Tag-Archiv für 'kongress'

Reclaim Democracy Kongress in Basel

Dreitägiger Kongress für Debatten darüber, wie Demokratie gestärkt werden kann. Beginn ist Donnerstag, 2. Februar 2017 um 12.00 Uhr und es geht bis Samstag, 4. Februar 2017, 24.00 Uhr an der Universität Basel, Petersplatz 1, Kollegiengebäude

Programm

Donnerstag, 2.2.

12.00 Uhr bis 13.30 Uhr: Plenum
Aus aktuellem Anlass: Die Krise in der Türkei: Vom „sicheren Drittstaat“ zur Diktatur? | Diskussion mit Bilgin Ayata, Hisyar Özsoy, Eyüp Burc, Eren Keskin

14.15 Uhr bis 16.00 Uhr: Ateliers
Demokratie und Ökologie: Geht das zusammen? | Die Dialektik von Grundrechten und Demokratie | Tumult als Garant der Demokratie | TISA, TTIP, CETA – Handelsabkommen und Demokratie | Streik: Schule der Demokratie? | Die Demokratisierung der Zentralbanken | Toxic Pharma | Initiative Recht auf Wohnen

16.15 Uhr bis 18.00 Uhr: Ateliers
Die unmündige Arbeit in der Erwerbsarbeitsblase | Must democracy adapt to climate changes? | Demokratie an Schulen leben: Wie macht man das? | Denationalisierung und Demokratie | Doing Democracy?! | Die Leuchttürme der Big Pharma in Basel | Demokratische Beteiligung und Selbstbestimmung von Benachteiligten

19.15 Uhr bis 22.00 Uhr: Plenum
Demokratie und Buen Vivir | Keynote: Alberto Acosta | Diskussion unter anderem mit Christa Wichterich, Ulrich Brand, Elisio Macamo und Bettina Dyttrich

Freitag, 3.2.

09.45 Uhr bis 12.15 Uhr: Ateliers

Demokratie endet nicht am Arbeitsplatz | Feministische Demokratieutopien | Demokratiegeschichte der Schweiz | 1968er-Revolten: Ein Demokratisierungsschub? | Globale Niederlassungsfreiheit als universales Recht | Universität und Demokratie | Bringt Bewegung in den Laden | Medien und Demokratie | Migration, soziale Auseinandersetzungen und Gewerkschaften

13.15 Uhr bis 15.00 Uhr: Plenum
Europa und die Demokratie des Alltags | Keynote: Srećko Horvat | Diskussion unter andrem mit Birgit Sauer und Kaspar Surber

15.15 Uhr bis 18.00 Uhr: Ateliers
Direkte Demokratie und Populismus | Umkämpfte Care-Democracy | Was ist Demokratie eigentlich? | Citizenship und „illegale” Partizipation in Zeiten der Postdemokratie | Umstrittene Demokratien in Lateinamerika | Eviction and resistance | Linke Medienoffensive | Steueroase oder globale Verantwortung? | Planet13: Selbstverwaltung als demokratische Aktion finanziell Benachteiligter | Stadtrundgang

19.15 Uhr bis 22.00 Uhr: Plenum
Rassismus, Nationalismus, Demokratie | Keynote: Gurminder Bhambra | Diskussion unter anderem mit Rohit Jain, Noémi Michel, Felipe Polanía

Samstag, 4.2.

09.45 Uhr bis 12.15 Uhr: Ateliers
Die Finanzkrise in Griechenland | Die Schule in der Demokratie – eine Schule für die Demokratie | Feministischer Blick auf „Krisenpolitik“ | Selbstverwaltete Betriebe | Urban Citizenship und Recht auf Stadt | Direktdemokratische Instrumente kennen und wirksam nutzen | Demokratie: Ist alles zu komplex und das Volk zu dumm? | Die Weltmacht der Konzerne brechen | Demokratie und Commons

13.15 Uhr bis 15.00 Uhr: Ateliers
Demokratische Alternativen zur imperialen Lebensweise | Denknetz: Demokratische Expertise versus Expertokratie | Wirtschaftsdemokratie – eine Debatte | Emanzipatorische Bildung im Kontext von Flucht und Migration | Führt mehr Demokratie zu linkerer Politik? | Stimmrecht in Baselland – ab 16 und mit jedem Pass | Wenn Regierungen LGBT-Rechte entdecken | Politisches Framing

15.15 Uhr bis 18.15 Uhr: Plenum
Demokratie, Bewegung, Partei | Keynote: Jodi Dean | Diskussion unter anderem mit Avji Simorglu, Cédric Wermuth, Thomas Seibert und Spyros Marchetos

18.15 Uhr: Apéro

20.00 Uhr: Fest
SUD | Burgweg 7, Basel | Fatima Moumouni | Theater Niemandsland | Zisa | Herr Hummus | DJ Marcelle/Another Nice Mess

Quelle: http://www.reclaim-democracy.org

Feministischer Antifa Kongress

Dieses Wochenende, vom 20. – 22.5.2016, findet in Hamburg der Feministische Antifa-Kongress statt. Er ist offen für alle Geschlechter. Mehrere Hundert Aktivist*nnen werden an Vortägen, Workshops und Diskusionen teilnehmen.

Aus dem Flyer:

Antifa ist eine Notwendigkeit. Immer – und besonders jetzt! Wir wollen dem sich ausbreitenden Rechtspopulismus in Europa und stärker werdenden Nazi-Gruppierungen, wie Kameradschaften und den Identitären, etwas entgegensetzen. Obwohl Hamburg lange als Antifa-Hochburg galt, ist auch hier verstärkte Aktivität von Nazis zu sehen und zu spüren. Spätestens, wenn die Innenstadtbezirke verlassen werden und sich in den Randbezirken, dem Speckgürtel um Hamburg herum oder in den Dörfern und Kleinstädten in Norddeutschland bewegt wird, sind rechtsradikale Meinungen verbreitet und akzeptiert. Für uns bedeutet Teil der Antifa-Bewegung zu sein aber nicht nur Nazis hauen, sondern die gesamte Gesellschaft zu kritisieren. Eine Gesellschaft, die von verschiedenen Mechanismen, wie Kapitalismus, Nationalismus, Rassismus, Sexismus und vielen weiteren durchdrungen ist. Da diese Mechanismen unterschiedliche Menschen betreffen und sich überschneiden und ineinander verstricken, unterdrücken sie Menschen auf sehr unterschiedliche und vielfältige Art. Diese Mechanismen möchten wir kritisieren und angreifen. Aber nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in unseren eigenen Gruppen können wir solche Strukturen, wie Sexismus erkennen. Feminismus wird oft als Nebensache abgetan und belächelt. Wir möchten uns auf diesem Kongress damit beschäftigen, warum Antifa-Gruppen oft von weißen Mackern dominiert werden und welche Barrieren es für Frauen* in der Antifa gibt. Desweiteren wollen wir uns mit strukturellem Sexismus und der Frage warum Antifa für einige Männer* als Bühne für die Darstellung ihrer Männlichkeit gesehen wird auseinandersetzen. Gemeinsam wollen wir Perspektiven für eine feministische, gesellschaftskritische Antifa entwickeln, um das zu bekämpfen, was unseren Vorstellungen von einem freien Leben entgegensteht.

Infos zum Selbstverständnis der Organisator*nnen, zum Programm und zur Schlafplatzbörse gibt es unter https://fantifakongress.noblogs.org/

Livestream vom Internationalen Marxistisch-Feministischen Kongress in Berlin

Die Kongress „Die Kraft der Kritik: Wege des Marxismus-Feminismus“, der dieses Wochenende in Berlin stattfindet, ist seit Wochen ausgebucht. Über 500 Personen haben sich angemeldet.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung wird mit einem Livestream unter http://livestream.rosalux.de, am Freitag, 20.3.2015 ab 15.30 Uhr und am folgenden Samstag ab 17.30 Uhr auf Sendung sein.

Die Stream deckt leider nur einen Teil des dreitätgigen Kongreses ab (siehe das vollständige Programm). Hier die übertragenen Veranstaltungen:

Freitag, 20.3.2015

15:30-17:30 Panel 1: Learning from history | Aus der Geschichte lernen
Cynthia Cockburn (London): Feminist Uses of the Standpoint Concept
Lynne Segal (Sydney): Learning from our Mistakes: Feminism, Movements & Left Coalition
Lise Vogel (New York City): Still Moving Toward a Unitary Theory?
Katharina Volk (Köln): On historical Struggles and (utopian) Ideas – Socialist, Marxist and Materialist Feminists
Chair: Claudia Gdaniec (Berlin)

19:00-20:00 Book Launch: Marxism and Feminism
With Shahrzad Mojab, Cynthia Cockburn, Frigga Haug

20:30-21:00 Luxemburg Lecture by Saskia Sassen
What do we see when we go back to Ground Level – detheorize, in order to re-theorize? | Was sehen wir, wenn wir uns zurück auf den Grund begeben – de-theoretisieren, um dann zu re-theoretisieren?
Chair: Shahrzad Mojab (Toronto)

Samstag, 21.3.2015

17:30-19:30 Panel 4: Towards a Human Society | Perspektiven einer menschlichen Gesellschaft
Gabriele Winker (Hamburg-Harburg): Care Revolution as a Feminist-Marxist Transformation Strategy
Shahrzad Mojab (Toronto): Women and Revolution: Thinking through Marxism and Feminism
Ann Ferguson (Commentator)
Chair: Sabine Plonz (Münster)

20:30-21:15 Luxemburg Lecture by Gayatri Chakravorty Spivak
One Limit of Marxist Feminism
Chair: Franziska Dübgen (Göttingen)

Auch für die, die Freitag und Samstag keine Zeit finden, zuzuschauen, können auch danach die Streams abspielen. Sie bleiben unter https://www.youtube.com/user/rosaluxstiftung zugänglich.

Ökonomie und Rassismus im europäischen Migrations- und Grenzregime

kritnet.ch – das Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und die Shedhalle Zürch veranstalten gemeinsam die 11. kritnet Tagung mit dem Schwerpunktthema «Ökonomie und Rassismus im europäischen Migrations- und Grenzregime»

Zeit: 26. bis 29. März 2015
Ort: Shedhalle Zürich

Programmheft (Stand: 18.3.2015)

11. kritnet-Tagung

Auftaktpodium
26. März, 18:00 – 19:30 Uhr

Die Verbindung von Rassismus und Kapitalismus verstehen und durchkreuzen

Rubia Salgado, Ilker Ataç, Halua Pinto de Magalhães, Jovita dos Santos Pinto

Die Verquickung von Rassismus und Ökonomie ist nicht nur in einer arbeitsmarktrelevanten Perspektive der Ausbeutung und Subjektivierung in internationalen Migrations- und Grenzregimen zu sehen. Auch postkoloniale Exotisierung und das neoliberale Modell von “Diversity” markieren auf neue Weisen das Begehren nach Differenz und befördern dessen kulturökonomische Verwertung. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir in der Auftaktveranstaltung der 11. kritnet-Tagung, wie sich Kritik an Rassismus und Kapitalismus zusammenführen lassen und wie wir die Produktivität ihrer Verbindung verstehen und durchkreuzen können. Das Auftaktpodium steht damit im Zeichen eines zentralen Anliegens des kritnet: durch die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und politischem Aktivismus wollen wir antirassistische Praktiken erkunden – und diese Verbindung unterschiedlicher Strategien als zentrales Moment von strategischen, transnationalen und solidarischen Allianzen einsetzen.

Quelle: kritnet.ch + Shedhalle Zürich

Die Kraft der Kritik: Wege des Marxismus-Feminismus

Hochkarätig besetzter, internationaler Kongress vom 20. bis 22. März 2015 in Berlin

Flyer | Programm | Anmeldung

Aus der Ankündigung:

Vor mehr als 40 Jahren meldeten sich in vielen Ländern der Welt Feministinnen unter Marxisten zu Wort. Sie kritisierten den im damaligen Marxismus gebräuchlichen Arbeitsbegriff und die Werttheorie, die Stellung zu Hausarbeit, zu Familie, zum Umgang miteinander und zur umgebenden Natur, zu Wirtschaft und Kriegen, Zukunftsvorstellungen und Befreiungsverlangen.

Sie lösten leidenschaftliche Debatten aus – ihre Kritiken blieben nicht gänzlich ungehört. Aber ihre Arbeit, die sie unternommen hatten auf internationalem Maßstab, ist noch lange nicht beendet. Für einige Jahrzehnte wurde es stiller um den feministischen Marxismus. Der von Krise zu Krise stolpernde Neoliberalismus hatte andere Fragen in den Brennpunkt gerückt.

Im kommenden Jahr, im März 2015 wollen wir die Fäden wieder aufnehmen. Viele der damaligen Stimmen, und viele, die sich inzwischen dazu gesellten, kommen auf einem Kongress zusammen, um das Unerledigte zu prüfen. Wir werden Erfolge und Niederlagen diskutieren ebenso wie neue Entwürfe, um gemeinsam herauszufinden, was inzwischen erreicht wurde, wo weiter gearbeitet werden muss, welche neuen Fragen auf der Tagesordnung stehen und wie wir unsere Energien zusammenführen können, um unserem Eingriffsverlangen ein weltweites Echo zu geben.

Dass sich die sozialistischen Feministinnen international zusammenschließen bleibt so elementar wie vor fast einem halben Jahrhundert.

Quelle: InkriT in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Großdemos und Alternativgipfel gegen G7 -Treffen in Elmau 2015

Die Mobilisierung gegen den G7-Gipfel 2015 in Elmau, im äußersten Süden Deutschlands, hat begonnen. Die nächste Aktionskonferenz für die Planung und Mobilisierung findet am 13./14. Dezember 2014 in München statt.

Interview mit dem Pressesprecher des Aktionsbündnisses bei RadioZ:

Der Aufruf von http://www.stop-g7-elmau.info:

Am 7. und 8. Juni 2015 trifft sich die „Gruppe der Sieben“ (G7) auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Dort wollen die Staats- und Regierungschef*innen Deutschlands, der USA, Japans, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Kanadas über Außen- und Kriegspolitik, Weltwirtschaft, Klima und „Entwicklung“ beratschlagen. Die Repräsentant*innen der reichsten und mächtigsten Staaten der Welt erheben den Anspruch, über die Geschicke der gesamten Welt zu entscheiden, ohne eine Legitimation dafür zu haben. Die Politik der G7-Staaten bedeutet neoliberale Wirtschaftspolitik, Krieg und Militarisierung, Ausbeutung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Abschottung gegenüber Flüchtenden.

Viele Einzelpersonen, Organisationen und Parteien unterschiedlichster Spektren und politischer Anschauungen werden diesen Gipfel nicht ungestört lassen.

Wir werden uns mit vielfältigen und kreativen, offenen und entschlossenen Aktionen, mit Demonstrationen, Blockaden und Versammlungen direkt am Schloss sowie der Großdemonstration und dem Gegengipfel in München der Politik der G7 in den Weg stellen. Beteiligt euch, kommt zahlreich, macht mit!

Bekämpft die Politik der G7:

  • Weg mit den Freihandelsabkommen TTIP, TISA und CETA – die Welt ist keine Ware
  • Gegen Militarisierung und Krieg – Schluss mit den Kriegen der NATO-Staaten
  • Grenzen auf für alle Menschen – Solidarität mit den Migrant*innen und Flüchtenden
  • Stoppt die Ausbeutung von Mensch und Natur – Entzieht die natürlichen Lebensgrundlagen der Profitwirtschaft
  • Gegen den sozialen Kahlschlag – Die Konzerne sollen ihre Krise selbst bezahlen
  • Stop watching us – Gegen Überwachungsstaat und den Abbau demokratischer Rechte

Wir betrachten die Mobilisierung gegen den G7-Gipfel als Teil vielfältiger Protestbewegungen für soziale Gerechtigkeit, für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, für Frieden und für ungeteilte Menschenrechte. Wir stellen uns damit auch an die Seite der Blockupy-Bewegung, der Anti-Kriegs-Bewegung, der antirassistischen Bewegung, der Kämpfe für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und der Proteste gegen Umweltzerstörung.

Aktionszeitraum: 29. Mai bis 8. Juni 2015 mit Großdemonstration, Alternativgipfel und Aktionen vor Ort

Geplant sind u. a.:

  • Großdemonstration in München
  • Alternativgipfel in München
  • Camps und Aktionen nahe am Tagungsort Elmau mit Sternmarsch dorthin und Abschlusskundgebung in Garmisch-Partenkirchen

Download des Aufrufs als PDF:
Aufruf (deutsch)
Call for Action (english)
Appello (italiano)

Tagung: Widersprüche des Hightech-Kapitalismus

Vorankündigung der XVIII. Internationalen InkriT-Tagung vom 19. bis 22. Juni 2014 im ver.di-Bildungs- und Begegnungszentrum „Clara Sahlberg“ in Berlin-Wannsee

Das Dachthema der XVIII. InkriT-Tagung schließt an die bei der letztjährigen Tagung geführten Diskussionen zur Finanz- und Wirtschaftskrise des transnationalen Hightech-Kapitalismus an. Beleuchtet werden soll die Zweideutigkeit vieler neuer Technologien im Widerspruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen.

Zugesagt haben bisher u.a. Raúl Rojas (Künstliche Intelligenz/Robotik am Beispiel „Fahrerloser Autoverkehr“), Niels Boeing (3D-Druck), Kâmil Uludağ (Hirnforschung), Andreas Umgelter (Organtransplantation). Weitere Themen: Gentechnologie, Hochfrequenz-Handel u.a.

Wie bei den früheren Tagungen geht es im zweiten Teil um die Diskussion von Artikelentwürfen für das Historisch-kritische Wörterbuch des Marxismus (HKWM).

Einzelheiten zum Programm und zur Anmeldung folgen bzw. können auf der Homepage des InkriT abgerufen werden.

Wie in den Vorjahren gibt es Stipendien für postgraduierte Studenten auf Antrag.

Kontakt für Fragen und weitere Informationen: tagungen@inkrit.org

Frigga Haug

Gesellschaft Macht Geschlecht

Aktionswochen gegen Sexismus und Homophobie vom 19. – 26. November 2013

19.11. – 19.30 Uhr – C421

Bilder von Sexarbeiter_Innen – Workshop von Emily Navina. Hure, Femme und Aktivistin

Emily Navina

Sexarbeit ist ein Begriff, der mit unterschiedlichsten Bildern verbunden wird. Sexarbeiter_Innen, Stricher, Masseure, Escort, Hure….Was denkst Du wenn du solche Bezeichnungen hörst? Wie hast Du Dir Deine Meinung gebildet? Wie sieht Deine Auseinandersetzung mit dieser Arbeit aus? Was ist Sexarbeit? Wer macht Sexarbeit? Wie sind die Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter_Innen in Deutschland und anderswo? Welche Bilder und Vorstellungen tauchen in Deinem Kopf auf? Sind sie realistisch, sind es Stigmata? Sind es Vorurteile über die Personen oder uns, Ihre/unsere Wünsche und die Sexualität in unserem Kopf?

Es gibt unterschiedliche Erfahrungen mit Sexarbeit. Der persönliche Bezug zu dieser Arbeit ist so unterschiedlich wie in anderen Jobs auch. Sex ist ein gesellschaftliches Tabuthema und es gibt unterschiedliche Auffassungen von Sexarbeit.

Falls Ihr Interesse an diesem Thema habt oder in der Sexarbeit tätig werden wollt ist der Workshop ein Raum in dem Ihr Eure Fragen loswerden könnt. Wenn Du dich ausserhalb der stigmatisierenden Stereotypen über Sexarbeit aufhälst und die Möglichkeit suchst, dich mit diesem Thema auseinandersetzen bist du herzlichst willkommen!

21.11. – 20 Uhr – Radioraum

Film + Gespräch: House of Shame / Chantal All Night Long

Jackie Baier

Fast ein monumentaler Historienschinken – die Vorgeschichte der Party mitgerechnet umgreift der Film einen Zeitraum von 30 Jahren, fast das Leben einer Generation, fast der Soundtrack einer Generation, fast die ganze Gewalt und die ganze Leidenschaft …

Fast ein Road Movie, ständig unterwegs auf der Flucht durch die Nacht, fast ein Film Noir – man kommt kaum heraus aus den betonierten Kellern und den unterirdischen Gängen der Stadt; und ganz die Geschichte eines Lebens, Chantals, und ihres trotzigen Traums vom Leben.
Ein sehr persönlicher Film.

House of Shame ist eine Queer-Party in Berlin, die in jeder Donnerstagnacht Disco Dancing und Live Acts bietet. Jeden Donnerstag einen anderen. Und das seit 10 Jahren.

22.11 – 19.00 Uhr – Radioraum (Beyerlestr. 1, Hintereingang DGB-Haus)

„Sexuell verführerisch und hexenhaft“. Einführendes über Entstehung, Bilder und geschlechtsspezifische Aspekte des Antiziganismus.

Patrick Bredl

Die Entstehung des Antiziganismus wird vor dem Hintergrund der Durchsetzung territorialstaatlicher und (früh-)kapitalistischer Verhältnisse rekonstruiert. Deshalb wird Antiziganismus nicht isoliert betrachtet (z. B. um das „Wesen“ „der Zigeuner“ erfahrbar zu machen), sondern als Form negativer Vergesellschaftung. Im Laufe der Zeit kristallisiert sich „der Zigeuner“ zum „mythischen Gegentypus des bürgerlichen Subjektes“ (F. Maciejewski). Dieses muss sich im „Fortschritt“ mehrmals unterwerfen: Unter die Zwänge territorialer Eingrenzung, kultureller Integration und sozialer Anpassung. „Die Zigeuner“ dagegen gelten als fremd, faul und frei. Im Vortrag soll neben der historischen Entwicklung, der psychologische Kern des Antiziganismus betrachtet werden bevor wir schließlich das Bild der „Zigeunerinnen“ als sexuell verführerisch und/ oder hexenhaft ausführlich analysieren und diskutieren werden.

23.11 – Einlass: 19 Uhr bis 19.20 Uhr – Cafe Einblick

Queer und (Anti-)Kapitalismus – Vorstellung des Buches von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter

Dr. Heinz-Jürgen Voß

Die ‚Erfolgsgeschichte‘ der bürgerlichen Homo-Emanzipation in den westlichen Industriestaaten fällt mit der neoliberalen Transformation der Weltwirtschaft zusammen. Während vor allem weiße schwule Männer Freiheitsgewinne verbuchen, kommt es zu einem entsolidarisierenden Umbau der Gesellschaft, verbunden mit zunehmend rassistischen Politiken im Innern; zugleich dient der «Einsatz für Frauen- und Homorechte» als Begründung für militärische Interventionen im globalen Süden. Dabei waren es schon 1969 in der New Yorker Christopher Street „[S]chwarze und Drag Queens/Transgender of colour aus der Arbeiterklasse“, die den Widerstand gegen heteronormative Ausgrenzung und Gewalt trugen und „sich in Abgrenzung zu weißen Mittelklasse-Schwulen und [-]Lesben ‚queer‘ nannten, lange bevor deren akademische Nachfahren sich diese Identität aneigneten“ (Jin Haritaworn). Doch auch hierzulande sind es die queer People of Color, die aktivistisch wie theoretisch gesamtgesellschaftliche Perspektiven jenseits des gängigen Homonationalismus entwickeln. Hierauf aufbauend diskutieren Voß und Wolter die Veränderungen der Geschlechter- und sexuellen Verhältnisse der Menschen unter zeitlich konkreten kapitalistischen Bedingungen.

25.11 – 15.15 Uhr – C427

Workshop: Männlichkeiten jenseits der „Norm“– von Tunten, Trans*, Dragkingz und Anderen

Marco Kammholz & Jonathan Rafael Balling

Ständig begegnen uns Vorstellungen und Bilder vermeintlich „echter Männlichkeit“. In unserem Workshop wollen wir den Blick auf die Brüche innerhalb dieser hegemonialen Männlichkeitskonzepte legen und die Spiel- und Möglichkeitsräume alternativer Männlichkeitskulturen und -identitäten jenseits eines zweigeschlechtlichen Ordnungsprinzips aufzeigen. Von Tunten, trans*, drag kingz, butches, Lederkerlen… und anderen Lichtblicken in der heteronormativen Einöde.

Im Workshop werden wir kurze Inputs zur Konstruktion von Geschlecht, trans* und lgbt*tiq¹ geben. Ansonsten ist unser Workshop praxisorientiert: Wir arbeiten in Kleingruppen oder erproben Methoden der Sexualpädagogik der Vielfalt². .

¹ lesbian, gay, bisexual, trans*, trans*, transgender, inter*, queer

² Sexualpädagogik der Vielfalt: Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit, Edition Sozial, Juventa, 2008

25.11 – 19.00 Uhr – G201

Antimuslimischer Rassismus und Homophobie in der Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Dr. Zülfukar Çetin

Spätestens seit dem 11. September 2001 erfahren wir in den westlichen Ländern, u.a. auch in der BRD, sichtbare Veränderungen in der Sexual- und Geschlechterpolitik, die einerseits einen zivilisierten Westen und andererseits unzivilisierte „Andere“ konstruiert. In diesem Vortrag wird nicht auf jenseits des Westens eingegangen. Vielmehr wird diskutiert, wie im Westen, v.a. in der BRD, die Menschen, die als Muslim_innen markiert werden, durch zugeschriebene Merkmale, die sie nicht unbedingt besitzen müssen, zum anderen gemacht werden. Anhand der Analyse von ausgewählten Studien, die in den letzen zehn Jahren durchgeführt wurden, werden die folgenden Fragen gestellt und beantwortet: Was ist eigentlich Homophobie? Wer ist eigentlich homophob? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Homophobie und Antimuslimischem Rassismus? Welche Rolle spielen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Staat bei der Queer- und Migrant_innenpolitik? Welche sozialen
Auswirkungen haben diese Politiken auf die Einwanderungsgesellschaft in Deutschland?

26.11 – 21 Uhr – Contrast

Party -> Labor goes Queer* <-

*Party mit *bunterbowle* und Urinella-Bastel-Workshop*

Sexistische, homophobe, trans*phobe und andere gruppenbezogene diskriminierende Einstellungen sind hier prinzipiell unerwünscht und jegliche Grenzverletzung, dumme Anmachen oder Sprüche werden nicht geduldet. Wer das nicht kapiert, fliegt raus!

Linke Hochschultage 2 in Zürich

Vom 9.10.-12.10.2013 finden wieder die Linken Hochschultage an der Universität Zürich statt. Dieses Maul unter dem Motto: Formen der Ausbeutung – Ausdrücke des Widerstands

Neu finden die Linken Tage im Containerdorf an der Kantonsschulstraße gleich beim Kunsthaus statt. Vom 9. bis zum 12. Oktober wollen sie mittels unterschiedlicher Veranstaltungen verschiedene aktuelle Unterdrückungsmechanismen aufzeigen und analysieren. Unter dem Titel“ Formen der Ausbeutung, Ausdrücke des Widerstandes“ sollen die Linken Hochschultage 2013 hierbei die Möglichkeit zu einer Analyse der gesellschaftlichen Struktur, ihrer Herrschaftsmechanismen und Veränderungsmöglichkeiten bieten. Mit Referaten, Podien, Workshops sowie Gesprächen zu Speis und Trank wollen wir gemeinsam die Möglichkeiten ausloten, wie die Wissenschaft ihren Teil zu dieser Analyse beitragen kann.

Highlights:

  • Wolfgang Fritz Haug:
    Eine Welt aus werbendem Schein – Wie sich Warenästhetik begreifen lässt.
    Zeitpunkt: Do. 17.15 – 19.00 Uhr
  • Wolfgang Fritz Haug:
    Was nützt Das Kapital von Marx zur Erklärung der Grossen Krise des transnationalen Hightech-Kapitalismus?
    Zeitpunkt: Fr. 11:00 – 13:00 Uhr
  • Bernard Schmid: Die Mali-Intervention: Befreiungskrieg, Aufstandsbekämpfung oder neokolonialer Feldzug?
    Zeitpunkt: Fr. 15.00 – 17.00 Uhr
  • Tove Soiland: Eine feministische Kritik der politischen Ökonomie – oder warum es sich für eine Feministin immer noch lohnt, Marx zu lesen.
    Zeitpunkt: Sa. 18.00 – 20.00 Uhr

Alle Infos unter http://linketage.blogsport.de/

Anarchietage in Winterthur 2013

„Grenzen, Rassismus, Migration“ ist der Schwerpunkt der diesjährigen Anarchietage in Winterthur. Sie gehen vom 8.- 13. Februar 2013. Die Veranstaltungen finden alle in der Alten Kaserne, Technikumstrasse 8, statt.

Programm

Freitag / 8. Februar 2013

19h | Alte Kaserne
Vegane VoKü

20:30h | Alte Kaserne
Antimuslimischer Rassismus im Neoliberalismus
Sebastian Friedrich, Referat und Diskussion

Samstag / 9. Februar 2013

12h | Alte Kaserne
NEXT STOP LAMPEDUSA und die FABRIK DER ILLEGALEN EINWANDERUNG
(Eine Video-Reportage über die Flucht tausender TunesierInnen in das „Paradies“ Europa)
Viktor Bošnjak (Kollektiv Teleimmagini), Referat, Film (it/en) und Diskussion

15h | Alte Kaserne
Kontinuität der Pakte zur Bekämpfung der Immigration zwischen „Festung Europa“ und nordafrikanischen Staaten
Bernhard Schmid, Referat und Diskussion

ab 18h | Alte Kaserne
Vegane VoKü

20h | GGS31
Anarchietage-Solikonzert
Punk | Rock | HipHop | Electro

Sonntag / 10. Februar 2013

12h | Alte Kaserne
Die Ausweisung von Anarchisten aus der Schweiz Ende des 19. Jahrhunderts
Adi Feller, Referat und Diskussion

15h | Alte Kaserne
20 Jahre Asyl- & Sans-Papiers-Bewegung
AktivistInnen der autonomen Gruppe «Refugees Welcome», Referat und Diskussion

Quelle: http://anarchietage.ch/2013/

Linke Hochschultage in Zürich

Im leer stehenden Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule von Zürich (Schönberggasse 1) wird vom 21.11. bis 24.11.2012 für vier Tage kritische Hochschulpolitik stattfinden. Ein spannendes Programm wurde auf die Beine gestellt:

Unbedingt lesenswert ist der folgende theoretische Artikel der OrganisatorInnen: Aufs Ganze gehen: Politik und Wissenschaft zusammen in der Krise

Quelle: http://linketage.blogsport.de

13. InkriT-Tagung vom 3.-6. Juni 2010

Das Berliner Institut für kritische Theorie (InkriT) e.V. lädt ein zur XIII. Internationalen Tagung Demokratische Planung und solidarische Ökonomie vom 3.-6. Juni 2010 in Esslingen.

Ausgehend von der Diskrepanz zwischen der neuen Aktualität von Marx in der Krise des Kapitalismus und dem Mangel an konkreten Alternativen lädt das InkriT dazu ein, zur Füllung dieses Vakuums beizutragen.

Drei Tage lang werden etwa 100 WissenschaftlerInnen aus vielen Ländern in sog. Wörterbuch-Werkstätten am Historisch Kritischen Wörterbuch des Marxismus (HKWM) arbeiten. Das HKWM ist die derzeit ambitionierteste wissenschaftliche Publikation im Bereich des deutschsprachigen Marxismus. [mehr…]

Die Tagung wird am 3. Juni um 14:30 Uhr mit einem Streitgespräch „Wikipedisierung des Wissens – Zwischen Demokratisierung und Zerstörung“ eröffnet.

Den Thementag vom Abend des 3. bis zum Abend des 4. Juni veranstaltet das InkriT in Kooperation mit dem Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Als ReferentInnen für den Thementag haben u.a. zugesagt:

Wolfram Adolphi (Potsdam), Elmar Altvater (Berlin), Dario Azzelini (Linz), Pat Devine (Manchester), Peter Fleissner (Wien), Frigga Haug (Esslingen/N), Wolfgang Fritz Haug (Esslingen), Stephan Krull (Hannover), Hans-Jürgen Krysmanski (Münster),  Sascha Liebermann (Witten), Mascha Madörin (Basel), Nadine Müller (Berlin), Bernd Röttger (Braunschweig), Herbert Schui (Bremen), Tove Soiland (Zürich), Carsten Stahmer (Bielefeld), Klaus Steinitz (Berlin), Derek Weber (Wien)

Vgl. 12. internationale InkriT-Tagung

5. IMI-Kongress 21./22. November: Krisenmanagement: „Sicherheitsarchitektur“ im globalen Ausnahmezustand

Freitag, 20.11.2009 ab 19:00 VoKü, ab 20:30 Vortrag, danach Kneipe

Auftaktveranstaltung
20:30 Uhr Söldner, Lager, Bürgerkrieg: Krisenmanagement in Afrika
Kevin Gurka, Jonna Schürkes, Christoph Marischka
Ort: Hausbar der Schellingstrasse 6
http://www2.schellingstrasse.de/schelling/index.php?id=58

SAMSTAG, 21.11.2009 AB 12:00 Uhr

Ort: Deutsch-Amerikanisches Institut (D.A.I.), Karlstrasse 3
http://www.dai-tuebingen.de/de/index.php?sec=kont&cat=anfahrt

12h Begrüßung

12:30-14:00 Uhr Ökonomie, Krise und Krieg
Elmar Altvater

14:30-16:00 Uhr Neue Mächte – neue Kriege? Globale Machtverschiebungen im Kontext der Krise
Jürgen Wagner

16:30-18:00 Uhr Boots on the Ground: Ausbildung und Ausrüstung von Soldaten in Drittstaaten
Jonna Schürkes

Pause & Imbiss

19:30-21:00 Uhr Risikobevölkerungen, Lagebilder und Prävention – Krisenmanagement als Regierungstechnik
Christoph Marischka

SONNTAG, 22.11.2009 AB 10:00 Uhr

Ort: Deutsch-Amerikanisches Institut (D.A.I.), Karlstrasse 3
http://www.dai-tuebingen.de/de/index.php?sec=kont&cat=anfahrt

10:00-11:30 Uhr Militarisierung von Forschung und Lehre
Mechthild Exo, Sarah Nagel

11:45-13:15 Uhr Militärischer Heimatschutz: Neue Sicherheitsarchitektur für den alltäglichen Ausnahmezustand?
Rolf Gössner

13:30-15:00 Repression gegen soziale Bewegungen in Zeiten der Krise
Tobias Pflüger, Rolf Gössner, Hedwig Krimmer u.a.

Inzwischen ist auch das Plakat zum IMI-Kongress fertig. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele es ausdrucken und in ihren Kneipen, etc. aufhängen würden:
http://www.imi-online.de/download/IMI-Kongressplakat2009.pdf

Den Einladungsflyer gibt es hier: http://www.imi-online.de/download/IMI-Kongressplakat2009.pdf

Auf Wunsch schicken wir natürlich auch gerne Flyer und Plakate zu. Hierfür einfach eine Mail an die IMI senden: imi@imi-online.de

Gerne versuchen wir Übernachtungsmöglichkeiten (in begrenztem Umfang) zu organisieren, auch hierfür einfach bei uns melden.

Alle Infos zum Kongress: http://www.imi-online.de/2009.php3?id=2016

Heute beginnt das Radiocamp am Bodensee

und geht bis Sonntag auf dem DGB-Jugendcamp Markelfingen direkt am Bodensee

Direkt am Bodensee gibt es einmal im Jahr ein Camp, das seit nunmehr 14 Jahren freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakte- knüpfen und zum Produzieren einlädt: das Radiocamp auf dem DGB-Gelände in Markelfingen.

Vom 20. bis 24. Mai 2009 werden unterschiedlichste Radioworkshops angeboten: ob nun redaktionell, technisch und theoretisch interessiert, neues zu Erfahren gibt’s auf allen Gebieten. Und da die Workshops dann noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio-Neulingen und Radio-Fortgeschrittenen gestillt, auch das Kontakteknüpfen, Neue-Leute-kennen-Lernen, Spaß-Haben und Diskutieren kommt nicht zu kurz.

In den vergangenen Jahren trafen sich hier RadiomacherInnen und GewerkschaftlerInnen allen Alters und aus allen Ecken der Erde, so soll es auch dieses Jahr werden.

Und wer glaubt, es ist ein Camp nur für alte Radiohasen und -häsinnen, irrt. Bisher haben alte und junge Kinder, Jugendliche und kleine und große Erwachsene auf dem Radiocamp ihre Neugierde und ihr Spaßbedürfnis befriedigt – sicher auch in diesem Jahr.

Also, bis zum Radiocamp!

http://www.aff-bawue.org/radiocamp09.htm

Die Workshops!

Workshops Donnerstag 21. Mai

On air – Einführungskurs

Mit Timo Stadler
Querfunk Karlsruhe

Eine praktische Einführung ins Freie Radiomachen:
Anschließen seit ihr natürlich noch keine perfekten RadiojournalistInnen,
aber ihr werdet die Grundkenntnisse haben, um eine Sendung zu gestalten
und auch etwas über das Selbstverständnis der Freien Radios wissen.

Interkulturelles Radio

Mit Beate Flechtker, Berlin
und Natalie Berger von Radio X, Basel

In freien Radios treffen sehr unterschiedliche Menschen aufeinander. Nicht nur Herkunft und Sprache unterscheiden uns, sondern auch Bildungsweg, Erziehung, Geschlecht, sexuelle Orientierung, gesellschaftlicher Status usw. Wir begreifen daher freie Radios als interkulturelle Lernorte und fragen nach den Methoden, dieses interkulturelle Lernen erfolgreich und erfreulich zu gestalten. Der Workshop bietet vor allem eine kurzweilige Einführung in die interkulturelle Kommunikation. Anschliessend wird je nach Interesse der TeilnehmerInnen kollegiale Beratung zu konkreten interkulturellen Projekten angeboten.

Recherche heißt dahinterhören
Mit Mercedes Pascual Iglesias
Tacheles Journalistinnenbüro Köln /
Redaktion „Vielfalt gestalten“ aktion courage

Der Workshop befasst sich mit dem Ohren-Spitzen, dem Genau-Hören, dem
hinter das Plauderrauschen-Hören – alles nötig, wenn Radiomachen mehr
sein soll als Tingeltangel. Also: Freude am, aber auch gesundes
Misstrauen in das gesprochene Wort. Und in das geschriebene sowieso. In die Tiefe gehen, statt in der Informationsflut baden ist das Ziel. Auf dem Workshop wird anhand von ein oder zwei konkreten Themen, die zu
Beginn von den TeilnehmerInnen vorgeschlagen, diskutiert und festgelegt
werden, konkrete Recherchearbeit geleistet. In Kleingruppen wird im
Internet recherchiert; außerdem werden Interviews mit anderen
Teilnehmern des Camps oder mit Passanten geführt. Die
Rechercheergebnisse der Kleingruppen werden abschließend im Plenum des
Workshops vorgestellt und verglichen (bei 4 Kleingruppen zu zwei Themen,
bei 2 oder 3 Kleingruppen zu einem Thema).


Radio und Gender oder wer spricht denn da?

Mit Martina Austen
Freies Sender Kombinat (FSK) Hamburg

Das Medium Radio ist hervorragend dazu geeignet die herrschende Heteronormativität zu hinterfragen und zu verschieben. Die Hörgewohnheit der meisten Hörer_innen versucht die Radiostimme in männlich oder weiblich zu kategorisieren, stößt dabei aber immer wieder auf verstörende Unendscheidbarkeit. Diese Unendscheidbarkeit lädt dazu ein gängige Stereotype zu durchkreuzen.
Der Workshop wird sich einerseits mit den sozialen Genderverhältnisse in Freien Radios befassen und wie sich diese in Praxis und im Alltag zeigen. Andererseits werden wir mit eigenen kleinen Audioexperimenten die Möglichkeiten erkunden mit Genderzuschreibungen zu spielen und diese zu dekonstruieren. Die Frage, auf welchen Ebenen solche Strategien wirksam werden und ob damit die patriachalen Machtverhältnisse ins Wanken gebracht werden können, wird uns dabei begleiten.

Abendveranstaltung:
Für ein ganz anderes Klima!

Mit zwei Personen von

Radio Dreyeckland Freiburg

Es kriselt im Gebälk des globalen Kapitalismus. Nicht nur die
Finanzmärkte sind ins Wanken geraten – die von Menschen verursachte
Klimakrise potenziert die Gefahr, dass die Existenz von Millionen
Menschen ruiniert wird.
Politik und Wirtschaft sind bemüht, das System zu reorganisieren, damit
es mit dem Wirtschaftswachstum wieder aufwärts geht. Zugleich ist
offensichtlich, dass die aktuelle Bearbeitung der ökologischen Krise
unangemessen ist und in großem Tempo ins Desaster führt. Eine völlige
Neuorientierung ist notwendig.
Wie können unabhängige Medien in diese Situation eingreifen? Wie können
sie die Klimakrise gesellschaftlich politisieren und zu einer
Bewältigung derselben mobilisieren?
Die von Radio Dreyeckland zusammen mit sechs europäischen Partnern
lancierte Radiokampagne „Dynamo Effekt“ für eine klimagerechte
Energievorsorge setzt auf eine Kombination aus Radiofeature, Podcast,
Internet und Event. Es geht um Optionen der Energiegewinnung, der
Produktion und des Konsums, um Wohnen und Mobilität.
Wir laden euch zu einem Workshop ein, stellen „Dynamo Effekt“ vor,
freuen uns auf eure Anregungen und sind gespannt, wo und wie ihr die
Kampagne mitgestalten könnt und möchtet.

Workshops Freitag 22. Mai

Audiobearbeitung mit Audacity
Mit Heike Demmel
Radio Z aus Nürnberg

Das digitale Schnittprogramm Audacity wird mittlerweile in vielen Freien Radios eingesetzt – und auch weit darüber hinaus. Audacity
hat einige Vorteile: In die neueren Versionen sind viele Anregungen aus der Radioszene eingeflossen, und die Software wird kontinuierlich weiterentwickelt. Außerdem ist Audacity ein Open Source-Programm
und plattformübergreifend – läuft also unter Linux, Windows und
Macintosh.

Das Programm ist einfach zu erlernen, hinter der schlichten Oberfläche verbergen sich aber auch viele weitergehende Features.
Im Workshop lernen wir Audacity an praktischen Beispielen kennen, üben den sicheren Umgang im alltäglichen Radiobetrieb und werfen einen
Blick auf die neuesten Features.

DJ-Workshop Vinyl
Mit Antje

Leipzig

Wo schalte ich die Anlage an?
Wofür ist ein Gain-Regler am Mischpult da?
Was ist eine Bassdrum?
Wie kann ich Musiktitel ineinander mischen und worauf muss ich dabei achten?
Nach einer Einführung in die DJ-Technik (Verstärker, Plattenspieler,
Mischpult, Kopfhörer), Infos zu Aufbau, Dynamik und Geschwindigkeiten
von Musikstücken sowie Rhythmusübungen werden im Workshop die
einfachsten Methoden des Mischens von Musiktiteln vorgestellt und geübt.
Gern könnt Ihr eigene Schallplatten mitbringen!

Bauen einer Pegelanzeige
Mit Wera Morawietz
Radio Dreyeckland Freiburg

Immer wieder gibt’s das Problem: unterwegs Interviews führen oder O-Töne auffangen wollen. Ein häufiges Problem: die meisten mp3-Player haben keine Aussteuerungsanzeige und ohne diese ist gute Aufnahmen zu machen schwierig.
Ein weiteres häufiges Problem: ein abgerissener Audiostecker, der aber dringend gebraucht wird, ein technisches Gerät, wo die Garantie schon abgelaufen ist, es aber eigentlich gut war und nur eine Lötstelle zu erneuern wäre….
Beide Problemstellungen wollen wir angehen: am Vormittag gibt es "Löten
für AnfängerInnen", nachmittags wird dann das neu Erlernte gleich
angewendet, in dem eine Aussteuerungsanzeige gebaut wird.

Am Anfang war das Wort
Workshop zur Moderation im Hörfunk

Mit Jörg Braune
Radio T Chemnitz

Die souveräne Moderation ist das wichtigste Element des Hörfunks. Sie stellt die beseelte Verbindung zu den Hörerinnen und Hörern her und bestimmt maßgeblich die Wahrnehmung eines Senders. Ohne sie verlieren recherchierte Informationen, Beiträge und selbst Musikstücke an Wert.

Dieser Workshop möchte praktische Übungen zur Erstellung eigener Moderationen mit gemeinsamer Reflektion verbinden und Grundlagen für eine selbständige Weiterentwicklung legen.

Workshops Samstag 23. Mai

Klug-witzig-spaßig? Wie klingt
„mein“ Radio?
Workshop für Kinder und Jugendliche
Mit Katja Röckel
Radio Blau Leipzig

Ob ein verstopfter Getränkeautomat, Dauerbeschallung durch Züge
oder Bodenseeromantik: über all das lässt sich prima im Radio
reden: nur wie stelle ich es an, dass es für mich und andere spannend
wird, sowohl beim machen, als auch beim Zuhören?
In diesem Jahr steht der Radioworkshop für Kinder und Jugendliche
ganz im Zeichen des kreativen Austobens mit Themen und deren Umsetzbarkeit
fürs Radio: muss es immer eine Umfrage sein, ab wann nervt mein eigenes
Gelaber und wie stelle ich kluge und witzige Interviewfragen? In lockerer
Runde und in kleinen Gruppen produziert ihr eure eigenen Beiträge,
die euch Lust machen werden am Radiomachen dranzubleiben!

Solltet ihr bereits eigene Sendungen oder Radiobeiträge gemacht haben,
wäre es klasse, wenn ihr diese zum Workshop mitbringen könnt.

Lost in Music
Musikvermittlung im Radio

Mit Martin Büsser

Mit dem Kulturauftrag der Öffentlich-Rechtlichen ist es nicht weit her. 2009 wurde beim HR mit »Der Ball ist rund« eine der letzten anspruchsvollen Plattformen für Independent-Musik eingestellt. Mit der Begründung, der HR müsse sich mehr der Mitte und dem Mainstream öffnen. Ist das die Chance für freie Radios, Lücken zu schließen? Doch auch hier gilt: Musikvermittlung meint mehr als nur das Runterspielen von persönlichen Lieblingssongs.
Um Musik bewerten und in einen Kontext stellen zu können, um also eine gut kommentierte Sendung machen zu können, benötigt man historisches Wissen über die einzelnen Künstler und das Umfeld, dem sie entstammen.

Der Workshop von Martin Büsser gibt hierzu Tipps, Lektüreempfehlungen und natürlich Musikbeispiele. Und er geht der Frage nach, was der Mehrwert einer guten Musiksendung im Radio gegenüber Plattformen wie mySpace sein kann. Falls von den TeilnehmerInnen gewünscht, kann gerne auch praktisch gearbeitet werden, zum Beispiel eine Sendung zu einem konkreten Thema erstellt werden.

Zip-fm – Workshop

Zip-fm ist das Nachrichtenmagazin aus dem Zusammenschluss Freier Radios. Es wird täglich von Dienstag bis Freitag von Radiomachenden aus verschiedenen Freien Radios produziert. Für jeden Tag ist ein anderes Team zuständig, das eine halbe Stunde Nachrichten aus dem Internetpool von Beiträgen bei freie-radios.net zusammenstellt. Das vielfältige politische Info-Magazin zip-fm wird von Freien Radios des Bundes Verbandes Freier Radios genutzt und per UKW und Internetstream ausgestrahlt.

In dem Workshop wollen wir uns über die einzelnen zip-fm Sendungen austauschen und Sendekritik üben. Darüberhinaus wird die Zip-Radaktion sich neue inhaltliche Schwerpunkte für die nächsten Monate setzen, abhängig von den politischen Ereignissen in der nächsten Zeit.
Die Zip-fm Redaktion verändert sich stetig und braucht dringend Zuwachs. Wenn du also Lust hast an einem bundesweiten Team Freier RadiomacherInnen mitzuwirken oder einen Einblick in unsere Arbeit bekommen möchtest, bist du bei diesem Workshop genau richtig.

Trailer/Jingle-Workshop
Marc Ender
Andreas Usenbenz
FreeFM Ulm / Schlecktronik

Bei diesem Workshop wird euch gezeigt, wie ihr gute Jingles und Trailer
für eure Sendungen, Previews & Veranstaltungshinweise produziert. Vermittelt
wird auch die nötige Technik am digitalen Schnittplatz, mit der Standard-Software
Audacity. Ihr solltet erste Grundkenntnisse im digitalem Tonschnitt mitbringen.

Strasbourg: Internationale Aktionskonferenz gegen den Nato-Gipfel

Samstag 14. Februar bis Sonntag 15. Februar
Ort: Straßburg, (genauerer Ort: Universität /2. Einladung)

update: Bericht zur Konferenz bei linksunten.indymedia.org

Quelle: http://sicherheitskonferenz.de/de/Internationale-Konferenz-Strasbourg

Der Hauptzweck der Konferenz ist die Absprache zur Vorbereitung der unterschiedlichen Aktionen gegen das NATO-Jubiläum. Wir möchten die Strategie festlegen und die verschiedenen Aktionen vorbereiten.

Die Grundlage aller Vorbereitungen wird eine politische Diskussion über die Strategie der NATO und deren politischen Ziele sein.

11:00 bis 12:30
Vorbesprechungen der Arbeitsgruppen (Gruppen siehe unten)

Eröffnungsplenum:
Samstag 13:00 bis 15:30

Plenum -
Begrüßung und Moderation Arielle Denis und Frederic Henry, Strasbourg

Gegenwärtige NATO-Strategie und unsere Kritikpunkte (Arbeitstitel)
John Rees, Stop the war GB/ Arielle Denis, Mouvement de la Paix, France

Diskussion

Überblick unserer Aktionsvorbereitungen gegen den NATO-Gipfel
Reiner Braun

Dazu gehören Informationen über die Vorbereitungen in den einzelnen Ländern, in der Region Straßburg und Baden-Württemberg und in den Arbeitsgruppen

16:00 bis 18:00
Arbeit in Gruppen
a. Camp
b. Demonstration
c. Ziviler Ungehorsam ,, Civil disobedience
d. Internationaler Kongress

18:15 bis 19:45
Austausch der Arbeitsergebnisse in einer Plenumsdiskussion mit vier Einführungsbeiträgen
Moderation: Kate Hudson, CND, GB

20.30 optional
Treffen der deutschen und der französischen TeilnehmerInnen

Sonntag
9:00
Kurze Einführung: Andreas Speck, WRI

Anfang 9.15 bis 10.45
Arbeitsgruppen
a. Pressearbeit
b. Öffentlichkeitsarbeit
c. Basistreffen
d. Bei Bedarf – Fortsetzung der Arbeitsgruppen vom Vortag
e. Legal Team, Beobachtergruppe
f. und mehr

11:00 bis 12:00 Berichte
Moderation am Vormittag: Petros Constantinou, Greece, Sophie Zafari, FSU France

12.00 bis 13.00
Diskussion über die Mobilisierung

13:00 bis 14:00
Beschlüsse und Vereinbarungen
Moderation Reiner Braun/ Lysiane Rolet Strasbourg/ NN von den Blockade-Aktivisten

Sprachen sind Englisch, Deutsch und Französisch. In den Arbeitsgruppen keine professionelle Übersetzung,