Archiv der Kategorie 'Medien'

Neuer Webauftritt: NS-Kriegsdenkmal in Radolfzell und anderswo



Screenshot von http://karlheinz-hug.de/kriegsdenkmal-radolfzell am 2.9.2018

„Das Touristenstädtchen Radolfzell am Bodensee gönnt sich, an seinem Luisenplatz ein NS-Kriegsdenkmal zu hegen, zu pflegen, zu striegeln und zu schniegeln, das seit Jahrzehnten zu Auseinandersetzungen und Medienberichten führt. Neonazis nutzen den Platz für Aufmärsche, die an die NS-Ideologie anknüpfen. Die Stadt begeht dort Jahr für Jahr den Volkstrauertag. Antifaschisten mahnen dort vor Faschismus, Rassismus, Militarismus und Krieg, sofern das Ordnungsamt ihre Kundgebung nicht behindert oder verbietet.“

So lautet das Intro der neuen von Karlheinz Hug ins Leben gerufenen Website, die am 1.9.2018 an den Start gegangen ist. Nicht zufällig ist das der 79. Jahrestag des Überfalls auf Polen, an dem auch die Radolfzeller SS-Einheiten beteiligt waren.

Zum Verbot von Indymedia linksunten

Am 25.8.2017 hat das Innenministerium unter Thomas de Maiziere das linke und unabhängige Medium linksunten.indymedia.org verboten. Ebenso wurde verboten, das Logo von Indymedia linksunten zu benutzen oder zu verbreiten.

Das Verbot bemühte das Vereinsgesetz, obwohl Indymedia linksunten kein eingetragener Verein ist. Es gab Hausdurchsuchungen bei mehreren Personen der linken Szene in Freiburg, und die KTS, das linke soziale Zentrum in Freiburg wurde gerazzt. linksunten.indymedia.org war plötzlich nicht mehr im Netz erreichbar und hunderttausende Artikel, Termine, Fotos und Videos – ein nicht unerheblicher Teil der politischen Zeitgeschichte der letzten Jahre waren dadurch aus dem Netz verschwunden. Immer noch steht unter linksunten.indymedia.org nur die Meldung „Wir sind zur Zeit offline…“.

Warum jetzt, fragt man sich. Das Projekt von Indymedia linksunten gibt es schon seit 10 Jahren. Vermutlich um im Wahlkampf eine harte Kante gegen Links zu fahren und Wählerstimmen am rechten Rand zu fischen.

Die Polizei verbreitete bald nach dem Verbot die Nachricht, es seien bei den Hausdurchsuchungen „zahlreiche Waffen“ gefunden und beschlagnahmt worden. Und zählte dann die „Waffen“ auf: Laptops(!) , IT-Technik(!), Messer(?), Schlagstöcke, Zwillen und Rohre(?). Alles völlig legale Gegenstände. Und die Mainstream-Presse druckte diese Nachrichten brav ab. Die „Waffen“ wurden auf dem Beweisfoto schön angeordnet, so als wäre ein geheimes Waffenlager von Neonazis ausgehoben worden. „Waffen bei Linksextremen gefunden“ titelte z.B. die Tagesschau. Inzwischen musste das Innenministerium zugeben, dass die Schlagstöcke in Räumen der KTS gefunden wurden, zu denen alle möglichen Personen Zugang hatten und eben nicht zu Hause bei den angeblichen Betreibern von Indymedia.

Anders als in der Mainstreampresse zu lesen war, ist Indymedia linksunten nicht einfach ein „linksextremistisches“ Medium, sondern es ist ein vorwiegend linkes und vor allem spektrenübergreifend genutztes Medium, dass praktischen von allen sozialen Bewegungen in Deutschland genutzt wurde, sei es der Friedensbewegung, der Frauenbewegung, der Antifa, der Anti-AKW-Bewegung, der Antiglobalisierungsbewegung, der Tierrechtsbewegung, der Ökologiebewegung, von MedienaktivistInnen, Antirepressionsgruppen, Obdachlosenbewegung und antikapitalistischen Gruppen. Die Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen. Und ja, auch die radikale Linke ist auf Indymedia präsent.

Indymedia linksunten wurde genutzt, nicht um Anschläge vorzubereiten sondern um sich zu informieren, um politische Nachrichten, Erklärungen und Analysen zu verbreiten, um über Veranstaltungen zu berichten und für sie zu werben. Bei Großevents wie Weltwirtschaftsgipfeln, Castortransporten oder großen Naziaufmärschen wurden Nachrichtenticker betrieben, etwas, was mittlerweile auch von den Mainstreammedien übernommen wurde. Es werden auch immer wieder innerlinke Debatten auf diesem Medium ausgetragen.

Indymedia linksunten ist eines der wichtigsten Medien um sich über Aktivitäten von Neonazis zu informieren oder um die Lügen der Herrschenden bei Gipfelevents (Olaf Scholz: „Polizeigewalt hat es nicht gegeben“) richtig zu stellen. Es ist in meinem Augen ein Unding, wenn z.B. der Spiegel Online dieses Medium mit einem Foto von brennenden Barrikaden illustriert, anstatt mit MedienaktivistInnen, die eine Kamera in der Hand halten und filmen oder später ihre Berichte am Computer verfassen. Gerade der schlecht recherchierte, unkritische Verlautbarungsjournalismus der Mainstreammedien rund um das Verbot von Indymedia linksunten zeigt, wie wichtig selbstorganisierte, unabhängige Medien sind.

Indymedia steht für „independent media“, unabhängige Medien. Die Grundidee hinter Indymedia ist, selbstorganisiert und in einem offenen, demokratischen Prozess Journalismus „von unten“ zu betreiben. Es gibt keine Chefs, keine Löhne und keine Werbung. Alles ist als Freiwilligenarbeit organisiert.

„Don‘t hate the media, become the media“ ist der Leitspruch. Also anstatt dich darüber zu ärgern, dass die lokale Mainstream-Presse deine kritischen Leserbriefe nicht oder nur gekürzt abdruckt, mach einfach dein eigenes Medium und schreib, was dir wichtig ist.

Nicht eine zentrale Redaktion schreibt das, was dem Staat, den Vorgesetzten oder den Werbekunden genehm ist, sondern die LeserInnen und politischen AktivistInnen, die DemoteilnehmerInnen selbst schreiben, wie sie die Demo erlebt haben. Und bekommen dann viele Feedbacks, Ergänzungen, Meinungen und auch Kritik in den Kommentaren unter ihren Postings. Im Prinzip kommt das dem Kommunikationsapparat, den Brecht in seiner Radiotheorie gefordert hat, ziemlich nahe.

„Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen.“ Berthold Brecht 1)

Jeder hat Zugang, auch ohne sich einzuloggen und sofort Schreibrecht um seinen Artikel – wenn gewünscht auch anonym – zu veröffentlichen. Es gehörte immer zum Kern des Indymedia Konzeptes, dass erstmal jeder Artikel und jeder Kommentar auf der Webseite erscheinen konnte, selbst wenn er zu einem späteren Zeitpunkt wieder entfernt oder versteckt werden musste, weil er den Moderationskriterien widersprach. Die Moderationskriterien wurden in einem demokratischen Prozess gemeinsam entwickelt.

linksunten.indymedia.org ist Teil eines großen, weltweiten Netzwerkes von zig, eng zusammenarbeitenden Indymedia Zentren, dass es schon ganz lange gibt. Die ersten Indymedia Zentren (IMCs) entstanden 1999 nach Massenprotesten gegen die WTO in Seattle und wurden zusammen mit der Antiglobalisierungsbewegung und dem damals noch jungen Internet groß. Heute gibt es Indymedia Zentren in vielen Ländern und in ein paar Ländern gibt es sogar mehrere Städtegruppen, die ihre eigenen Indymedia-Auftritte betreiben. In Deutschland gibt es zwei Indymedia-Gruppen: das ältere de.indymedia.org und das jüngere linksunten.indymedia.org. Hier im Süden waren eine Zeitlang auch das schweizer und das österreichische IMC von Bedeutung.

Die meisten Leute sehen von der Arbeit dieser Community nur die Spitze des Eisbergs, eben die Webseite mit den Postings. Aber die eigentliche Arbeit geschieht im Hintergrund: auf den fachlich bezogenen Mailinglisten, den regelmäßigen chat-Sitzungen auf denen nationen und sprachenübegreifend weltweit koordiniert und Aufgaben verteilt werden, die jährlichen Konferenzen. JedEr der/die Interesse hat kann da teilnehmen und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen.

Alles wird diskutiert: das Mission-Statement, das die inhaltliche Plattform der Zusammenarbeit beschreibt, die Funktionen der Webseite, die Navigationselemente und an welchen Stellen sie auftauchen, wie mit neu eingehenden Artikeln von unbekannten AutorInnen umgegangen wird, welche Kommentare gerade noch zugelassen werden und welche einfach so krass daneben sind, dass sie gelöscht werden müssen. Es gibt Aufgaben für TechnikerInnen wie z.B. Systemadmins, SoftwareentwicklerInnen, WebdesignerInnen, es braucht Leute, die die Software durchtesten, ÜbersetzerInnen, die ins Deutsche oder vom Deutschen in andere Sprachen übersetzen, es werden Protokolle geschrieben, Dokumentationen und Anleitungen erstellt. Mit die größte und gleichzeitig auch die undankbarste Arbeit ist das ständige Moderieren der Artikel und Kommentare gemäß den gemeinsam vereinbarten Moderationskriterien.

Spenden für die Betroffenen der Repression:
Empfänger: Rote Hilfe OG Stuttgart
IBAN: DE66 4306 0967 4007 2383 13
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: linksunten

Indymedia Seiten kann man nicht einfach in Netz stellen und fertig. IMCs setzen die Bildung einer lebendigen Community von MedienaktivistInnen voraus, die basisdemokratisch zusammenarbeitet. Bei Indymedia linksunten hat man sich ein Jahr Zeit genommen für den Gründungsprozess. Ein Jahr Arbeit, bevor überhaupt das erste Posting erscheinen durfte.

Indymedia lässt sich nicht einfach verbieten oder aus dem Internet löschen. Wer das denkt, hat das Internet nicht verstanden. Es ist offensichtlich, dass Indymedia nach wie vor ihre Server unter ihrer Kontrolle hat. In Kürze wird linksunten wieder online sein, mit einer Infrastruktur außerhalb der Reichweite des deutschen Staates. Wenn es nicht die gleichen Betreiber sind wie vorher, werden andere das Projekt fortführen.

Repression ist für Indymedia nichts Neues. Von Anfang an und weltweit war indymedia den staatlichen Behörden ein Dorn im Auge und war darum immer wieder von Repression betroffen. Mehrfach gab es Versuche IMCs zu zensieren, einzelne Autoren zu identifizieren und sie der Strafverfolgung auszusetzen. Es gibt Länder in denen die Medien wesentlich unfreier sind als in Deutschland und die dennoch Indymedia Zentren haben. Schon aus diesem Grund ist die Technik von Indymedia dezentral ausgelegt, mit Servern die möglichst immer im Ausland stehen, mit Redundanzen und Spiegelungen, es wird verschlüsselt kommuniziert wird, es werden keine unnötigen Daten geloggt werden (z.B. keine IP-Adressen von den Besuchern der Seite) und Empfehlungen für anonymes Posting gegeben. Jedes Drehen an der Repressionsschraube führt nur dazu, dass die Betreiber noch ein wenig vorsichtiger, disziplinierter und die Benutzung sicherer wird.

„Die Beschlagnahme von Indyservern im Oktober 2004 durch das FBI konnte wie die Sperrung von Indymedia Istanbul im März 2008 durch das solidarische Netzwerk aufgefangen werden. Redundanz und Solidarität sind starke Waffen im Kampf gegen Repression.“ Indymedia Linksunten, 2008

Mit Indymedia linksunten ist angeblich nur ein Teil von Indymedia angegriffen worden, aber es trifft natürlich das ganze weltweite Indymedia-Netzwerk. Und damit gleichzeitig die sozialen Bewegungen, die in indymedia ein wichtiges alternatives Medium sehen. Es gab Solidaritätserklärungen, Spendenaufrufe, die freien Radios (http://freie-radios.net) berichten ausführlich, in Freiburg, Bremen, Berlin, Karlsruhe, Jena und anderswo gab es spontane Demonstrationen gegen das Verbot und ein paar der Lügen der Repressionsorgane sind bereits aufgeflogen.

Intergalaktischer Auflauf für
Pressefreiheit und den Erhalt linker Zentren
09.09.2017, 19:00 Uhr
Bertoldsbrunnen, Freiburg

Das Indymedia Netzwerk ist nicht das einzige Medium der sozialen Bewegungen und wollte es auch nie sein. Und das ist gut so.

1) Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. In: Bertolt Brecht: Gesammelte Werke in 20 Bänden. Band 18, Frankfurt am Main, S. 127–134.

Links

Website des Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD

Das Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD hat einen neuen Webauftritt und stellt dort alle Infos zu ihrem ersten Event, der Anti-AfD-Aktionskonferenz am 10.6.2017 (wir haben berichtet) ins Netz.



https://konstanzeraktionsbuendnis.wordpress.com/

Türkei aus der Sicht des Journalisten Dieter Sauter

Ausführliche Zusammenfassung eines Vortrags von Dieter Sauter, den dieser am 04.10.2016 in Konstanz hielt sowie weitere Hintergründe zur dramatischen Entwicklung der Türkei seit dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016.

Der Bericht erschien auf dem Blog des iranischen Exilschriftstellers Ali Schirasi und ist unter folgendem Link zu erreichen:

http://alischirasi.blogsport.de/2016/10/05/tuerkei-aus-der-sicht-des-journalisten-dieter-sauter/

Auf dem deutsch-iranischen Blog ist in den letzten Wochen und Monaten regelmäßig über die Türkei berichtet worden. Hier eine Liste der aktuellsten Artikel mit zahlreichen Fakten und Details, die nicht in deutschen Mainstreammedien zu lesen sind und denen, die türkischsprachige Medien mangels Sprachkenntnissen nicht lesen können, sonst kaum zugänglich sind.

Wenn jemand in Konstanz einen Medienpreis für kritische Berichterstattung verdient hat, dann der Autor dieser Zeilen!

Auch vor dem 15.7.2016 hat der Blog von Ali Schirasi immer wieder über die Region Türkei, Kurdistan, Syrien und Irak berichtet. Der in dieser Serie zuletzt aufgeführte Artikel stammt vom 6. Mai 2016, also 9 Wochen vor dem Putsch und ist unglaublich weitsichtig.

Die Fortsetzung dieser Artikelserie mit wöchentlichen updates erfolgt unter Blog von Ali Schirasi – Kategorie: Türkei

Radio LoRa: 1. Mai in Zureich

Radio LoRa sendet dieses Jahr zwei Tage lang live! vom Kaserneareal. Am Lora-Stand gibt es dieses Jahr ausserdem eine Hörstation mit Sendungen aus dem LoRa-Archiv.

Radio LoRa beteiligt sich am Polit-Programm vom 1. Mai mit einer von uns organisierten Veranstaltung. Diese findet am Samstag um 16 Uhr im Walcheturm statt. Es geht um die Selbstorganisation von Migrant_innen und Geflüchteten und wird moderiert von der interkulturellen Redaktion von Radio LoRa.

Was über 97,5 Megahertz an diesen zwei Tagen zu hören ist findet ihr im Tagesprogramm von Samstag und Sonntag.

Webradio: Live!

Quelle: http://www.lora.ch/

Das 8. März Programm auf Radio LoRa!

Vielstimmig, mehrsprachig, von Frauen mit und ohne Fluchterfahrung, über Frauenkämpfe, zur Situation von geflüchteten Frauen in der Schweiz, gegen Rassismus und Kriegspolitik, für die feministische Revolution. Am 8. März gibt es ein Tag lang Sondersendungen zum Internationalen Frauenkampftag.

Alle Sendungen mit Details zum Programm findet ihr auf der http://lora.ch/

Das LoRa ist an diesem Tag offen für Frauen. Es gibt Essen und Getränke – kommt vorbei zum gemeinsamen Radiohören, oder um spontan einen Beitrag über den Äther zu senden. Bring deinen feministischen Musikwunsch mit für die Jukebox am Abend!

SPECIALS

  • 19.30 Uhr: Über das Haar (live). Ein Stück von Michèle Breu für fragende Gedanken und suchende Träume.
  • 22 Uhr: Jukebox Alarm: feministisch Feiern mit deiner Musik auf 97.5 Megahertz.

Bring Musik mit (von Frauen*!) (auf CD, Platten,MP3-Player, Memory-Stick…) und spiel sie selber im Studio ab. Oder ruf an mit einem Musikwunsch

Zum Vorbeikommen: Militärstrasse 85a

Zum Anrufen: 044 5672 24 00

Filmtipp: Je suis Charlie

Am heutigen Montag Abend läuft das letzte Mal „Je suis Charlie“ im zebra-Kino. Es ist die französische Originalversion mit deutschen Untertiteln. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Quelle: http://zebra-kino.de/2015/je-suis-charlie/

FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht

Das bisherige Aktionsbündnis Abschiebestopp in Konstanz nennt sich nun „FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht“

Damit verbunden ist auch ein – noch in der Entstehung begriffener – Webauftritt unter http://www.azilon.de

Die seit 2013 gepflegte Facebook-Seite erscheint nun als https://www.facebook.com/forumazilon

In einem neuen Flyer beschreibt die Gruppe ihr Selbstverständnis und ihre Aktivitäten. Unter der Überschrift „Was das FORUM azilon vor Ort tut“ erklären sie:

  • Wir unterstützen Geflüchtete daher in ihren Asylverfahren oder vermitteln Kontakte zu Rechtsanwälten.
  • Wir unterstützen Geflüchtete bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und ihrer Bedürfnisse hier in Deutschland.
  • Wir informieren und sensibilisieren zu Themen von Asylverfahren und Asylrecht, von Unterbringung und Gleichbehandlung.
  • Wir setzen uns für die Förderung, Integration und Teilhabe oder gemeinsame Gestaltung unserer Gesellschaft ein.
  • Wir lernen Geflüchtete in Konstanz oder rund um den Bodensee kennen.
  • Uns interessieren die Geschichte und die Probleme eines jeden Geflüchteten unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft.
  • Wir begegnen den Geflüchteten auf Augenhöhe.
  • Wir suchen gemeinsam nach Lösungen zur Verbesserung ihrer Situation und einer Bleibeperspektive. Diese ist Grundlage aller Integrationsbemühungen der Geflüchteten.
  • Wir machen Fortbildungen oder Veranstaltungen für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Interessierte.

Das Forum trifft sich jeden zweiten und jeden vierten Montag im Monat ab 19 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Petrus- und Paulusgemeinde in Konstanz, Wollmatinger Straße 58.

Suche nach Aktionsbündnis Abschiebestopp bei LinksRhein.

NPD-Parteitag in Weinheim – Zensurversuch gegen Mobilisierungs-Webseite

Am kommenden Wochenende, den 21. und 22. November 2015, wird die NPD versuchen, ihren Bundesparteitag in der Stadthalle von Weinheim abzuhalten. Der Parteitag soll unter dem rassistischen Motto „Das Boot ist voll – Asylbetrüger abschieben!“ stattfinden. Schon jetzt wird von staatlicher Seite gegen diejenigen vorgegangen, die zu antifaschistischen Blockaden aufrufen.

Update 27.11.2015: Nach ihrem Einsatz beim Parteitag der NPD in Weinheim: Polizei steht weiter in der Kritik (beobachternews.de) und Wie ich gegen die NPD demonstrieren wollte – und stattdessen im Knast landete (fudder.de)

Update 22.11.2015: Berichte und Bildergalerien auf www.beobachternews.de und linksunten.indymedia.org

Update 21.11.2015: Live Ticker #blocknpd, #nonpdwhm

Wie von der neuen Mobi-Seite gegen den NPD-Bundesparteitag zu erfahren ist, hat die Staatsanwaltschaft bereits vor über einer Woche vom Politischen Provider „Blogsport“ verlangt, die bisherige Mobilisierungsseite aus dem Netz zu nehmen, was offensichtlich auch geschehen ist. Unter der bisherigen Adresse ist keine Webseite mehr anzutreffen. Ein Grund dafür war nicht erkennbar.

Der Provider Blogsport hostet übrigens auch LinksRhein. Das macht es nicht leichter, darüber zu berichten. Die Mobilisierung gegen den NPD-Bundespartei wird dadurch jedenfalls nicht verhindert, einerseits weil die Mobilisierungswebsite längst bei einem anderen Blogbetreiber untergekommen ist und dort fleissig weiter postet und anderseits, weil auf zu vielen verschiedenen Websites von Antifagruppen und alternativen Medien wie indymedia darüber berichtet wird.

Und die Gegen-Mobilisierung ist durchaus breit. Für Samstag, den 21. November 2015 ruft die Antifaschistische Initiative Heidelberg zur Demonstration „Gegen den NPD-Parteitag vorgehen! Rassismus und völkischem Nationalismus entgegentreten!“ auf. Auftakt ist ab 13 Uhr am Bahnhof Weinheim. Blockaden rund um die Stadthalle sind schon deutlich früher, ab Samstag 8 Uhr angekündigt. Die Initiative Nazifreies Weinheim hat sich zum Ziel gesetzt, den NPD-Bundesparteitag am 21. und 22. November 2015 nicht nur mit Protesten zu begleiten, sondern durch zivilen Ungehorsam zu verhindern. Darüberhinaus gibt es verschiedene Mahnwachen und Kundgebungen sowie ein „Guck hin! Aktionscamp“, das von „Weinheim gegen Rechts“ organisiert wird. Um bei all diesen Aktionen nicht den Ueberblick zu verlieren, ist diese Karte recht nuetzlich.

Busse aus dem Süden fahren aus Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen, Villingen-Schwenningen, Lörrach, Freiburg, Achern, Bühl und Rastatt Richtung Weinheim. Weitere AntifaschistInnen treffen sich zur gemeinsamen Anreise per Zug z.b. ab Mannheim oder Ludwigshafen. Und sicher werden auch grössere Gruppen aus Hessen (Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Fulda, Giessen, etc.) anreisen. Wer eine Uebernachtungsmoeglichkeit sucht, kann sich an eine Pennplatzboerse wenden.

Links

Spezialprogramm über Flüchtlinge im Radio LoRa, Zürich

Mit einem Spezialprogramm vom Sonntag, 22. November bis am Freitag, 27. November 2015 beleuchtet das Zürcher Radio LoRa die Thematik aus verschiedenen Perspektiven. 17 Sendungsstunden werden weitgehend von Flüchtlingen und Migrant_innen und in neun verschiedenen Sprachen produziert.

Die Sendungen sind auch als Webradio zu empfangen!

Seit mehreren Monaten wird von einer sogenannten Flüchtlingskrise in Europa berichtet, viele Organi­sationen, Regierungen und Behörden haben verschiedenen Massnahmen unternommen, um das Ankommen der geflüchteten Menschen zu bewältigen. Es wird von Hunderttausenden von Menschen aus Syrien sowie aus Afghanistan, dem Irak oder Eritrea gesprochen. Die „Massen“ sind sich von Europas Aussengrenzen bis nach Zentraleuropa vorgedrungen und bedrohen das Grenzregime von Europa.

Wie wird darüber berichtet in den Medien? Diese Frage ist der Ausgangspunkt für unser Spezial­programm. Wir wollen aber uns mit der Vielfältigkeit der Situation beschäftigen: Nicht nur von den Sorgen und Ängsten Europas berichten, sondern auch aus der Perspektive der vergessenen Flücht­linge aus Palästina oder jener im Grenzegebiet von Somalia und Kenia oder jenen in Nordkurdistan (Türkei), die von kommunalen Selbstverwaltungen aufgenommen wurden. Auch selbstorganisierte Gruppen wie Refugees Radio Network aus Hamburg oder die Migrantinneninstitution Maiz aus Linz (A) und Refugees und Migrant_innen im Radio Lora kommen zu Wort.

Auftakt ist am Sonntag Abend mit einer Sendung von 18:00 – 20:00 Uhr in der zunächst das Spezialprogramm präsentiert wird.

Infos zum Programm (Flyer im PDF Format)

Quelle https://spezialprogramm.wordpress.com/2015/11/16/spezialprogramm-ueber-fluechtlinge-im-radio-lora/

http://www.lora.ch/

Laugh up. Stand Up.

Rassismuskritisches Humorfestival vom 13. – 15. November 2015 in der Shedhalle Zürich


Fatima Moumouni

Das dreitägige Festival fragt nach dem Zusammenspiel von Humor und Rassismus– mit komischen Mitteln und der Lust dagegenzulachen. Das Festival will für rassistische Strukturen in Witz und Comedy sensibilisieren, rassismuskritische Positionen im Schweizer (Humor-) Diskurs entwickeln und Formen des Humors fördern, die bestehende Stereotype überwinden und den von rassistischer Ausgrenzung Betroffenen eine Stimme verleihen.

Stand-up Comedians, Poetry Slamer, Youtuber_innen, Performance Künstler_innen, Musiker_innen und Humorforscher_innen sind eingeladen, um mit dem Publikum in einen Dialog treten. Diskussionsrunden, Podien und Workshops vermitteln die verhandelten Themen und sollen zur Reflexion des eigenen Lachens anregen.

Programm, Künstler_innen und Tickets unter www.laughupstandup.ch

Das Festival ist eine Koproduktion der Shedhalle Zürich mit dem „Verein zur Förderung rassismuskritischer Öffentlichkeiten“.

http://www.shedhalle.ch

Die politische Situation in der Türkei

Vortrag von Jürgen Gottschlich am Samstag, den 18. April 2015 um 18 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg Elser Platz 1, 78467 Konstanz

Über folgende Themen wird berichtet:

  • aktuelle politische Lage in der Türkei
  • Frauenrechte in der Türkei
  • Menschenrechte in der Türkei
  • wie unabhängig sind die Medien
  • syrische Flüchtlinge in der Türkei
  • Situation der Roma und anderen Minderheiten

Jürgen Gottschlich ist Autor und TAZ-Redakteur aus Istanbul.

Veranstalter: esPresso und Input Konstanz, unterstützt durch den Asta der Uni Konstanz und die Rosa Luxemburg-Stiftung

Vgl. auch die Lesung von Jürgen Gottschlich am Sonntag, den 19.4.2015 im Stadttheater Konstanz: Beihilfe zum Völkermord – Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier

Wie endlich alles anders wird!

Ausstellung / Workshop über die Arbeit an einem arbeitskritischen Animationsfilm vom 16. – 18. Oktober 2014 in der Shedhalle in Zürich

Wer kennt es nicht, das lustige und zugleich unglaublich ernsthafte Kinderbuch „Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird“ von Bini Adamcak. Die Autorin dieses Buches arbeitet gerade an einem Animationsfilm der auf genau diesem Buch basiert. In einem dreitägigen Workshop wollen die Macherinnen des Animationsfilms ihr Filmkonzept sowie ihren Arbeitsprozess vorstellen und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen einen Schritt voranbringen.

In einem ersten Teil versucht der Film in einfachen Bildern und Worten die kapitalistische Ökonomie samt ihrer aktuellen Krise zu erklären. Im zweiten Teil werden verschiedene utopische Versuche unternommen, eine bessere Gesellschaft zu realisieren.

Die Workshopeinheiten können unabhängig voneinander besucht werden.

Donnerstag, 16.10.2014, 18-20 Uhr

Vorstellung des Films: Was bedeutet es, einen kapitalismuskritischen Film unter prekären kapitalistischen Bedingungen zu realisieren?

Freitag, 17.10.2014, 18-20 Uhr

Vom Buch zum Drehbuch – das Storyboard: Wie lässt sich ein Kapitel in einem Buch in eine visuelle Sprache bewegter Bilder übersetzen?

Samstag, 18.10.2014, 16-18 Uhr

Figuren- und Raumentwicklung: Aufbauend auf dem gemeinsam entwickelten Storyboard bauen wir eine Kulisse.

Samstag, 18.10.2014, 18-20 Uhr

Zum Leben erwecken: Kulisse und Figuren werden im Sinne des Drehbuches zum Leben erweckt, das heißt animiert; eine kleine Filmsequenz entsteht.


http://www.shedhalle.ch/2013/de/334/WIE_ENDLICH_ALLES_ANDERS_WIRD

Solidarität mit blogsport

blogsport.de, der politische Provider, der tausende linke und emanzipatorische Blogs hostet, darunter auch LinksRhein, wird von einer Klage aus dem Umfeld der rechten und islamophoben „PRO NRW“-Partei bedroht.

Update 30.8.2014: Pro-NRW-Vize Hauer gegen Blogsport: Gericht teilt Kosten. Im Verfahren Hauer gegen Blogsport wog das Landgericht Essen die Persönlichkeitsrechte des Klägers mit dem Recht auf freie Presse ab und entschied, dass die Veröffentlichung des einen der zwei Fotos, um die es dabei ging, zulässig, die des anderen aber unstatthaft gewesen sei. Die Kosten des Rechtsstreits wurden gegeneinander aufgehoben, das heißt gleichmäßig auf beide Parteien verteilt.

Im Verfahren Hauer gegen Blogsport wog das Landgericht Essen die Persönlichkeitsrechte des Klägers mit dem Recht auf freie Presse ab und entschied, dass die Veröffentlichung des einen der zwei Fotos, um die es dabei ging, zulässig, die des anderen aber unstatthaft gewesen sei. Die Kosten des Rechtsstreits wurden gegeneinander aufgehoben, das heißt gleichmäßig auf beide Parteien verteilt.

Am 26.6.2014 veröffentlichte blogsport die Pressemitteilung, in der der Provider die Klage des PRO NRW-Landesvize und Gelsenkirchener Stadtverordneten Kevin Hauer gegen blogsport bekannt machte. Es geht konkret um Fotos, die Kevin Hauer zeigen, wie er ein Hitler-Portrait hochhält bzw. den Arm zum Hiltergruß hochreckt.

Blogsport war von einem Anwalt aus der rechten Szene hinsichtlich der Entfernung der Bilder abgemahnt worden. Ein Verhandlungstermin vor Gericht, der vor 14 Tagen hätte stattfinden sollen, wurde wieder abgesagt.

Inzwischen haben diverse antifaschistische und antirassistische Organisationen , die in den Klagen von Rechts einen Versuch sehen, linke und antifaschistische Strukturen anzugreifen, zur Unterstützung des Providers blogsport.de aufgerufen. Sie haben bei der Rote Hilfe e.V. Berlin ein Spendenkonto eingerichtet.

Spendenkonto:

Rote Hilfe e.V. Berlin
Stichwort: “Blogsport Soli”
IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS
GLS-Bank

Links:

Kalinka-m: Neuer linker Terminkalender in München

Für München gibt es nun wieder einen Webauftritt, auf dem ihr aktuelle linke und emanzipatorische Termine, Veranstaltungen, Demos, Kundgebungen, Konzerte, Soli-Parties und Sonstiges für München und Umland finden könnt:


http://www.kalinka-m.org/

Das Redaktionskollektiv, das die Seite betreibt, besteht aus Leuten mit unterschiedlichem linken Hintergrund, die gemeinsam die Emanzipation von Unterdrückung, Ausbeutung und Chauvinismus als politischen Anspruch haben. Entscheidungen werden basisdemokratisch und nach dem Konsensprinzip getroffen.

Der Schwerpunkt des Kalenders soll auf inhaltlichen Veranstaltungen und Aktionen liegen, aber es werden auch kulturelle Events Platz finden. Besonders unkommerzielle Veranstaltungen sollen bekannt gemacht werden. Wichtig für die Auswahl und Veröffentlichung der Termine ist der linke und emanzipatorische Anspruch der Veranstaltung oder aber der politische Hintergrund der Veranstaltenden.

Neben der Arbeit des Redaktionskollektivs ist es wichtig, dass ihr euch beteiligt. Wenn ihr also von interessanten Terminen wisst, oder ihr in einer Gruppe seid, die eine Demo oder Veranstaltung vorbereitet, könnt ihr uns dies hier mitteilen:

http://www.kalinka-m.org/submit/

Quelle: http://de.indymedia.org/2014/04/354053.shtml