Tag-Archiv für 'konstanz'

Audio-Mitschnitt des gestrigen Vortrags von Bernard Schmid „Frankreich vor der Wahl“

Der gestrige Vortrag von Bernard Schmid ist hier nun als Audio-Stream und Download verfügbar:


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Dauer: 1 Stunde 45 Minuten

Die „Akte Rosenburg“. Die Geschichte des Bundesjustizministeriums

Vortrag von Professor Dr. Christoph Safferling in der vhs Konstanz, Kulturzentrum am Münster, Katzgasse 7, Astoria-Saal am Dienstag, den 25.04.2017 um 19:30 Uhr. Kosten: 7,00 EUR

Rosenburg, so nannte sich das Haus in Bonn, in dem das Justizministerium nach dem Krieg die Gesetze eines neuen Staates gestalten sollte. Doch es waren unter den Juristen dort viele, die zuvor schon im Nationalsozialismus Karriere gemacht hatten.
Die Wissenschaftler Christoph Safferling und Manfred Görtemaker haben herausgefunden, wie hoch die NS-Belastung im Justizministerium war und wie damit umgegangen wurde. Die Ergebnisse überraschten die Fachleute.

Veranstaltet von: vhs + Initiative „Stolpersteine für Konstanz“ + VVN-BdA Konstanz + Friedensinitiative Konstanz

Vortrag: Frankreich vor der Wahl

Vortrag von Bernhard Schmid am Mittwoch, 19. April 2017 um 19:30 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz

Am 21. April dieses Jahres wird es genau fünfzehn Jahre her sein, dass Jean-Marie Le Pen völlig überraschend in die Stichwahl um die französische Präsidentschaft einzog. Sein konservativer Gegenkandidat Jacques Chirac, mit dem er die zweite Runde der damaligen Präsidentschaftswahl austrug, gewann diese jedoch haushoch mit 82,3 Prozent der Stimmen. Zwei Tage nach diesem Erinnerungsdatum beginnt die diesjährige französische Präsidentschaftswahl, mit ihrer ersten Runde.

Dabei gilt es als wahrscheinlich, dass die Tochter des damaligen Kandidaten – Marine Le Pen – auch in diesem Jahr in die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahl vom 23. April und 07. Mai einziehen wird.

Auch wenn ihr Einzug in das Präsidentenamt als unwahrscheinlich gilt, dürfte die Chefin des Front National (FN) doch voraussichtlich ein hohes Wahlergebnis einfahren. Ein Erfolg, den sie für den Parteiaufbau in den kommenden Jahren nutzen wird. Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch auch, dass Marine Le Pen derart von der Krise der konservativen Rechten in Frankreich – deren Präsidentschaftskandidat François Fillon Hals über Kopf in Korruptionsaffären, Unterschlagungsvorwürfe und Justizermittlungen verwickelt ist – profitiert, dass es doch noch gefährlich wird.

Zugleich haben der Wahlsieg von Donald Trump in den USA, aber auch der Ausgang des britischen Referendums zum EU-Austritt vom Juni 2016 – an dem unterschiedliche Kräfte mitwirkten – die Grenzen zwischen konservativen, „populistischen“ und offen rechtsextremen Kräften scheinbar verwischt. Das Vorbild der „Alternative Right“ und ihres Ideologen Stephen Bannon beeinflusst in mehreren EU-Ländern rechtsextreme Kräfte, aber üben auch über dieses politische Spektrum hinaus Einfluss oder lösen Faszination aus. Intellektuelle wie der wieder stärker aus der Versenkung auftauchende Franzose Alain de Benoist auf der seit den 1980er Jahren so genannte „Neuen Rechten“, aber auch der konservative Politikberater Patrick Buisson im selben Land arbeiten daran eifrig mit.

Genügend Gründe, sich näher anzusehen, welche Geschichte zum Aufstieg dieser Kräfte beitrug, und welche Perspektiven sich rund um die bevorstehende Wahl in Frankreich auftun.

Bernhard Schmid geboren 1971 am Bodensee, seit 1992 teilweise und seit 1995 in Gänze in Paris lebend. Jurastudium und Promotion (dr.iur.). Nebenberuflich freier Journalist und Buchautor. Er arbeitet seit 1990 journalistisch zum Front National und verfasste mehrere Buchtitel u.a. über die extreme Rechte in Frankreich und Europa, über Algerien und über das französischsprachig Afrika. Acht Jahre lang angestellter Jurist (sieben Jahre bei einer antirassistischen NGO sowie ein Jahr beim Gewerkschaftsdachverband CGT), seit Februar 2017 als Rechtsanwalt in Paris niedergelassen.

Veranstalter: VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz und Deutsch-Französische Vereinigung Konstanz e.V.

Wander-Ausstellung „ÜBER MUTTER WIRD NICHT GESPROCHEN“ – Euthanasiemorde an Freiburger Menschen“

Vom 5.5. – 23.6.2017 zeigt die vhs – Galerie Konstanz in der Katzgasse 7 die Wanderausstellung „ÜBER MUTTER WIRD NICHT GESPROCHEN“ – Euthanasiemorde an Freiburger Menschen.

Freitag, 5. Mai, 18:00 Uhr

Vernissage:

Vortrag: DIE GRAUEN BUSSE – Ein unruhiges und unfertiges Denkmal“
von Prof. Dr. Aleida Assmann, Universität Konstanz,

Die Geschichte des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechens ist eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. In ihrem Aufklärungsprozess spielt das Denkmal der grauen Busse von Horst Hoheisel und Andreas Knitz eine zentrale Rolle. Der Vortrag beschreibt die Art und Weise, wie dieses ungewöhnliche Kunstwerk dazu beiträgt, eine tief tabuisierte Geschichte aus dem Vergessen zurückzuholen und in die Städte und Gemeinden zurückzubringen.

Veranstaltet in Kooperation mit der „Freiburger Hilfsgemeinschaft“, „Stolpersteine für Konstanz“ und vhs KN

Ort: vhs – Galerie Konstanz, Katzgasse 7
Eintritt frei

Donnerstag, 18. Mai, 19:30 Uhr

Beiprogramm:

Film -und Filmgespräch zur Ausstellung „ÜBER MUTTER WIRD NICHT GESPROCHEN“

Der Film zur gleichnamigen Ausstellung lädt die Zuschauer zu einem Stadtrundgang durch Freiburg ein, zu Orten die einen Bezug zur NS-Euthanasie haben. Im Mittelpunkt dieses Films steht die Familiengeschichte einer gebürtigen Freiburgerin, deren Mutter zunächst in die psychiatrische Universitätsklinik in der Hauptstraße und anschließend in die Heil- und Pflegeanstalt Emmendingen eingewiesen worden war. Von hier aus wurde sie am 06.08.1940 in die Tötungsanstalt Grafeneck auf der schwäbischen Alp deportiert und starb dort noch am selben Tag in der Gaskammer. Zeitlebens lastete dieses tragische Schicksal auf der Familie.

Im anschließenden Filmgespräch möchten die Mitglieder des Arbeitskreises „NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute“ der Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V. mit den Besuchern über dieses Thema und über die heutigen gesellschaftlichen Teilhabechancen psychiatrieerfahrener Menschen ins Gespräch kommen.

Die Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für Menschen mit psychischen Belastungen und bietet hierzu vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten. Der Arbeitskreis „NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute“ beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit diesem Thema und initiierte, plante und begleitete erstmals im Frühjahr 2015 die Ausstellung „Über Mutter wird nicht gesprochen Euthanasiemorde an Freiburger Menschen“. Der Arbeitskreis setzt sich aus psychiatrieerfahrenen Menschen, ehrenamtlich tätigen Freiburger BürgerInnen, SozialarbeiterInnen und Studierenden der Sozialen Arbeit zusammen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V. und vhs Landkreis Konstanz e.V.

Ort: vhs Konstanz, Katzgasse 7

Eintritt: 7,- € (für Studierende und vhs-VortragskarteninhaberInnen Eintritt frei)

Links

Die Türkei auf dem Weg in die Diktatur

Veranstaltung mit Gökay Akbulut und Serdar Dervantli 5. April 2017, 19:30 Uhr, Kulturzentrum am Münster (Wolkenstein-Saal), Wessenbergstr. 41/43, Konstanz

Eine Präsidialmacht in der Türkei für Recep Tayyip Erdogan zu errichten, ist das Ziel des Referendums am 16. April. Weitreichende Befugnisse, mit Erlassen und Ermächtigungsverfügungen zu regieren, hebeln die Gesetzgebungskompetenzen des Parlaments aus und schaffen einen Alleinherrscher. Die Justiz in der Türkei wird heute schon entmündigt und gleichgeschaltet. Das ist das Ende der Gewaltenteilung eines demokratischen Staates und mündet in einem autoritären System, einer Diktatur.

Auf diesem Weg befindet sich die Türkei nicht erst seit dem Putschversuch im Juli letzten Jahres. Bereits im Juni 2015 nach dem Einzug der HDP (Halkların Demokratik Partisi/Demokratische Partei aller Völker) ins türkische Parlament begann Präsident Erdogan seinen Feldzug gegen die Opposition. Der Friedens­prozess mit der PKK wurde abgebrochen und kurdische Kommunen mit besonders hohen HDP-Stimmen­ergebnissen waren heftigen Übergriffen türki­scher Polizei und Militärs ausgesetzt.

Mit Neuwahlen im November 2015 versuchte er noch einmal die unerwünschte Opposition auszu­schalten, was ihm jedoch nicht gelang – trotz Repressionen gegen die Oppositionspolitiker*innen und massiver Versuche, die Wählerinnen und Wähler der HDP einzuschüchtern. Kurz nach dieser Wahl wurde dann die Immunität der meisten HDP-Politiker*innen aufgehoben. Ihnen wird die Unterstützung einer terroristischen Organisation und Zusammenarbeit mit der PKK vorgeworfen. Damit begründet er häufig auch die die Verfolgung anderer oppositioneller Kräfte, von Medien, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen.

In der Endphase seines Wahlfeldzugs hat Erdogan die Gangart noch einmal verschärft. Erneut hat die Staatsmacht tausende Menschen ins Gefängnis geworfen, Referendums-Gegner*innen werden behindert und drangsaliert. Im Südosten des Landes herrscht ohnehin seit langem Ausnahmezustand. Die UN hat der Türkei jüngst in einem Bericht schwere Menschenrechts­verletzungen vorgeworfen. Sicherheitskräfte hätten zwischen Juli 2015 und Dezember 2016 ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt und bis zu eine halben Million Menschen vertrieben. Nach UN-Schätzungen hat die Offensive der Sicherheitskräfte 2000 Menschen das Leben gekostet, darunter 1200 kurdische Zivilist*innen.

Um über das Referendum und diese Vorgänge aufzuklären, laden wir am 5. April zu einer Veranstaltung ein, bei der wir als Referent*innen die Spitzenkandidatin der Landesliste der Partei DIE LINKE, Gökay Akbulut, Mannheimerin mit kurdischen Wurzeln, und Serdar Dervantli, in Köln lebender Journalist aus der Türkei, begrüßen.

Veranstalter ist der Verein demokratischer ArbeiterInnen und Jugendlicher Bodensee e.V. Mitveranstalter: DIE LINKE, Kreisverband Konstanz, seemoz e.V.

LINKE-Kandidat Simon Pschorr kritisiert Gedeon-Einladung

Medienmitteilung der Partei Die Linke zu einer bildungspolitischen Veranstaltung mit Wolfgang Gedeon am 27.3.2017 in Konstanz

Medienmitteilung vom 21. März 2017

Am 27.3. laden die beruflichen Schulen zu einer bildungspolitischen Veranstaltung rund um das Thema „Zukunft der beruflichen Bildung im Landkreis Konstanz“. Neben verschiedenen Interessensvertreterinnen und -vertretern des Handwerks und der Industrie werden hierzu auch einige Landespolitiker eingeladen, unter anderem der Landtagsabgeordnete Wolfang Gedeon. Wenn man das Profil der Veranstaltung betrachtet, fragt man sich, was diese Person zur Diskussion beitragen soll.

Der politische Schwerpunkt des fraktionslosen Abgeordneten liegt eindeutig im Bereich Fremdenfeindlichkeit. In der Vergangenheit hat sich Wolfgang Gedeon innerhalb und außerhalb des Landesparlaments durch antisemitische Hetzschriften und frauenfeindliche Meinungsbekundungen hervorgetan. Er tritt dafür ein, die Verbrechen des Nazi-Regimes im Schulunterricht zu marginalisieren und stattdessen ein revisionistisch glorifiziertes Bild der deutschen Nation im Lehrplan zu verankern. Ein solcher Beitrag kann für die Bildungslandschaft in Konstanz nur Schaden bringen. Wir brauchen stattdessen konstruktive Ideen zu einem egalitären und integrativen Unterricht für Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer wie ethnischer Herkunft.

Ich halte es für grundlegend falsch verstandene Offenheit, diesem Mann und seinem antisemitischen Gedankengut auf einer so wichtigen Veranstaltung eine Bühne zu geben. Antisemitischen und fremdenfeindlichen Vorstellungen darf kein Raum gegeben werden.

Simon Pschorr, Bundestagskandidat für die DIE LINKE im Kreis Konstanz

Stadttheater Konstanz: Der gute Mensch von Sezuan

Ab dem 24.03.2017 beginnen im Stadttheater Konstanz die Aufführungen von Bert Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“

Version 1943 | Von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau | REGIE: Jo Fabian

Drei Götter kommen mit einer Mission auf die Erde: Es soll ein Mensch gefunden werden, der gut ist zu seinen Mitmenschen und trotzdem seine eigene Existenz damit nicht gefährdet. Wenn das möglich ist, kann die Welt so bleiben, wie sie ist. In der Prostituierten Shen Te finden die „Erleuchteten“ einen solchen guten Menschen. Bevor die Götter verschwinden, schenken sie Shen Te das nötige Startkapital für einen kleinen Tabakladen, dem allerdings durch Shen Tes Güte schnell der Bankrott droht. Ein Vetter muss her, der mit erbarmungslosen Entscheidungen Shen Te immer wieder zu retten versteht. Ist Güte in dieser Welt naiv und nicht lebensfähig?

Brechts Parabelstück wurde 1943 in Zürich uraufgeführt.

Jo Fabian nutzt und verbindet in seinen Arbeiten Ausdrucksformen unterschiedlicher Genres wie Schauspiel, Tanz, Performance, Konzert und Installation. In Konstanz inszenierte er zuletzt Die Macht der Gewohnheit.

Quelle: http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltung/07950/index.html

Zweites OAT in Konstanz am 20.03.2017

Wir treffen uns zu unserem 2. Offenen Antifaschistischen Treffen am Montag, 20. März, um 19 Uhr im Palmenhaus / Cafe Mondial!

Themen werden unter anderem eine Auswertung unserer Flyeraktion in Singen sein. Außerdem wollen wir über die Partei „Der 3. Weg“ reden, wie sie in der Region einzuschätzen ist und was wir gegen die Neofaschist*innen unternehmen können.

Kommt vorbei und bringt Freund*innen mit!

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/

Anti-AfD-Aktionskonferenz in Konstanz geplant

In Konstanz wird am Samstag, den 10.6.2017, eine große, eintägige Anti-AfD Aktionskonferenz stattfinden. Save the Date!

Das Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD, eine breite Plattform von DemokratInnen, AntifaschistInnen, Linken, Feministinnen, Gewerkschaftern und Sozialen Bewegungen, schreibt dazu:

Wir stehen vor einer großen Herausforderung: Mit der AfD will im September 2017 eine Partei in den Bundestag einziehen, die für unverhohlen rassistische und ausgrenzende Politik steht. Während des Wahlkampfs wird sie auch im Landkreis Konstanz von der Fußgängerzone bis auf die Bildschirme überall präsent sein und versuchen, den politischen Diskurs nach rechts zu verschieben. Nicht mit uns! Mit einer Anti-AfD-Aktionskonferenz wollen wir gemeinsam mit euch Strategien gegen einen (Wahl)erfolg der AfD entwickeln und uns für eine emanzipatorische und solidarische Gesellschaft stark machen.

In Vorträgen, Workshops und Diskussionen wollen wir Menschen zusammenbringen, die sich im anstehenden Bundestagswahlkampf gegen die AfD und die wachsende Rechtsentwicklung engagieren wollen und an der Konferenz Inputs sammeln und Aktionsideen ausprobieren.

Geplant sind Vorträge von Referentinnen und Referenten zum Wahlprogramm und dem Gesellschaftsbild der AfD sowie zur Analyse der Hintergründe des aktuell beobachtbaren Rechtsrutsches. Angefragt ist u.a. Cornelia Kerth, Vorsitzende der VVN-BdA. In Workshops am Vor- und Nachmittag wird es um kreative Protestformen und die Ausbildung zu StammtischkämpferInnen gehen. In der AG „Know your Enemy“ machen sich die TeilnehmerInnen mit den Protagonisten und Aktivitäten von AfD, Junge Alternative, Identitäre Bewegung und Burschenschaften vor Ort vertraut.

Im Moment werden noch das genaue Programm festgezurrt und Mitaufrufende / UnterstützerInnen gesammelt. In Kürze erscheinen dann Einladungen, Werbematerialien und Kontaktmöglichkeiten.

Stay tuned!

Quelle: https://www.facebook.com/events/909294375840629/

Vortrag zu Dr. Conrad Gröber (1872-1948), Münsterpfarrer von Konstanz, Erzbischof von Freiburg, förderndes Mitglied der SS.

Buchvorstellung/Vortrag von Wolfgang Proske am 4. April 2017 um 19.30 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz


Gröber, Conrad (1872 – 1948), Für den römisch-katholischen Erzbischof von Freiburg stand immer das Wohl seiner Kirche im Mittelpunkt allen Denkens und Handelns. Dabei zeigte er sich bereit, weiter zu gehen als andere Angehörige des deutschen Episkopats: selbst vor einer fördernden Mitgliedschaft in der SS bis 1938 schreckte er nicht zurück. Anders als heute oft kolportiert, blieb er auch danach ein zwar oft nörgelnder, grundsätzlich aber aus tiefer völkischer Überzeugung heraus sich selbst instrumentalisierender Helfer des Nationalsozialismus. (Dr. Wolfgang Proske)

Dr. Wolfgang Proske ist Herausgeber der Reihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer: NS-Belastete aus Südbaden“.

Veranstalter: seemoz e.V.

Mitveranstalter: Wessenbergcafe, Stolpersteine Konstanz, VVN/BdA, DKP Bodensee, Linke Liste Konstanz.

Zur Buchreihe: http://ns-belastete.de/index.html

Populismus – das neue Erfolgsmodell?

Vortrag des Sozialwissenschaftlers Richard Detje am Montag, 13.03.2017 um 19:30 Uhr in der VHS Konstanz (Katzgasse 7). Eintritt: 7 EUR

Die letzten Wahlen zeigen, welch gewaltige Wucht der Populismus entfalten und wie gesellschaftsfähig er auch in Nationen werden kann, die auf eine lange Geschichte stabiler demokratischer Verhältnisse zurückblicken. Diffuse Ängste beschleunigen diese Erfolge. Das hat z.B. Trump geschickt mit Hilfe moderner Medien genutzt. Für die Entwicklungen in Europa, wo in Holland, Ungarn, Frankreich und selbst Deutschland längst ähnliche Strömungen ihren Aufstieg planen, verheißt das wenig Gutes.

Richard Detje ist Redakteur der Zeitschrift Sozialismus und arbeitet als Lektor im linken VSA Verlag.

Quelle: http://www.vhs-konstanz-singen.de/index.php?id=254&kathaupt=11&knr=171-10214&katid=3183

Lesung aus dem Buch „Im Zeichen der Roten Nelke“

Lesung mit Vera Hemm aus „Im Zeichen der Roten Nelke. Mutter und Tochter – Zwei politisch engagierte Frauen im 20. Jahrhundert“ am Mittwoch, 08. März 2017, 20:00 Uhr im Foyer der Spiegelhalle. Eintritt: 7,00 EUR.

Vera Hemm (geb. 1935) ist aktive Gewerkschafterin, Betriebsrätin, Mitbegründerin und Motor einer seit 20 Jahren aktiven gewerkschaftlichen Frauenkulturgruppe. In ihrem Buch verwebt die Autorin die Biografie ihrer Mutter Johanna Hemm (1901-1971) – Kommunistin, hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin und Stadträtin mit ihrer Autobiografie. Geschichte wird von unten ebenso plastisch und humorvoll wie historisch genau geschildert. Keine trockene Geschichtsschreibung, aber auch kein Kolportageroman – bewusst gestaltete und auch gegen starke Widerstände durchkämpfte Leben mit allen Höhen und Tiefen. Wie in einem Brennglas verdichtet sich die „große“ Politik der letzten 70 Jahre in diesen beiden Frauen. Mutter und Tochter haben Erfolge und bittere Niederlagen erleben müssen – immer eingebettet in ein enges Geflecht von Familie und Freunden.

Quelle: http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltung/08432/index.html

Offenes Antifaschistisches Treffen in Konstanz

Das neugegründete OAT Konstanz lädt mit folgendem Aufruf zu seinem ersten Treffen am 6. März 2017, um 19 Uhr im Konstanzer Palmenhaus (Zum Hussenstein 12)

Nach verschiedenen Vorfällen und Entwicklungen in der Region wie rechte Kundgebungen unter dem Label „Merkel muss Weg“, regelmäßige Infostände der neofaschistischen Partei „Der Dritte Weg“ und zuletzt im Januar ein Übergriff auf einen antifaschistischen 18-Jährigen in Singen sehen wir die Notwendigkeit für ein Offenes Antifaschistisches Treffen in Konstanz.

Das erste Treffen wird am Montag, den 6. März,um 19 Uhr im Konstanzer Palmenhaus (Zum Hussenstein 12) stattfinden. Von da an wird das Treffen regelmäßig am ersten und dritten Montag im Monat stattfinden.

Das OAT Konstanz soll für den Bodenseeraum eine Plattform und Anlaufstelle bieten, über die sich alle Antifaschist*innen vernetzen und über rechte Umtriebe austauschen können. So kann eine gemeinsame antifaschistische Praxis entwickeln werden. Diese kann von Demonstrationen über Infostände und Flugblätter bis zu öffentlichen Vorträgen reichen.

Wir setzen uns gegen Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Homo- und Transphobie, Antisemitismus und andere menschenfeindliche Denkmuster ein. Um gegen diese vorzugehen, ist es notwendig sich zusammenzuschließen.

Erreichbar sind wir unter der Emailadresse: oat_kn at riseup .net

Wir freuen uns über jede*n der vorbei kommt! Bis Montag!

Website des OAT Konstanz: http://oatkn.blogsport.de/

Quelle: Bündnis Singen Nazifrei

Öhningen als Tropenparadies – Koloniale Phantasien am Bodensee

Vortrag von Bernhard Schär am Donnerstag, 02.02.2017 um 19:00 Uhr im Contrast, Konstanz, Joseph-Belli-Weg 11, Konstanz

Öhningen gehört zwar nicht zur Schweiz, wurde im neunzehnten Jahrhundert aber zu einem Sehnsuchtsort für Naturwissenschaftler, die sich von der kolonialen Erforschung der Südsee zu einem neuen Bild der Schweiz inspirieren ließen: jenem der tropischen Urschweiz.

In seinem Vortrag wird Bernhard Schär unerwartete, jedoch ebenso naheliegende Verflechtungen zwischen der Bodenseeregion und globaler Kolonialgeschichte aufzeigen. Der Fokus liegt auf der eurozentrischen Konstruktion «tropischer» Lebensweisen und deren Einbettung in moderne, imperialistische Narrative von Fortschritt und Zivilisation.

Quelle: http://input.blogsport.de/input-konstanz/

Rock for Syria

Spendenparty am 20. Januar 2017 um 22 Uhr im Contrast, Joseph-Belli-Weg 11, Konstanz

Bomben. Schüsse. Belagerungen. Hunger. Und mittendrin: Kinder.

Nach über fünf Jahren Bürgerkrieg ist Syrien einer der schlimmsten Orte auf der Welt. Obwohl sie am wenigsten für den Krieg können, sind rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche in Syrien zwischen den Fronten gefangen und brauchen dringend Hilfe. Als eine der wenigen internationalen Hilfsorganisationen ist UNICEF noch vor Ort in Syrien und steht den Kindern und Familien in dieser schweren Zeit zur Seite. Ein Team von 200 Mitarbeitern in Syrien arbeitet einem Netzwerk von Partnern rund um die Uhr daran, dringend benötigte Hilfe zu den Familien zu bringen.

Wir nehmen pro Besucher einen symbolischen Euro Eintritt – weitere Spenden sind natürlich herzlich willkommen.
Außerdem wird der Gewinn des Getränkeverkaufs an diesem Abend ebenfalls in den Spendentopf geworfen.

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Da alles transparent ablaufen soll, hier ein paar Informationen:
– Alle Spenden fließen zu 100% an UNICEF
– Die genaue Abrechnung wird am nächsten Tag in dieser Veranstaltung veröffentlicht
– Der Spendennachweis wird auf unseren Facebookseiten veröffentlicht

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Musikalisch untermalt wird die Feier von Rockmusik aus sämtlichen Genres.

Quelle: http://www.contrast-kn.de/events/event/