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Schluss mit der Unterstützung des Erdogan-Regimes! Solidarität mit der HDP!

Aufruf zu einer Kundgebung gegen das Erdogan Regime am Freitag, 11. November 2016, 17 Uhr auf der Marktstätte in Konstanz

In der Nacht des 4. November haben in der Türkei Sondereinheiten der Polizei Selahattin Demirtas und Figen Yüksedag verhaftet, die beiden Vorsitzenden der HDP (Demokratische Partei der Völker), neun weitere Abgeordnete der drittstärksten Partei im türkischen Parlament wurden ebenfalls festgenommen. Mit diesem vorläufig letzten Höhepunkt eines seit Monaten währenden Feldzugs gegen die demokratische, linke und kurdische Opposition demonstriert der türkische Staats¬präsident Erdogan unmissverständlich, dass er eine Diktatur unter seiner Führung errichten will.

Den misslungenen Putschversuch hat er zum willkommenen Anlass für eine massive Säuberungswelle genommen. Die Staatsmacht hat seither tausende Aktivist*innen, Journalist*innen, Beamt*innen, Lehrer*innen suspendiert und eingesperrt, manche wurden gefoltert. Dutzende von Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen sind inzwischen verboten worden, zuletzt traf es die international renommierte Zeitung Cumhüriyet. Im Südosten des Landes führt der Autokrat einen unerklärten Krieg gegen die kurdische Bevölkerung, der inzwischen hunderte von Todesopfern gekostet hat. Mit brutaler Repression geht das AKP-Regimegegen alle vor, die ihre demokratischen Rechte wahrnehmen wollen.

In dieser Situation braucht die demokratische Opposition in der Türkei, braucht die kurdische Bewegung unsere Unterstützung. Solidarität mit der HDP ist für alle Demokraten in Europa das Gebot der Stunde. Wir rufen dazu auf, die Proteste gegen die Errichtung einer Diktatur in der Türkei zu unterstützen und sich für die Freilassung der verfolgten HDP-Politikerinnen und Politiker einzusetzen.

Wer jetzt noch an einer Zusammenarbeit mit Erdogan festhält, wird zum Komplizen bei dessen Verbrechen. Erdogan und die AKP sind Teil des Problems, nicht der Lösung. Mit dem Krieg gegen die Kurden in der Türkei und der Unterstützung islamistischer Terrorgruppen in Syrien gehört Erdogan zu den Fluchtverursachern in der Region. Die Visafrage und auch die Flüchtlingsfrage dürfen keine Angelegenheiten sein, für die im Gegenzug ein Schweigen gegenüber den massiven Verletzungen der Presse- und Meinungsfreiheit, der Verfolgung der Opposition und den Massakern an Kurden in der Türkei erkauft wird.

Deshalb fordern wir den sofortigen Stopp der Waffenlieferungen, der polizeilichen Kooperation und den Abzug der Bundeswehr aus der Türkei. Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die EU-Beitrittshilfen an Ankara eingefroren werden. Auch das PKK-Verbot muss endlich fallen, mit dem die deutsche Justiz kurdische Aktivist*innen kriminalisiert. Die Zeit der Worte ist vorbei. Es reicht nicht mehr, besorgt und alarmiert zu sein. Es ist die Zeit zum Handeln – für uns alle.

Aufrufende:

ATIK, Café Mondial Konstanz e.V., DIDF, DIE LINKE Konstanz, Die Partei, DKP Bodensee, Forum Azilon – Asyl und Menschenrecht Konstanz, Grüne Hochschulgruppe Konstanz, Jugend und Kultur e.V. Konstanz, Juso-Hochschulgruppe Konstanz, Konstanzer Friedensinitiative, Linksjugend[’solid], dielinke.SDS Uni Konstanz, Linke Liste Konstanz, Rote Hilfe Konstanz-Bodensee e.V., SP Thurgau, Stadttheater Konstanz, Terres de femmes, ver.di-Ortsverein Medien im Landkreis Konstanz, Verein demokratischer ArbeiterInnen und Jugendlicher Bodensee e.V., VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz

Filmvorführung „Viktors Kopf“ im Scala

Dokumentarfilm von Carmen Eckhardt am 10. November 2016, 20 Uhr im Scala-Kinocenter Konstanz

Urgroßvater Viktor sei verschollen, so lautete die Familiensaga jahrzehntelang. Niemand hatte eine Ahnung, was eigentlich mit ihm passiert war. Intensives Nachfragen vor ein paar Jahren brachte die schreckliche Wahrheit ans Licht. Gegen das Familientabu und eigene Ängste nimmt Regisseurin Carmen Eckhardt den Kampf auf, die Hintergründe seines Schicksals aufzudecken: Georg Viktor Kunz wurde von den Nazis enthauptet, weil er im Widerstand gegen das Hitlerregime eine tatkräftige Rolle spielte.

Die Recherchen der Urenkelin entwickeln sich zu einer teils erschütternden, teils abstrusen Odyssee durch deutsche Amtsstuben und Gerichte, in Archive und Museen, in ein Anatomisches Institut und zu einem Gräberfeld. Anhand von Fotos, Dokumenten und Briefen werden Spuren von Viktors vergessener Geschichte aufgedeckt.

„Viktors Kopf“ erzählt schonungslos, persönlich und emotional eine Zeitreise zwischen NS- Vergangenheit und Gegenwart, Verdrängung und Wahrheit, in der die Grenzen sich in manchen Momenten zu verwischen scheinen und der Mut der Widerstandskämpfer heute noch für Verwirrung und Abwehr sorgt. Es geht um den lebensbedrohlichen Mut von damals und den Mut, den es heute braucht, ein Tabu zu brechen und die Verbindung zur eigenen Geschichte zu suchen.

Die Regisseurin ist anwesend und es wird im Anschluss eine Möglichkeit zur Diskussion angeboten.

Gailinger Juden und ihre Verbindung zu Konstanz

Vortrag von Joachim Klose (Jüdisches Museum Gailingen) bei der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 9. November 2016 um 19:30 Uhr im Konstanzer Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal

Kurz nach dem 30-jährigen Krieg – zu einer Zeit, in der die Städte um den Bodensee herum sich weigerten Juden innerhalb ihrer Mauern aufzunehmen – ließen sich Juden in Gailingen und in den weiteren Judendörfern im Hegau nieder. Mit dem Gesetz über die bürgerliche Gleichstellung von 1862 erlangten die Israeliten im Großherzogtum Baden auch die Freizügigkeit. In Städten wie Konstanz entstanden nach über 300 Jahren wieder jüdische Gemeinden u.a. durch Zuzug aus dem Hegau.

Auch anhand von Biografien ausgewählter jüdischer Familien skizziert Joachim Klose die engen Verbindungen zwischen den jüdischen Landgemeinden und der 1863 in Konstanz neugegründeten Israelitischen Gemeinde, deren 1883 erbaute Synagogen am 10. November 1938 zerstört wurde und die in den Folgejahren durch Vertreibung und Deportation komplett ausradiert wurde.

Eintritt: frei

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ in Kooperation mit Amnesty International – Gruppe Konstanz, Deutsch Israelische Gesellschaft Bodensee Region (DIG), Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Katholische Hochschulgemeinde Konstanz, Konstanzer Friedensinitiative, Kulturbüro der Stadt Konstanz, Synagogengemeinde Konstanz, vhs Konstanz-Singen e.V., Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – Landesverband Baden-Württemberg, VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz.

Stolpersteine putzen in Konstanz

Am 9. November um 18 Uhr beteiligt sich die Konstanzer Stolperstein-Initiative wieder an der bundesweiten Mahnwache gegen die Novemberprogrome des 9. auf den 10. November 1938 und ruft zur Mitarbeit auf.

In Konstanz wurden mittlerweile 212 Stolpersteine verlegt, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Diese Mahnmale bedürfen einiger Pflege, u.a. müssen sie mindestens einmal pro Jahr geputzt werden, damit das verwendete Material (Messing) sich farblich nicht zu sehr verändert. Hierzu benötigt die Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ die praktische Mithilfe der Bevölkerung in Konstanz und den angrenzenden Ortschaften.

Wer sich an der Gedenkaktion beteiligen will, hat zwei Optionen:

  • Man kann sich einmal unter Tel. 919 007 (Mo.-Fr. 11-23 Uhr) oder unter der e-Mail Adresse putzen@stolpersteine-konstanz.de melden, um sich von der Initiative für einen entsprechenden Stolperstein in der Nähe seines Wohnortes einteilen zu lassen. Die Konstanzer Stolperstein-Initiative hat die Organisation der Mahnwachen in den verschiedenen Stadtteilen unter ihren Mitgliedern aufgeteilt (siehe Grafik).
  • Oder man sucht sich einfach selbst einen Stolperstein aus und trifft sich dann womöglich mit anderen Gleichsinnten an einem Stolperstein-Verlegeort, wodurch interessante Bekanntschaften entstehen können.

Auf der Website der Stolpersteininitiative gibt es Anleitungen, wie der Putzvorgang möglichst einfach vonstatten geht.

Doch das Putzen ist nur die eine Seite dieser Gedenkaktion. Mindestens genau so wichtig ist es, die verlegten Steine und die damit verbundenen Zusammenhänge immer wieder ins Gedächtnis zu rufen und zu mahnen, auf dass die Verbrechen des Nationalsozialismus sich nicht wiederholen. So werden die mitgebrachten Kerzen eine besondere Stimmung verbreiten, PassantInnen werden stehen bleiben und sich gerne auf ein Gespräch einlassen. Flugblätter erläutern die oftmals unglaublichen und erschütternden Biografien der Personen, für die der jeweilige Stolperstein verlegt wurde.

Quelle: http://stolpersteine-konstanz.de/index.html?2016_9_november_mahnwachen.htm

Vortrag über Ludwig Finckh und Szenische Lesung „Sonnwend“ von Gerd Zahner

Kritischer Abend zu Ludwig Finckh mit zwei Vorträgen und einem Theaterstück im Hesse Museum Gaienhofen am Freitag, 18. November, 19 Uhr.

Gerhard Zahners Bühnenstück „Sonnwend“ über den Gaienhofener Arzt, Schriftsteller und NSDAP-Propagandisten Ludwig Finckh (1876 – 1964), das im Juni 2015 Premiere hatte, kommt im Hesse Museum Gaienhofen nochmals zur Aufführung. In einer szenischen Lesung, begleitet von Haro Eden (Klarinette) sucht der Schauspieler und Sprecher Josef Vossenkuhl als Ludwig Finckh wieder die Nähe zu Hermann Hesse, um nach 1945 von dessen Popularität für seine eigenen Schriften zu profitieren. Hesse lehnte den einstigen Freund aus Tübinger und Gaienhofener Jahren ab. Bereits 1920 plädierte Finckh in seinen Büchern für „Rassenhygiene“ und „Rassenreinheit“ und wurde Mit- und Vordenker nationalsozialistischer Gedanken.

Im Anschluss an die Lesung stellt Wolfgang Proske den 2016 von ihm herausgegebenen Band „NS-Belastete aus dem Bodenseeraum“ aus der Reihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ vor. In dem Buch werden 20 Biografien einschlägig belasteter Personen erläutert.

Markus Wolter, einer der Autoren, spricht über seinen Beitrag: Dr. Ludwig Finckh: „Blutsbewusstsein“, der Höri-Schriftsteller und die SS.

Eintritt: 10 € (ermäßigt 8 €)

Quelle: Hesse Museum Gaienhofen

Antisemitismus und die AfD – eine Strafanzeige gegen Wolfgang Gedeon

Vortrag von Lasse Stodollick am Do., 27.10.2016 um 19 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz

Wolfgang Gedeon vom Kreisverband der AfD Konstanz-Singen schreibt ein Buch über den „Grünen Kommunismus und die Diktatur der Minderheiten“, darin zu finden: frauenfeindliche und anti-migrationsrassistische Parolen, antisemitische Stereotype und Verschwörungstheorien. Einige schreien da „Meinungsfreiheit!“, um jeder Kritik zuvorzukommen. Doch Meinungsfreiheit schützt nicht jede Aussage. Unser Referent hat sich vor einem Jahr entschieden gegen Gedeon Strafanzeige wegen Volksverhetzung zu stellen. Wie das ausging und wo man dem Antisemitismus in der AfD begegnet wird Lasse Stodollick – promoviert in Geschichte an der Uni Konstanz – berichten.

Quelle: Input Konstanz

Stilles Gedenken für 112 deportierte Juden und Jüdinnen

Am 22. Oktober 1940 wurden über 6500 jüdische Bürger und Bürgerinnen aus Baden und der Saarpfalz – unter diesen auch 112 Konstanzer – in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert. Zahlreiche Deportierte kamen in Gurs und anderen südfranzösischen Lagern ums Leben, Tausende wurden ab 1942 in die Vernichtungslager in den Osten deportiert und ermordet.

Aus diesem Anlass lädt die Initiative „Stolpersteine für Konstanz – gegen Vergessen und Intoleranz“ am 22. Oktober um 18.00 Uhr zum stillen Gedenken an die Stele für die deportierten Juden in der Bahnhofstraße. Wir werden für jedes der 112 Opfer, die alle namentlich auf der Stele genannt sind, eine Kerze anzünden und die Namen verlesen. Von Konstanzer Schülerinnen und Schülern werden dazu passende literarische Texte gelesen.

Quelle: http://stolpersteine-konstanz.de

Selbstbestimmung von Frauen durch Bildung Das Projekt LAKIA in der Negev-Wüste

Vortrag von Ines Fischer am Dienstag, 22.11.2016 um 19:30 Uhr in der VHS Konstanz

Der Alltag arabischer Beduinen ist durch den andauernden Israel-Palästina-Konflikt geprägt. Sie sind permanenten Diskriminierungen durch die Mehrheitsbevölkerung ausgesetzt. Die beduinischen Mädchen und Frauen sind besonders betroffen, da die Gesellschaft stark patriarchalisch und religiös-konservativ geprägt ist. Die Initiative LAKIA setzt sich hier für Empowerment und Bildung von Mädchen und Frauen ein. Neben einem mobilen Bücherbus werden Englischkurse, Camps in den Sommerferien sowie Diskussionsrunden für junge Beduinenfrauen zum Thema Frauenrechte durchgeführt. Außerdem baut die Organisation im Rahmen des Projekts „Desert Embroidery“ einkommensschaffende Maßnahmen auf, die den Frauen alternative Einkommensquellen und Wege in die finanzielle Unabhängigkeit bieten.

Eintritt 6 Euro

Orga: vhs + Terre des Femmes

Türkei aus der Sicht des Journalisten Dieter Sauter

Ausführliche Zusammenfassung eines Vortrags von Dieter Sauter, den dieser am 04.10.2016 in Konstanz hielt sowie weitere Hintergründe zur dramatischen Entwicklung der Türkei seit dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016.

Der Bericht erschien auf dem Blog des iranischen Exilschriftstellers Ali Schirasi und ist unter folgendem Link zu erreichen:

http://alischirasi.blogsport.de/2016/10/05/tuerkei-aus-der-sicht-des-journalisten-dieter-sauter/

Auf dem deutsch-iranischen Blog ist in den letzten Wochen und Monaten regelmäßig über die Türkei berichtet worden. Hier eine Liste der aktuellsten Artikel mit zahlreichen Fakten und Details, die nicht in deutschen Mainstreammedien zu lesen sind und denen, die türkischsprachige Medien mangels Sprachkenntnissen nicht lesen können, sonst kaum zugänglich sind.

Wenn jemand in Konstanz einen Medienpreis für kritische Berichterstattung verdient hat, dann der Autor dieser Zeilen!

Auch vor dem 15.7.2016 hat der Blog von Ali Schirasi immer wieder über die Region Türkei, Kurdistan, Syrien und Irak berichtet. Der in dieser Serie zuletzt aufgeführte Artikel stammt vom 6. Mai 2016, also 9 Wochen vor dem Putsch und ist unglaublich weitsichtig.

Die Fortsetzung dieser Artikelserie mit wöchentlichen updates erfolgt unter Blog von Ali Schirasi – Kategorie: Türkei

Laugh up! Stand up! Rassismuskritisches Humorfestival 2016

Auf zur zweiten Runde vom rassismuskritischen Humorfestival, am 27. – 29. Oktober 2016 in der Shedhalle Zürich!

Wer das letztjährige rassismuskritische Humor-Festival in der Zürcher Shedhalle verpasst hat, erhält im Oktober 2016 eine zweite Chance.

Kaum jemand hätte sich den Riesenerfolg des letzten Jahres träumen lassen. Zweifelnde Fragen darüber ob und wenn ja wie Humor und ernsthafter Antirassismus zusammengehen, wurden schon beim ersten Mal ausgeräumt – die Antwort lautet: es kommt schlicht darauf an, auf die feinsten Nuancen und Tempi in der politisch-künstlerischen Kommunikation.

Ein Augen- und Ohrenschmaus für diejenigen, die sich auch in ihrem Alltag nicht scheuen, rassistischen Statements entgegenzutreten, egal ob sie zwischen den Zeilen, als „Witz“ oder als agressives Ressentiment daherkommen.

Was wird diesmal geboten?

Infos und Tickets unter:



Aus der Ankündigung:

Hinter dem Humorfestival steht die Idee, gemeinsamen gegen rassistische Praktiken anzulachen und herauszufinden, wie wir die Spielregeln unseres Alltags ändern können. Mit dabei sind nicht nur Humortalente wie der Welt schönster Integrationsalbtraum Jilet Ayse, der todesmutige Michel Abdollahi, der für seine Nazidorf-Doku den Deutschen Fernsehpreis gewann, oder der topoptimierte Effizienz-Slammer Fitim Litfiu, sondern auch Expert_innen aus Medien und Forschung, die sich mit Humor, Rassismus, Islamophobie und Antisemitismus in der Gegenwart beschäftigen.

Programm

Donnerstag, 27.10.2016

19:30 Uhr
Jilet Ayse : „Ghettolektuell“ – Stand-up Comedy (Idil Baydar, Berlin)
Shedhalle Zürich

Freitag, 28.10.2016

20:00 Uhr
Laugh against the machine 2016 – Slam Poetry
Michel Abdollahi (Hamburg) präsentiert Gabriel Vetter, Fatima Moumouni, Fitim Lutfiu, Amina Abulkadir, Etrit Hasler, Robin Bhattacharya und Renato Kaiser
Aktionshalle, Rote Fabrik, Zürich

Samstag, 29.10.2016

17:00 Uhr
Mit Hate Poetry gegen Burkaverbot und ISIS? Lachkämpfe mit dem Islam. Im Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin Riem Spielhaus und weiteren Gästen
Shedhalle Zürich

19:00 Uhr
Michel Abdollahi: „Reise in eine Nazidorf oder wie weit reicht Humor?“
Werkschau mit Gespräch
Shedhalle Zürich

20:15 Uhr
Ugur Gükin (Zürich): «Multimediale Stand Up For Your Right Comedy»
Shedhalle Zürich

22:00 Uhr
Gustavo Nanez (Zürich): «Mustafa»
Mana Bugallo (Argentinien), Spoken Words & Song
Ntando Cele (Bern): «Being an (antiracist?) Activist for Dummies» – Performance

Clubraum, Rote Fabrik, Zürich

Vgl.: Laugh up. Stand Up. Linksrhein, 13.11.2015

Neuerscheinung zum Literaturwissenschaftler und Mitglied der Waffen-SS: Hans Robert Jauß

Im Verlag Konstanz University Press ist die ausführliche Dokumentation des Historikers Jens Westemeier zur NS-Vergangenheit des Konstanzer Literaturwissenschaftlers Hans Robert Jauß erschienen.

Westemeier, Jens:
Hans Robert Jauss: Jugend, Krieg und Internierung.
Konstanz University Press
Konstanz 2016

1. Aufl. 2016
367 Seiten, 61 s/w Abb., kart.
EUR 29.90 / CHF 36.80
ISBN: 978-3-86253-082-3

In der Konstanzer Buchhandlung „Die Schwarze Geiss“ ist die Monografie bereits vorrätig.

Links

Waffenexport aus Deutschland – Flüchtlinge nach Deutschland. Zwei Seiten einer Medaille?

Vortrag von Kiflemariam Gebre-Wold am Mi., 12.10.2016 um 19:30 Uhr in der vhs Konstanz. Eintritt 6 EUR.

Deutschlands Verfassung ist dem Frieden verpflichtet. Trotz, dieses Regelwerks, sind in dutzenden Ländern deutsche Waffen im Einsatz und es gibt kaum einen Konflikt auf dem Globus wo deutsche Waffen nicht zu finden sind. Die Region um den Bodensee ist nicht nur eine Tourismusregion, sondern produziert auch Kriegswaffen. Das Land der Dichter und Denker, lebt von Waffenexport.

Während die Waffenindustrie für ca. 12 Mrd. € exportiert hat, beläuft sich die offizielle deutsche Entwicklungshilfe auf rund 7Mrd. €.

Der Vortrag wird Deutschlands Rolle als Rüstungsexporteur beleuchten, die zerstörerischen Wirkungen von Waffen am Horn von Afrika darstellen, die Frage nach einer verantwortungsbewussten Außenpolitik stellen, um Rüstungskonversion zu thematisieren.

Geboren in Äthiopien ist Gebrewold seit über 30 Jahren im ökumenischen Kontext in der Entwicklungshilfe/Rüstungsfragen beruflich unterwegs. Hochschulbildung in Deutschland, Abschlüsse: Agraringenieur (tropische Landwirtschaft), mit richtiger Ausbildung als Landwirtschaftsgeselle, Zweitstudium Magister: Publizistik und Entwicklungspolitik. Berufliche Stationen: 18 Jahre in der praktischen Entwicklungshilfe: Nothilfe, Rehabilitationsmaßnahmen und langfristige Entwicklungshilfeprojekte. Die Einsätze im Ausland wurden hauptsächlich über Dienste in Übersee organisiert und vor Ort in Kooperation mit UN, GIZ, EU durchgeführt. Die Projekte reichten von klassischen Projekten wie Landwirtschaft/Ernährungssicherung, über fokussierte Genderförderung, bis hin zu Konfliktmanagement/Demobilisierung von ehemaligen Guerillakämpfern. 12 Jahre Arbeit in der entwicklungspolitischen Bildung, als entwicklungspolitischer Journalist (ARD, epd), Gutachter für Entwicklungshilfe. Ca. 25 Länder Afrikas bereist bzw. in der Elfenbeinküste, Kenia/Tansania, Äthiopien beruflicher Aufenthalt und auch mit beruflichen Kurzreisen nach Südostasien.

Organisiert von vhs + Friedeninitiative Konstanz + TERRE DES FEMMES

Café Mondial Opening Party

Lange hat das Café Mondial suchen müssen, jetzt endlich haben sie eine Bleibe gefunden: im Palmenhaus, Zum Hussenstein 12, Konstanz. Die Erföffnungsparty findet am 25.9.2016 ab 15 Uhr statt. Es gibt Musik, Tanz und kulinarische Köstlichkeiten.

Quelle: https://cafe-mondial.org/

Radioraum Soliparty am 1. Oktober

Die Radioraum-Soliparty findet am 1.10.2016 im Contrast, Joseph-Belli-Weg 11, Konstanz statt. Es spielen ab 21 Uhr: BODEN (Black Metal, Ambient, Doom / Stuttgart), WØLFENSTEIN (Hardcore,Powerviolence / Stuttgart), KER (Post Metal / Konstanz), KINGS OF FORLORN LANDS (Hardcore,Chaos / Essen). Eintritt: 5 Euro.

Quelle: https://www.facebook.com/events/1240571125975980/

Kubas Sieg über Ebola

Vortrag von Dr. med. Graciliano Díaz Bartolo am 5.10.2016 um 19 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz

Das kubanische Programm internationaler Solidarität ist beispielhaft in der medizinischen Grundversorgung, bei Katastrophen und Epidemien und wird regelmäßig von WHO, UNO & UNESCO gelobt.

Dr. Díaz Bartolo berichtet vom beispielhaften Einsatz gegen die Ebola-Epidemie in Afrika.

Möglich ist dies vor allem durch den unermüdlichen und selbstlosen Einsatz von Kubas Medizinern und dank des vorhandenen politischen Willen des kleinen Landes und dies trotz der andauernden wirtschaftlichen Folgen der US-Blockade!

Dr. Graciliano Díaz Bartolo aus Santiago de Cuba war bisher als Familienarzt in Santiago de Cuba und in der Sierra Maestra tätig und leitete fünf Jahre lang die städtische Poliklinik in Santiago de Cuba. Dr. Graciliano Díaz Bartolo ist Mitglied der Brigade Henry Reeve und Teilnehmer an regulären Auslandseinsätzen kubanischer Ärzte in Bolivien und Guinea, dort als Leiter des kubanischen Teams. Er war stellvertretender Leiter der „Mission“ in Guinea im Kampf gegen Ebola.

Flyer-Download

Veranstalter: HCH – Humanitäre Cubahilfe e.V., Netzwerk Cuba e.V., Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. & Cuba Sí