Tag-Archiv für 'Überlingen'

Führung durch den Goldbacher Stollen des ehemaligen KZ Aufkirch

Die Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen und KZ Aufkirch in Überlingen e.V. führt am Freitag, den 4. Dezember 2015 Interessierte ab 17 Uhr etwa zwei Stunden durch den KZ Stollen in Überlingen. Treffpunkt der Führung ist vor dem Tor des heutigen Eingangs in der Oberen Bahnhofsstraße 28.

Der Golbacher Stollen soll als Informationsbasis für alle dienen, die sich mit dem Überlinger bzw. dem Goldbacher Stollen in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur beschäftigen wollen. Die „Dokumentationsstätte Goldbacher Stollen“ vermittelt historische,militär- und wirtschaftshistorische Informationen, da diese Ereignisse einen Teil der Heimatgeschichte des Bodenseeraumes und der Stadt Überlingen darstellen.
Die aufklärende Absicht der Führungen soll dazu beitragen, neofaschistischen Tendenzen und der Meinung entgegenzutreten, dass mit Gewalt gesellschaftliche Probleme gelöst werden könnten.

Der mahnende Charakter wird deutlich, indem die Perspektive der Opfer ins Zentrum gerückt wird. Am Beispiel des Verlustes sämtlicher Freiheiten soll verdeutlicht werden, wie wertvoll die Freiheitsrechte- niedergelegt in der Verfassung unseres Staates, dem Grundgesetz- in unserem Staat und damit in einer Demokratie sind. Erinnerungen von Zeitzeugen, Sammeln von Archivmaterialien, eigene Veröffentlichungen und didaktisch und methodisch aufbereitete Führungen sind der Grundstock des Handelns des Vereins“ Gedenkstätte Goldbacher Stollen und KZ Aufkirch e.V.“.

Weitere Infos: www.stollen-ueberlingen.de

Der Krieg beginnt am Bodensee! Unterstützung von Flüchtlingen muss politisch sein

Radiointerview mit Rex Osa bei Radio Dreyeckland am 31.7.2015

Vom 20.-22. August finden in Konstanz und Überlingen Aktionstage statt – unter dem Motto „Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen – Der Krieg beginnt am Bodensee“. Mit mehreren Kundgebungen soll gegen die starke Präsenz der Rüstungsindustrie am Bodensee protestiert werden, außerdem bieten die Aktionstage Raum für Informationsveranstaltungen. Die Initiative ging vom Netzwerk Refugees for Refugees aus. Wir haben mit Rex Osa, der für The Voice Refugee Forum an der Organisation des Camps beteiligt ist, über die Rüstungsindustrie am Bodensee und die dortige inakzeptable Flüchtlingsunterbringung gesprochen sowie über die Risiken, die die gegenwärtige Blüte der „Helferkreise“ für Flüchtlinge bei allem guten Willen in sich birgt.

Quelle: http://www.freie-radios.net/71850

Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen!

Kundgebungen und Demonstrationen in Konstanz und Überlingen

Flyer Download! (PDF 1MB)

Demo am 20.8.2015 in Konstanz:

  • 12 Uhr: ATM Konstanz
  • 14 Uhr: Zwischenkundgebung Marktstätte Konstanz
  • 16 Uhr: Mowag Kreuzlingen

Kundgebung am 21.08.2015 in Überlingen

  • 11:00 Uhr – Fa. Diehl Defence Holding GmbH in Überlingen
  • 14:00 Uhr Kundgebung Schiffsanlegestelle Überlingen
  • 20:00 Uhr Soliparty für Geflüchtete

22.08.2015: 14:00 Uhr: Große Abschlusskundgebung auf der Marktstätte Konstanz

Vom 20. bis zum 22. August 2015 finden rund um den Bodensee die Aktionstage „Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen!“ statt. Die Aktionstage wurde von den AktivistInnen des Netzwerks „Flüchtlinge für Flüchtlinge“ (Refugees for Refugees) initiiert. In Solidarität mit Geflüchteten wollen wir am Bodensee gegen die dort ansässige Rüstungsindustrie, das EU-Grenzregime, die deutsche Innen- und Außenpolitik und für ein Bleiberecht für alle Schutzsuchenden kämpfen.

Vgl.: Aktionscamp „Fluchtursachen bekämpfen und nicht die Flüchtlinge – Der Krieg beginnt am Bodensee“ 19. – 22. August 2015 in Konstanz und der Bodenseeregion

Veranstalter: Refugees for Refugees

UnterstützerInnen dieses Aufrufs:
The Voice Refugee Forum, the Caravan, Flüchtlinge für Flüchtlinge, Bündnis Abschiebestopp Konstanz, Keine Waffen vom Bodensee, Friedensinitiative Konstanz, VVN-BDA (Bund der AntifaschistInnen), Friedensinitiative Überlingen, Die Linke Konstanz, Rote Hilfe Konstanz, Input Konstanz, die Falken Konstanz, linksjugend-solid/SDS Konstanz, Europäisches BürgerInnen Forum, Grüne Hochschulgruppe Konstanz, Asta Uni Konstanz, Weltladen/Aktionskreis dritte Welt e.V., Contrast Jugendkultur e.V., ESG e.V., Attac Bodensee, Soziale Arbeit e.V.

Siehe auch: The VOICE Refugee Forum Germany und Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Führung durch den Goldbacher Stollen

Die Initiative „Stolpersteine für Konstanz –Gegen Vergessen und Intoleranz“ bietet am 25. April 2015, dem 70. Jahrestag der Befreiung Überlingens, eine Führung mit Oswald Burger durch den Goldbacher Stollen in Überlingen an.

Nach der Bombardierung der Friedrichshafener Rüstungsunternehmen, die im Zweiten Weltkrieg Rüstungsgüter herstellten, sollten diese unterirdisch bombensicher verlagert werden. Für diesen Zweck wurden rund 800 Häftlinge aus dem KZ Dachau nach Überlingen deportiert. Sie schufen von Oktober 1944 bis April 1945 im Westen von Überlingen ein rund 4 Kilometer langes Stollensystem, das nicht vollendet wurde. Den Aushub aus dem Berg schütteten sie in den Bodensee; auf ihm wurde ein Campingplatz errichtet. Etwa 200 Häftlinge überlebten die Haft-und Arbeitsbedingungen nicht. 97 von ihnen sind auf dem KZ-Friedhof Birnau begraben.

Die Führung wird erst für Schüler ab 14 Jahre empfohlen.

Um verbindliche Anmeldung bis 17. April 2015 wird gebeten. Bitte angeben, wenn eine Mitfahrgelegenheit nach Überlingen benötigt wird (Fährkosten sind zusätzlich zum Eintritt zu entrichten). Bitte nutzen Sie die Parkplätze am Westbahnhof, da es am Stolleneingang keine Parkmöglichkeiten gibt. Warme Kleidung und festes Schuhwerk werden bei jeder Witterung empfohlen.

Datum: 25. April 2015
Treffpunkt am Stolleneingang in Überlingen: 14:00h (Obere Bahnhofsstraße 28, Überlingen,neben dem Wirtshaus zum Felsen)
Oder Treffpunkt am Döbele Parkplatz: 13:00h
Kosten: Schüler/Schülerinnen und Studierende frei, Erwachsene 5,00 €

Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“

Stadtführung: Aspekte jüdischer Geschichte in Überlingen

Stadtführung von und mit dem Historiker Oswald Burger im Rahmen der 4. Jüdischen Kulturtage in Überlingen. Die Führung beginnt am Sonntag, 13.10.2013, 14:00 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Gebäude der heutigen Überlinger Bauverwaltung (Bahnhofstr. 4)

Die mittlerweile traditionelle Stadtführung zu Aspekten jüdischer Geschichte in Überlingen beginnt in diesem Jahr am 13.10. um 14:00 Uhr vor der heutigen Überlinger Bauverwaltung (Bahnhofstr. 4). Der Historiker Oswald Burger führt die Teilnehmer/innen von dort aus über Münsterstraße, Aufkircher Straße, Friedhof und St. Ulrich-Straße zum Städtischen Museum.

Das Gebäude der heutigen Überlinger Bauverwaltung war früher Sitz des Badischen Bezirksamtes bzw. des Landratsamtes. Hier lebte und arbeitete bis 1930 der hoch geschätzte jüdische Landrat Wilhelm Levinger mit seiner Familie. Stolpersteine erinnern heute an die ehemaligen Bewohner des Hauses.

Vor dem einstigen Wohn- und Geschäftshaus der Familie Levi an der Münsterstraße 12 berichtet der Historiker Oswald Burger von der angesehenen jüdischen Familie, die 1939 von den Nationalsozialisten aus der Stadt gedrängt wurde. Ab Mai 2014 werden auch hier Stolpersteine an jüdisches Leben erinnern.

Anschließend geht der Weg in die Aufkircher Straße, wo der Schuhmacher Josef Banschik wohnte und seine Werkstatt hatte, bis die Nationalsozialisten ihm und seiner Familie 1939 durch Berufsverbot die Lebensgrundlage entzogen und in die städtische Armenfürsorge trieben.

Auf dem Überlinger Friedhof zeigt Oswald Burger den Teilnehmer/innen eine Reihe jüdischer Gräber, u. a. der Familie Levinger, der Familie Haas und von Else Weill sowie das neu errichtete Grab mit mittelalterlichen Gebeinen.

In der St. Ulrich-Straße erinnert der Historiker an ein spätmittelalterliches Judenpogrom, das zum Ausgangspunkt einer lokalen Heiligenlegende wurde.

Den Schluss der Stadtführung bilden die mittelalterlichen jüdischen Grabmale im Garten des Städtischen Museums. Sie zählen zu den ältesten und kostbarsten Zeugnissen ihrer Art in Baden-Württemberg.

4. Jüdischen Kulturtage Überlingen 2013

Vom 10. bis 13.10.2013 finden die diesjährigen jüdischen Kulturtage in Überlingen statt. Das unglaublich umfangreiche und vielfältige Kulturprogramm bietet Fotoausstellungen, Klezmer-Konzerte, Kammermusik, Gesangs-Workshops, Filmvorführungen, Vortragsveranstaltungen und Lesungen. Einige Events finden in der Schule statt, für andere sind Einladungen erforderlich. Das gesamte Programm mit ausführlichen Beschreibungen findet sich unter Programm der 4. Jüdischen Kulturtage in Überlingen.

Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg

Samstag, 7.05.2011

  • Überlingen
    14 Uhr: Führung im Goldbacher Stollen (Oswald Burger)
  • KZ-Friedhof Birnau
    17 Uhr: Gedenkfeier mit Ernst Grube und Internationalen Gästen

Anti-Atom Demos im Südwesten

Eine gute Woche nach dem zahlreiche Reaktoren an mehreren japanischen AKW-Standorten außer Kontrolle gerieten, eine Kernschmelze zumindest teilweise in Gang kam und große Mengen von Radioaktivität weite Landstriche verseuchten, reißen die Demos nicht ab, die einen weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie verlangen.

Hier die aktuellen Termine in Süddeutschland und der Schweiz:

Überregional

Regional

Lokal

Mahnwachen am 21.03.2011 um 18:00

  • Konstanz, Marktstätte, Kaiserbrunnen
  • Überlingen, Hofstatt
  • Singen, August-Ruf-Straße, Hauserbrunnen
  • Kressbronn, Rathausplatz
  • Ravensburg, Marienplatz 35, zwischen Lederhaus und Rathaus
  • Wangen im Allgäu, Marktplatz (Fußgängerzone)
  • Lindenberg im Allgäu, neuer Stadtpark

Quellen: www.ausgestrahlt.de

Initiative gegen Waffen vom Bodensee

Die junge „Initiative gegen Waffen vom Bodensee“ betreibt eine Website, in der eine Aufstellung sämtlicher Rüstungsbetriebe rund um den Bodensee erstellt wird.


Screenshot von http://waffenvombodensee.webnode.com

Die Website ist entlang der Firmennamen strukturiert, die jedem Antimilitaristen bekannt vorkommen: Namen wie EADS, MTU, Zahnradfabrik, Dornier, Diehl, Rheinmetall, Kraus-Maffei sind seit vielen Jahrzehnten eng mit der Produktion von Kriegswaffen oder militärischen Transportfahrzeugen oder Teilen derselben verbunden. Das gleiche gilt für so manchen Standort der Rüstungsindustrie am Bodensee: Eine Landkarte orientiert schnell über Standorte wie Friedrichshafen (den jeder Bodenseeanrainer in diesem Zusammenhang kennen sollte) aber auch Konstanz, Kreuzlingen, Überlingen und Lindau sind genannt.

In Konstanz produziert z.B. die ATM Computer Systeme GmbH, ein Unternehmen der Kraus-Maffei-Gruppe, speziell für den Kriegseinsatz konstruierte, besonders robuste Computer. Sie werden in verschiedenen Waffensystemen, u.a. in Panzern, eingesetzt.

Den Hochglanzbroschüren und schicken Webseiten der Rüstungsfirmen, in denen sie ihre Hightech bewerben, wird die Frage nach dem Einsatz dieser Waffen und der damit verbundenen Toten in aller Welt, nicht zuletzt auch in Krisenregionen, in die überhaupt keine Waffen exportiert werden dürften, entgegengestellt. Damit verbunden wird z.B. die Forderung, entweder die Rüstungsproduktion einzustellen oder vom Bodensee wegzuziehen.

Letztere Forderung ist nicht ganz nachvollziehbar, zumal sich dadurch nichts bessern würde. Die Initiative, die offenbar eine Nähe zu kirchlichen Gruppen wie „Ohne Rüstung Leben“ hat, bemüht u.a. Bibelzitate und Kirchenvertreter für ihre Argumentation. Bereits auf der Startseite findet sich ein Logo der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) mit einem Link zum Rüstungsexportbericht 2010 der GKKE oder ein Link zum Kirchlichen „Rüstungsatlas Bodensee“. (Dieser Hinweis soll nicht das zweifelsohne sehr gut recherchierte Informationsmaterial dieser Einrichtungen in Frage stellen.)

Ein weiterer Hinweis sei gestattet: wenig Material findet sich bislang zur Geschichte dieser Rüstungsfirmen im Nationalsozialismus. Die Seite mit der Überschrift „Friedrichshafen – eine tragische Geschichte“ reiht mehrere Trümmerfotos nach Luftangriffen auf Friedrichshafen im Jahr 1944 aneinander. Zwar wird auf die Rüstungsindustrie als Ursache dieser Luftangriffe verwiesen. Doch schon das fett hervorgehobene Bibelzitat „Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.“ ist sachlich falsch. All das ist weit entfernt von einer historisch – kritischen Aufarbeitung der realen Zusammenhänge, wie sie z.B. hier angerissen wird. An einem Defizit an Informationen oder gar Forschungsbedarf zu diesem Thema kann es nicht liegen. Als Einstieg für eigene Nachforschungen sei der folgende Wikipedia Link zum KZ-Außenlager Friedrichshafen empfohlen.

Zugute halten kann man der Initiative auf jeden Fall, dass sie mit der Aufarbeitung der Rüstungsproblematik am Bodensee einmal begonnen hat. Noch bestehende Lücken in der Darstellung wie z.B. hinsichtlich der Kontinuität nach dem 2. Weltkrieg lassen sich schließen. Alle werden im Impressum zur Mitarbeit aufgefordert. Die Initiative gegen Waffen vom Bodensee ist recht aktiv und organisiert u.a. Veranstaltungen, Mahnwachen vor den Fabriktoren oder sog. Abrüstungsradtouren. Für den 13. Mai 2011 ist ein Runder Tisch „Rüstungsindustrie am Bodensee“ geplant. Er findet im Gemeindesaal der Paul-Gerhardt-Kirche, Kenzelweg 2 (gegenüber Ludwig-Dürr-Schule) in Friedrichshafen, statt.

Links

Aktionen gegen das JN Sommerfest in Überlingen am See

In zeitlicher Nähe zum Datum des Todestags des Nazis Rudolf Heß planten die Neonazis der Jungen Nationaldemokraten am 21.08.10 ein Sommerfest mit Liedermacher in der Nähe von Überlingen am See. Diese Information wurde im Vorfeld bekannt und führte zu antifaschistischen Gegenaktivitäten.

Bericht eines Antifaschisten zu den Aktionen am Samstag, den 21.08.2010, in Überlingen

Ab 10.00 Uhr gab es einen Stand am Münsterplatz und ab 14.00 Uhr einen Stand auf dem Landungsplatz. Bis 14.00 Uhr wurden 600 Flugblätter verteilt. (Danach nochmal über 300). Um 15.00 Uhr waren ca. 15 Faschos am Parkplatz, die wie wild telefonierten.


Flugblatt der VVN-BdA Bodeneee-Oberschwaben

Ab 15.30 Uhr gab es eine lautstarke Spontandemo in Überlingen mit ca. 50 Leuten. Unter den Rufen „Ach herrje wie wär das schö nazifreier Bodensee“ und „Kein Fest, Kein Fest für die braune Pest“ zog man eine 3/4 Stunde durch die Überlinger Innenstadt. Festnahmen und Personalienfeststellung gab es keine. Ein Dorfpolizist der beherzt auf die Strasse sprang wurde ignoriert. Die Entscheidung in der Stadt, zu demonstrieren war im nachhinein gesehen richtig denn die Bullen hätten uns auf alle Fälle nicht zum Parkplatz durchgelassen.

Insgesamt wurde durch die Demo maximale Aufmerksamkeit geschaffen, so das viele Passanten die Flugblätter entgegen nahmen.