt und bewacht. Die Gewerkschaft der Polizei, in der immerhin gut 25.000 von 44.000 Bundespolizist*innen organisiert sind, lehnt das allerdings ab. Sie hat sogar grundsätzliche, verfassungsrechtliche Bedenken. Begründet wird das unter anderem damit, dass man Menschen, die sich schließlich nichts zu Schulden kommen lassen haben, nicht monatelang kasernieren und isolieren kann. Hinzu komme, dass in diesen Lagern ein erhebliches Aggressions- und Gefährdungspotenzial entstehen könne.

Diese dünne Informationslage erweckt den Eindruck, als sei das Ziel – die Entrechtung einer Gruppe von Menschen – zwar klar, alle anderen Überlegungen, wie zum Beispiel die Unvereinbarkeit mit Menschenrechten und Verfassung, aber nicht von Interesse. Ankerzentren sind also Lager in denen man Menschen kasernieren möchte, denen man das Recht auf Menschsein abspricht, damit sie, bevor man sie sich aus den Augen schafft, garnicht erst in den Blick der Bevölkerung geraten.

Dies reiht sich ein in die immer restriktivere und unmenschlichere gesamteuropäische Politik gegenüber Schutzsuchenden. Es ist zu erwarten, dass während des EU-Gipfels unter dem zynischen Titel „Innere Sicherheit und illegale Migration“ am 20. September 2018 in Salzburg weitere Verschärfungen geplant werden. Falls es dann zu einer Einigung bezüglich der Asylzentren außerhalb der EU Grenzen kommt, muss sich die Politik hierzulande aber auch nicht mehr mit verfassungsrechtlichen Bedenken herumschlagen.

Wir lehnen diesen verachtenswerten Umgang mit Menschen ab!
Alle Menschen haben das Recht auf ein gutes Leben!

Darum geht mit uns auf die Straße!
Los geht`s am 25.08.2018
pünktlich um 14 Uhr
am Bahnhof in Ravensburg.

Quelle: https://www.facebook.com/events/689746321371657/

Demo in Ravensburg: „Keine Abschiebungen nach Afghanistan!“

Aufruf zur Demonstration am Samstag, 11. März 2017 ab 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Ravensburg

Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Schon drei Mal wurden in den vergangenen Monaten Menschen nach Afghanistan abgeschoben – ein Land, in dem Krieg, Terror und Chaos herrschen. Die grün-geführte Landesregierung Baden- Württembergs macht dabei mit – im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern, die sich teilweise aktiv für einen Abschiebestopp einsetzen.

Laut dem UNHCR wird das ganze Land von einem bewaffneten Konflikt erfasst. Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen nach Afghanistan ab, da im ganzen Land die Gefahr bestehe, Opfer von Anschlägen oder Entführungen zu werden. Das Rote Kreuz hat kürzlich seine Arbeit im Land eingestellt, nachdem sechs seiner Mitarbeiter bei einem Anschlag ermordet wurden. Ein im Januar aus Deutschland abgeschobener Afghane wurde bei einem Bombenanschlagverletzt – in Kabul, das zu den angeblich sicheren Gebieten gehört, die die Bundesregierung herbeiphantasiert hat, um ihre Abschiebepraxis zu rechtfertigen.

Das BAMF wird unter politischen Druck gesetzt, möglichst viele Asylanträge von Afghan*innen abzulehnen. Aus Angst vor Abschiebung lassen sich einige zu einer „freiwilligen“ Rückreise

drängen. Die Bundesregierung bietet mit ihrem „Starthilfe Plus“-Programm Geld für alle, die Asylanträge und Klagen gegen Ablehnungen zurücknehmen und in ihre Heimatländern zurückkehren – ein skandalöser Ausverkauf der Grundrechte!

Menschen, die in unserer Mitte Schutz vor Krieg und Terror gesucht haben, werden zum Kollateralschaden eines schäbigen Hardliner-Wettrüstens im Wahljahr.

Stellen wir uns dieser Tendenz entgegen! Seien wir solidarisch mit den von Abschiebung Bedrohten!

Tragen wir unsere Empörung über diese unmenschliche Politik auf die Straße und stoppen wir die Abschiebungen!

Wir fordern:

  • Sofortiger Abschiebestopp nach Afghanistan!
  • Faire und unvoreingenommene Asylverfahren für alle – unabhängig vom Herkunftsland!
  • Ausverkauf der Grundrechte stoppen – „Starthilfe Plus“ abschaffen!
  • Baden-Württemberg muss sich der Länder-Initiative für einen Abschiebestopp nach Afghanistan anschließen!


Demonstration

Treffpunkt am 11.3.2017 um 14.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz Ravensburg

Kundgebung um 15.00 Uhr auf dem Holzmarkt

Anti-Atom Demos im Südwesten

Eine gute Woche nach dem zahlreiche Reaktoren an mehreren japanischen AKW-Standorten außer Kontrolle gerieten, eine Kernschmelze zumindest teilweise in Gang kam und große Mengen von Radioaktivität weite Landstriche verseuchten, reißen die Demos nicht ab, die einen weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie verlangen.

Hier die aktuellen Termine in Süddeutschland und der Schweiz:

Überregional

Regional

Lokal

Mahnwachen am 21.03.2011 um 18:00

  • Konstanz, Marktstätte, Kaiserbrunnen
  • Überlingen, Hofstatt
  • Singen, August-Ruf-Straße, Hauserbrunnen
  • Kressbronn, Rathausplatz
  • Ravensburg, Marienplatz 35, zwischen Lederhaus und Rathaus
  • Wangen im Allgäu, Marktplatz (Fußgängerzone)
  • Lindenberg im Allgäu, neuer Stadtpark

Quellen: www.ausgestrahlt.de

Film: „300 Juden gegen Franco“

Der Film „300 Juden gegen Franco“ wird am 20.1.2011 um 19 Uhr in der Kulturfabrik e.V. (Kulturladen Rhizom) in Ravensburg gezeigt.

Es geht um die Geschichte der 300 Jüdinnen und Juden, die 1936 von Palästina aus nach Spanien reisten, um sich freiwillig auf der Seite der Internationalen Brigaden am Kampf gegen die spanischen Faschisten zu beteiligen.

56 min., Regisseur Eran Torbiner

Links

http://www.pumuck.de

Vortrag in Ravensburg: Rohstoffe kapitalistischer Regulation der Arbeit

Am Donnerstag den 25.11.2010 findet um 19 Uhr im Rhizom (Ravensburg) die Veranstaltung mit Bernd Roettger: „Zwischen Furcht und Zorn“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu neoliberaler Hegemonie statt.

»In Erwägung, dass ihr uns dann eben / Mit Gewehren und Kanonen droht / Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben / Mehr zu fürchten als den Tod. « (Bertolt Brecht, Resolution der Kommunarden)

Dass die arbeitende Klasse nichts zu verlieren hätte, als ihre Ketten, war nicht nur eine politische Losung aus den Anfängen der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, sondern begründete auch die Gewissheit, dass aus der »doppelt freien Lohnarbeit« der Totengräber kapitalistischer Lohnknechtschaft erwachsen würde. Solidarisierung der Klasse und Organisation der Bewegung rangen aber dem Kapital, das nun um sein Eigentum bangen musste, zunehmend Konzessionen ab. Die »institutionelle Arbeiterbewegung« des 20. Jahrhunderts und ihre Erfolge in der Durchsetzung sozial- und wohlfahrtsstaatlicher Regulationen der Lohnarbeit veränderte die Existenzbedingungen der lebendigen Arbeit genauso einschneidend, wie die mit der Hartz-Gesetzgebung verknüpften Reformen der Arbeitsmarktpolitik. Konzessionen werden heute vor allem der lebendigen Arbeit abverlangt, weil die Furcht der Arbeitenden überwiegt, auf »die Pflaster der Straße« geworfen zu werden.

Die Geschichte der Arbeit, ihrer Widerständigkeit, ihrer Kanalisierung in Kompromisse und ihrer akzentuierten Unterjochung unter das Kapital, lässt sich als Ergebnis wechselhafter Beziehungen von Furcht und Zorn schreiben. Die Tendenz des Kapitals, lebendige Arbeit in einem Prozess »freier Menschenverwüstung« (Marx) zur Produktion von Mehrwert zu vernutzen, führt immer wieder zu neuen Formen der Widerständigkeit der Arbeit, die sich aus dem Zorn der in Unwürde gesetzten lebendigen Arbeit speisen. Der Vortrag skizziert diese wechselhafte Geschichte, in der mit den Rohstoffen Furcht und Zorn Arbeitspolitik gemacht wird und beleuchtet — im Zeichen einer »großen Krise« des Kapitalismus — aktuelle Widerstandspotenziale.

Dr. Bernd Röttger, geb. 1961, Dipl.-Pol, Dr. rer. pol., arbeitete an verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten zur politischen Ökonomie des Kapitalismus, zur Entwicklung der Arbeit und vor allem zur Gewerkschaftspolitik. Er lebt heute als freier Sozialwissenschaftler, Bildungsarbeiter und Autor in Braunschweig. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und Redakteur der Zeitschrift Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften.

http://www.pumuck.de/

Ravensburg: Kollektiv und Kommune – alternative Arbeits- und Lebensformen

Am 14.10.2010 um 19 Uhr findet im Kulturladen Rhizom die Veranstaltung „Kollektiv und Kommune – alternative Arbeits- und Lebensformen“ statt.

Die Schäfereigenossenschaft Finkhof stellt sich vor und berichtet aus der Kommunearbeit.

Seit 1979 existiert in Arnach / Bad Wurzach die Schäfereigenossenschaft Finkhof. Hervorgegangen aus einer Wohngemeinschaft Jugendlicher ist ein seit nun über 30 Jahren bestehendes „Experimentierfeld für alternative Lebensmodell, ökologische Landwirtschaft und Selbstverwaltung“ entstanden, das den Grundprinzipien der Absage an privates Eigentum an Produktionsmitteln, einer selbst verwalteten Bedürfniskasse und der Anerkennung von Hausarbeit als gleichwertiger Arbeit zu allen anderen Arbeitsbereichen folgt.

Bernd Röttger: „Angst und Kapital“

Vortrag und Diskussion

Wann? Montag, 12.07.2010, 20.00 Uhr
Wo? Ravensburg, Kulturladen Rhizom, Bachstr. 27

Achtung: Diese Veranstaltung fällt aus!

Bernd Roettger beschäftigt sich (und uns) in seinem Vortrag mit der Geschichte und Entwicklung der Arbeitsgesellschaft und der (historisch variablen) kapitalistischen Regulation des “Rohstoffs Angst”.

Dr. Bernd Roettger ist freier Sozialwissenschaftler und Redakteur der Zeitschrift Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften

Gemeinsame Veranstaltung mit der Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung & Praxis Ravensburg

Christina Kaindl: „Neoliberale Durchdringung und Normierung des Privaten“

Vortrag und Diskussion

Wann? Mittwoch, 2.06.2010, 20.00 Uhr
Wo? Ravensburg, Kulturladen Rhizom, Bachstr. 27

Christina Kaindl thematisiert in ihrem Vortrag die neuen Lebensweisen, die sich, hervorgerufen durch die neoliberalen Predigten von Selbstverantwortung, Leistungsbereitschaft und der Einbindung in hegemoniale Projekte (z.B. so genannte Makeover-Shows) verändern und setzt sich auch mit der Frage auseinander, was “normal” und was Norm ist, was als Zwang und was als “zeitgenössisch” zu gelten hat.

Christina Kaindl, Jg. 1971, ist Diplom-Psychologin und Politikwissenschaftlerin an der FU Berlin. Sie ist verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift luXemburg (www.zeitschrift-luxemburg.de).

Gemeinsame Veranstaltung mit der Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung & Praxis Ravensburg