Tag-Archiv für 'konferenz'

Anti-AfD-Aktionskonferenz in Konstanz geplant

In Konstanz wird am Samstag, den 10.6.2017, eine große, eintägige Anti-AfD Aktionskonferenz stattfinden. Save the Date!

Das Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD, eine breite Plattform von DemokratInnen, AntifaschistInnen, Linken, Feministinnen, Gewerkschaftern und Sozialen Bewegungen, schreibt dazu:

Wir stehen vor einer großen Herausforderung: Mit der AfD will im September 2017 eine Partei in den Bundestag einziehen, die für unverhohlen rassistische und ausgrenzende Politik steht. Während des Wahlkampfs wird sie auch im Landkreis Konstanz von der Fußgängerzone bis auf die Bildschirme überall präsent sein und versuchen, den politischen Diskurs nach rechts zu verschieben. Nicht mit uns! Mit einer Anti-AfD-Aktionskonferenz wollen wir gemeinsam mit euch Strategien gegen einen (Wahl)erfolg der AfD entwickeln und uns für eine emanzipatorische und solidarische Gesellschaft stark machen.

In Vorträgen, Workshops und Diskussionen wollen wir Menschen zusammenbringen, die sich im anstehenden Bundestagswahlkampf gegen die AfD und die wachsende Rechtsentwicklung engagieren wollen und an der Konferenz Inputs sammeln und Aktionsideen ausprobieren.

Geplant sind Vorträge von Referentinnen und Referenten zum Wahlprogramm und dem Gesellschaftsbild der AfD sowie zur Analyse der Hintergründe des aktuell beobachtbaren Rechtsrutsches. Angefragt ist u.a. Cornelia Kerth, Vorsitzende der VVN-BdA. In Workshops am Vor- und Nachmittag wird es um kreative Protestformen und die Ausbildung zu StammtischkämpferInnen gehen. In der AG „Know your Enemy“ machen sich die TeilnehmerInnen mit den Protagonisten und Aktivitäten von AfD, Junge Alternative, Identitäre Bewegung und Burschenschaften vor Ort vertraut.

Im Moment werden noch das genaue Programm festgezurrt und Mitaufrufende / UnterstützerInnen gesammelt. In Kürze erscheinen dann Einladungen, Werbematerialien und Kontaktmöglichkeiten.

Stay tuned!

Quelle: https://www.facebook.com/events/909294375840629/

Konferenz: Widersprüche des Nationalen

Das Institut für kritische Theorie (InkriT) lädt ein zu seiner XX. Jahrestagung vom 19. bis 22. Mai 2016 im Ver.di Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg in Berlin-Wannsee. Dachthema sind die „Widersprüche des Nationalen“.

Die Aktualität des Dachthemas ist buchstäblich brennend in einem Land, in dem Unterkünfte für Kriegsflüchtlinge in Brand gesteckt werden, während eine andere – immer noch bürgerliche – Zivilgesellschaft sich offen zeigt, aber mit der betreuenden Erstversorgung der Flüchtlinge zunehmend an ihre Grenzen stößt. Noch ist die Finanzkrise und damit auch die sich vertiefende Spaltung zwischen Defizit- und Überschussökonomien nicht ausgestanden, da laboriert Europa angesichts der »Flüchtlingskrise« an der Grenze zum Zerfall. In den Nationalstaaten macht sie sich als Überforderung der durch die Austeritätspolitik seit langem geschwächten Einrichtungen öffentlicher Verwaltung und sozialer Vorsorge und Versorgung sowie als staatlicher Kontrollverlust über Mensch und Situation spürbar – solidarische, internationalistische Aktivitäten von unten können dies nicht wettmachen. Die Zerreißproben, denen Europa unterliegt, brüten Nationalismen, Separatismen und Rechtsradikalismen.

So lautet das dramatisch klingende Intro des Aufrufs zur Teilnahme an der 20. InkriT-Jahrestagung. Sie findet zwar erst im Mai kommenden Jahres statt, dennoch kommt die Ankündigung nicht verfrüht. Die Tagung basiert auf der kritischen Mitarbeit der TeilnehmerInnen und die Mitarbeit beginnt bereits Wochen im Vorfeld der Tagung.

Kern der Tagung ist nicht etwa die Debatte (tages-)politischer Entwicklungen sondern ein eher langfristiges Vorhaben: Die Fertigstellung eines historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus (HKWM) – ein sämtliche Dimensionen sprengendes Wörterbuch-Projekt, das Anfang der 80er Jahre begonnen wurde1, zuletzt im Jahr 2015 den Band 8/II („Links/Rechts bis Maschinenstürmer“ ) herausbrachte und somit bei etwas mehr als der Hälfte des Alphabets angelangt ist.

Wenn vom 19. bis 22. Mai 2016 Marxisten aus aller Welt zusammen kommen, werden sie in den Wörterbuchwerkstätten die Artikelentwürfe zu Band 9 des HKWM (Maschinerie bis naturwüchsig) bearbeiten.2 Geplant sind Werkstätten zu Maschinerie (Kaan Kangal, Nanjing), altchinesischer Materialismus (Jiaxen Zhou, Nanjing), mechanischer Materialismus (Peter Jehle, Potsdam), praxisphilosophischer Materialismus (Wolfgang Fritz Haug, Esslingen u. Los Quemados), Melancholie (Antje Géra, Hamburg), Metropolen (Ruth May, Berlin), multinationale Arbeiterklasse (Gerhard Hetfleisch, Innsbruck), multinationale / transnationale Konzerne (Hanns Wienold, Münster), Mystifikation (Isabelle Garo, Paris), Nation (Michael Löwy, Paris), nationale Befreiung (Samir Amin, Dakar), nationale Besonderheit (Mohamed Moulfi, Oran), nationaler Weg zum Sozialismus (Werner Schmidt, Stockholm), Nichtregierungsorganisationen (Uli Brand, Wien) u.a.

Zufall oder nicht – trotz dieser wissenschaftlichen Grundlagenarbeit bleibt die Tagung, deren diesjähriger Schwerpunkt um die Begriffe der Nation und des Nationalen kreist, hochaktuell und spannend. Und so endet der Aufruftext mit folgenden drängenden Fragestellungen:

Wie ist das Verhältnis von Nation, Transformation und Revolution in Vergangenheit und Gegenwart? Wie stellt sich das Verhältnis von Nation und Nationalstaat heute dar? Wie das Problem der ›Nationen‹ ohne eigenen Staat? Hat ›Befreiungsnationalismus‹ noch eine Perspektive? Welche Handlungsspielräume bestehen auf der Ebene der Nationalstaaten? Gibt es Alternativen zum Nationalen als Bedingung politischer Handlungsfähigkeit? Wie steht es mit dem Kosmopolitismus? Die Bearbeitung solcher und weiterer Probleme, die emanzipatorisches Denken in der Tradition von Marx im transnationalen Hightech-Kapitalismus mit neuen Widersprüchen konfrontieren, soll sich praktisch in einem Zuwachs an politischer Handlungsfähigkeit, aber auch theoretisch im einschlägigen Begriffsfeld in Band 9 des Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus niederschlagen.

Links

Fußnoten

  1. Das HKWM ist ein von über 800 WissenschaftlerInnen kooperativ erstelltes Wörterbuch zu ca. 1200 marxistischen Begriffen. Nach 10-jähriger Planungszeit erschien 1994 der erste Band („Abbau des Staates“ bis „Avantgarde“). [zurück]
  2. Bei den Werkstätten geht es darum, in gemeinsamer Anstrengung die Autorinnen und Autoren durch weiterführende Vorschläge, konkrete Hilfen, Ermutigung und Kritik auf den Weg zu guten Artikeln zu bringen. Wer sich anmeldet, muss sich für einzelne Workshops eintragen und läuft Gefahr, um ein sog. Votum gebeten zu werden: Unter „Votum“ wird ein fachlich-kritischer Beitrag verstanden, der schriftlich und im o.g. Sinne auf einen Artikelentwurf reagiert. [zurück]

Die ganze Welt in Zürich – Konkrete Interventionen in die Schweizer Migrationspolitik

Das Projekt „Die ganze Welt in Zürich“ fragt nach rechtlicher, politischer, sozialer und kultureller Teilhabe und erforscht, wie das Konzept einer StadtbürgerInnenschaft für alle in Zürich lebenden Menschen konkretisiert und umgesetzt werden könnte.

Projektzeitraum: Oktober 2015 – Februar 2016
Eröffnung: Do, 22. Oktober 2015 mit Schiffsfahrt
Treffpunkt Steg Bürkliplatz: 19:00, Abfahrt: 19:30
Ankunft Hafen Wollishofen: 20:30, danach Party in der Shedhalle
Erstes Hafenforum: Sa, 24. Oktober, 10:00 – 18:00

Programm des 1. Hafenforums

Projektwebsite: http://www.whole-world-in-zurich.net

Ein Viertel aller BewohnerInnen der Schweiz sind weitgehend von rechtlicher, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Teilhabe an Stadt und Gesellschaft ausgeschlossen, weil sie keine Schweizer StaatsbürgerInnen sind. Das Projekt „Die ganze Welt in Zürich“ zielt darauf ab, konkrete Interventionen in die Migrationspolitik zu entwickeln, diese Vorschläge hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit in Zürich zu überprüfen und öffentlich vorzuschlagen. Zudem schafft es einen Ort, an dem über Sachzwänge hinaus, im Sinne einer sozialen Utopie gemeinsam nachgedacht, verhandelt und politisch agiert werden kann.

Das Projekt verortet sich in der Tradition sozial engagierter Kunst. Dafür hat die Shedhalle den Künstler Martin Krenn eingeladen, der das Projekt zusammen mit Katharina Morawek (kuratorische Leitung der Shedhalle) und einer transdiziplinären Arbeitsgruppe entwickelt und umsetzt.

Urban Citizenship

Das Projekt bezieht sich auf das Konzept der Urban Citizenship. Gemeint ist damit eine „Stadtbürgerschaft“ oder auch „Wohnbürgerschaft“.
Während der Begriff „StaatsbürgerInnenschaft“ fundamentale Rechte an die Grenzen eines Nationalstaats, an Mobilitätskontrolle und Sesshaftigkeit bindet, meint StadtbürgerInnenschaft die Anpassung politischer Instrumentarien an die vielfältige Normalität moderner (Gross-)Städte. In Konzepten um StadtbürgerInnenschaft wird demzufolge nicht Migration, sondern die ungleiche Verteilung sozialer Rechte und damit der ungleich verteilte Zugang zu Ressourcen als Problem adressiert.
siehe auch „Städte(n) statt Staaten“

Formate

Wesentlich für das Projekt ist sein experimenteller Charakter. Es versucht mit den Mitteln der Kunst die politische Machbarkeit eines konketen, umsetzbaren Vorschlags, wie eine StadtbürgerInnenschaft in Zürich aussehen könnte, auszuloten.

Zentral für das Projekt „Die ganze Welt in Zürich“ ist das Bild eines Hafens, das verschiedene Bilder evoziert: Mobilität, Globalität, Handeln und Aushandeln, Ankunft, vor Anker gehen, Vielfalt und Weltoffenheit. Teils ruft diese Metapher auch widersprüchliche oder problematische Bilder hervor, die das Projekt aufgreift und bearbeitet.

Während des gesamten Projektzeitraums werden insgesamt sieben so genannte Hafengespräche stattfinden. Die Hafengespräche stellen einen dialogisch-ästhetisch gestalteten Raum dar, an dem Mitglieder der Arbeitsgruppe sowie VertreterInnen von Interessensgruppen, EntscheidungsträgerInnen, StadtpolitikerInnen, MitarbeiterInnen öffentlicher Einrichtungen usw. teilnehmen. Die Hafengespräche selbst werden in der Shedhalle dezidiert unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, die Shedhalle fungiert so als ein geschützter Raum.

In drei öffentlichen Hafen-Foren, die jeweils 1 Tag dauern, werden lokale und internationale AkteurInnen aufeinandertreffen und Debatten führen, aber auch Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Der Anspruch, Debatten auf Augenhöhe zu ermöglichen, findet seine Entsprechung in einer bewusst dafür angelegten Ausstellungsarchitektur.

Das 1. Hafen-Forum zu Urban Citizenship wird am 24. Oktober 2015 (zwei Tage nach Projekt-Eröffnung) stattfinden und soll einen Einblick in aktuelle Debatten, Konflikte und Auseinandersetzungen bieten sowie konkrete Anknüpfungen an die Zürcher Gegebenheiten ermöglichen.

Die Ausstellung

Das Projekt wird von einer Ausstellung zur Geschichte und Praxis der socially engaged art in der Shedhalle begleitet. Die Ausstellung rahmt das Projekt und stellt den Zusammenhang zu ähnlichen, historischen und aktuellen Projekten her.
Einen weiteren Teil der Ausstellung bildet die Ausstellungsarchitektur, welche dialogische Gesprächsräume für die Hafengespräche, Hafenforen und Arbeitsgruppensitzungen schafft und die sich an der Hafenmetapher des Projekts orientieren.

Shedhalle Zürich: http://shedhalle.ch

Stop-G7 Großdemonstrationen und Aktionstage in Garmisch-Partenkirchen und Elmau

Hunderte Organisationen rufen für nächste Woche zu Demonstrationen, Konferenzen und Aktionstagen gegen den G7 Gipfel auf Schloß Elmau auf. Höhepunkte werden zum einen die Großdemonstration in Garmisch-Partenkirchen am Samstag, sowie der Sternmarsch Richtung Schloß Elmau am Sonntag.

Update 7.6.2015:

  • Am Sonntag sollte die Zufahrt zum Gipfeltreffen mit vielfältigen Aktionen sowie einem Sternmarsch in Richtung Schloß Elmau blockiert werden.
  • Bereits in der Nacht waren Kleingruppen aufgebrochen um auf die weiträumig abgeriegelte Zufahrtstraße zu gelangen. Immer wieder schafften es im Laufe des Tages zig BlockiererInnen auf die Straße, verharrten dort auch trotz Aufforderung der Polizei die Blockade aufzulösen und wurden schließlich von der polizeilichen Übermacht geräumt und festgenommen. Insgesamt soll es fast 100 Ingewahrsamnahmen gegeben haben.
  • Hunderte GipfelgegnerInnen zogen parallel in mehreren „Fingern“ Richtung Schloß, durchbrachen sogar eine kleinere Polizeikette und erreichten nach mehrstündigem Aufstieg schließlich den Zaun der inneren Sicherheitszone. Das anschließende Katz und Maus-Spiel mit der Polizei führte zu keinen weiteren Annäherungen an das Schloß, wo die Vertreter der G7 Staaten ungestört ihre Gruppenfotos machen konnten. Die GipfelgegnerInnen zählten es dennoch als Erfolg, dass der Pressetross anders als geplant per Hubschrauber eingeflogen werden musste, wohl weil die Lage auf der Zufahrtstrasse zu unklar war.
  • Mittlerweile wurden viele Zelte auf dem Protestcamp wieder abgebaut und die meisten Gipfelgegner befinden sich auf dem Heimweg. Für Montag früh ist noch eine Abschlußkundgebung geplant.

Update 6.6.2015:

  • Samstag war der Tag der Großdemo in Garmisch-Partenkirchen. Sie fiel mit 5-7000 TeilnehmerInnen deutlich kleiner aus als die Großdemo in Rostock 2007. Dennoch war sie laut und kämpferisch. Eine mehrfache Übermacht an Polizeikräften lief auf beiden Seiten der Demo teils dreireihiges Spalier. Die Route führte über weite Strecken direkt auf der Zufahrtstraße für Schloß Elmau. Allerdings gelang es nicht, den optimalen Blockadepunkt einzunehmen, der ein Umfahren unmöglich gemacht hätte. Ein entschiedener Versuch eines Teils der Demo diese Kreuzung dennoch zu erreichen, wurde durch einen heftigen Pfefferspray und Schlagstockeinsatz der Polizei im Ansatz verhindert. Die Demo wurde in der Folge immer wieder von Polizisten angegriffen. Es kam zu über sechzig Verletzten unter den DemonstrantInnen.
  • Ein heftiges Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen führte zu einem vorzeitigen Ende der Abschlusskundgebung und zu einer Evakuierung des Camps der Gipfelgegner. Letztere wurde am späten Abend wieder zurückgenommen, es durften sogar wieder neue Zelte aufgebaut werden.

Update 5.6.2015:

  • Ein Stop G7 – Ticker in der rechten Seitenspalte liefert nun stets aktuell die neusten Infos rund um die Proteste gegen den G7 Gipfel in Elmau.

Update 4.6.2015:

  • Livestreams vom „Internationaler Gipfel der Alternativen “ der seit gestern in München läuft
  • Heute nahmen ca. 40.000 Menschen in München an der Großdemo gegen den G7-Gipfel in Elmau teil. Das sind doppelt so viel wie erwartet!

Update 2.6.2015:

  • Das Verwaltungsgericht München hat das Campverbot im Eilverfahren kassiert. Garmisch-Partenkirchen wird verpflichtet, das Camp am geplanten Ort zu dulden!

Update 1.6.2015:

  • War gestern noch von 21.000 Polizisten die Rede, heisst es heute bereits 24.150 (Süddeutsche Zeitung), und da sind mehrere tausend östereichische Grenzer oder die vermutlich über 2000 Soldaten der Bundeswehr nicht mitgezählt.
  • Bis Dienstagmittag wird sich herausstellen, ob die Klage gegen das Campverbot in Garmisch-Partenkirchen Erfolg hatte.
  • Der Sternmarsch wurde zu großen Teilen verboten. Die Verbote tarnen sich als „Genehmigungen“ mit Auflagen. Großzügig „genehmigt“ wurde z.B. eine Route auf der Mautstraße von Klais nach Elmau auf einer Strecke von weniger als 40 (!) Metern.
  • Gegen diese „Genehmigungen“ wurde Klage erhoben.


Mobilisierungsvideo Teil 1

Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau wird hunderte Mio. Euro Kosten und mit dem größten Polizeieinsatz in der Geschichte Bayerns einhergehen. Von bis zu 21.000 Polizisten ist die Rede. In einer beispiellosen Hetzkampagne schüren Verwaltungsbehörden, Polizei, Geheimdienste und Mainstream-Medien die Angst vor den „gewaltbereiten autonomen“ Linken, die Garmisch-Partenkirchen in Schutt und Asche legen wollen, während gleichzeitig scheinheilig das Grundrecht auf Demonstration hochgehalten wird.

Die Erfahrung aus dem letzten G8-Gipfel in Deutschland, im Jahr 2007 in Heiligendamm abgehalten, lehrt uns jedoch eines Besseren. Hundertfacher Bruch von Grundrechten, darunter massive Angriffe auf die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie der rechtswidrige Einsatz von Militär im Inneren lassen sich bei der Dokumentation des Komittees für Grundrechte und Demokratie nachlesen.

Schon vor Monaten hatten die Gipfelgegner Kundgebungen, Mahnwachen, Camps, eine Großdemonstration in Garmisch-Partenkirchen und einen Aktionstag rund um Elmau bei den Behörden angemeldet. Diese warteten jedoch bis zuletzt um quasi in letzter Sekunde mit fadenscheinigen Begründungen an freiem Meinungsausdruck zu verhindern, was geht. Die Anmeldung des Sternmarsches hat bis heute zu keiner Reaktion geführt.

Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen verbot letzte Woche das Camp der Gipfelgegner auf einem Privatgrundstück mit der Behauptung, es sei an genau dieser Stelle von einer konkreten Hochwassergefahr auszugehen – und das, obwohl die Vorhersage die ganze Woche vor dem Gipfel sonniges Wetter verspricht und die Pegel derzeit stetig fallen. Zudem wurde der Hochwasserschutz in Garmisch-Partenkirchen in jüngster Zeit stark verbessert.

Doch die G7 Gegner werden sich auch diesmal nicht abschrecken lassen. Hier die wichtigsten Termine der Aktionswoche:

Aktionswoche

Links


Mobilisierungsvideo Teil 2