Tag-Archiv für 'bregenz'

Film: Wie Dachau an den See kam …

Am Samstag, den 5. September 2015, zeigt die Kulturkiste Überlingen einen Dokumentarfilm über den „Goldbacher Stollen“ bzw. das Konzentrationslager Überlingen-Aufkirch mit Interviews von Überlinger Zeitzeugen.

Ort: Evang. Kreuzkirche am Ölrain, Kosmus-Jenny-Str. 1, 6900 Bregenz
Beginn: 11 und 18 Uhr (2 Vorstellungen)

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des 16. Europäischen Tags der Jüdischen Kultur 2015.

Quelle: http://www.kulturkiste-ueberlingen.eu

http://www.stollen-ueberlingen.de

No-Pegida in Bregenz – die zweite

Nach dem ersten, eher peinlichen Bregenzer Pegida-Aufmarsch im März 2015 – 70 Pegida-Anhängern standen damals 1000 GegendemonstrantInnen gegenüber – soll offenbar ein zweiter am 9. Mai folgen. Wieder gibt es eine breite Gegenmobilisierung, die schon fleissig am Organisieren ist.

Update 5.5.2015: Die Demonstration der Pegida in Bregenz ist offenbar von der Landespolizeidirektion untersagt worden.


Flyer des No-Pegida-Bündnisses zum 9. Mai 2015 in Bregenz

Das Bündnis No-Pegida-Vorarlberg ruft für den 9. Mai 2015 dazu auf, den „Rechten Aufmarsch zu verhindern“. Treffpunkt ist ab 13:30 Uhr der große Parkplatz am Bregenzer Bahnhof. Ihr Motto lautet: „No Pegida Vorarlberg – im Ländle ist kein Platz für Rechtsextremismus!“ Und wieder heisst es: „Pegida darf in Vorarlberg keinen Meter machen, wir stellen uns ihnen in den Weg!“

Aus dem Aufruf:

Die rechtsextreme und rassistische Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) hat angekündigt, am 09.05. in Bregenz aufzumarschieren. Für Pegida sind Asylsuchende und der Islam letztendlich die Ursache allen Übels. Ihr Gründer Lutz Bachmann bezeichnete Flüchtlinge als „Gelumpe“, „Viehzeug“ und „Dreckspack“. Auch wegen solchen Aussagen wird Pegida immer mehr zu einem Anziehungspunkt für Neonazis.

Aber PEGIDA ist nur die traurige Spitze des Eisberges: Überall wird versucht, die Probleme in der Gesellschaft den „AusländerInnen“ zuzuschreiben. Während fleißig bei der Bildung gespart, Löhne gekürzt und Banken gerettet werden, wird von rechten Hetzern Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geschürt. Dazu sagen wir NEIN!

Ein Aufmarsch, der Fremdenhass und Rassismus schürt, darf in Vorarlberg nicht stattfinden! Deswegen: Komm zur internationalen NO-PEGIDA Demonstration in Bregenz! Wie im März werden wir uns den Rechtsradikalen friedlich in den Weg stellen!

Quelle: Sozialistische Jugend Vorarlberg

Als Gastredner für den Bregenzer Pegida – Aufmarsch ist der notorische Islamhasser Michael Mannheimer aus Deutschland angekündigt. Hier einige Hintergrundinfos zu dieser Gestalt:

Rechten Aufmarsch der Pegida Vorarlberg verhindern!

Zahlreiche Gruppen in Österreich, Deutschland und der Schweiz rufen für morgen, Sonntag, 22.3.2015, zur Demonstration gegen den ersten Pegida-Aufmarsch in Vorarlberg auf. Interessant: es geht offenbar um eine friedliche Blockade. Wir spiegeln dazu einen informativen Text von der Website der Sozialistischen Jugend Vorarlberg.

Wie wir alle wissen, sind Nazis Feiglinge, die nur in der Überzahl mutig sind. Dasselbe gilt für ihre Brüder im Geiste bei der Pegida: Es macht halt einfach keinen Spaß für die abendländischen Werte zu demonstrieren, wenn jedes Mal zehnmal so viele vaterlandslose Gesellen da sind, die einen mit „Nazis raus“-Rufen empfangen. Nachdem also in Wien und Linz ihre ersten Gehversuche in Österreich gescheitert sind, versuchen sie am Sonntag ihr Glück im westlichsten Winkel von Österreich, in Vorarlberg. Wenigstens im schwarzen Kernland wird man als guter Patriot wohl ungestört demonstrieren können? Doch da haben sie sich geschnitten. Es wird eine große Gegendemonstration stattfinden. Ein breites Bündnis aus linken und gewerkschaftlichen Organisationen sowie migrantischen Kulturvereinen hat sich auf unsere Initiative hin zusammengefunden, um gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Faschismus zu setzen. (Liste unten)

Dabei steht es um die Pegida selbst nicht allzu gut. Austritte, Spaltungen, Rücktritte, Rücktritte vom Rücktritt und interne Konflikte aller Art bestimmen insgesamt das Bild. Das gilt auch für Vorarlberg. Kommentierte die offizielle Facebook-Seite noch Ende Januar die erste „No Pegida“ Demonstration in Bregenz und ihre über hundert TeilnehmerInnen mit „sehr amüsant, wie gegen die Wahrheit protestiert wird – aber wir schaffen das 10fache, oder?“, trugen sie bald nicht mehr so dick auf.

Kurz nachdem ihr erster „Spaziergang“ angekündigt wurde, begann die Organisierung eines breiten Bündnisses zur Gegendemonstration. Von Anfang an wurde klar gemacht, dass Pegida in Vorarlberg keinen Meter macht, eine friedliche Blockade des Marsches war Grundlage des Bündnisses. Und schon zu Beginn zeigte sich, dass dies auf breites Echo in Vorarlberg stoßen wird: Es dachten viele VorarlbergerInnen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zumindest auf der Straße tatsächlich keinen Platz hätten. Deswegen gab es schon von Anfang an eine große Welle der Unterstützung für das ziemlich radikal erscheinende Vorhaben, Pegida zu blockieren. Der Tenor war: „Bis hier hin und nicht weiter!“

Offenkundig war Pegida Vorarlberg davon selbst überrascht. Schnell tauchte die Nachricht auf, dass der Marsch abgesagt sei, und zwar aus „organisatorischen Gründen“. Doch wurden sie die Geister, die sie riefen, nicht mehr los. Ihre „Basis“ stieg ihnen digital aufs Dach, darunter auch einige offenkundige Neonazis. Sie hatten sich wohl schon zu sehr auf die Möglichkeit gefreut, endlich einmal „Klartext reden“ und wieder öffentlich auftreten zu können. Schnell folgte das Dementi, es hätte wieder eine Anmeldung gegeben, diesmal aber als Standkundgebung.

Auch personell wurden Konsequenzen gezogen, was sich aber als schwer herausstellte. Nachdem Pegida in Österreich laut Aussage der Demonstrationsanmelderin (sie möchte anonym bleiben) bei „Wann und Wo“ aus 15 Personen österreichweit besteht, reichte es bei einem neuen Pressesprecher nur für einen Oberösterreicher. Und auch beim Aufmarsch selbst wird Pegida Vorarlberg von auswärtiger Unterstützung abhängen: Als Gastredner haben sich der Schweizer Ignaz Bearth, dem die rassistische SVP nicht rechts genug war und Michael Stürzenberger aus München angekündigt. Letzterer ist unter anderem schon dadurch aufgefallen, dass er Nazi-Parolen wie „Unsre Farben, unser Land, nationaler Widerstand“ auf der Bühne einer Demonstration angestimmt hat. Die rechtsradikalen Jubeltruppen dieser Demagogen aus der Schweiz und Deutschland werden wohl einen großen Teil der Pegida-Kundgebung ausmachen.

Doch die Mobilisierung auf unserer Seite ist sehr breit und äußerst erfolgreich verlaufen. Insgesamt werden bis zur Demonstration in Vorarlberg 18.000 Flugblätter vor Betrieben und Schulen, an Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen, bei Kulturveranstaltungen und Infoständen verteilt worden sein. Die Stimmung war durchgehend dieselbe: Viele Menschen waren geschockt, als sie hörten, dass Pegida in Bregenz aufmarschieren will. Viele wollten auch aktiv in der Vorbereitung der Gegendemonstration helfen. Noch mehr kündigten an, dass sie zur Demonstration kommen werden. Auch aus der Schweiz, Deutschland und den anderen Bundesländern kündigte sich Unterstützung an: Was Pegida kann, können wir InternationalistInnen schon längst!

Je näher der Sonntag rückt, desto klarer wird die Bedeutung der Demonstration gegen Pegida. Es gibt die Möglichkeit, dass dem Fremdenhass in Vorarlberg ein schwerer Schlag zugefügt wird, von dem sich die RassistInnen wohl nicht so leicht erholen könnten. Doch dafür muss die Demonstration friedlich, lautstark und groß sein! Wir haben deswegen als Bündnis von Anfang an klar gemacht, dass nichts was uns spaltet auf der Demonstration Platz findet. Gegen die Spaltungsversuche der Pegida in „Inländer“ und „Ausländer“ können wir nur effektiv kämpfen, wenn wir das Gemeinsame in den Vordergrund rücken: Es wird Reden auf Türkisch und Deutsch geben, es werden Widerstandslieder gegen den Faschismus aus den verschiedensten Ländern gespielt werden, Halay-Tanzen wird sich mit deutschsprachigen Arbeiterliedern abwechseln. Nicht geduldet werden stattdessen nationalistische und islamistische Gruppen und Symboliken: Sie sind nur die Kehrseite der Pegida, die ebenso von einer Spaltung der Gesellschaft anhand von Religion und Nationalität profitieren und die dem Kampf gegen den Rassismus schaden.

Pegida kann nur dadurch effektiv bekämpft werden, indem wir aufzeigen, wo die Gesellschaft tatsächlich gespalten ist: Auf der einen Seite stehen die Bank- und KonzernbesitzerInnen, die großzügig Geld vom Staat erhalten und immer reicher werden. Auf der anderen Seite stehen die ArbeiterInnen, die für immer weniger Lohn immer länger arbeiten müssen, die Jugendlichen, deren Bildung kaputtgespart wird, und die PensionistInnen, die sich das ganze Leben abgerackert haben, nur um in der Altersarmut zu landen. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Nationen, sondern zwischen den Klassen, zwischen oben und unten!

Zeigen wir deswegen am Sonntag mit einer friedlichen, lauten und entschlossenen Großdemonstration, dass Rassismus und Faschismus in Vorarlberg nichts zu suchen haben!

Bündnis „No-Pegida Vorarlberg“:

  • Sozialistische Jugend Vorarlberg
  • Der Funke
  • Mesopotamischer Kulturverein
  • Anatolische Föderation
  • Jugend- und Kulturverein Tohum
  • Junge Grüne
  • Junge Generation in der SPÖ
  • Aktion kritischer Schüler_innen
  • Gewerkschaftlicher Linksblock
  • Unabhängige Bildungsgewerkschaft
  • Vorarlberger LehrerInnen-Initiative
  • SLV (Sozialistischer LehrerInnenverein)
  • Freie LehrerInnen
  • YDG (Neue Demokratische Jugend)

Text von: Florian Keller, SJ Vorarlberg Co-Vorsitzender, erschienen bei http://www.sj-vlbg.at/

Sie dachten anders – Widerstand und Desertion in den Jahren 1933-1945

Film und Vortrag am Mittwoch, 27. Februar 2013, um 20.00 Uhr im Bregenzer Metrokino

Der 10. Film von Tone Bechter beschäftigt sich mit dem Widerstand und deren Kämpfern gegen ein diktatorisches Regime, beginnend in der Dollfuß-Ära im Jahre 1933 bis zum Ende des Hitler-Regimes 1945. Anschließend findet ein Gespräch mit dem Regisseur statt.

In der Spieldokumentation sprechen Zeitzeugen aus dem Großen Walsertal über ihre schwere Vergangenheit als Deserteure und Widerstandskämpfer. Die Situation eines 14-jähriges Kindes, das verhaftet wurde, und einer schwangeren Frau, die ins Gefängnis gebracht wird, lässt tief in die Lebensumstände der damaligen Zeit blicken. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Geschichte der Familie Burtscher aus Sonntag, die in Sippenhaft genommen wurde. Gerade im Großen Walsertal, in dieser bäuerlichen und harten Region, gab es eine große Zahl an Deserteuren. Die Erzählung geht aber auch über Vorarlberg hinaus und beleuchtet die damalige Situation der „Andersdenkenden“.

Der Film wurde zum Teil an Originalschauplätzen gedreht. Mit eindrücklichen Bildern werden die Umstände und Begebenheiten der Deserteure erklärt und die Entstehung des Widerstandes gezeigt.

Eine Veranstaltung vom Metrokino Bregenz in Zusammenarbeit mit ACUS – Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie und Jüdischem Museum Hohenems

Veranstaltungsort: Metrokino, Rheinstr. 25, 6900 Bregenz
Kartenreservierung: Tel. 05574 71843, www.metrokinobregenz.at
Eintritt: EUR 8,- bei freier Platzwahl

Jüdische Filmwochen 2011 in Vorarlberg

Vom 16.–30. November 2011 finden in Vorarlberg die Jüdischen Filmwochen statt. Hier das spannende Programm:

Ajami – Stadt der Götter

Regie: Scandar Copti und Yaron Shani | Israel/D 2009 | OF (arabisch und hebräisch) mit dt. UT | 124 min | DarstellerInnen: Shahir Kabaha, Ibrahim Frege, Fouad Habash, u.a.

Mi 16.11.2011, 20.00 Uhr | Fr 18.11.2011, 22.00 Uhr | Filmforum Bregenz

Vom palästinensischen Filmemacher Scandar Copti mit dem Israeli Yaron Shani geschrieben und inszeniert, verbindet der Film fünf Geschichten von Juden und Arabern, Christen und Muslimen in Ajami, einem Stadtteil von Jaffa. Der Palästinenser Malek, der illegal in Israel arbeitet, um die Krankenhauskosten für seine Mutter zu finanzieren, gehört ebenso zum Viertel wie der jüdische Polizist Dando, der seinen vermissten Bruder sucht, sowie der wohlhabende Palästinenser Binj, der von einem glücklichen Leben mit seiner jüdischen Freundin träumt.

Alle Rollen sind mit fantastischen LaiendarstellerInnen aus Jaffa und Tel Aviv besetzt. Aus verschiedenen Blickwinkeln und auf unterschiedlichen Zeitebenen wird von einer schier ausweglosen Situation erzählt, in der sich die Lebenswirklichkeiten fast zwangsläufig tragisch miteinander verbinden.

Oscar Nominierung (bester ausländischer Film), Caméra d‘Or in Cannes, und zahlreiche andere Auszeichnungen
www.ajami-film.de

Meduzot / Jellyfish – Vom Meer getragen

Regie: Shira Geffen und Etgar Keret | F/IL 2007 | OF mit dt. UT | 78 min | FSK ab 6 | DarstellerInnen: Sarah Adler, Naama Nissim, Manenita De Latorre, Bruria Albek, u.a.

Do 17.11.2011, 20.00 Uhr | Sa 19.11.2011, 22.00 Uhr | Filmforum Bregenz

Keren, Batya und Joy – drei Frauen zwischen Traum und Realität im heutigen Tel Aviv. Keren bricht sich auf ihrer Hochzeitsfeier ein Bein und kann damit die Reise in die Karibik vergessen. Stattdessen verbringt sie ihren Urlaub in verschiedenen Hotelzimmern der Heimatstadt, wo sie auf eine schöne und geheimnisvolle Dichterin trifft. Batya findet am Strand ein merkwürdiges Mädchen, das aus dem Meer zu kommen scheint. Während sie sich um dieses kümmert, kehrt ihre eigene Kindheitserinnerung zurück und weckt sie aus ihrem traumgleichen Zustand auf. Die Philippinin Joy arbeitet als Pflegerin, um sich die Rückkehr in ihre Heimat zu finanzieren. Unbeabsichtigt führt sie bei einer alten Dame eine Versöhnung mit ihrer exzentrischen Tochter herbei.

Diese drei lediglich locker miteinander verknüpften Episoden über so unterschiedliche Frauen, die alle in einer sogartigen Melancholie dahin treiben, zeichnen sich vor allem durch ihre durchlässigen Dimensionen zwischen Traum, Imagination und Realität aus, die eine schwer fassbare Welt konstruieren, deren komplexe Zwielichtigkeit auf schlichte, starke Bilder trifft, was dem Film eine symbolträchtige Atmosphäre verleiht, die den Zuschauer auf eine sehr emotionale Art berührt, ohne die gängigen Klischees über das Leben und seine Tiefen wie Untiefen überzustrapazieren.

Camera d‘Or in Cannes 2007

http://en.wikipedia.org/wiki/Jellyfish_%28film%29

Lebanon – Tödliche Mission

Regie: Samuel Maoz | Israel/D/F/Libanon 2009 | OF mit dt. UT | 93 min | FSK ab 16 | DarstellerInnen: Yoav Donat, Itay Tiran, Oshri Cohen, Michael Moshonov u.a.

Mi 23.11.2011, 20.30 Uhr | Fr 25.11.2011, 20.30 Uhr | Spielboden Dornbirn

Regisseur Maoz verarbeitete hier seine eigene Teilnahme am Libanon-Krieg von 1982 und konzentriert sich dabei auf die Besatzung eines Panzers im Einsatzgebiet… Sommer 1982 – Der erste Tag im Libanon-Krieg: Ein Panzer wird zu einer Routinemission abkommandiert. Die vierköpfige Besatzung, Shmulik, Hertzel, Jigal und ihr Kommandant Assi, hat den Befehl in feindlichem Gebiet eine Siedlung auszukundschaften, die zuvor von der israelischen Luftwaffe bombardiert wurde.

Was anfangs als ein ungefährlicher Einsatz gedacht war, gerät nach und nach außer Kontrolle. Völlig unvorbereitet finden sich die jungen Männer innerhalb kürzester Zeit in einem Albtraum wieder. Nur noch ihrer Angst und ihrem Instinkt gehorchend, versuchen die Vier im Chaos des Krieges zu überleben. Verzweifelt bemühen sie sich, ihre Kampf-Maschine durch die zerbombte Stadt zu navigieren, doch der Panzer droht für die eigene Besatzung zur tödlichen Falle zu werden.

Goldener Löwe in Venedig 2009 (bester Film)

www.lebanon.senator.de

A Serious Man

Regie: Joel und Ethan Coen | USA 2009 | OF mit dt. UT | 106 min | FSK ab 6 | DarstellerInnen: Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, u.a.

Do 24.11.2011, 20.30 Uhr | Mi 30.11.2011, 20.30 Uhr | Spielboden Dornbirn

Man schreibt das Jahr 1967. Eigentlich lebt Larry Gropnik ein beschauliches Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinde im Mittleren Westen der USA. Er ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und erfolgreicher Physikprofessor. Aber irgendwie läuft plötzlich nichts mehr so wie gewohnt. Seine Frau Judith verlangt plötzlich die Scheidung, um mit ihrem neuen Liebhaber zusammenleben zu können. Sohn Danny schwänzt die Schule, Tochter Sarah bestiehlt ihn. Und als ob die Familie nicht schon genügend Probleme bereiten würde, gerät auch noch seine Karriere ins Trudeln: Anonyme Briefschreiber verbreiten falsche Anschuldigungen, und außerdem versucht ein Student, ihn zu bestechen. Larry sucht Hilfe und hofft, diese bei einem Rabbi zu finden. Doch auch das ist leichter gesagt als bekommen …

Mit großartig entlarvenden Kameraeinstellungen von Roger Deakins, haarsträubend komisch-lakonischen Pointen, einer präzisen Balance von Tragik und Komik sowie einem perfekt gecasteten Personal liefern die Coens eine liebevolle Leinwand-Hommage ans Jüdischsein.

www.seriousman.de

Le concert – Das Konzert

Frankreich, Italien, Rumänien, Belgien, Russland 2009 | 122 min | OmU |
Regie: Radu Mihaileanu | DarstellerInnen: Alexeï Guskow, Dmitri Nazarov, Mélanie Laurent, François Berléand, Miou-Miou, Valeri Barinov, Anna Kamenkova Pavlova, Lionel Abelanski

Sa 26.11.2011, 20.30 Uhr | Di 29.11.2011, 20.30 Uhr | Spielboden Dornbirn

Vor zwanzig Jahren fiel Andreï Filipov, Stardirigent des weltberühmten Bolshoi Orchesters in Moskau, in Ungnade weil er sich geweigert hatte, jüdische Musiker aus dem Orchester zu werfen. Zwar arbeitet er auch heute noch am Bolshoi, allerdings als Reinigungskraft. Als er eines Abends ein Büro aufräumt, flattert ihm ein Fax vor die Füße: eine Einladung eines Pariser Theaters an das Bolshoi Orchester. Und Andreï hat eine wahnwitzige Idee: Er unterschlägt das Fax, trommelt das Ensemble von einst zusammen und plant „seine“ Reise nach Paris.

Es gelingt ihm sogar, die französische Stargeigerin Anne-Marie Jacquet für seinen Auftritt zu verpflichten. Natürlich bringen die Vorbereitungen haarsträubende Verwicklungen mit sich, aber Andreï ist wild entschlossen, sein Vorhaben umzusetzen. Denn der Auftritt in Paris soll nicht nur seiner Rehabilitation als Künstler dienen. César 2010 (beste Filmmusik und bester Ton)

www.konzert-derfilm.de

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Spielboden Dornbirn, Filmforum Bregenz und Jüdischem Museum Hohenems

Veranstaltungsorte und Kartenreservierung:

  • Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn, Tel. 0043 (0)5572 21933, Eintritt: € 7,-/4,-, http://www.spielboden.at
  • Filmforum Bregenz im Metrokino Bregenz, Rheinstr. 25, 6900 Bregenz, Tel. 0043 (0)5574 71843, Eintritt: € 7,-, http://www.filmforum.at

Quelle: http://www.jm-hohenems.at