Tag-Archiv für 'konstanz'

Kundgebung „Keine Abschiebungen nach Afghanistan“

Die Amnesty International Gruppe Konstanz und das Café Mondial Konstanz rufen gemeinsam am 1.7.2017 um 15 Uhr zu einer Kundgebung „Keine Abschiebungen nach Afghanistan“ auf dem Augustinerplatz auf.

Der Aufruf:

Im Jahr 2016 wurden in Afghanistan so viele Zivilisten wie noch nie zuvor Opfer von Gewalt und das Jahr 2017 hat schon jetzt zahlreiche Menschenleben gekostet. Nach jüngsten Entwicklungen hat sich die aktuelle Situation vor Ort sogar noch weiter verschlimmert.

Dennoch unterscheidet die Bundesregierung aktuell in sichere und unsichere Herkunftsregionen in Afghanistan.

Das Auswärtige Amt skizziert eine völlig andere Situation als die Bundesregierung: „Bombenanschläge, bewaffnete Überfälle und Entführungen gehören seit Jahren in allen Teilen von Afghanistan zum Angriffsspektrum der regierungsfeindlichen Kräfte.“ „Es herrscht Krieg in Afghanistan und die Zivilbevölkerung ist prinzipiell landesweit an Leib und Leben bedroht.“

Am 1.7. wollen wir, Amnesty International Gruppe Konstanz und das Café Mondial Konstanz e.V., gemeinsam und friedlich unsere Opposition gegen diese Politik kund tun. Ab 15 Uhr auf dem Augustinerplatz in Konstanz werden verschiedene Engagierte aus dem Landkreis Konstanz und betroffene afghanische Flüchtlinge über deren aktuelle Lage berichten. Alle, die ein Zeichen gegen Abschiebungen nach Afghanistan setzen wollen oder sich informieren möchten, sind aufgerufen, sich uns anzuschließen!

An die Landesregierung von Baden-Württemberg gerichtet fordern wir:
- Ein sofortiges Aussetzen der Abschiebungen nach Afghanistan auf der Landesebene.
- Dass der Ministerpräsident und die Landesregierung sich auch auf Bundesebene für dieses Ziel einsetzen, damit Abschiebungen nach Afghanistan (und in andere Kriegsgebiete) auch auf längere Sicht nicht mehr stattfinden.

Das Thema „Abschiebungen nach Afghanistan“ ist ständig im Fluss und in den letzten Wochen und Monaten in den Medien auch sehr präsent. Wir sind deshalb zuversichtlich mit einer regen Teilnahme, öffentlichem Druck und Petitionen zu einer Politikänderung beitragen zu können.

Quelle: https://www.facebook.com/events/234706833685798

Gegen den G20-Gipfel in Hamburg!

Infoveranstaltung zu den Protesten gegen den G20 Gipfel in Hamburg. Beginn ist um 15 Uhr in Raum D436 an der Universität Konstanz.

Am 07. und 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Hier treffen sich die Staats- und Regierungschefs der zwanzig mächtigsten Industrie- und Schwellenländern. Auf diesem Treffen werden Abkommen getroffen, welche die Politik der kommenden Jahre bestimmen werden.

Doch auch viele Menschen üben Kritik an diesem Gipfel und wollen mit Gegenprotesten und einer Vielfalt an Aktionsformen ein Zeichen dagegen setzen.

Wir freuen uns, am 24. Juni Referent*innen von LevelUP aus Tübingen, organisiert in …umsGanze!, sowie von der Gruppe Arbeitermacht, welche Teil des Internationalistischen Blocks ist, in Konstanz begrüßen zu können. Die jeweilige Analyse sowie die darauf fußende Praxis zum G20-Gipfel sollen gegenüber gestellt und diskutiert werden.

Quelle: https://www.facebook.com/events/1906609106284350/

Poetry Slam gegen die AfD

Wer Hetze sät, wird Slams ernten. Wenn die rechten Populisten der AfD mit plumper Propaganda feuern, reagieren wir charmant: Verspielte Wortakrobatik und bissige Satire bilden bei Slammen gegen Rechts einen Gegenpol zur Brutalrhetorik von Petry, Höcke, von Storch & co.

Wann? Samstag, 10.6.2017, 21 Uhr

Wo? JugendKultur e.V. Contrast, Joseph-Belli-Weg 11, Konstanz

Wir stehen vor einer großen Herausforderung: Mit der AfD will im September 2017 eine Partei in den Bundestag einziehen, die für unverhohlen rassistische und ausgrenzende Politik steht. Nicht mit uns!

Auf einer Anti-AfD-Aktionskonferenz wollen wir gemeinsam mit euch Strategien gegen einen Wahlerfolg der AfD entwickeln.

Den Abschluss des Aktionstages bildet die Veranstaltung „Slammen gegen rechts“: 5 Slammer und Slammerinnen tragen ihre Texte und Lieder vor. Mit dabei sind die großartige Musikerin Eva Sauter, der BW-Slam-Finalist Philipp Multhaupt, Filip »mit F« Njezic und Ilja Mirsky; durch den Abend führt Moderator Lukas Schädler.

Setzt mit uns ein Zeichen – gegen verführende Hetze, für inspirierenden Wortwitz.

Organisiert von: linksjugend[’solid] / dielinke.SDS Uni Konstanz zusammen mit dem Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD

Filmvorführung: Golden Dawn – A Personal Affair

Das Offene Antifaschistische Treffen Konstanz zeigt am Donnerstag, 18. Mai, den Dokumentarfilm „Golden Dawn: A Personal Affair“ über die neofaschistische Partei „Goldene Morgenröte“ und die politische Situation in Griechenland. Beginn ist um 19 Uhr im Jugendkulturzentrum Contrast, Joseph-Belli-Weg 11.

Die „Goldene Morgenröte“ – „Chrysi Avgi“ auf griechisch – ist die Schwesterpartei von der selbsternannten Kaderpartei „Der III. Weg“. Im Gegensatz zu der deutschen, neofaschistischen Partei „Der III. Weg“ ist das griechische Pendant drittstärkste Kraft. Die Verknüpfungen beider Parteien sollen in einem einleitenden Vortrag dargelegt werden; desweiteren soll am Ende diskutiert werden, ob in kapitalistischer Krisendynamik ein ähnlicher Aufschwung faschistischer Parteien nicht auch in Deutschland möglich oder gar wahrscheinlich ist.

Im Anschluss wird Punk aufgelegt. No Greyzone!

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/

Stolpersteinverlegung am 3. Mai in Konstanz

Am Mittwoch, 3. Mai 2017 werden durch den Künstler Gunter Demnig weitere 11 Stolpersteine in Konstanz verlegt werden.

Die Verlegung beginnt um 9.00 Uhr in der Schützenstraße 30.

Informationen zur Verlegung und zum umfangreichen Rahmenprogramm entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Faltblatt.

Im Anschluss gibt es gegen 19.30 Uhr im Kulturzentrum am Münster (Wessenbergstr. 41/43 Wolkenstein-Saal ) einen Vortrag von Janka Kluge (Landessprecherin der VVN-BdA Baden-Württemberg) zum Thema:

„Erinnerungskultur im Wandel der Zeit

Seit 1945 hat in Deutschland die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur unterschiedliche Phasen der Auseinandersetzung durchlaufen. Janka Kluge zeichnet diesen Verlauf nach und ordnet die Auseinandersetzung in einen gesamtpolitischen Kontext ein.

Mit dem Starkwerden der AfD und der Rede von Björn Höcke am 17. Januar 2017 in Dresden ist wieder bewusst geworden wie wichtig die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur in Deutschland ist, und dass Erinnerungs­kultur keine Selbstverständlichkeit ist. Hinter den Forderungen Björn Höckes steht die Überzeugung, dass ein Erinnern und Gedenken insbesondere an Auschwitz dem Entstehen eines neuen nationalen Bewusstseins entgegensteht.

Janka Kluge geht deshalb in ihrem Vortrag darauf ein, wie wichtig es ist die Erinnerung zu bewahren und zu verteidigen, da die NS-Zeit unabänderlicher – wenn auch grausamer – Teil der deutschen Geschichte ist. Janka Kluge leitet aus dem Erinnern aber auch ab, dass dieses nicht alleine ausreichend ist, sondern dass es heute wichtiger denn je ist sich für ein positives gesell­schaftliches Miteinander einzusetzen und sich rassistischer, antisemitischer und nationalistischer Hetze und Angriffen entgegenzustellen.

Quelle: http://stolpersteine-konstanz.de

Film „Blut muss fließen“ von Peter Ohlendorf

Filmvorführung und Diskussion mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf am 6. Mai 2017 um 18 Uhr an der Universität Konstanz und um 20 Uhr im Contrast

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Der Journalist Thomas Kuban ermöglicht Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender wagt.

Nach neun Jahren hat Thomas Kuban fünfzig Undercover-Drehs hinter sich, auch jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm immer wieder: “Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheissen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…”. Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremem persönlichem Risiko mit versteckter Kamera zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.

Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?

Bis heute ist der Film nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen gewesen, sondern nur bei Veranstaltungen von FilmFaktum in Kooperation mit Initiativen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaften, Kirche und Sport. Rund 1500 Vorführungen mit anschließender Diskussion konnten bislang realisiert werden, viele davon an Schulen. Auch fünf Jahre nach der Premiere hat der Film nichts an seiner Aktualität eingebüßt.

Wir zeigen den Film mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf
1. an der Universität KN Raum A701 um 18:00
2. im Contrast e.V., Joseph-Belli-Weg 11 KN um 20:00

Selber Tag, andere Uhrzeit 2 Locations, beides mal aber mit Diskussionsrunde

Weiter Infos zum Film findet ihr hier.

Quelle: http://linksjugend-solid-bw.de/konstanz/

Website des Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD

Das Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD hat einen neuen Webauftritt und stellt dort alle Infos zu ihrem ersten Event, der Anti-AfD-Aktionskonferenz am 10.6.2017 (wir haben berichtet) ins Netz.



https://konstanzeraktionsbuendnis.wordpress.com/

Audio-Mitschnitt des gestrigen Vortrags von Bernard Schmid „Frankreich vor der Wahl“

Der gestrige Vortrag von Bernard Schmid ist hier nun als Audio-Stream und Download verfügbar:


Download: 162 MByte (mp3)
Stream
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten

Die „Akte Rosenburg“. Die Geschichte des Bundesjustizministeriums

Vortrag von Professor Dr. Christoph Safferling in der vhs Konstanz, Kulturzentrum am Münster, Katzgasse 7, Astoria-Saal am Dienstag, den 25.04.2017 um 19:30 Uhr. Kosten: 7,00 EUR

Rosenburg, so nannte sich das Haus in Bonn, in dem das Justizministerium nach dem Krieg die Gesetze eines neuen Staates gestalten sollte. Doch es waren unter den Juristen dort viele, die zuvor schon im Nationalsozialismus Karriere gemacht hatten.
Die Wissenschaftler Christoph Safferling und Manfred Görtemaker haben herausgefunden, wie hoch die NS-Belastung im Justizministerium war und wie damit umgegangen wurde. Die Ergebnisse überraschten die Fachleute.

Veranstaltet von: vhs + Initiative „Stolpersteine für Konstanz“ + VVN-BdA Konstanz + Friedensinitiative Konstanz

Vortrag: Frankreich vor der Wahl

Vortrag von Bernhard Schmid am Mittwoch, 19. April 2017 um 19:30 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz

Am 21. April dieses Jahres wird es genau fünfzehn Jahre her sein, dass Jean-Marie Le Pen völlig überraschend in die Stichwahl um die französische Präsidentschaft einzog. Sein konservativer Gegenkandidat Jacques Chirac, mit dem er die zweite Runde der damaligen Präsidentschaftswahl austrug, gewann diese jedoch haushoch mit 82,3 Prozent der Stimmen. Zwei Tage nach diesem Erinnerungsdatum beginnt die diesjährige französische Präsidentschaftswahl, mit ihrer ersten Runde.

Dabei gilt es als wahrscheinlich, dass die Tochter des damaligen Kandidaten – Marine Le Pen – auch in diesem Jahr in die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahl vom 23. April und 07. Mai einziehen wird.

Auch wenn ihr Einzug in das Präsidentenamt als unwahrscheinlich gilt, dürfte die Chefin des Front National (FN) doch voraussichtlich ein hohes Wahlergebnis einfahren. Ein Erfolg, den sie für den Parteiaufbau in den kommenden Jahren nutzen wird. Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch auch, dass Marine Le Pen derart von der Krise der konservativen Rechten in Frankreich – deren Präsidentschaftskandidat François Fillon Hals über Kopf in Korruptionsaffären, Unterschlagungsvorwürfe und Justizermittlungen verwickelt ist – profitiert, dass es doch noch gefährlich wird.

Zugleich haben der Wahlsieg von Donald Trump in den USA, aber auch der Ausgang des britischen Referendums zum EU-Austritt vom Juni 2016 – an dem unterschiedliche Kräfte mitwirkten – die Grenzen zwischen konservativen, „populistischen“ und offen rechtsextremen Kräften scheinbar verwischt. Das Vorbild der „Alternative Right“ und ihres Ideologen Stephen Bannon beeinflusst in mehreren EU-Ländern rechtsextreme Kräfte, aber üben auch über dieses politische Spektrum hinaus Einfluss oder lösen Faszination aus. Intellektuelle wie der wieder stärker aus der Versenkung auftauchende Franzose Alain de Benoist auf der seit den 1980er Jahren so genannte „Neuen Rechten“, aber auch der konservative Politikberater Patrick Buisson im selben Land arbeiten daran eifrig mit.

Genügend Gründe, sich näher anzusehen, welche Geschichte zum Aufstieg dieser Kräfte beitrug, und welche Perspektiven sich rund um die bevorstehende Wahl in Frankreich auftun.

Bernhard Schmid geboren 1971 am Bodensee, seit 1992 teilweise und seit 1995 in Gänze in Paris lebend. Jurastudium und Promotion (dr.iur.). Nebenberuflich freier Journalist und Buchautor. Er arbeitet seit 1990 journalistisch zum Front National und verfasste mehrere Buchtitel u.a. über die extreme Rechte in Frankreich und Europa, über Algerien und über das französischsprachig Afrika. Acht Jahre lang angestellter Jurist (sieben Jahre bei einer antirassistischen NGO sowie ein Jahr beim Gewerkschaftsdachverband CGT), seit Februar 2017 als Rechtsanwalt in Paris niedergelassen.

Veranstalter: VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz und Deutsch-Französische Vereinigung Konstanz e.V.

Wander-Ausstellung „ÜBER MUTTER WIRD NICHT GESPROCHEN“ – Euthanasiemorde an Freiburger Menschen“

Vom 5.5. – 23.6.2017 zeigt die vhs – Galerie Konstanz in der Katzgasse 7 die Wanderausstellung „ÜBER MUTTER WIRD NICHT GESPROCHEN“ – Euthanasiemorde an Freiburger Menschen.

Freitag, 5. Mai, 18:00 Uhr

Vernissage:

Vortrag: DIE GRAUEN BUSSE – Ein unruhiges und unfertiges Denkmal“
von Prof. Dr. Aleida Assmann, Universität Konstanz,

Die Geschichte des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechens ist eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. In ihrem Aufklärungsprozess spielt das Denkmal der grauen Busse von Horst Hoheisel und Andreas Knitz eine zentrale Rolle. Der Vortrag beschreibt die Art und Weise, wie dieses ungewöhnliche Kunstwerk dazu beiträgt, eine tief tabuisierte Geschichte aus dem Vergessen zurückzuholen und in die Städte und Gemeinden zurückzubringen.

Veranstaltet in Kooperation mit der „Freiburger Hilfsgemeinschaft“, „Stolpersteine für Konstanz“ und vhs KN

Ort: vhs – Galerie Konstanz, Katzgasse 7
Eintritt frei

Donnerstag, 18. Mai, 19:30 Uhr

Beiprogramm:

Film -und Filmgespräch zur Ausstellung „ÜBER MUTTER WIRD NICHT GESPROCHEN“

Der Film zur gleichnamigen Ausstellung lädt die Zuschauer zu einem Stadtrundgang durch Freiburg ein, zu Orten die einen Bezug zur NS-Euthanasie haben. Im Mittelpunkt dieses Films steht die Familiengeschichte einer gebürtigen Freiburgerin, deren Mutter zunächst in die psychiatrische Universitätsklinik in der Hauptstraße und anschließend in die Heil- und Pflegeanstalt Emmendingen eingewiesen worden war. Von hier aus wurde sie am 06.08.1940 in die Tötungsanstalt Grafeneck auf der schwäbischen Alp deportiert und starb dort noch am selben Tag in der Gaskammer. Zeitlebens lastete dieses tragische Schicksal auf der Familie.

Im anschließenden Filmgespräch möchten die Mitglieder des Arbeitskreises „NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute“ der Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V. mit den Besuchern über dieses Thema und über die heutigen gesellschaftlichen Teilhabechancen psychiatrieerfahrener Menschen ins Gespräch kommen.

Die Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein für Menschen mit psychischen Belastungen und bietet hierzu vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten. Der Arbeitskreis „NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute“ beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit diesem Thema und initiierte, plante und begleitete erstmals im Frühjahr 2015 die Ausstellung „Über Mutter wird nicht gesprochen Euthanasiemorde an Freiburger Menschen“. Der Arbeitskreis setzt sich aus psychiatrieerfahrenen Menschen, ehrenamtlich tätigen Freiburger BürgerInnen, SozialarbeiterInnen und Studierenden der Sozialen Arbeit zusammen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V. und vhs Landkreis Konstanz e.V.

Ort: vhs Konstanz, Katzgasse 7

Eintritt: 7,- € (für Studierende und vhs-VortragskarteninhaberInnen Eintritt frei)

Links

Die Türkei auf dem Weg in die Diktatur

Veranstaltung mit Gökay Akbulut und Serdar Dervantli 5. April 2017, 19:30 Uhr, Kulturzentrum am Münster (Wolkenstein-Saal), Wessenbergstr. 41/43, Konstanz

Eine Präsidialmacht in der Türkei für Recep Tayyip Erdogan zu errichten, ist das Ziel des Referendums am 16. April. Weitreichende Befugnisse, mit Erlassen und Ermächtigungsverfügungen zu regieren, hebeln die Gesetzgebungskompetenzen des Parlaments aus und schaffen einen Alleinherrscher. Die Justiz in der Türkei wird heute schon entmündigt und gleichgeschaltet. Das ist das Ende der Gewaltenteilung eines demokratischen Staates und mündet in einem autoritären System, einer Diktatur.

Auf diesem Weg befindet sich die Türkei nicht erst seit dem Putschversuch im Juli letzten Jahres. Bereits im Juni 2015 nach dem Einzug der HDP (Halkların Demokratik Partisi/Demokratische Partei aller Völker) ins türkische Parlament begann Präsident Erdogan seinen Feldzug gegen die Opposition. Der Friedens­prozess mit der PKK wurde abgebrochen und kurdische Kommunen mit besonders hohen HDP-Stimmen­ergebnissen waren heftigen Übergriffen türki­scher Polizei und Militärs ausgesetzt.

Mit Neuwahlen im November 2015 versuchte er noch einmal die unerwünschte Opposition auszu­schalten, was ihm jedoch nicht gelang – trotz Repressionen gegen die Oppositionspolitiker*innen und massiver Versuche, die Wählerinnen und Wähler der HDP einzuschüchtern. Kurz nach dieser Wahl wurde dann die Immunität der meisten HDP-Politiker*innen aufgehoben. Ihnen wird die Unterstützung einer terroristischen Organisation und Zusammenarbeit mit der PKK vorgeworfen. Damit begründet er häufig auch die die Verfolgung anderer oppositioneller Kräfte, von Medien, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen.

In der Endphase seines Wahlfeldzugs hat Erdogan die Gangart noch einmal verschärft. Erneut hat die Staatsmacht tausende Menschen ins Gefängnis geworfen, Referendums-Gegner*innen werden behindert und drangsaliert. Im Südosten des Landes herrscht ohnehin seit langem Ausnahmezustand. Die UN hat der Türkei jüngst in einem Bericht schwere Menschenrechts­verletzungen vorgeworfen. Sicherheitskräfte hätten zwischen Juli 2015 und Dezember 2016 ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt und bis zu eine halben Million Menschen vertrieben. Nach UN-Schätzungen hat die Offensive der Sicherheitskräfte 2000 Menschen das Leben gekostet, darunter 1200 kurdische Zivilist*innen.

Um über das Referendum und diese Vorgänge aufzuklären, laden wir am 5. April zu einer Veranstaltung ein, bei der wir als Referent*innen die Spitzenkandidatin der Landesliste der Partei DIE LINKE, Gökay Akbulut, Mannheimerin mit kurdischen Wurzeln, und Serdar Dervantli, in Köln lebender Journalist aus der Türkei, begrüßen.

Veranstalter ist der Verein demokratischer ArbeiterInnen und Jugendlicher Bodensee e.V. Mitveranstalter: DIE LINKE, Kreisverband Konstanz, seemoz e.V.

LINKE-Kandidat Simon Pschorr kritisiert Gedeon-Einladung

Medienmitteilung der Partei Die Linke zu einer bildungspolitischen Veranstaltung mit Wolfgang Gedeon am 27.3.2017 in Konstanz

Medienmitteilung vom 21. März 2017

Am 27.3. laden die beruflichen Schulen zu einer bildungspolitischen Veranstaltung rund um das Thema „Zukunft der beruflichen Bildung im Landkreis Konstanz“. Neben verschiedenen Interessensvertreterinnen und -vertretern des Handwerks und der Industrie werden hierzu auch einige Landespolitiker eingeladen, unter anderem der Landtagsabgeordnete Wolfang Gedeon. Wenn man das Profil der Veranstaltung betrachtet, fragt man sich, was diese Person zur Diskussion beitragen soll.

Der politische Schwerpunkt des fraktionslosen Abgeordneten liegt eindeutig im Bereich Fremdenfeindlichkeit. In der Vergangenheit hat sich Wolfgang Gedeon innerhalb und außerhalb des Landesparlaments durch antisemitische Hetzschriften und frauenfeindliche Meinungsbekundungen hervorgetan. Er tritt dafür ein, die Verbrechen des Nazi-Regimes im Schulunterricht zu marginalisieren und stattdessen ein revisionistisch glorifiziertes Bild der deutschen Nation im Lehrplan zu verankern. Ein solcher Beitrag kann für die Bildungslandschaft in Konstanz nur Schaden bringen. Wir brauchen stattdessen konstruktive Ideen zu einem egalitären und integrativen Unterricht für Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer wie ethnischer Herkunft.

Ich halte es für grundlegend falsch verstandene Offenheit, diesem Mann und seinem antisemitischen Gedankengut auf einer so wichtigen Veranstaltung eine Bühne zu geben. Antisemitischen und fremdenfeindlichen Vorstellungen darf kein Raum gegeben werden.

Simon Pschorr, Bundestagskandidat für die DIE LINKE im Kreis Konstanz

Stadttheater Konstanz: Der gute Mensch von Sezuan

Ab dem 24.03.2017 beginnen im Stadttheater Konstanz die Aufführungen von Bert Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“

Version 1943 | Von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau | REGIE: Jo Fabian

Drei Götter kommen mit einer Mission auf die Erde: Es soll ein Mensch gefunden werden, der gut ist zu seinen Mitmenschen und trotzdem seine eigene Existenz damit nicht gefährdet. Wenn das möglich ist, kann die Welt so bleiben, wie sie ist. In der Prostituierten Shen Te finden die „Erleuchteten“ einen solchen guten Menschen. Bevor die Götter verschwinden, schenken sie Shen Te das nötige Startkapital für einen kleinen Tabakladen, dem allerdings durch Shen Tes Güte schnell der Bankrott droht. Ein Vetter muss her, der mit erbarmungslosen Entscheidungen Shen Te immer wieder zu retten versteht. Ist Güte in dieser Welt naiv und nicht lebensfähig?

Brechts Parabelstück wurde 1943 in Zürich uraufgeführt.

Jo Fabian nutzt und verbindet in seinen Arbeiten Ausdrucksformen unterschiedlicher Genres wie Schauspiel, Tanz, Performance, Konzert und Installation. In Konstanz inszenierte er zuletzt Die Macht der Gewohnheit.

Quelle: http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltung/07950/index.html

Zweites OAT in Konstanz am 20.03.2017

Wir treffen uns zu unserem 2. Offenen Antifaschistischen Treffen am Montag, 20. März, um 19 Uhr im Palmenhaus / Cafe Mondial!

Themen werden unter anderem eine Auswertung unserer Flyeraktion in Singen sein. Außerdem wollen wir über die Partei „Der 3. Weg“ reden, wie sie in der Region einzuschätzen ist und was wir gegen die Neofaschist*innen unternehmen können.

Kommt vorbei und bringt Freund*innen mit!

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/