Tag-Archiv für 'markelfingen'

Radiocamp vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 in Markelfingen

Direkt am Bodensee gibt es einmal im Jahr ein Camp, das seit nunmehr 19 Jahren freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakte knüpfen und zum Produzieren einlädt: das Radiocamp auf dem DGB-Gelände in Markelfingen.

Vom 28. Mai bis 01. Juni 2014 werden unterschiedlichste Radioworkshops angeboten: ob nun redaktionell, technisch oder theoretisch interessiert, Neues zu erfahren gibt es auf allen Gebieten. Und da die Workshops noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio-Neulingen und Radio-Fortgeschrittenen gestillt, sondern auch das Kontakte knüpfen, Neue-Leute-Kennenlernen, Spaß haben und Diskutieren kommt nicht zu kurz.

Workshops Donnerstag 29. Mai

Was ist und wie mache ich Freies Radio
Einführungsworkshop
Mit Timo Stadler
Querfunk Karlsruhe

Eine praktische Einführung ins Freie Radiomachen:

Anschließend seid ihr natürlich noch keine perfekten Radiojournalist_innen, aber ihr werdet die Grundkenntnisse haben, um eine Sendung zu gestalten und auch etwas über das Selbstverständnis der Freien Radios wissen.

„Ich? Ich hab doch keine Vorurteile (mehr)!“ – Einführung in die Anti-Bias-Perspektive, und was das mit Freien Radios zu tun hat
Mit Nora Strehlitz
Radio RUM Marburg

„[…] die Redaktionen sind sich darin einig, dass jede rassistische, sexistische und soziale Diskriminierung von Personen ausgeschlossen ist.“ (Aus der Selbstdarstellung von Radio Corax Halle e.V.)

„Wir sind uns der gesellschaftlichen Wirkung von Sprache bewusst und wollen eine vorurteilsfreie Sprache verwenden.“ (Aus der inhaltlich-redaktionellen Plattform von Radio Unerhört Marburg)

„Der Anti-Bias-Ansatz geht davon aus, dass jede*r Vorurteile hat. Im Lernprozess […] nehmen [wir] die eigenen Rollen in komplexen Systemen wahr und entwickeln gemeinsam alternative Verhaltensweisen.“ (Anette Kübler: Was ist Anti-bias?)
Im Workshop möchte ich euch über kurze Inputs und selbstreflexive Übungen die Anti-Bias-Perspektive erfahrbar machen und anschließend gemeinsam überlegen, was der Ansatz für unsere Arbeit im Freien Radio bedeuten kann – redaktionell und in der Zusammenarbeit.

Musik im Freien Radio – mehr als eine Frage des guten Geschmacks
Mit Katja Röckel
Radio Blau, Leipzig

Musik hat nicht nur im freien Radio einen hohen Stellenwert.

Aber wie präsentiere ich Musik „richtig“? Wie vermeide ich, nur den Titel und die Band zu nennen? In diesem praktisch orientierten Workshop sprechen wir darüber wie Ihr bisher Musik im Radio nutzt und was man daran noch ändern kann. Im zweiten Teil gibt es kleine praktische Übungen an konkreter Musik.

Bitte Lieblings-CD mitbringen!

Nachrichten im Freien Radio
Mit Niels Wätzel
RDL Freiburg
Workshoplänge: Halber Tag

Themen setzen und Diskurse brechen!

Was können Nachrichten im Freien Radio bringen? Wie sollten sie sich von denen im Öffentlich-Rechtlichen unterscheiden? Und wie können wir uns gemeinsam organisieren?

Im Workshop besprechen wir Auswahl, Aufbau und Sprache von Nachrichten sowie mögliche Gestaltungsmittel.
Ziel wäre ein gemeinsames Nachrichtenportal, aus dem die einzelnen Radios schöpfen können.

Abend-Veranstaltung:

NSU: Blick in den Abgrund
Anti-demokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, Nazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Zwingende Konsequenzen aus dem NSU-Komplex
Mit Friedrich Burschel
Radio Lotte Weimar, NSU-Watch, Rosa Luxemburg Stiftung Berlin

Hinter dem Agieren des NSU und seines wohl mehrere Hundert Personen umfassenden Unterstützer_innen-Netzwerks öffnete sich das Panorama des wohl größten Geheimdienstskandals der Geschichte der BRD und eines unvorstellbaren behördlichen Rassismus‘ in den Mordermittlungen. Gegen die Familien und das soziale Umfeld der Opfer und die Ermordeten selbst wurde über Jahre mit kruden Vorwürfen und rassistischen Anschuldigungen ermittelt. Für die betroffenen Familien eine bis zu einem Jahrzehnt währende Demütigung ohne das je auch nur ansatzweise Spuren ins Nazi-Milieu verfolgt worden wären. Wie weit staatliche Verstrickung in das Geschehen gegangen ist, ist bis heute nicht ansatzweise geklärt, im Gegenteil: ein beispiellos dreister Vertuschungs- und Obstruktionsskandal der unter Verdacht stehenden Behörden (Polizei, Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“, Bundesnachrichtendienst (BND), Militärischer Abschirmdienst (MAD) usw.) überschattet(e) selbst die Aufklärungsbemühungen Parlamentarischer Untersuchungsausschüsse (im Bundestag, in den Landesparlamenten von Thüringen, Sachsen und Bayern und des NSU-Prozesses vor dem Oberlandesgericht in München (seit 6.5.2013). Da werden Informationen vorenthalten und manipuliert, Akten geschreddert oder zurückgehalten und eine Aufklärung des Komplexes der Geheimdienst-Informant_innen (sog. V-Leute) hintertrieben. Viele ungeklärte Fragen und haarsträubende Ungereimtheiten sind nach wie vor offen. Welche nationalen Netzwerke mit dem und internationalen Verbindungen zum NSU nachweisbar sind, ebenso.

Aber auch eine kritische und linke Öffentlichkeit hat von dem mörderischen Agieren des NSU keine Kenntnis genommen und sich von den Medien, die die Polizeiversionen ungeprüft und auflagensteigernd skandalisiert übernahmen, den Bären der kriminellen Machenschaften im „Ausländermilieu“ aufbinden lassen: niemand hat gegen die Etikettierung der grausamen Hinrichtungen als „Döner-Morde“ je lautstark protestiert oder auch nur Zweifel angemeldet. Auch nachdem in Kassel, nach der Ermordung des jungen Internetcafé-Betreibers Halit Yozgat am 6. April 2006, tausende Menschen migrantischen Hintergrunds unter dem Motto „Kein 10. Opfer“ demonstrierten, wachte die Öffentlichkeit – mit den rassistischen Erklärungen offenbar einverstanden – nicht auf.

Imme rnoch verhalten und erst langsam artikuliert sich ein Aufschrei, der all das nicht mehr zu akzeptieren bereit ist und beginnt, eine öffentliche Diskussion der Skandale, des behördlichen und gesellschaftlichen Rassismus und der enormen Gefahren für das Gemeinwesen, die von den unkontrollierbaren (Inlands-)Geheimdiensten ausgehen, zu erzwingen.

Workshops Freitag 30. Mai

Geschlechtergerechtes Sprechen im Radio
Mit Tina Tusch
Berlin
Workshoplänge: Halber Tag

Die Art wie im Radio gesprochen wird beinhaltet immer auch eine geschlechtliche Positionierung, ob das beabsichtigt ist oder nicht. Wie damit umgegangen wird ist für jede_n Sprecher_in unterschiedlich. In den freien Radios gibt es die unterschiedlichsten Umgangsweisen mit diesem Thema, von der Benutzung einer eigens entwickelten geschlechtergerechten Grammatik über die Verwendung des Gender Gap oder Unterstrichs bis hin zur Verwendung des generischen Maskulinums, und bei Live-Sendungen wird am liebsten geredet wie der jeweilige Schnabel gewachsen ist. Und nicht nur die Sprache sagt in diesem Zusammenhang viel über die Sprechenden aus, sondern auch die Art wie die Stimme eingesetzt wird.
In diesem Workshop werden unterschiedliche Ansätze einer geschlechtergerechteren Sprache vorgestellt, mit einer besonderen Berücksichtigung einer trans*-sensiblen Sprache. Aber ganz unabhängig von der Sprache ist auch der Stimmeinsatz der Sprechenden im Radio entscheidend für die Wirkung des Gesendeten. Wie spreche ich, und wie wirkt das? Nehme ich mich stimmlich eher zurück, oder wirke ich dominant und sicher, und welche Rolle spielt mein Geschlecht dabei? Möchte ich daran etwas ändern oder meine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten in diesem Zusammenhang vergrößern? Für alle die sich mit diesen Fragen beschäftigen wollen ist dieser Workshop.
Die jeweiligen Schwerpunkte sind dabei vom Interesse der Teilnehmenden abhängig, nicht alles passt in 3 Stunden.
Die Workshopleiterin Tina Tusch ist Diplompädagogin und Logopädieschülerin, und beim Berliner transgenderRadio aktiv. Gelegentlich veranstaltet sie Workshops zum Thema Stimmbildung, insbesondere für queere und trans* Menschen.


„Über Menschen mit behinderungen berichten“

Workshop für Journalistinnen und Journalisten
Mit Lili Masuhr von den Sozialhelden/Leidmediem.de

„Trotz ihrer Behinderung, meistert sie ihr Leben.“ oder „Der Wissenschaftler leidet an Muskelschwund und ist an den Rollstuhl gefesselt.“ solche Formulierungen lassen negative Bilder im Kopf entstehen, die das öffentliche Bild von Menschen mit Behinderungen prägen. Ob diese Floskeln aus Zeitmangel oder Unsicherheit verwendet werden – Journalistinnen und Journalisten kommt eine besondere Verantwortung zu. denn Medien schaffen Wirklichkeit und viele behinderte Menschen fühlen sich diskriminiert, wenn sie als „Opfer“ oder „Helden“ wahrgenommen werden. das wirkt dem Ansatz der UN-Behindertenrechtskonvention entgegen, die weltweit ein inklusives Leben ermöglichen möchte. Das Bild von Stereotypen und Vorurteilen zu befreien ist gerade in Deutschland wichtig, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zu oft noch in getrennten Welten leben, lernen und arbeiten.
Wie es in der Berichterstattung auch anders gehen könnte, wollen wir von „leidmedien.de“ mit ihnen in einem Workshop diskutieren. Aus der Sicht von Medienschaffenden mit und ohne Behinderungen haben wir Tipps für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees zusammengestellt.
„leidmedien.de“ ist ein Projekt der SOZIALHELDEN in Kooperation mit der Aktion Mensch.
In unserem Workshop geht es um den Austausch von Ideen und Tipps für:
- verwendete Begriffe und Formulierungen über behinderte Menschen
- Perspektiven in Fotografie und TV auf behinderte Menschen
- barrierefreie Kommunikation in der Online-Präsenz
- Interviews mit behinderten interviewpartnerinnen und -partnern

Das Feature – gemeinsam hören, diskutieren und ein Gefühl für das Genre bekommen: learning by analyzing
Mit Jeldrik Geraedts

Radio kann mehr sein als das gesprochene Wort. Es kann von akustischen Welten erzählen, Geschichten erlebbar und emotionale Zusammenhänge verständlich machen – ohne dabei Effekthascherei zu betreiben. Eine radiojournalistische Form, die einem dabei denkbar viel Raum lässt, ist das Feature. Im Gegensatz zu vielen anderen radiojournalistischen Formen, die sich vor allem durch Aktualität auszeichnen, ist das Feature hintergründig. Es lässt sich Zeit, nimmt sich Ruhe, nutzt die volle Bandbreite der akustischen Möglichkeiten: Autor_innentexte, literarische Zitate, O-Töne, Atmo, Effekte und Fiktion.
In diesem Workshop werden gemeinsam einzelne Stücke (ausschnittsweise) gehört, diskutieren und überlegt, ob und wie das Feature auch in den Freien Radios einen Platz findet. Neben der Diskussion auf der Metaebene sollen dabei immer wieder Blicke auf die Praxis der Freien Radios werfen und Ideen entwickelt werden, wie aus dem gebauten Beitrag ein Feature werden kann.

Keine gute Radiosendung ohne gute Interviewführung
Mit Heike Demel
Radio Z Nürnberg

Es kommt in vielen Sendungen vor: das Interview. Ob es gelingt, hängt nicht nur von passenden Interviewpartner_innen ab, sondern auch von einer guten Vorbereitung und Gesprächsführung.
Wie erreiche ich, dass mein Interview nicht wie eine reine Abhakliste oder belanglose Plauderei klingt? Wie gestalte ich mein Interview spannend, informativ und hörenswert? Welche Fragearten setze ich wofür ein?
Der Workshop vermittelt zunächst die Grundlagen für ein gutes Interview und erprobt sie am Nachmittag in echten Interviewsituationen.

Radio in Zeiten des Internets:
Streamen, Podcasts – und Programmerstellung
Mit Friederike Maier
Journalistin und Medientrainerin, Hannover

Neben dem Streamen des Radioprogramms im Internet und dem Bereitstellen von Podcasts lässt sich das Internet auch zur Programmerstellung nutzen. Interviews übers Internet können eine deutlich bessere Qualität erzielen als herkömmliche Telefon- oder Handyinterviews. Mit WebRTC steht ein neues Echtzeitprotokoll fürs Internet bereit, was auch für Radiozwecke gut genutzt werden kann.
Vormittags: Grundlagen wie kommt der Ton möglichst wohlklingend ins Internet. Vom Mikro, Mischpult, Kompressor über die Digitalisierung in der Soundkarte bis zur Komprimierung, um das Audiomaterial auf eine anständige Größe zu bekommen. Mit vielen Hörbeispielen und Übungen wird das Thema anschaulich dargestellt um ein möglichst gut klingendes Signal ins Netz zu bekommen. Dabei werden neben der praktischen Anwendung auch die physikalischen Hintergründe thematisiert.
Nachmittags: Vorstellung und ausprobieren verschiedener Programme, die den Radioalltag vereinfachen können:
- WebRTC: Kommunizieren in Echtzeit im Internet
- Mumble: Eine wohlklingende alternative zu Skype mit Aufnahmebutton
- Airtime: Opusfähiges streamen mit Sendeautomation

Abend-Veranstaltung:
Entstehung und Entwicklung der „Alternative für Deutschland“ AfD
Mit Andreas Kemper

Die „Alternnative für Deutschland“ hat scheinbar aus dem Nichts fast den Sprung in den Bundestag geschafft. Nicht nur ins Europaparlament kann sie am 25. Mai 2014 Abgeordnete entsenden, sondern auch bei Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen im Sommer 2014 würde die AfD nach den Hochrechnungen der letzten Monate einziehen.
Seit einigen Monaten gibt es erhebliche innerparteiliche Richtungskämpfe zwischen nationalliberalen und neoliberalen Kräfte, in denen es auch darum geht, welche Rolle hierbei Rechtspopulist*innen einnehmen.
Neben einer Darstellung der Daten und Forderungen der Partei wird der Soziologe Andreas Kemper auf die maßgebenden Gruppen und Einzelpersonen in den aufeinander folgenden Entstehungsphasen der AfD der letzten zehn Jahre eingehen. Dabei werden auch aktuelle Auseinandersetzungen (bspw. Bildungsplan 2015 und die Demonstrationen in Stuttgart) thematisiert.
Nach dem Vortrag wird ausreichend Zeit für Nachfragen und kontroverse Diskussionen sein.

Workshops Samstag 31. Mai

Was ist Critical Whiteness?
Mit Katrin Dietrich
fernsicht im iz3w Freiburg

Im einführenden Workshop nähern wir uns tastend den Konzepten der Critical Whiteness Studies an. Ausgehend von der Geschichte des Kolonialismus und seinem Fortwirken, diskutieren wir über ‚weiße‘ Privilegien und Machtpositionen. Aber wer ist eigentlich weiß – und wer ist schwarz? Sind manche Menschen weißer als andere? Können Weiße überhaupt AntirassistInnen sein… ? Für die gemeinsame Diskussion dieser Fragen, der Praxistauglichkeit des Konzeptes und seiner Umsetzung in der Radioarbeit wird im Workshop genügend Raum und Zeit gegeben.

Die Stimme: entspannt, klangvoll und ausdauernd
Atem- und Stimmtraining
Mit Henrike Mayer
Karlsruhe
(Sängerin, funktionale Stimmbildnerin und Atempädagogin AFA®)

Unser Körper ist unser Stimme-Instrument und der Atem der Antrieb, sie beeinflussen sich gegenseitig. Ist das Instrument gestimmt, stimmt auch die Stimme.
Durch gezielte Körper- und Atemübungen (Middendorfsche Tradition) nehmen wir unseren Körper bewusster wahr, Spannungen lösen sich, die Haltung lockert sich und die Atembewegung bekommt mehr Bewegungsfreiheit und Raum. Dadurch erlangt die Stimme mehr Klang, Ausdruckskraft, Stabilität und Präsenz.
In dem Workshop wird Bewegung mit dem Atem verbunden und mit Lauten, Sprache und Artikulationsübungen gearbeitet. Im Vordergrund steht das eigene achtsame, körperliche und stimmliche Erleben, die Offenheit, das ein oder andere gewohnte Atem-und Stimmmuster zu verlassen und Neues auszuprobieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einzeln an individuell gewählten Texten zu arbeiten.
Bitte bequeme Kleidung und Socken mitbringen, sowie selbstgewählte Texte!

experimentelles radio mit strategien aus klangkunst, experimenteller musik und lautpoesie den radioalltag aufmischen!
Mit Antje Meichsner
coloRadio Dresden

wir hören uns werke aus dem spannungsfeld zwischen radiofeature, hörspiel, musik, lyrik, sound art und fieldrecordings an, analysieren sie und extrahieren uns einen baukasten an künstlerischen strategien, die uns andere perspektiven als bisher auf das radiomachen einnehmen lassen. doch das wichtigste ist: die probieren wir dann auch gleich mal aus, um die grenzen eurer alltäglichen radioroutine zu dehnen.
voraussetzung: du kannst audioschnitt. im idealfall bringst du dein laptop mit deinem lieblingsschnittprogramm und dein aufnahmegerät/mikro mit.
wenn ihr sowas habt, bringt eure radiowerkzeuge, musikinstrumente und texte mit – egal ob experimentell, journalistisch oder tagebuchförmig!


Basis-Workshop Recherche

Mit Benedikt Strunz
Hamburg

Der Kurs vermittelt grundlegende Kenntnisse über Möglichkeiten und Methoden (investigativer) Recherche. Der Workshop richtet sich an AnfängerInnen. Unter anderem soll es um konkrete Methoden der Internet-Recherche gehen (Facebook Graph-Search und systematische google-Suchen) sowie um die Möglichkeiten von Anfragen (Informationsfreiheitsgesetz, Landespresserechte, etc.). Das Ganze mit Platz für Übungen und Zeit für eure konkreten Fragen.


Zip-FM

Mit Wera Morawietz

Einfacher wird es nicht für die Freien Radios, Info-Schienen mit möglichst aktuellen und vielseitigen Themen aus der ganzen Welt zu gestalten. Hier bekommt ein Radio weniger Geld, hier mehr, dort weniger Sendezeit, woanders fangen plötzlich sehr Aktive einen Vollzeitjob ausserhalb des Radios an und eine ganze Infoschiene bricht zusammen… Um trotzdem zuverlässig ein Nachrichtenmagazin ausstrahlen zu können, gibt es Zip-FM. Produziert von einer überregionalen Redaktion Dienstag bis Freitag, jeweils 30 Minuten.
Doch auch in dieser Nachrichtenredaktion aus dem deutschsprachigen Raum gibt es Veränderungen, und diese wollen gestaltet werden.
In dem Workshop soll sich das Zip-FM Team sowohl durch Selbstkritik weiterentwickeln als auch inhaltliche Schwerpunkte diskutieren, abhängig von den politischen Ereignissen in der nächsten Zeit.
Doch nicht nur die bisherige Redaktion soll sich hier treffen – jedeR Interessierte ist herzlich eingeladen, produktiv das Zip-FM zu gestalten.

Quelle + Anmeldung: http://www.aff-bawue.org/radiocamp14.htm

Das Radiocamp in Markelfingen hat begonnen

Radiocamp am Bodensee vom 08. bis 12. Mai 2013 auf dem DGB-Jugendcamp Markelfingen, direkt am Bodensee

Direkt am Bodensee campen alljährlich seit nunmehr 18 Jahren freie Radioaktive. Dort treffen sie sich zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum PlaRadiocamp am Bodenseeudern, zum Kontakteknüpfen und zum Produzieren. Anreise von Zürich 1,5 Stunden!

Vom 08. bis 12. Mai 2013 werden unterschiedlichste Radioworkshops angeboten: ob nun redaktionell, technisch oder theoretisch interessiert, Neues zu Erfahren gibt es auf allen Gebieten. Und da die Workshops noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio-Neulingen und Radio-Fortgeschrittenen gestillt, sondern auch das Kontakte knüpfen, Neue-Leute-Kennenlernen, Spaß-Haben und Diskutieren kommt nicht zu kurz.

Workshop-Programm

Donnerstag 09. Mai

Freitag 10. Mai

Samstag 11. Mai

Weitere Infos hier!

Radiocamp am Bodensee

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet auf dem DGB-Jugendcamp in Markelfingen wieder das Radiocamp der Freien Radios in Baden-Württemberg statt. Jeder und jede Interessierte kannn teilnehmen!

Direkt am Bodensee gibt es einmal im Jahr ein Camp, das seit nunmehr 17 Jahren freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakteknüpfen und zum Produzieren einlädt: das Radiocamp auf dem DGB-Gelände in Markelfingen.

Das Programm sieht in diesem Jahr wie folgt aus:

Donnerstag 17. Mai

Freitag 18. Mai

Samstag 19. Mai

Radiocamp 2012 Startseite

Workshops

Anmeldung

Radiocamp am Bodensee vom 12. bis 16. Mai 2010

auf dem DGB-Jugendcamp Markelfingen direkt am Bodensee.

Direkt am Bodensee gibt es einmal im Jahr ein Camp, das seit nunmehr 15 Jahren freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakteknüpfen und zum Produzieren einlädt: das Radiocamp auf dem DGB-Gelände in Markelfingen.

Vom 12. bis 16. Mai 2010 werden unterschiedlichste Radioworkshops angeboten: ob nun redaktionell, technisch oder theoretisch interessiert, Neues zu Erfahren gibt es auf allen Gebieten. Und da die Workshops noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio-Neulingen und Radio-Fortgeschrittenen gestillt, sondern auch das Kontakte knüpfen, Neue-Leute-Kennenlernen, Spaß-Haben und Diskutieren kommt nicht zu kurz.

In den vergangenen Jahren trafen sich hier RadiomacherInnen und GewerkschaftlerInnen allen Alters und aus allen Ecken der Erde, so soll es auch dieses Jahr werden.

Das Radiocamp ist mit 15 mitten in seiner Pubertät und wird wie die vergangenen Jahre die Neugierde und das Spaß- und Lernbedürfnis alter und junger Kinder, Jugendlicher und kleiner und großer Erwachsene befriedigen.

Bis Mitte Mai also!

Mehr Infos:
http://www.aff-bawue.org/radiocamp10.htm
http://www.aff-bawue.org/campinfos10.htm

Programm 2008:
http://www.aff-bawue.org/workshop10.htm

Anmeldung:
http://www.aff-bawue.org/anmeld2010.htm

Workshops:

On air – Einführungskurs
Hier sind die gut aufgehoben, die mit dem Radiomachen endlich richtig
anfangen wollen.

Aneignung von Medien
Beitragsproduktion zum BuKo-Kongress in Tübingen mit dem Titel:
„Nach den Sternen greifen – Kollektive Aneignung statt globaler Enteignung“

Zip-fm – Workshop
Das gemeinsame Nachrichtenmagazin Freier Radios:
hier trifft sich die Redaktion und ist offen für alle neuen Leute und Ideen!

Streamingworkshop
Wie produziere ich meinen eigenen Radiolivestream im Internet?

Musikrecherche
Als Ausgangspunkt der Suche nach dem geeigneten Musikstück gibt der
Workshop Einblicke in die Wirkungsweisen von Musik und zeigt
Möglichkeiten auf, Open Music zu nutzen.

Workshop für Kinder und Jugendliche
Radio ist klar nicht nur für Erwachsene da: auch Kinder und Jugendliche
sollen und können sich dort austoben.

Schreiben für’s Hören
Wer Inhalte rüberbringen will, muss seine Texte so schreiben, dass sie
im Radio gut verständlich klingen.

Bauen eines Radiosenders
Hier wird praktisch erlernt, wie es möglich ist, seinen eigenen
Radiosender zu bauen.

Kreative Beitragsgestaltung
Viel läuft in Freien Radios über Interviews. Doch spannender und schöner
zum Zuhören sind Reportagen, (Mini)Features, Hörspiele und
Experimentelle Produktionen

Zwischen Aktualitätsdruck und Parteilichkeit – Nachrichten im Freien Radio
Kurz, aber inhaltlich wertvolle Informationen zu übermitteln, ist nicht
einfach.
Jenseits der 1,5 Minuten Nachrichtenblocken soll erlernt werden wie WIR
Nachrichten aufwerten und übermitteln können.

Interkulturalität im freien Radioalltag
In Freien Radios soll/te es interkulturell zugehen: wie das am besten
funktioniert, wird hier gezeigt und diskutiert.

Stimmworkshop
Alles Rund um Stimme und ihrer Verbesserung im Radio.

Audiobearbeitung mit Audacity
Das Schnittprogramm Audacity ist nicht nur tauglich für kleine Schnitte:
sondern kann vieles mehr.

Freitagabend-Veranstaltung
Buchvorstellung:
Friedrich Burschel: „Stadt – Land – Rechts. Brauner Alltag in der
deutschen Provinz“

Radiocamp am Bodensee vom 14. bis 18. Mai 2008

Am Bodensee gibt es einmal im Jahr ein Camp, das seit nunmehr 13 Jahren freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakte- knüpfen und zum Produzieren einlädt: das Radiocamp auf dem DGB-Gelände in Markelfingen.

Vom 14. bis 18. Mai 2008 werden unterschiedlichste Radioworkshops angeboten: ob nun redaktionell, technisch und theoretisch interessiert, neues zu Erfahren gibt’s immer. Und da die Workshops dann noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio- Neulingen und Radio- Fortgeschrittene gestillt, auch das Kontakteknüpfen, Neue- Leute- kennen- Lernen, Spaß- Haben und Ernsthaften- Diskussionen- Führen kommt nicht zu kurz.

In den letzten Jahren trafen sich RadiomacherInnen und GewerkschaftlerInnen allen Alters und aus allen Ecken der Erde, so soll es auch dieses Jahr werden. Und wer glaubt, es ist nur für alte Radiohasen und -häsinnen interessant: falsch. Bisher haben alte und junge Kinder, Jugendliche und kleine und große Erwachsene auf dem Radiocamp ihre Neugierde und ihr Spaßbedürfnis befriedigt – sicher wie dieses Jahr auch.

Also, bis zum Radiocamp!

- Weitere Infos zum Camp 2008
- Anmeldung

Infos zum Camps:

Querfunk,
Steinstr.23
76133 Karlsruhe
Tel: 0721/387858
Ansprechperson: Timo Stadler

>>> Initiative für Freies Radio in Konstanz: Radio Wellenbrecher

Workshops Donnerstag 15. Mai

On air – Einführungskurs
Mit Timo Stadler
Querfunk Karlsruhe

Eine praktische Einführung ins Freie Radiomachen:
Anschließen seit ihr natürlich noch keine perfekten RadiojournalistInnen,
aber ihr werdet die Grundkenntnisse haben, um eine Sendung zu gestalten
und auch etwas über das Selbstverständnis der Freien Radios wissen.

Magazinsendung spannend und attraktiv: Wie geht das?
Mit Andreas Klug
Radio Dreyeckland Freiburg

Am Vormittag Moderationsübungen mit dem Ziel, schöne Sendungen zu gestalten, locker von der Moderation zur Musik und wieder zurück zu kommen. Vom „Air-Check“ sprechen da manche – Versuche, die eigene Sendung schöner oder runder klingen zu lassen, klingt dagegen weniger aufgeblasen. Schließlich geht’s doch nur darum, engagierte Inhalte so überzeugend rüberzubringen, dass unsere HörerInnen gern zuhören.
Nachmittags die Technik: Hintergründe und ein kleinwenig Theorie zu richtigen Lautstärken und guten Mikrofonen, Werkzeugen wie Limiter und Expander. Kurz gesagt: Wie geht das, dass meine Stimme im Studio richtig gut klingt? Ein Technik-Update für TeilnehmerInnen mit bereits (etwas) Technik-Erfahrung

Stimmworkshop
Mit Ariane Zeuner
Radio Dreyeckland Freiburg

Wie kann ich entsprechend ansprechend im Radio sprechen? Was tun, wenn die Luft nicht reicht? Was tun, wenn die Stimme zittert?
Alles Rund um Stimme und ihrer Verbesserung.

Praktische Kritik der Kritik
Mit Ole Frahm / Torsten Michaelsen
FSK Hamburg

Ausgehen von Oskar Negts/ Alexander Kluges Forderung einer „proletarischen Öffentlichkeit“ in ihrem Buch „Öffentlichkeit und Erfahrung“ untersuchen wir unterschiedliche linke (Gegen)-Öffentlichkeitskonzepte wie sie in Freien Radios vorherrschen. Wir wollen anhand der eigenen Praxis im Freien Radio eine Kritik an diesen Konzepten entwickeln – und neue Perspektiven eröffnen.

Abendveranstaltung:
Medienaktivismus im Netz

Mit Mike Gerber
Querfunk Karlsruhe

Redaktionsarbeit im Internet, technische Möglichkeiten und praktische Realitäten

Workshops Freitag 16. Mai

Sich aussetzendes Radio
Mit Ralf Wendt
Corax Halle

Radio kann Wellen schlagen. Natuerlich tut es das auch, wenn es inhaltlich voller Verlautbarungen ist, gut gemeinter oder überhaupt gar nicht gemeinter – wir wollen uns aber an diesem Tag mit den Wellen beschäftigen, die Radiosituationen schlagen können.
Ein Seeufer als Studio, jede Menge Fragen und weniger Antworten, durch die Zelte wandelnde Mikrofone, die Menschen dahinter neugierig, aber ohne Ziel.
Es geht um Entdeckungen und um das schöne Moment der Unwissenheit und des Unerwarteten.
Wie setze ich eine solche Möglichkeit? Wo sind die Schlupflöcher im abgeschotteten Labor Radio?
Aber allein das Radio als Kommunikationslabor zu betrachten, sollte Spaß machen. Also keine Apparate, sondern Alchimie. Viel Spaß beim Köcheln der Fragestellungen!

Recherche heißt dahinterhören
Mit Mercedes Pascual Eglesias
Rheinisches JournalistInnenbüro Köln

Der Workshop befasst sich mit dem Ohren-Spitzen, dem Genau-Hören, dem hinter das Plauderrauschen-Hören – alles nötig, wenn Radiomachen mehr sein soll als Tingeltangel. Also: Freude am, aber auch gesundes Misstrauen in das gesprochene Wort. Und in das geschriebene sowieso.
Auf dem Workshop wird anhand von ein oder zwei konkreten Themen, die zu Beginn von den TeilnehmerInnen vorgeschlagen, diskutiert und festgelegt werden, konkrete Recherchearbeit geleistet. In Kleingruppen wird im Internet recherchiert; außerdem werden Interviews mit anderen Teilnehmern des Camps oder mit Passanten geführt. Die Rechercheergebnisse der Kleingruppen werden abschließend im Plenum des Workshops vorgestellt und verglichen (bei 4 Kleingruppen zu zwei Themen, bei 2 oder 3 Kleingruppen zu einem Thema).

Interkultur – was ist das und wie geht es?
Mit Beate Flechtker
Berlin

Im Allgemeinen verstehen wir unter Interkultur „die andere Kultur verstehen“. Meist beziehen wir dabei „die andere Kultur“ auf eine nationale oder ethnische Kultur. Wenn Konflikte auftreten, haben wir meist schnell eine Diagnose parat: „Das liegt an den kulturellen
Unterschieden.“ Meist wird dann Toleranz eingefordert. Neuere (kulturalismuskritische) interkulturelle Ansätze beschränken sich nicht auf die Aufklärung über Vorurteile und kulturelle Unterschiede. Im Workshop setzen wir uns damit auseinander, welche Bedeutung welches Konzept von Kultur in der Einwanderungsgesellschaft hat, und nehmen die eigenen Selbstverständlichkeiten und die eigene gesellschaftliche Positionierung in den Blick, denn Anerkennung und Gleichheit als interkulturelle Prinzipien setzen voraus, Ungleichheiten bewusst zu machen. Wir betrachten interkulturelle Situationen im Radio und überlegen, wie wir interkulturell zusammen arbeiten können.

Dieser Workshop findet eine Fortsetzung am Samstag. Die zwei Workshopteile können auch unabhängig voneinander besucht werden, auch wenn wir die zweitägige Teilnahme empfehlen.

Kinder- und Jugendradio
Mit Mila Burghardt
Radio FREI Erfurt

Wie kommt der Mensch ins Radio und wie kommt er wieder raus? Was passiert alles in diesem kleinen Kasten, der schon morgends gute Laune hat??
Du willst es herausfinden? Dann trau dich und krieche durch Kabel, Gehäuse und Lautsprecher direkt zum Kinder- und Jugendradioworkshop.
Denn hier kannst du alles rund ums Radio ausprobieren. Zusammen entwirren wir das Kabelchaos und produzieren mit deiner Musik, deinen Freunden und deinen Themen eine erste Radiosendung!
Der Kinder- und Jugendradioworkshop richtet sich an alle interessierten RadiomacherInnen zwischen sechs und 16 Jahren….bringe bitte CDs mit…

Abendveranstaltung:
Zip-fm Notfalltreffen

Viele Radios spielen es und wollen es weiter im Programm haben, doch nur von zu wenigen wird es produziert: das halbstündige Info-Magazin der Freien Radios. Zip-Fm.
Doch die Redaktion schrumpft zur Zeit. Es wird in der jetzigen Situation nicht mehr möglich sein, es so wie gewohnt aufrechtzuerhalten: in der Qualität und Quantität.
Bei dem letzten internen zip-fm-Plenum wurde beschlossen : bis zum Radiocamp werden wir es wie bisher aufrechterhalten. Doch wenn dann nicht neue Redaktionsmitglieder dazu stoßen, wird zip-fm nur noch 3 mal die Woche produziert werden.
Damit dies nicht eintrifft, gibt es ein großes Treffen in Makelfingen, wo möglichst viele Freie Radios anwesend sein sollten, wo die Arbeit für zip-fm vorgestllt wird, den Redaktionsmitgliedern von zip-fm Löcher in den Bauch gefragt werden können, einfach eingestiegen werden kann und es danach ein paar mehr Redaktionsmitglieder gibt….

Workshops Samstag 17. Mai

Interkultur – was ist das und wie
geht es?

Mit Siri Pahnke
Radio Blau Leipzig

In diesem zweitägigen Workshop setzen wir uns am ersten Tag damit auseinander, was eigentlich ‚Kultur‘ in der Einwanderungsgesellschaft bedeutet und wie wir selbst in unseren Radios interkulturell zusammen arbeiten können. Am zweiten Tag setzen wir das direkt in die Praxis um und planen gemeinsam ein interkulturelles Projekt. Die zwei Workshopteile können auch unabhängig voneinander besucht werden, auch wenn wir die zweitägige Teilnahme empfehlen.

An diesem Tag beschäftigen wir uns ganz praktisch mit der Planung einer oder mehrerer Veranstaltungen im Rahmen des Interkulturellen Radiofestivals im Juli 2008 in Zürich.

Bauen einer Telefon- Interview- Aufnahmemöglichkeit
Mit Wera Morawietz
Radio Dreyeckland Freiburg

Wer ein Radiostudio in seiner Nähe hat, hat meist technisch gesehen kein Problem, ein Telefoninterview zu machen.
Doch was ist, wenn du kein Studio in der Nähe hast? Da du entweder in einer Stadt ohne Freies Radio wohnst oder unterwegs bist? Oder eben mal schnell noch ein Interview machen willst, weil was interessantes in der Welt passiert ist, du es aber nicht mehr ins Radio schaffst?
Dieses Problem wollen wir beseitigen: wer ein Telefon mitbringt, kann sich ein Telefon (KEIN schnurloses), mit dem er/sie Interwies machen kann, wieder mit nach Hause nehmen.

Vormittags werden wir ein wenig löten üben und techisch schauen, wie das Vorhaben umsetzbar ist, Nachmittags dann soll das Telefon zu einem Telefon-womit-Interviews-geführt-werden-können umgebaut werden.

Hoffnungsträger Audacity
Mit Jörg Braune
Radio T Chemnitz

Während sich beim Server- und Büroalltag der Umstieg auf freie Software unter Linux recht problemlos gestaltet, nutzen die meisten Freien Radios für ihre Audiobearbeitung am Computer mehr oder weniger teure Kaufsoftware, unter Windows. Pro Computer-Schnittplatz kommen damit schnell 500 bis 1500 Euro zusammen (Betriebssystem + Schnittsoftware). Die bekannteste freie Audiobearbeitungssoftware heißt Audacity, kann auch zuhause genutzt werden und ist unter Windows und Linux lauffähig. Seit der Version 1.3.x ist Audacity den Bedürfnissen der Radioschaffenden besser angepaßt.
Im Workshop werden Stärken und Schwächen des Programms vorgestellt, und es wird der sichere Umgang im alltäglichen Radiobetrieb erlernt.

Musikworkshop
Mit Bruder
CCC, Berlin

Alle Musik im Internet!? Was bewirkt die Veränderung in den Musikverbreitungswegen?

Angst und Schrecken am Bodensee
Mit Joel Adami
Radio ARA, Luxemburg

Gonzojournalismus und kreatives Schreiben im Radio – klappt das überhaupt? Darf man im (freien) Radio subjektiv sein und wie lassen sich solche Inhalte rüber bringen? Der Workshop wird hierauf keine allgemein gültigen Antworten liefern, wir werden uns stattdessen gemeinsam mit diesen Fragen auseinander setzen. Wir werden uns verschiedene Techniken fürs kreative Schreiben ansehen und die Theorie von Hunter S. Thompsons „Gonzojournalismus“ durchleuchten. Damit es nicht zu trocken wird, bleibt der Workshop nicht rein theoretisch: Wir werden schreiben und eventuell auch einen Beitrag produzieren.
Für diejenigen, die 2007 am Bodensee waren, ist vielleicht noch der Beitrag „Angst und Schrecken am Bodensee“ in Erinnerung: Genau darum geht es!

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