Tag-Archiv für 'ausstellung'

Ausstellung und Film: „FriedensFrauen Weltweit“

Terre des femmes zeigt eine Ausstellung zur Friedenspolitik von und mit Frauen vom 03.08 – 15.09.2016 in der vhs – Galerie Konstanz, Katzgasse 7

Die Ausstellung „FriedensFrauen Weltweit“ wurde erstmals in der Eingangshalle des UNO-Sicherheitsrates in New York gezeigt. Anlaß war die Verabschiedung der UNO-Resolution 1325, die die Mitwirkung von Frauen bei Friedensverhandlungen nach Kriegen und kriegsähnlichen Konflikten einfordert. 2005 wurde das Netzwerk „1000 Gesichter des Friedens“ für den Friedensnobelpreis nominiert. Die Ausstellung macht die Arbeit der Friedensfrauen sichtbar und zeigt, daß ohne Beteiligung von Frauen kein Friedensprozeß möglich ist.

Die Vernissage findet am 03.08.16 um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Begleitprogramm zu Ausstellung FriedensFrauen Weltweit:

Filmvorführung „Tausend Friedensfrauen und ein Traum“

In Kooperation mit der vhs, TERRE DES FEMMES und der Konstanzer Friedensinitiative zeigt das K9 am 04.09.2016 im Rahmen der derzeitigen vhs-Ausstellung über „FriedensFrauen Weltweit“ den Dokumentarfilm

1000 Frauen und ein Traum“ (Trailer)

von Gabriele Neuhaus und Angelo Scudeletti, Offroad Reports GmbH Zürich, 2005 (ca 60 Min.)

Der Film dokumentiert die Friedensarbeit von Frauen in Krisen-und Kriegsgebieten. 2005 wurde das Netzwerk „1000 Friedensfrauen“ für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen; damit sollten Frauen, die weltweit Friedensarbeit geleistet haben und immer noch leisten, geehrt werden. In dem Film begegnen wir sechs dieser Frauen und erfahren, wie das Projekt zustande kam und wie es weitergeht, obwohl die Frauen den Preis nicht erhalten haben.

Termin: So. 04.09.2016 um 19 Uhr im K9, Hieronymusgasse 3

Quelle: http://frauenrechte.de, vhs Konstanz

Anarchie! Fakten und Fiktionen

Noch bis zum 4.9.2016 wird im Zürcher Strauhof die Ausstellung „Anarchie! Fakten und Fiktionen“ gezeigt. Sie ist ein Versuch, kursorisch die verschiedensten Zugänge zum Anarchismus auf zwei Etagen eines kleinen Museums zu versammeln.

Wer beim Besuch dieser Ausstellung eine systematische Einführung oder einen gründlichen Überblick über die zahlreichen Facetten des Anarchismus erwartet, wird vielleicht enttäuscht werden. So ein Vorhaben wäre auch von vornherein zum Untergang verdammt. Wer allerdings unvoreingenommen und offen in das Museum eintritt, wird mehrfach positiv überrascht sein über eine gar nicht museale Aufbereitung dieses Themas.

Wie es sich im Anarchismus gehört, wird gleich zu Beginn das Publikum zur Mitarbeit aufgefordert: In einer Wandzeitung sollen die BesucherInnen ihnen bekannte anarchistische Bands oder Interpreten sammeln. Darüber hinaus können eigene Beiträge zum Anarchismus an MuseumsmitarbeiterInnen übergeben werden, die es der Ausstellung hinzufügen. Dies funktioniert auch Online.

Das Herz der Ausstellung ist ein hell gestalteter Leseraum mit Sitzplätzen auf Holzgerüsten. An den vier Wänden befinden sich Kladden voller anarchistischer Texte, sortiert in Rubriken wie Politik, Theorie, Frauen, Schweiz, etc. Jedem dieser Texte ist ein Intro der AusstellungsmacherInnen vorangestellt, das den Text zusammenfasst und kontextualisiert. Wer möchte, kann sich jeden beliebigen Text kostenlos auf dem bereitstehenden Kopierer vervielfältigen, lochen, heften und mit nach Hause nehmen. Genial!

Oft sind diese Intros mit dem Namen Florian Eitel gezeichnet. Der Historiker Florian Eitel, der an der Universität Fribourg (CH) u.a. zum Anarchismus forscht, hat eine Dissertation mit dem Titel: „Vive la Commune libre universelle !“ : Anarchismus und Globalisierung im Tal von Saint-Imier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.“ geschrieben, eine Arbeit, die sich auf die starken anarchistischen Strömungen in der traditionsreichen Uhrenindustrie im Schweizer Jura bezieht.

Dieses Thema taucht auch an anderen Stellen in der Ausstellung auf, etwa wenn der experimentelle Dokumentarfilm «Uhrenarbeiter mit Werk« von Cyril Schäublin gezeigt wird. In dem Film wurden Interviews mit ehemaligen ArbeiterInnen der Uhrenindustrie nach ihrem Niedergang mit Zitaten des Anarcho-Kommunisten Piotr Kropotkin hinterlegt, der sich insbesondere aufgrund seiner Erfahrungen im Schweizer Jura zum Anarchismus bekannte.

«Ein Hirn haben heisst Anarchist sein», schreibt der Zürcher Arzt Fritz Brupbacher im Jahr 1912. Wo steht die Anarchie heute — welche Spuren hat das Streben nach einem herrschaftsfreien Leben in der Literatur und im Alltag hinterlassen? In Zusammenarbeit mit Autoren, Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, Aktivisten, Schülern, Freidenkerinnen und Querulanten zeigt die Ausstellung im Strauhof Beiträge zu gelebter Anarchie, literarischen Utopien und historischen Fakten. strauhof.ch

Die Ausstellung ist noch bis zum 4.9.2016 jeweils Mi/Fr 12–18 Uhr | Do 12–24 Uhr | Sa/So 11–17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet normalerweise 10 CHF bzw. ermässigt 6 CHF. An den Donnerstags-Öffnungszeiten wird ab 18 Uhr kein Eintritt mehr verlangt.

Am 17. Juli wird um 14 Uhr für zusätzliche 6 CHF eine Führung durch die Ausstellung angeboten.

Am 3.9. beteiligt sich der Strauhof an der Langen Nacht der Zürcher Museen mit dem Thema Anarchisten-Prozesse, mit Performances und einer anarchistischen Playlist, zu der man wiederum Eigenes beitragen kann.

Links

Kaboom! Afrikanische Comics im Fokus

Ausstellung zu Comics aus und über Afrika vom 5.01. – 22.01.2016 jeweils 16 – 19 Uhr; Sa, 14 – 17 Uhr in den Basler Afrikabibliografien

Diese Ausstellung bietet einen Querschnitt durch die Comic-Kultur Afrikas südlich der Sahara, wie auch den Blick von ‚aussen’, dargestellt in europäischen und US-Comics.

Die Abenteuer von Tim und Struppi im Kongo kennen wohl die meisten. Aber kennst du auch Comics aus Afrika? In dieser Ausstellung findest du beides: Einen Querschnitt durch die Comic-Kultur Afrikas südlich der Sahara, wie auch den Blick von ‚aussen’, dargestellt in europäischen und US-Comics. Zudem werden Comics als Gegenstand der historischen Forschung analysiert und die Eigenheiten des Mediums – wie z.B. das Zusammenspiel von Bild und Wort – erarbeitet. Während zwei Semestern haben sich Studierende der Uni Basel und MitarbeiterInnen der Basler Afrika Bibliographien (BAB) mit diesem Thema auseinandergesetzt. Kaboom! Aus dem Interessantesten, Wichtigsten, Lustigsten, Erstaunlichsten und Spannendsten haben sie diese Ausstellung auf die Beine gestellt: Hier stehen afrikanische Comics im Fokus.

Quelle: http://baslerafrika.ch/

Die ganze Welt in Zürich – Konkrete Interventionen in die Schweizer Migrationspolitik

Das Projekt „Die ganze Welt in Zürich“ fragt nach rechtlicher, politischer, sozialer und kultureller Teilhabe und erforscht, wie das Konzept einer StadtbürgerInnenschaft für alle in Zürich lebenden Menschen konkretisiert und umgesetzt werden könnte.

Projektzeitraum: Oktober 2015 – Februar 2016
Eröffnung: Do, 22. Oktober 2015 mit Schiffsfahrt
Treffpunkt Steg Bürkliplatz: 19:00, Abfahrt: 19:30
Ankunft Hafen Wollishofen: 20:30, danach Party in der Shedhalle
Erstes Hafenforum: Sa, 24. Oktober, 10:00 – 18:00

Programm des 1. Hafenforums

Projektwebsite: http://www.whole-world-in-zurich.net

Ein Viertel aller BewohnerInnen der Schweiz sind weitgehend von rechtlicher, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Teilhabe an Stadt und Gesellschaft ausgeschlossen, weil sie keine Schweizer StaatsbürgerInnen sind. Das Projekt „Die ganze Welt in Zürich“ zielt darauf ab, konkrete Interventionen in die Migrationspolitik zu entwickeln, diese Vorschläge hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit in Zürich zu überprüfen und öffentlich vorzuschlagen. Zudem schafft es einen Ort, an dem über Sachzwänge hinaus, im Sinne einer sozialen Utopie gemeinsam nachgedacht, verhandelt und politisch agiert werden kann.

Das Projekt verortet sich in der Tradition sozial engagierter Kunst. Dafür hat die Shedhalle den Künstler Martin Krenn eingeladen, der das Projekt zusammen mit Katharina Morawek (kuratorische Leitung der Shedhalle) und einer transdiziplinären Arbeitsgruppe entwickelt und umsetzt.

Urban Citizenship

Das Projekt bezieht sich auf das Konzept der Urban Citizenship. Gemeint ist damit eine „Stadtbürgerschaft“ oder auch „Wohnbürgerschaft“.
Während der Begriff „StaatsbürgerInnenschaft“ fundamentale Rechte an die Grenzen eines Nationalstaats, an Mobilitätskontrolle und Sesshaftigkeit bindet, meint StadtbürgerInnenschaft die Anpassung politischer Instrumentarien an die vielfältige Normalität moderner (Gross-)Städte. In Konzepten um StadtbürgerInnenschaft wird demzufolge nicht Migration, sondern die ungleiche Verteilung sozialer Rechte und damit der ungleich verteilte Zugang zu Ressourcen als Problem adressiert.
siehe auch „Städte(n) statt Staaten“

Formate

Wesentlich für das Projekt ist sein experimenteller Charakter. Es versucht mit den Mitteln der Kunst die politische Machbarkeit eines konketen, umsetzbaren Vorschlags, wie eine StadtbürgerInnenschaft in Zürich aussehen könnte, auszuloten.

Zentral für das Projekt „Die ganze Welt in Zürich“ ist das Bild eines Hafens, das verschiedene Bilder evoziert: Mobilität, Globalität, Handeln und Aushandeln, Ankunft, vor Anker gehen, Vielfalt und Weltoffenheit. Teils ruft diese Metapher auch widersprüchliche oder problematische Bilder hervor, die das Projekt aufgreift und bearbeitet.

Während des gesamten Projektzeitraums werden insgesamt sieben so genannte Hafengespräche stattfinden. Die Hafengespräche stellen einen dialogisch-ästhetisch gestalteten Raum dar, an dem Mitglieder der Arbeitsgruppe sowie VertreterInnen von Interessensgruppen, EntscheidungsträgerInnen, StadtpolitikerInnen, MitarbeiterInnen öffentlicher Einrichtungen usw. teilnehmen. Die Hafengespräche selbst werden in der Shedhalle dezidiert unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, die Shedhalle fungiert so als ein geschützter Raum.

In drei öffentlichen Hafen-Foren, die jeweils 1 Tag dauern, werden lokale und internationale AkteurInnen aufeinandertreffen und Debatten führen, aber auch Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Der Anspruch, Debatten auf Augenhöhe zu ermöglichen, findet seine Entsprechung in einer bewusst dafür angelegten Ausstellungsarchitektur.

Das 1. Hafen-Forum zu Urban Citizenship wird am 24. Oktober 2015 (zwei Tage nach Projekt-Eröffnung) stattfinden und soll einen Einblick in aktuelle Debatten, Konflikte und Auseinandersetzungen bieten sowie konkrete Anknüpfungen an die Zürcher Gegebenheiten ermöglichen.

Die Ausstellung

Das Projekt wird von einer Ausstellung zur Geschichte und Praxis der socially engaged art in der Shedhalle begleitet. Die Ausstellung rahmt das Projekt und stellt den Zusammenhang zu ähnlichen, historischen und aktuellen Projekten her.
Einen weiteren Teil der Ausstellung bildet die Ausstellungsarchitektur, welche dialogische Gesprächsräume für die Hafengespräche, Hafenforen und Arbeitsgruppensitzungen schafft und die sich an der Hafenmetapher des Projekts orientieren.

Shedhalle Zürich: http://shedhalle.ch

Ausstellung: Das Jüdische Konstanz – Blütezeit und Vernichtung

Ausstellungseröffnung anlässlich des 75. Jahrestages der Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger, am 15. Juli 2015 ab 19 Uhr im Oberen Saal des Konzilgebäudes.

Aus der Einladung:

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts profitierte auch Konstanz vom Zuzug alemannischer Landjuden. Bald waren sie engagierte Bürger ihrer neuen Heimatstadt und deutsche Patrioten. Ihrem Gewerbefleiß verdankt Konstanz den Aufstieg zur Einzelhandelsmetropole mit. Doch nach dem 30. Januar 1933 wurde auch am deutschen Bodenseeufer der Judenhass zur Staatsdoktrin. Von der Blütezeit bis zur Shoah und über die Neuanfänge nach 1945 erzählt mit berührenden Erinnerungsobjekten aus aller Welt unsere Sonderausstellung aus Anlass des 75. Jahrestages der Deportation der badischen Juden nach Gurs.

Programmpunkte:

Erinnerung an das jüdische Konstanz
Begrüßung durch Oberbürgermeister Uli Burchardt

Grußwort der baden-württembergischen Landesregierung
Gisela Erler, Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft, Mitglied des Landeskabinetts

„Einen Schlussstrich wird es nicht geben“
Ansprache Seiner Exzellenz Yakov Hadas-Handelsman, Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland

Menschen dieser Stadt – Lebensbilder aus dem jüdischen Konstanz
Dr. Tobias Engelsing, Direktor der Städtischen Museen mit Studierenden der Universität Konstanz

Das Buch zum Gedenkjahr & Dankesworte

Die Feier wird von Mitgliedern der Südwestdeutschen Philharmonie musikalisch umrahmt.

Für die Teilnahme wird eine schriftliche Anmeldung bis 4. Juli erwartet.

Ausstellung

Die Ausstellung wird vom 16. Juli bis 30. Dezember 2015 im Richentalsaal im Kulturzentrum am Münster gezeigt.

Öffentliche Führungen: Jeden Dienstag 16 Uhr
Sonntagstermine: Siehe Tagespresse
Gruppenführungen: Jederzeit auf Anmeldung
Führungen für Schulklassen und Jugendliche ab 12 Jahren: Jederzeit auf Anmeldung

Kontakt: Dr. Lisa Foege, Tel. 07531/900 851 oder lisa.foege@konstanz.de

Ausstellung zum Projekt „Holocaust und Erinnerungskultur – Mediale Formen des Weitertragens“

Ausstellungsprojekt von Studierenden der Uni Konstanz sowie Vernissage am 23.2.2015

In Kooperation mit der Initiative Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz und dem Internationalen Auschwitz Komitee Berlin befasste sich eine Gruppe Studierender der Universität Konstanz mit den medialen Formen des Weitertragens in Erinnerung an den Holocaust. Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Geschehnisse des Holocaust nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und einen Bezug zu Konstanz besitzen. Sie geben ihre Erinnerung, die Erinnerung von Verwandten oder auch von Fremden auf ganz unterschiedliche Art und Weise weiter. Generationendialoge, Kunstprojekte, Web-Seiten, Filme oder Gedenkorte entstehen.

Idee des Ausstellungsprojektes ist es, Ereignisse des Holocausts nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und neue Formen des Weitertragens aufzuzeigen. Wie erinnern wir uns heute an den Holocaust? Und vor allem wer bringt uns dazu, dass wir uns erinnern?

Zu sehen gibt es nicht nur sechs Ausstellungstafeln, sondern auch Filmreportragen, Fotografien und vieles mehr. Im Rahmen der Ausstellung werden auch Workshops mit SchülerInnen angeboten, in denen kreativ und medienpraktisch gearbeitet wird

Wann: 23.02.2015 – 28.02.2015 Mo 10.00 – 20:00 Uhr, Di – Do: 08:00 – 20:00 Uhr, Fr: 08:00 – 14:00 Uhr

Vernissage: Montag, 23.02.2015 18:00 Uhr in Raum 0.7

Wo: Galerie der vhs konstanz-singen e.V., Katzgasse 7, 78462 Konstanz

Weitere Infos: weitertragen.wordpress.com

Demo gegen Ecopop-Initiative am 1.11.2014 in Bern

Am 30. November kommt in der Schweiz die sog. Ecopop-Initiative zur Abstimmung. Sie verbindet Wohlstandschauvinismus und Rassismus mit restriktiver Bevölkerungspolitik in der Dritten Welt und verbrämt dies mit wohlklingendem, ökologisch angehauchten Vokabular. Seit Monaten laufen Gewerkschaften, linke Parteien, feministische Organisationen wie terre des femmes, antirassistische Initiativen und Einzelpersonen der Zivilgesellschaft dagegen Sturm. Am 1.11. ab 14:30 Uhr findet nun eine schweizweite Kundgebung und Demo gegen diese Initiative auf dem Bundesplatz in Bern statt.

Demo am 1.11.2014 auf dem Bundesplatz in Bern

Die Befürworter der rechten Initiative, die sich anschickt, die vorausgegangene „Masseneinwanderungsinitiative“ der rechten SVP in ihren rassistischen Konnotationen noch zu toppen, nennen sie „Volksinitiative“: „Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“. Die Argumente der Initiativbefürworter erinnern deutsche Linke an Debatten der 80er und 90er Jahre, in denen es um Auseinandersetzungen mit rechten Ökologen1, Vertretern einer konservativen Entwicklungspolitik und frauenfeindlichen Bevölkerungspolitikern ging. Sie vertraten z.B. Zwangssterilisierungen in der Dritten Welt oder Thesen des reaktionären britischen Ökonomen Thomas Malthus. 2

Die Abstimmungsinitiative hat wohl aus früheren Debatten gelernt und kommt in einem Gewand daher, dass den Eindruck erweckt, als seien hier die reinsten Menschenfreunde, die fortschrittlichsten Ökologen und die ehrlichsten Demokraten unterwegs. Unter dem Strich geht es ihr jedoch um die radikale Begrenzung der Zuwanderung in die Schweiz, um eine Zurichtung der restlichen Zuwanderung auf den ökonomischen Nutzen für die Schweiz und um die Aufrechterhaltung des Reichtums der Schweiz, koste es so viele Menschenleben, wie es wolle. Ausführlich hierzu:

Die kritische Kunstinstitution Shedhalle, Zürich, zeigt in diesem Zusammenhang die Ausstellung „Das Ende der Natur. Einige Widersprüche in aktuellen Diskussionen zu Ökologie und Krise“ von den beiden Künstlern Ralo Mayer und Tomash Schoiswohl. Sie wird am 13. November 2014 mit einer Podiumsdiskussion eröffnet und geht bis 1. März 2015.

http://shedhalle.ch

Fußnoten:

  1. Z.B. Herbert Gruhl, den Rechtsausleger der Partei die Grünen in ihrer Gründungsphase und sein Buch „Ein Planet wird geplündert“. Gruhl wurde früh aus der grünen Partei herausgeworfen und gründete eine eigene Partei, die ÖDP. [zurück]
  2. Zitat von Malthus: „„Ein Mensch, sagte er, der in einer schon occupirten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgend einen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde. Bei dem großen Gastmahle der Natur ist durchaus kein Gedecke für ihn gelegt. Die Natur gebietet ihm abzutreten, und sie säumt nicht, selbst diesen Befehl zur Ausführung zu bringen.“ [zurück]

Homosexuellenverfolgung 1919 bis 1969

Ausstellung vom 20.06. – 30.06.2014 an der Universität Konstanz, Ebene A6

Die Schautafeln zeigen Teile der Ausstellung „Homosexuellenverfolgung in Hamburg 1919 bis 1969“, die wie das gleichnamige Buch von Bernhard Rosenkranz, Ulf Bollmann und Dr. Gottfried Lorenz erstellt wurde und erstmals 2008 in der Gedenkstätte KZ Neuengamme gezeigt wurde. Anhand von Dokumenten, Fotoaufnahmen und Einzelschicksalen wird die Geschichte der Homosexuellenverfolgung von 1919 bis 1969 in Hamburg aufgezeichnet, die sich aber in anderen Städten ganz ähnlich zugetragen hat. Sichtbar gemacht wird die „Kontinuität der Verfolgung“, die sich keinesfalls auf die NS-Zeit beschränkt, sondern bereits von der Weimarer Republik bis weit über die unmittelbare Nachkriegszeit hinausging.

Die Hamburger Ausstellung wurde u.a. vom Verein Rosa Strippe e.V. im Jahr 2009 in Bochum gezeigt, ergänzend finden sich daher zusätzlich drei Tafeln mit Personenportraits (Dr. Hünnebeck, F. Heintze und W. Güte) aus dem Ruhrgebiet in der Ausstellung.

Veranstalter: AStA der Universität Konstanz, Referat für Gleichstellung & Integration in Zusammenarbeit mit der Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“.

Quelle: http://www.stolpersteine-konstanz.de

Georg-Elser Ausstellung in Konstanz

Das Kreisarchiv Konstanz zeigt noch bis Ende August 2013 die Ausstellung mit dem Titel „Ich habe den Krieg verhindern wollen. Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939″.

Die Ausstellung ist in der Bodenseehalle des Landratsamts, Benediktinerplatz 1, Konstanz zu sehen. Am Dienstag, 27.8.2013 um 16 Uhr, gibt es die Möglichkeit an einer kostenlosen, einstündigen Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. Anmeldung unter Tel. 07531/8 00 19 01.

Quelle: Südkurier Online

Links

Begleitprogramm zur Konstanzer Stolpersteinverlegung mit Schwerpunkt Sinti und Roma

Als Rahmen für die Stolpersteinverlegung am 9. September 2013 führt die Konstanzer Initiative drei Veranstaltungen zum Schwerpunkt Sinti und Roma durch. Zusätzlich findet vom 7.9. – 29.9. in der Rathaus Galerie eine Ausstellung des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg statt.

09.09.2013 19:30 Uhr Astoriasaal

Übergabe der Stolpersteine an die Stadt Konstanz

Offizielle Übergabe der Steine an die Stadt Konstanz.

Konstanzer Schüler stellen ihr Projekt „Erinnere Dich – vergiss es nicht“ vor, im Rahmen dieses Projekts wurden im Laufe des letzten Schuljahres u.a. auch die Biographien von sieben jüdischen Opfern aus Konstanz recherchiert, für die heute Steine verlegt werden konnten.

Im Anschluss

Die Verfolgung von Sinti und Roma im Dritten Reich

Vortrag des Historikers Dr. Arnulf Moser

Der Vortrag des Historikers Arnulf Moser behandelt die Ausgrenzung der Gruppe der Sinti und Roma als Fremdrassige und Asoziale und die zwangsweise Sesshaftmachung. Sinti und Roma wurden nach rassenpolitischen Kriterien erfasst und waren im Krieg von Deportation oder Zwangssterilisation bedroht. Verdeutlicht wird diese Entwicklung an Beispielen aus der Region. Einbezogen wird auch die langwierige Auseinandersetzung um eine Entschädigung in der Nachkriegszeit.

12.09.2013 19.30 Uhr Wolkensteinsaal

Zeitzeuge Hugo Höllenreiner berichtet über seine Lebensgeschichte: Ein Sinto Kind in Auschwitz-Birkenau

Hugo Höllenreiner wurde 1933 in München geboren. Im Alter von neun Jahren wurde er mit seinen Eltern und Geschwistern, sowie zahlreichen weiteren Angehörigen in das „Zigeuner-Lager“ nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde er selber Opfer brutalster medizinischer Experimente. Nach einer weiteren Odyssee durch die Konzentrationslager Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen wurde er im April 1945 befreit.
Viele Jahre hat Hugo Höllenreiner über seine schrecklichen Erlebnisse geschwiegen. Grund dafür waren auch Diffamierungen und die offene Ablehnung, der er als Sinti-Angehöriger im Nachkriegsdeutschland weiterhin ausgesetzt war.
Erst Ende der 90er Jahre hat Hugo Höllenreiner begonnen seine Lebensgeschichte zu erzählen, die Anja Tuckermann in der Biografie „Denk nicht wir bleiben hier!“ Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner 2005 veröffentlichte.

26.09.2013 19.30 Uhr Astoria-Saal

„Sündenbock“ Roma in Osteuropa – Hatz auf eine Opfergruppe des Nationalsozialismus

Annähernd jeder Angehörige der Volksgruppe der Roma in Osteuropa und auf dem Balkan hat direkte Vorfahren in den Konzentrationslagern des Nazi-Regimes verloren. Zu den rund 500.000 Opfern der europäischen Sinti und Roma, die auf Erlass des Reichsführer SS, Heinrich-Himmler ab Dezember 1942 deportiert und ermordet wurden kamen viele Zehntausende aus den heutigen Balkanstaaten.
Die aktuellen Berichte von Menschenrechtsorganisationen und des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR machen deutlich, dass dieser Opfergruppe des Nationalsozialismus im heutigen Europa nicht etwa besonderer Schutz zu Teil wird, sondern dass Roma erneut in erschreckendem Maße ausgegrenzt, diskriminiert und erfolgt werden. Die stereotypen Merkmale, welche „den“ Roma zugeschrieben werden decken sich dabei häufig mit denen im Nationalsozialismus geschürten Vorurteilen.
Der Konstanzer Journalist und Autor Jürgen Weber hat 2012 ein ungarisches Dorf besucht, welches zuvor durch Pogrome an der Roma-Bevölkerung über die Landesgrenzen hinaus Schlagzeilen machte. Seine Recherche in osteuropäischen Staaten hat er mit Gesprächen von in Deutschland lebenden Flüchtlingen vom Balkan ergänzt. An den Beispielen Ungarn und Serbien beschreibt er die Stimmung in Gesellschaft und Politik sowie die Diskriminierung der Roma und deren Fluchtgründe.
Jürgen Weber geht der Frage nach, wie es sein kann, dass die Enkel und Urenkel der in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma wieder einer institutionellen und vielerorts aggressiven Diskriminierung ausgesetzt sind und die Europäische Union diesen Teil ihrer Bürgerinnen und Bürger nicht ausreichend schützt und fördert.

Für diese drei Veranstaltungen ist der Veranstalter die „Initiative Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ in Zusammenarbeit mit der VHS Konstanz – Singen e.V.

Weitere Veranstaltungen der Initiative Stolpersteine für Konstanz – gegen Vergessen und Intoleranz in Zusammenarbeit mit der VHS Konstanz-Singen e.V.

7.9. – 29.9. in der Rathaus Galerie

Typisch „Zigeuner“? Mythos und Wirklichkeiten

Eine Ausstellung des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg

Am 15. März 2013 jährte sich zum siebzigsten Mal die große Deportation der Sinti und Roma aus Württemberg und Baden. Die Schergen des mörderischen Regimes verschleppten sie in das sogenannte „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau. Nahezu die Hälfte dieser Deportierten waren Kinder unter 16 Jahren. Diese Deportation war Bestandteil der rassistischen Vernichtungspolitik der Nazis, die nur etwa zehn Prozent der seit Jahrhunderten in Mitteleuropa ansässigen Sinti und Roma überlebten.
Dennoch wurde nach dem Untergang des NS-Regimes weder das begangene Unrecht gesühnt noch gab es Wiedergutmachung. Vielmehr wurden die Sinti und Roma weiterhin diskriminiert und verfolgt – teilweise von denselben Beamten, die zuvor schon an ihrer Verfolgung mitgewirkt hatten.
In Konstanz wird am 9. September 2013 erstmals ein Stolperstein für einen Angehörigen dieser Opfergruppe verlegt. In Erinnerung an diese oft „vergessene“ Opfergruppe, plant die Initiative Stolpersteine für Konstanz in diesem Jahr verschiedene Begleitveranstaltungen zu dem Thema, auch ein Überlebender der Deportation, der Sinto Hugo Höllenreiner, wird nach Konstanz kommen und von der Verfolgungsgeschichte seiner Familie berichten. Er selber überlebte als Kind die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen.
Diese Ausstellung soll vor allem auch Schulklassen die Möglichkeit geben, sich vertiefend mit dem Thema zu beschäftigen. Denn das Thema ist von erschreckender Aktualität:
In weiten Teilen Europas werden Sinti und Roma noch immer diskriminiert, vertrieben und verfolgt. In Ungarn, Rumänien, Tschechien und im Kosovo fehlen ihnen die Lebensgrundlagen und der Schutz von Behörden und Öffentlichkeit. Aus Frankreich werden sie verjagt, in Italien isoliert. Die Zugewanderten werden in Deutschland, wo sie Schutz und Arbeit suchen, unter Missachtung elementarer Menschenrechte abgeschoben.

Quelle: http://www.juergenweber.eu/

Programm zum Internationalen Frauentag 2013 in Konstanz

Zum Internationalen Frauentag am 8.3.2013 veranstalten 20 Konstanzer Frauenorganisation zusammen mit der städtischen Chancengleichheitsstelle ein umfangreiches Programm mit Ausstellung, Vorträgen, Frauenfrühstück, Literaturmatinee, Internet-Cafe, Telefonaktion, Filmen und einem Konzert.

Das Programm:

Freitag, 22. bis Donnerstag, 28. Februar

09:00 bis 17:00 Uhr (Mo.– Fr.)
Wanderausstellung „Mit Schirm, Charme und Methode – Arbeitsplatz Hochschulbüro“

Die HTWG zeigt eine Ausstellung zum historischen Wandel im Berufsfeld der Hochschulsekretärinnen. Sie vermittelt einen geschichtlichen Überblick, wie aus der ehemaligen Schreibkraft eine Expertin des Hochschulapparates wurde. Die Wanderausstellung beleuchtet Arbeitsanforderungen und Qualifikationen und geht auf die Wertschätzung und Bezahlung sowie die Perspektiven und Visionen ein.

Wo? HTWG Konstanz Bibliothek, Brauneggerstr. 55
Wer? Stabsstelle Gleichstellung und Diversity

Donnerstag, 7. März, 09:00 – 15:00 Uhr

Telefonaktion „Frauen haben‘s drauf“

Für Frauen, die nach der Familienphase wieder arbeiten möchten, werden Fragen zu den Themen Wiedereinstieg, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Teilzeit und Teilzeitausbildung telefonisch beantwortet. Die Aktion läuft in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Wo? ? 01801 / 555 111, Kennwort „Frauenaktionstag“
Wer? Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit

Donnerstag, 7. März, 18:30 Uhr

Film „Festung“

Aus der Perspektive der 13-jährigen Johanna thematisiert der Film das Problem der Häuslichen Gewalt. Ungeschminkt zeigt er die weibliche Ohnmacht gegenüber der männlichen Bedrohung. Die Angst einer Familie, nichts nach außen dringen zu lassen. Aber auch den Mut und die erste Liebe, die Johanna die Kraft geben, aus der „Festung“ auszubrechen. Der Film (D 2011, 87 min.) der finnischen Regisseurin Kirsi Liimatainen erhielt das Prädikat „wertvoll“.

Wo? Scala Kino, Marktstätte
Wer? Scala Kino und TERRE DES FEMMES
Eintritt: € 5,50/6,50

Freitag, 8. März ab 10:00 Uhr

Willkommen zum Internationalen Frauenfrühstück!

Zum Brunchen in anregender Atmosphäre, die zu Austausch und Gesprächen einlädt, sind alle Frauen herzlich in den Treffpunkt Petershausen eingeladen. Die Frauen der Moscheegemeinde und der Afghanischen Frauengruppe sorgen für ein leckeres Büffet zum Selbstkostenpreis. Kinder zwischen vier und sechs Jahren sind in der Kinderbetreuung willkommen.

Wo? Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1
Wer? Treffpunkt Petershausen, Afghanische Frauengruppe, Moscheegemeinde

Freitag, 8. März ab 10.00 Uhr

Internet-Café

Unser Internet-Café lädt an diesem Tag Frauen, die bislang noch wenig Erfahrung mit dem PC haben, zum Schnuppern unter fachkundiger Anleitung ein. Trauen Sie sich!

Wo und wer? Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1

Freitag, 8. März, 10:00 – 13:00 Uhr

Literaturmatinee mit Apéro

Das Referat für Gleichstellung und Familienförderung der Universität Konstanz veranstaltet am 8. März in Y311 eine Literaturmatinee mit Apéro für Frauen aus Verwaltung und Wissenschaft. Von 10-13 Uhr lesen Ulrike Sprenger und Claudia Rapp ausgewählte Texte. Studentinnen und externe Gäste sind willkommen! Anmeldung bis 27.02.13 bei anne.emmert@uni-konstanz.de

Wo? Universität Konstanz, Raum Y311
Wer? Referat für Gleichstellung und Familienförderung

Sonntag, 10. März, 10:00 Uhr

Brunch zum 8. März

Wo? belladonna, Oberlohnstr. 3 (Neuwerk)
Wer? Frauen & Kultur e.V.

Sonntag, 10. März, 12:00 Uhr

Lesung „Euer Schweigen schützt Euch nicht“

Zum 20sten Todestag der Schwarzen, lesbischen Poetin und feministischen Autorin Audre Lorde erschien das Buch (Orlanda Verlag 2012) von Peggy Piesche zur Geschichte der Schwarzen Frauenbewegung in Deutschland. Es enthält bisher unveröffentlichte Texte von Audre Lorde. Anlässlich des Internationalen Frauentages stellt das belladonna Texte dieser einflussreichen Kämpferin für die Rechte Schwarzer Frauen vor.

Wo? belladonna, Oberlohnstr. 3 (Neuwerk)
Wer? Frauen & Kultur e.V.

Montag, 11. März, 20:00 Uhr

Vortrag und Diskussion: „Mehr Frauen in Politik, Verwaltung und Wissenschaft!“

Baden-Württemberg hat ein Demokratieproblem: Es ist deutschlandweit Schlusslicht in der Vertretung von Frauen in Gemeinderäten und Landkreistagen. Die von Grün-Rot vereinbarte Regelung zur Stärkung von Frauen bei Kommunalwahlen ist ein erster Schritt, um den Frauenanteil zu steigern. Auch in Verwaltung und Wissenschaft besteht Aufholbedarf. Wir beleuchten und diskutieren Fördermöglichkeiten und Reformen mit Landtags-Vizepräsidentin Brigitte Lösch (Bündnis 90 / Die Grünen), Christa Albrecht (Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz) und einer Vertreterin des Gleichstellungsrates der Universität Konstanz (N.N.)

Wo? Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1
Wer? BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband

Dienstag, 12. März, 15:00 Uhr

Vortrag „Als Frau im islamischen Land Iran“

Mit Geschichten und Bildern verdeutlicht Solale Schirasi die aktuelle Situation der Frauen im Iran. Trotz der Repressalien der islamischen Regierung gaben die Frauen ihren Widerstand nicht auf und entwickelten vielfältige Aktionsformen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Wo? Evang. Petrusgemeindezentrum,
Wollmatinger Straße 58
Wer? Seniorenkreis der Petrus- und Paulusgemeinde

Donnerstag, 14. März, 18:00 Uhr

Vortrag „Der Migrationsprozess: Krisen und Chancen“

Die Psychologin Dr. Maria Isabel Fontao informiert über Migrations- und Integrationsprozesse, damit verbundene Schwierigkeiten und mögliche Lösungswege aus psychologischer Sicht. Vortragssprache Spanisch!

Wo? Sprachendienst Konstanz, Wallgutstr. 3
Wer? Latinas del Lago e.V.

Freitag, 15. März, 20:00 Uhr

Konzert „In der Bar zum Krokodil“

Das Bild der Frau im frühen Schlager In den „Goldenen Zwanziger Jahren“ erschuf der junge Schlager das Bild einer „neuen Frau“, deren kühne und kühle Eleganz Furore machte. Unter diesem Motto bringen die Tübinger Saloniker und Katharina Zerres bekannte und unbekannte Schlager zu Gehör, garniert mit Evergreens der Kaffeehaus-Musik. Das Konzert wird moderiert mit Anekdoten und Geschichten, die den jeweiligen kulturgeschichtlichen Hintergrund der einzelnen Stücke beleuchten.

Wo? K9, Obere Laube 71
Wer? K9 in Kooperation mit TERRE DES FEMMES
Eintritt: AK € 14/12/10, VVK € 12/10/8

Donnerstag, 21. März, 18:00 Uhr

Vortrag „Die Rechte der Frauen in Deutschland“

Rechtsanwältin Carol Sanabria befasst sich in ihrem Vortrag mit den gesetzlichen Rechten der Frauen in Deutschland. Vortragssprache Spanisch!

Wo? Sprachendienst Konstanz, Wallgutstr. 3
Wer? Latinas del Lago e.V.

Donnerstag, 21. März, 20:00 Uhr

Film „LILJA 4-EVER“

Ein Film (S 2002, 109 min.) über das Verlangen, woanders zu sein, alles zurückzulassen, darüber, allein gelassen zu werden, über reiche Leute, die glauben, dass man alles kaufen kann, über arme Leute, die dazu gezwungen sind, ihren ganzen Besitz zu verkaufen (außer ihrem Herzen), über Dinge, die weit entfernt und über Dinge, die auf der Straße, in der wir leben, passieren.

Wo? K9, Obere Laube 71
Wer? K9 in Kooperation mit TERRE DES FEMMES
Eintritt: € 4/3

VeranstalterInnen:

Afghanische Frauengruppe
Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband
Integrationsbeauftragte
Deutscher Juristinnenbund Regionalgruppe Bodensee
DGB-Frauen
Frauen und Kultur e.V.
K9 – Kommunales Kunst- und Kulturzentrum
Latinas del Lago e.V.
Moscheegemeinde
pro familia
Referat für Gleichstellung und Familienförderung der Universität
Scala Kino
Seniorenkreis der Petrus- und Paulusgemeinde
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Stabsstelle Gleichstellung und Diversity der HTWG
TERRE DES FEMMES
Treffpunkt Petershausen
ver.di Frauen
– und die Chancengleichheitsstelle

Quelle: Flyer zum Internationalen Frauentag 2013 in Konstanz

Ausstellung: Kinder und Jugendliche – Mit der Reichsbahn in den Tod

Ausstellung der Konstanzer Stolpersteininitiative vom 22.10. – 30. 11.2012 im Gedenken an die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden am 22. Oktober 1940

Die Vernissage der Ausstellung findet am Montag, 22. Oktober 2012, von 18–19 Uhr in der Galerie der Volkshochschule Konstanz statt.

Anschließend, von 19:30 – 21 Uhr, gibt es eine Zeitzeugen-Veranstaltung im Wolkensteinsaal im Kulturzentrum am Münster. Der Zeitzeuge Felix Rottberger erzählt – eine jüdische Odyssee Berlin, Reykjavik, Kopenhagen, Freiburg.

http://www.stolpersteine-konstanz.de/

http://www.mit-der-reichsbahn-in-den-tod.de/

Flyer zur Ausstellung

Ausstellung „Stolpersteine in Konstanz“ und Zeitzeugenbericht von Ruth Schwarzhaupt

Vom 26.01.bis 19.02.2012 zeigt die Initiative „Stolpersteine in Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ ihre Ausstellung „Stolpersteine in Konstanz“. Der Austellungsort ist der Gewölbekeller des Kulturzentrums, Konstanz. Die Vernissage findet dort am 26.01. um 18 Uhr statt.

Öffnungszeiten: Di-Fr. 10-18 Uhr, Sa und So 10-17 Uhr

Zeitzeugenbericht

Im Anschluß an die Vernissage, um 19:30 Uhr, gibt es dann einen Zeitzeugenbericht von Ruth Schwarzhaupt. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages spricht Ruth Schwarzhaupt über die Geschichte ihrer Familie, die 1933 aus München Zuflucht in Konstanz gesucht hatte.

Ort: Wolkensteinsaal, vhs Konstanz, Katzgasse 7, Konstanz

http://stolpersteine-konstanz.de

Peter Weiss. Autor, bildender Künstler und Filmemacher

Vom 16. Oktober 2009 – 28. Februar 2010 findet im Hermann Hesse Höri-Museum eine Sonderausstellung zu Peter Weiss statt. Am Samstag, 14. November 2009, 20.00 Uhr spricht Volker Michels, der Herausgeber der Hermann Hesse Gesamtausgabe im Suhrkamp Verlag zu Hermann Hesse und Peter Weiss.

Peter Weiss (1916-1982) wurde als Autor autobiografischer Prosa und avantgardistischer Essays bekannt. Er erzielte auch internationale Erfolge als politisch engagierter Dramatiker. Das Drama „Die Ermittlung“, prägend für das dokumentarische Theater, wurde zur Schullektüre. Sein trilogisches Romanwerk „Ästhetik des Widerstands“ gehört zu den wichtigen Büchern des 20. Jahrhunderts.

In jungen Jahren wurde für Peter Weiss, neben der schriftstellerischen Arbeit, auch die Malerei wichtig. Dem Rat Hermann Hesses folgend schlug er die bildkünstlerische Richtung ein und ging 1937 nach Prag. Er lernt durch die Vermittlung von Hesse den Schriftsteller Max Barth kennen, der ihm zum Studium an der dortigen Kunstakademie verhilft.

Später, im schwedischen Exil in den 1950er Jahren drehte Weiss experimentelle Dokumentarfilme und erst im Verlauf der 60er Jahre entschied er sich für das Schreiben als die ihm gemäße künstlerische Ausdrucksform.

Das Hermann-Hesse-Höri-Museum übernimmt die Ausstellung vom Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg e.V. und wirft zusätzlich einen Blick auf die Verbindung von Peter Weiss zu den Schriftstellern Hermann Hesse (1877-1962) und Max Barth (1869-1970).

Die Ausstellung beleuchtet die frühe Werkphase von Peter Weiss und zeigt Illustrationen zu Texten, Collagen und Erstausgaben und eine kleine Auswahl des Filmmaterials.

Leihgaben stellt das Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg, die Akademie der Künste Berlin, das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Internationale Peter Weiss Gesellschaft, das Museo Hesse / Montagnola sowie das Museum für Literatur am Oberrhein, Karlsruhe zur Verfügung.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Berlin.

Eröffnung: Freitag, 16. Oktober 2009, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 17. Oktober 2009 – 28. Februar 2010

Begleitveranstaltung:
„Sie sind immer ein Mann der Jugend gewesen“. Peter Weiss und Hermann Hesse
Vortrag von Volker Michels, Hrsg. der Hermann Hesse Gesamtausgabe im Suhrkamp Verlag
Samstag, 14. November 2009, 20.00 Uhr
Hermann-Hesse-Höri-Museum

Quelle: http://www.hermann-hesse-hoeri-museum.de/

Dorf unterm Hakenkreuz: Ausstellung und Begleitprogramm des Bauernhausmuseums Wolfegg

In der Nähe von Ravensburg (siehe Anfahrt), im Bauernhausmuseum von Wolfegg, wird seit März diesen Jahres eine spannende Sonderausstellung „Dorf unterm Hakenkreuz – Alltag Krieg Zwangsarbeit“ gezeigt. Im Oktober beginnt das Begleitprogramm mit der weiter unten aufgeführten Veranstaltungsreihe.

Thema der Ausstellung und des Begleitprogramms ist der ländliche Südwesten in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Es wird Fragen nachgegangen wie „Wie funktionierte die Diktatur auf dem Land? Wie erlebten die Menschen den dörflichen Alltag von 1933 bis 1945? Wer profitierte, wer wurde zum Opfer?“

Begleitprogramm im Oktober

Donnerstag, 01. Oktober 2009, 20:00 Uhr,
Museumsgaststätte Fischerhaus

„Wenn Hitler weint“- Junge Deutsche im Umgang mit dem Nationalsozialismus

Vortrag: Andreas Sommer (Dozent an der Pädagogischen Hochschule Weingarten)

Der Nationalsozialismus hat Konjunktur – nicht nur Ausstellungen und eine kaum zu überblickende Anzahl an Literatur, sondern auch die filmische Aufbereitung konfrontieren uns fast täglich mit dem nationalsozialistischen Deutschland. Doch nicht nur im öffentlichen Diskurs wird sich mit der „braunen Vergangenheit“ auseinandergesetzt, auch innerhalb der deutschen Durchschnittsfamilie sind vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene besondere Anknüpfungspunkte auszumachen, sich mit der Generation der Großeltern auseinanderzusetzen. Hierbei kommt dem „Familiengedächtnis“ eine erstaunliche Rolle zu – wie wird „Opas“ Rolle im Dritten Reich reflektiert?


Donnerstag, 08. Oktober 2009, 20:00 Uhr,
Museumsgaststätte Fischerhaus

„Kriegsgefangenenlager und Wehrertüchtigungslager in Oberschwaben -
am Beispiel des Lagers im Wurzacher Schloss
.

Ein bildgestützter Vortrag von Gisela Rothenhäusler

In Oberschwaben gab es während des 2. Weltkrieges zwei große Kriegsgefangenenlager – eines davon war das Oflag VC im Wurzacher Schloss für französische Kriegsgefangene, die hier mit einer bestimmten Absicht zusammengeführt wurden. Gefangene dieses Lagers waren auch in kleinen landwirtschaftlichen Arbeitskommandos in den Dörfern in der Umgebung eingesetzt. Im Vortrag wird gezeigt, wie ein derartiges Lager und das Leben dort organisiert war.

Neben einem Internierungslager für circa 600 britische Zivilinternierte und ab 1944 auch für jüdische Häftlinge wurde im Wurzacher Schlosspark seit 1943 auch noch eines der wenigen Wehrertüchtigungslager eingerichtet, in dem Jugendliche aus ganz Württemberg und Südbaden eine vormilitärische Ausbildung erhielten.


Mittwoch, 14. Oktober 2009, 20:00 Uhr
Kornhaussaal, Stadtbibliothek Ravensburg

Geraubte Leben – Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft der Region während des Zweiten Weltkrieges

Vortrag und Lesung: Stefan Zimmermann (Bauernhaus-Museum Wolfegg) und Bernd Wengert (Schauspieler Theater Ravensburg, Konstanz)

Wie sah der Weg der „Fremdarbeiter“ von der Verschleppung aus ihren Heimatländern, ihrer Ankunft in der Fremde bis hin zu ihrem Alltagsleben auf den Höfen aus? Wie gestaltete sich das Zusammenleben von einheimischer Bevölkerung und „Fremdarbeitern“ vor dem Hintergrund der Kriegsjahre und der Herrschaft des NS-Regimes?
Die Einführung des Historikers Stefan Zimmermann gibt Antworten auf diese Fragen und wird ergänzt durch autobiographische Erinnerungen von Zwangsarbeitern, die von dem Schauspieler Bernd Wengert vorgetragen werden.


Mittwoch, 21. Oktober 2009, 20:00 Uhr,
Zehntscheuer Gessenried

„Ein Tagwerk Leben – Erinnerungen einer Magd.“

Autorenlesung mit Dora Prinz und Sabine Eichhorst.

Fast ein ganzes Jahrhundert hat Dora Prinz erlebt, von der Weimarer Republik bis heute. Geboren 1919, wächst sie als Älteste von fünf Geschwistern auf einem Bauernhof in Herlazhofen bei Leutkirch im Allgäu auf. Mit sechzehn Jahren verdingt sie sich als Magd. Von früh bis spät arbeitet sie im Stall und auf den Feldern, verdient zehn Reichsmark im Monat und ist obendrein der Willkür der Bauern ausgesetzt: Einer traut ihr nichts zu, weil sie klein ist; andere schlagen sie. Dora erträgt viel, doch alles lässt sie sich nicht gefallen. Wenn man sie wie eine Leibeigene behandelt, geht sie.
Heute, mit 90 Jahren, ist Dora Prinz selbständig und lebenslustig wie eh und je. Sie wohnt in einem kleinen Haus mitten im Dorf – und wenn Besuch kommt, gibt es immer einen Schwatz und einen Schnaps.

Autorin Sabina Eichhorst und Dora Prinz lesen aus dem kürzlich erschienenen Buch „Ein Tagwerk Leben“ über die Lebensgeschichte von Dora Prinz.

Sabine Eichhorst arbeitet als Hörfunk Journalistin für die ARD und lebt in Hamburg. 2002 wurde sie mit dem Civis Medienpreis der ARD ausgezeichnet.

Links

http://www.bauernhausmuseum-wolfegg.de/dorf_unterm_hakenkreuz/index.htm