Archiv der Kategorie 'Medien'

Website des Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD

Das Konstanzer Aktionsbündnis gegen die AfD hat einen neuen Webauftritt und stellt dort alle Infos zu ihrem ersten Event, der Anti-AfD-Aktionskonferenz am 10.6.2017 (wir haben berichtet) ins Netz.



https://konstanzeraktionsbuendnis.wordpress.com/

Türkei aus der Sicht des Journalisten Dieter Sauter

Ausführliche Zusammenfassung eines Vortrags von Dieter Sauter, den dieser am 04.10.2016 in Konstanz hielt sowie weitere Hintergründe zur dramatischen Entwicklung der Türkei seit dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016.

Der Bericht erschien auf dem Blog des iranischen Exilschriftstellers Ali Schirasi und ist unter folgendem Link zu erreichen:

http://alischirasi.blogsport.de/2016/10/05/tuerkei-aus-der-sicht-des-journalisten-dieter-sauter/

Auf dem deutsch-iranischen Blog ist in den letzten Wochen und Monaten regelmäßig über die Türkei berichtet worden. Hier eine Liste der aktuellsten Artikel mit zahlreichen Fakten und Details, die nicht in deutschen Mainstreammedien zu lesen sind und denen, die türkischsprachige Medien mangels Sprachkenntnissen nicht lesen können, sonst kaum zugänglich sind.

Wenn jemand in Konstanz einen Medienpreis für kritische Berichterstattung verdient hat, dann der Autor dieser Zeilen!

Auch vor dem 15.7.2016 hat der Blog von Ali Schirasi immer wieder über die Region Türkei, Kurdistan, Syrien und Irak berichtet. Der in dieser Serie zuletzt aufgeführte Artikel stammt vom 6. Mai 2016, also 9 Wochen vor dem Putsch und ist unglaublich weitsichtig.

Die Fortsetzung dieser Artikelserie mit wöchentlichen updates erfolgt unter Blog von Ali Schirasi – Kategorie: Türkei

Radio LoRa: 1. Mai in Zureich

Radio LoRa sendet dieses Jahr zwei Tage lang live! vom Kaserneareal. Am Lora-Stand gibt es dieses Jahr ausserdem eine Hörstation mit Sendungen aus dem LoRa-Archiv.

Radio LoRa beteiligt sich am Polit-Programm vom 1. Mai mit einer von uns organisierten Veranstaltung. Diese findet am Samstag um 16 Uhr im Walcheturm statt. Es geht um die Selbstorganisation von Migrant_innen und Geflüchteten und wird moderiert von der interkulturellen Redaktion von Radio LoRa.

Was über 97,5 Megahertz an diesen zwei Tagen zu hören ist findet ihr im Tagesprogramm von Samstag und Sonntag.

Webradio: Live!

Quelle: http://www.lora.ch/

Das 8. März Programm auf Radio LoRa!

Vielstimmig, mehrsprachig, von Frauen mit und ohne Fluchterfahrung, über Frauenkämpfe, zur Situation von geflüchteten Frauen in der Schweiz, gegen Rassismus und Kriegspolitik, für die feministische Revolution. Am 8. März gibt es ein Tag lang Sondersendungen zum Internationalen Frauenkampftag.

Alle Sendungen mit Details zum Programm findet ihr auf der http://lora.ch/

Das LoRa ist an diesem Tag offen für Frauen. Es gibt Essen und Getränke – kommt vorbei zum gemeinsamen Radiohören, oder um spontan einen Beitrag über den Äther zu senden. Bring deinen feministischen Musikwunsch mit für die Jukebox am Abend!

SPECIALS

  • 19.30 Uhr: Über das Haar (live). Ein Stück von Michèle Breu für fragende Gedanken und suchende Träume.
  • 22 Uhr: Jukebox Alarm: feministisch Feiern mit deiner Musik auf 97.5 Megahertz.

Bring Musik mit (von Frauen*!) (auf CD, Platten,MP3-Player, Memory-Stick…) und spiel sie selber im Studio ab. Oder ruf an mit einem Musikwunsch

Zum Vorbeikommen: Militärstrasse 85a

Zum Anrufen: 044 5672 24 00

Filmtipp: Je suis Charlie

Am heutigen Montag Abend läuft das letzte Mal „Je suis Charlie“ im zebra-Kino. Es ist die französische Originalversion mit deutschen Untertiteln. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Quelle: http://zebra-kino.de/2015/je-suis-charlie/

FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht

Das bisherige Aktionsbündnis Abschiebestopp in Konstanz nennt sich nun „FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht“

Damit verbunden ist auch ein – noch in der Entstehung begriffener – Webauftritt unter http://www.azilon.de

Die seit 2013 gepflegte Facebook-Seite erscheint nun als https://www.facebook.com/forumazilon

In einem neuen Flyer beschreibt die Gruppe ihr Selbstverständnis und ihre Aktivitäten. Unter der Überschrift „Was das FORUM azilon vor Ort tut“ erklären sie:

  • Wir unterstützen Geflüchtete daher in ihren Asylverfahren oder vermitteln Kontakte zu Rechtsanwälten.
  • Wir unterstützen Geflüchtete bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und ihrer Bedürfnisse hier in Deutschland.
  • Wir informieren und sensibilisieren zu Themen von Asylverfahren und Asylrecht, von Unterbringung und Gleichbehandlung.
  • Wir setzen uns für die Förderung, Integration und Teilhabe oder gemeinsame Gestaltung unserer Gesellschaft ein.
  • Wir lernen Geflüchtete in Konstanz oder rund um den Bodensee kennen.
  • Uns interessieren die Geschichte und die Probleme eines jeden Geflüchteten unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft.
  • Wir begegnen den Geflüchteten auf Augenhöhe.
  • Wir suchen gemeinsam nach Lösungen zur Verbesserung ihrer Situation und einer Bleibeperspektive. Diese ist Grundlage aller Integrationsbemühungen der Geflüchteten.
  • Wir machen Fortbildungen oder Veranstaltungen für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Interessierte.

Das Forum trifft sich jeden zweiten und jeden vierten Montag im Monat ab 19 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Petrus- und Paulusgemeinde in Konstanz, Wollmatinger Straße 58.

Suche nach Aktionsbündnis Abschiebestopp bei LinksRhein.

NPD-Parteitag in Weinheim – Zensurversuch gegen Mobilisierungs-Webseite

Am kommenden Wochenende, den 21. und 22. November 2015, wird die NPD versuchen, ihren Bundesparteitag in der Stadthalle von Weinheim abzuhalten. Der Parteitag soll unter dem rassistischen Motto „Das Boot ist voll – Asylbetrüger abschieben!“ stattfinden. Schon jetzt wird von staatlicher Seite gegen diejenigen vorgegangen, die zu antifaschistischen Blockaden aufrufen.

Update 27.11.2015: Nach ihrem Einsatz beim Parteitag der NPD in Weinheim: Polizei steht weiter in der Kritik (beobachternews.de) und Wie ich gegen die NPD demonstrieren wollte – und stattdessen im Knast landete (fudder.de)

Update 22.11.2015: Berichte und Bildergalerien auf www.beobachternews.de und linksunten.indymedia.org

Update 21.11.2015: Live Ticker #blocknpd, #nonpdwhm

Wie von der neuen Mobi-Seite gegen den NPD-Bundesparteitag zu erfahren ist, hat die Staatsanwaltschaft bereits vor über einer Woche vom Politischen Provider „Blogsport“ verlangt, die bisherige Mobilisierungsseite aus dem Netz zu nehmen, was offensichtlich auch geschehen ist. Unter der bisherigen Adresse ist keine Webseite mehr anzutreffen. Ein Grund dafür war nicht erkennbar.

Der Provider Blogsport hostet übrigens auch LinksRhein. Das macht es nicht leichter, darüber zu berichten. Die Mobilisierung gegen den NPD-Bundespartei wird dadurch jedenfalls nicht verhindert, einerseits weil die Mobilisierungswebsite längst bei einem anderen Blogbetreiber untergekommen ist und dort fleissig weiter postet und anderseits, weil auf zu vielen verschiedenen Websites von Antifagruppen und alternativen Medien wie indymedia darüber berichtet wird.

Und die Gegen-Mobilisierung ist durchaus breit. Für Samstag, den 21. November 2015 ruft die Antifaschistische Initiative Heidelberg zur Demonstration „Gegen den NPD-Parteitag vorgehen! Rassismus und völkischem Nationalismus entgegentreten!“ auf. Auftakt ist ab 13 Uhr am Bahnhof Weinheim. Blockaden rund um die Stadthalle sind schon deutlich früher, ab Samstag 8 Uhr angekündigt. Die Initiative Nazifreies Weinheim hat sich zum Ziel gesetzt, den NPD-Bundesparteitag am 21. und 22. November 2015 nicht nur mit Protesten zu begleiten, sondern durch zivilen Ungehorsam zu verhindern. Darüberhinaus gibt es verschiedene Mahnwachen und Kundgebungen sowie ein „Guck hin! Aktionscamp“, das von „Weinheim gegen Rechts“ organisiert wird. Um bei all diesen Aktionen nicht den Ueberblick zu verlieren, ist diese Karte recht nuetzlich.

Busse aus dem Süden fahren aus Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen, Villingen-Schwenningen, Lörrach, Freiburg, Achern, Bühl und Rastatt Richtung Weinheim. Weitere AntifaschistInnen treffen sich zur gemeinsamen Anreise per Zug z.b. ab Mannheim oder Ludwigshafen. Und sicher werden auch grössere Gruppen aus Hessen (Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Fulda, Giessen, etc.) anreisen. Wer eine Uebernachtungsmoeglichkeit sucht, kann sich an eine Pennplatzboerse wenden.

Links

Spezialprogramm über Flüchtlinge im Radio LoRa, Zürich

Mit einem Spezialprogramm vom Sonntag, 22. November bis am Freitag, 27. November 2015 beleuchtet das Zürcher Radio LoRa die Thematik aus verschiedenen Perspektiven. 17 Sendungsstunden werden weitgehend von Flüchtlingen und Migrant_innen und in neun verschiedenen Sprachen produziert.

Die Sendungen sind auch als Webradio zu empfangen!

Seit mehreren Monaten wird von einer sogenannten Flüchtlingskrise in Europa berichtet, viele Organi­sationen, Regierungen und Behörden haben verschiedenen Massnahmen unternommen, um das Ankommen der geflüchteten Menschen zu bewältigen. Es wird von Hunderttausenden von Menschen aus Syrien sowie aus Afghanistan, dem Irak oder Eritrea gesprochen. Die „Massen“ sind sich von Europas Aussengrenzen bis nach Zentraleuropa vorgedrungen und bedrohen das Grenzregime von Europa.

Wie wird darüber berichtet in den Medien? Diese Frage ist der Ausgangspunkt für unser Spezial­programm. Wir wollen aber uns mit der Vielfältigkeit der Situation beschäftigen: Nicht nur von den Sorgen und Ängsten Europas berichten, sondern auch aus der Perspektive der vergessenen Flücht­linge aus Palästina oder jener im Grenzegebiet von Somalia und Kenia oder jenen in Nordkurdistan (Türkei), die von kommunalen Selbstverwaltungen aufgenommen wurden. Auch selbstorganisierte Gruppen wie Refugees Radio Network aus Hamburg oder die Migrantinneninstitution Maiz aus Linz (A) und Refugees und Migrant_innen im Radio Lora kommen zu Wort.

Auftakt ist am Sonntag Abend mit einer Sendung von 18:00 – 20:00 Uhr in der zunächst das Spezialprogramm präsentiert wird.

Infos zum Programm (Flyer im PDF Format)

Quelle https://spezialprogramm.wordpress.com/2015/11/16/spezialprogramm-ueber-fluechtlinge-im-radio-lora/

http://www.lora.ch/

Laugh up. Stand Up.

Rassismuskritisches Humorfestival vom 13. – 15. November 2015 in der Shedhalle Zürich


Fatima Moumouni

Das dreitägige Festival fragt nach dem Zusammenspiel von Humor und Rassismus– mit komischen Mitteln und der Lust dagegenzulachen. Das Festival will für rassistische Strukturen in Witz und Comedy sensibilisieren, rassismuskritische Positionen im Schweizer (Humor-) Diskurs entwickeln und Formen des Humors fördern, die bestehende Stereotype überwinden und den von rassistischer Ausgrenzung Betroffenen eine Stimme verleihen.

Stand-up Comedians, Poetry Slamer, Youtuber_innen, Performance Künstler_innen, Musiker_innen und Humorforscher_innen sind eingeladen, um mit dem Publikum in einen Dialog treten. Diskussionsrunden, Podien und Workshops vermitteln die verhandelten Themen und sollen zur Reflexion des eigenen Lachens anregen.

Programm, Künstler_innen und Tickets unter www.laughupstandup.ch

Das Festival ist eine Koproduktion der Shedhalle Zürich mit dem „Verein zur Förderung rassismuskritischer Öffentlichkeiten“.

http://www.shedhalle.ch

Die politische Situation in der Türkei

Vortrag von Jürgen Gottschlich am Samstag, den 18. April 2015 um 18 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg Elser Platz 1, 78467 Konstanz

Über folgende Themen wird berichtet:

  • aktuelle politische Lage in der Türkei
  • Frauenrechte in der Türkei
  • Menschenrechte in der Türkei
  • wie unabhängig sind die Medien
  • syrische Flüchtlinge in der Türkei
  • Situation der Roma und anderen Minderheiten

Jürgen Gottschlich ist Autor und TAZ-Redakteur aus Istanbul.

Veranstalter: esPresso und Input Konstanz, unterstützt durch den Asta der Uni Konstanz und die Rosa Luxemburg-Stiftung

Vgl. auch die Lesung von Jürgen Gottschlich am Sonntag, den 19.4.2015 im Stadttheater Konstanz: Beihilfe zum Völkermord – Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier

Wie endlich alles anders wird!

Ausstellung / Workshop über die Arbeit an einem arbeitskritischen Animationsfilm vom 16. – 18. Oktober 2014 in der Shedhalle in Zürich

Wer kennt es nicht, das lustige und zugleich unglaublich ernsthafte Kinderbuch „Kommunismus. Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird“ von Bini Adamcak. Die Autorin dieses Buches arbeitet gerade an einem Animationsfilm der auf genau diesem Buch basiert. In einem dreitägigen Workshop wollen die Macherinnen des Animationsfilms ihr Filmkonzept sowie ihren Arbeitsprozess vorstellen und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen einen Schritt voranbringen.

In einem ersten Teil versucht der Film in einfachen Bildern und Worten die kapitalistische Ökonomie samt ihrer aktuellen Krise zu erklären. Im zweiten Teil werden verschiedene utopische Versuche unternommen, eine bessere Gesellschaft zu realisieren.

Die Workshopeinheiten können unabhängig voneinander besucht werden.

Donnerstag, 16.10.2014, 18-20 Uhr

Vorstellung des Films: Was bedeutet es, einen kapitalismuskritischen Film unter prekären kapitalistischen Bedingungen zu realisieren?

Freitag, 17.10.2014, 18-20 Uhr

Vom Buch zum Drehbuch – das Storyboard: Wie lässt sich ein Kapitel in einem Buch in eine visuelle Sprache bewegter Bilder übersetzen?

Samstag, 18.10.2014, 16-18 Uhr

Figuren- und Raumentwicklung: Aufbauend auf dem gemeinsam entwickelten Storyboard bauen wir eine Kulisse.

Samstag, 18.10.2014, 18-20 Uhr

Zum Leben erwecken: Kulisse und Figuren werden im Sinne des Drehbuches zum Leben erweckt, das heißt animiert; eine kleine Filmsequenz entsteht.


http://www.shedhalle.ch/2013/de/334/WIE_ENDLICH_ALLES_ANDERS_WIRD

Solidarität mit blogsport

blogsport.de, der politische Provider, der tausende linke und emanzipatorische Blogs hostet, darunter auch LinksRhein, wird von einer Klage aus dem Umfeld der rechten und islamophoben „PRO NRW“-Partei bedroht.

Update 30.8.2014: Pro-NRW-Vize Hauer gegen Blogsport: Gericht teilt Kosten. Im Verfahren Hauer gegen Blogsport wog das Landgericht Essen die Persönlichkeitsrechte des Klägers mit dem Recht auf freie Presse ab und entschied, dass die Veröffentlichung des einen der zwei Fotos, um die es dabei ging, zulässig, die des anderen aber unstatthaft gewesen sei. Die Kosten des Rechtsstreits wurden gegeneinander aufgehoben, das heißt gleichmäßig auf beide Parteien verteilt.

Im Verfahren Hauer gegen Blogsport wog das Landgericht Essen die Persönlichkeitsrechte des Klägers mit dem Recht auf freie Presse ab und entschied, dass die Veröffentlichung des einen der zwei Fotos, um die es dabei ging, zulässig, die des anderen aber unstatthaft gewesen sei. Die Kosten des Rechtsstreits wurden gegeneinander aufgehoben, das heißt gleichmäßig auf beide Parteien verteilt.

Am 26.6.2014 veröffentlichte blogsport die Pressemitteilung, in der der Provider die Klage des PRO NRW-Landesvize und Gelsenkirchener Stadtverordneten Kevin Hauer gegen blogsport bekannt machte. Es geht konkret um Fotos, die Kevin Hauer zeigen, wie er ein Hitler-Portrait hochhält bzw. den Arm zum Hiltergruß hochreckt.

Blogsport war von einem Anwalt aus der rechten Szene hinsichtlich der Entfernung der Bilder abgemahnt worden. Ein Verhandlungstermin vor Gericht, der vor 14 Tagen hätte stattfinden sollen, wurde wieder abgesagt.

Inzwischen haben diverse antifaschistische und antirassistische Organisationen , die in den Klagen von Rechts einen Versuch sehen, linke und antifaschistische Strukturen anzugreifen, zur Unterstützung des Providers blogsport.de aufgerufen. Sie haben bei der Rote Hilfe e.V. Berlin ein Spendenkonto eingerichtet.

Spendenkonto:

Rote Hilfe e.V. Berlin
Stichwort: “Blogsport Soli”
IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS
GLS-Bank

Links:

Kalinka-m: Neuer linker Terminkalender in München

Für München gibt es nun wieder einen Webauftritt, auf dem ihr aktuelle linke und emanzipatorische Termine, Veranstaltungen, Demos, Kundgebungen, Konzerte, Soli-Parties und Sonstiges für München und Umland finden könnt:


http://www.kalinka-m.org/

Das Redaktionskollektiv, das die Seite betreibt, besteht aus Leuten mit unterschiedlichem linken Hintergrund, die gemeinsam die Emanzipation von Unterdrückung, Ausbeutung und Chauvinismus als politischen Anspruch haben. Entscheidungen werden basisdemokratisch und nach dem Konsensprinzip getroffen.

Der Schwerpunkt des Kalenders soll auf inhaltlichen Veranstaltungen und Aktionen liegen, aber es werden auch kulturelle Events Platz finden. Besonders unkommerzielle Veranstaltungen sollen bekannt gemacht werden. Wichtig für die Auswahl und Veröffentlichung der Termine ist der linke und emanzipatorische Anspruch der Veranstaltung oder aber der politische Hintergrund der Veranstaltenden.

Neben der Arbeit des Redaktionskollektivs ist es wichtig, dass ihr euch beteiligt. Wenn ihr also von interessanten Terminen wisst, oder ihr in einer Gruppe seid, die eine Demo oder Veranstaltung vorbereitet, könnt ihr uns dies hier mitteilen:

http://www.kalinka-m.org/submit/

Quelle: http://de.indymedia.org/2014/04/354053.shtml

Radiocamp vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 in Markelfingen

Direkt am Bodensee gibt es einmal im Jahr ein Camp, das seit nunmehr 19 Jahren freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakte knüpfen und zum Produzieren einlädt: das Radiocamp auf dem DGB-Gelände in Markelfingen.

Vom 28. Mai bis 01. Juni 2014 werden unterschiedlichste Radioworkshops angeboten: ob nun redaktionell, technisch oder theoretisch interessiert, Neues zu erfahren gibt es auf allen Gebieten. Und da die Workshops noch mit kulturellem Programm, von verschiedenen Freizeitaktivitäten und wunderschöner Umgebung umschmückt sind, wird nicht nur die Wissbegier von Radio-Neulingen und Radio-Fortgeschrittenen gestillt, sondern auch das Kontakte knüpfen, Neue-Leute-Kennenlernen, Spaß haben und Diskutieren kommt nicht zu kurz.

Workshops Donnerstag 29. Mai

Was ist und wie mache ich Freies Radio
Einführungsworkshop
Mit Timo Stadler
Querfunk Karlsruhe

Eine praktische Einführung ins Freie Radiomachen:

Anschließend seid ihr natürlich noch keine perfekten Radiojournalist_innen, aber ihr werdet die Grundkenntnisse haben, um eine Sendung zu gestalten und auch etwas über das Selbstverständnis der Freien Radios wissen.

„Ich? Ich hab doch keine Vorurteile (mehr)!“ – Einführung in die Anti-Bias-Perspektive, und was das mit Freien Radios zu tun hat
Mit Nora Strehlitz
Radio RUM Marburg

„[…] die Redaktionen sind sich darin einig, dass jede rassistische, sexistische und soziale Diskriminierung von Personen ausgeschlossen ist.“ (Aus der Selbstdarstellung von Radio Corax Halle e.V.)

„Wir sind uns der gesellschaftlichen Wirkung von Sprache bewusst und wollen eine vorurteilsfreie Sprache verwenden.“ (Aus der inhaltlich-redaktionellen Plattform von Radio Unerhört Marburg)

„Der Anti-Bias-Ansatz geht davon aus, dass jede*r Vorurteile hat. Im Lernprozess […] nehmen [wir] die eigenen Rollen in komplexen Systemen wahr und entwickeln gemeinsam alternative Verhaltensweisen.“ (Anette Kübler: Was ist Anti-bias?)
Im Workshop möchte ich euch über kurze Inputs und selbstreflexive Übungen die Anti-Bias-Perspektive erfahrbar machen und anschließend gemeinsam überlegen, was der Ansatz für unsere Arbeit im Freien Radio bedeuten kann – redaktionell und in der Zusammenarbeit.

Musik im Freien Radio – mehr als eine Frage des guten Geschmacks
Mit Katja Röckel
Radio Blau, Leipzig

Musik hat nicht nur im freien Radio einen hohen Stellenwert.

Aber wie präsentiere ich Musik „richtig“? Wie vermeide ich, nur den Titel und die Band zu nennen? In diesem praktisch orientierten Workshop sprechen wir darüber wie Ihr bisher Musik im Radio nutzt und was man daran noch ändern kann. Im zweiten Teil gibt es kleine praktische Übungen an konkreter Musik.

Bitte Lieblings-CD mitbringen!

Nachrichten im Freien Radio
Mit Niels Wätzel
RDL Freiburg
Workshoplänge: Halber Tag

Themen setzen und Diskurse brechen!

Was können Nachrichten im Freien Radio bringen? Wie sollten sie sich von denen im Öffentlich-Rechtlichen unterscheiden? Und wie können wir uns gemeinsam organisieren?

Im Workshop besprechen wir Auswahl, Aufbau und Sprache von Nachrichten sowie mögliche Gestaltungsmittel.
Ziel wäre ein gemeinsames Nachrichtenportal, aus dem die einzelnen Radios schöpfen können.

Abend-Veranstaltung:

NSU: Blick in den Abgrund
Anti-demokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, Nazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Zwingende Konsequenzen aus dem NSU-Komplex
Mit Friedrich Burschel
Radio Lotte Weimar, NSU-Watch, Rosa Luxemburg Stiftung Berlin

Hinter dem Agieren des NSU und seines wohl mehrere Hundert Personen umfassenden Unterstützer_innen-Netzwerks öffnete sich das Panorama des wohl größten Geheimdienstskandals der Geschichte der BRD und eines unvorstellbaren behördlichen Rassismus‘ in den Mordermittlungen. Gegen die Familien und das soziale Umfeld der Opfer und die Ermordeten selbst wurde über Jahre mit kruden Vorwürfen und rassistischen Anschuldigungen ermittelt. Für die betroffenen Familien eine bis zu einem Jahrzehnt währende Demütigung ohne das je auch nur ansatzweise Spuren ins Nazi-Milieu verfolgt worden wären. Wie weit staatliche Verstrickung in das Geschehen gegangen ist, ist bis heute nicht ansatzweise geklärt, im Gegenteil: ein beispiellos dreister Vertuschungs- und Obstruktionsskandal der unter Verdacht stehenden Behörden (Polizei, Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“, Bundesnachrichtendienst (BND), Militärischer Abschirmdienst (MAD) usw.) überschattet(e) selbst die Aufklärungsbemühungen Parlamentarischer Untersuchungsausschüsse (im Bundestag, in den Landesparlamenten von Thüringen, Sachsen und Bayern und des NSU-Prozesses vor dem Oberlandesgericht in München (seit 6.5.2013). Da werden Informationen vorenthalten und manipuliert, Akten geschreddert oder zurückgehalten und eine Aufklärung des Komplexes der Geheimdienst-Informant_innen (sog. V-Leute) hintertrieben. Viele ungeklärte Fragen und haarsträubende Ungereimtheiten sind nach wie vor offen. Welche nationalen Netzwerke mit dem und internationalen Verbindungen zum NSU nachweisbar sind, ebenso.

Aber auch eine kritische und linke Öffentlichkeit hat von dem mörderischen Agieren des NSU keine Kenntnis genommen und sich von den Medien, die die Polizeiversionen ungeprüft und auflagensteigernd skandalisiert übernahmen, den Bären der kriminellen Machenschaften im „Ausländermilieu“ aufbinden lassen: niemand hat gegen die Etikettierung der grausamen Hinrichtungen als „Döner-Morde“ je lautstark protestiert oder auch nur Zweifel angemeldet. Auch nachdem in Kassel, nach der Ermordung des jungen Internetcafé-Betreibers Halit Yozgat am 6. April 2006, tausende Menschen migrantischen Hintergrunds unter dem Motto „Kein 10. Opfer“ demonstrierten, wachte die Öffentlichkeit – mit den rassistischen Erklärungen offenbar einverstanden – nicht auf.

Imme rnoch verhalten und erst langsam artikuliert sich ein Aufschrei, der all das nicht mehr zu akzeptieren bereit ist und beginnt, eine öffentliche Diskussion der Skandale, des behördlichen und gesellschaftlichen Rassismus und der enormen Gefahren für das Gemeinwesen, die von den unkontrollierbaren (Inlands-)Geheimdiensten ausgehen, zu erzwingen.

Workshops Freitag 30. Mai

Geschlechtergerechtes Sprechen im Radio
Mit Tina Tusch
Berlin
Workshoplänge: Halber Tag

Die Art wie im Radio gesprochen wird beinhaltet immer auch eine geschlechtliche Positionierung, ob das beabsichtigt ist oder nicht. Wie damit umgegangen wird ist für jede_n Sprecher_in unterschiedlich. In den freien Radios gibt es die unterschiedlichsten Umgangsweisen mit diesem Thema, von der Benutzung einer eigens entwickelten geschlechtergerechten Grammatik über die Verwendung des Gender Gap oder Unterstrichs bis hin zur Verwendung des generischen Maskulinums, und bei Live-Sendungen wird am liebsten geredet wie der jeweilige Schnabel gewachsen ist. Und nicht nur die Sprache sagt in diesem Zusammenhang viel über die Sprechenden aus, sondern auch die Art wie die Stimme eingesetzt wird.
In diesem Workshop werden unterschiedliche Ansätze einer geschlechtergerechteren Sprache vorgestellt, mit einer besonderen Berücksichtigung einer trans*-sensiblen Sprache. Aber ganz unabhängig von der Sprache ist auch der Stimmeinsatz der Sprechenden im Radio entscheidend für die Wirkung des Gesendeten. Wie spreche ich, und wie wirkt das? Nehme ich mich stimmlich eher zurück, oder wirke ich dominant und sicher, und welche Rolle spielt mein Geschlecht dabei? Möchte ich daran etwas ändern oder meine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten in diesem Zusammenhang vergrößern? Für alle die sich mit diesen Fragen beschäftigen wollen ist dieser Workshop.
Die jeweiligen Schwerpunkte sind dabei vom Interesse der Teilnehmenden abhängig, nicht alles passt in 3 Stunden.
Die Workshopleiterin Tina Tusch ist Diplompädagogin und Logopädieschülerin, und beim Berliner transgenderRadio aktiv. Gelegentlich veranstaltet sie Workshops zum Thema Stimmbildung, insbesondere für queere und trans* Menschen.


„Über Menschen mit behinderungen berichten“

Workshop für Journalistinnen und Journalisten
Mit Lili Masuhr von den Sozialhelden/Leidmediem.de

„Trotz ihrer Behinderung, meistert sie ihr Leben.“ oder „Der Wissenschaftler leidet an Muskelschwund und ist an den Rollstuhl gefesselt.“ solche Formulierungen lassen negative Bilder im Kopf entstehen, die das öffentliche Bild von Menschen mit Behinderungen prägen. Ob diese Floskeln aus Zeitmangel oder Unsicherheit verwendet werden – Journalistinnen und Journalisten kommt eine besondere Verantwortung zu. denn Medien schaffen Wirklichkeit und viele behinderte Menschen fühlen sich diskriminiert, wenn sie als „Opfer“ oder „Helden“ wahrgenommen werden. das wirkt dem Ansatz der UN-Behindertenrechtskonvention entgegen, die weltweit ein inklusives Leben ermöglichen möchte. Das Bild von Stereotypen und Vorurteilen zu befreien ist gerade in Deutschland wichtig, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zu oft noch in getrennten Welten leben, lernen und arbeiten.
Wie es in der Berichterstattung auch anders gehen könnte, wollen wir von „leidmedien.de“ mit ihnen in einem Workshop diskutieren. Aus der Sicht von Medienschaffenden mit und ohne Behinderungen haben wir Tipps für eine Berichterstattung aus einer anderen Perspektive und ohne Klischees zusammengestellt.
„leidmedien.de“ ist ein Projekt der SOZIALHELDEN in Kooperation mit der Aktion Mensch.
In unserem Workshop geht es um den Austausch von Ideen und Tipps für:
- verwendete Begriffe und Formulierungen über behinderte Menschen
- Perspektiven in Fotografie und TV auf behinderte Menschen
- barrierefreie Kommunikation in der Online-Präsenz
- Interviews mit behinderten interviewpartnerinnen und -partnern

Das Feature – gemeinsam hören, diskutieren und ein Gefühl für das Genre bekommen: learning by analyzing
Mit Jeldrik Geraedts

Radio kann mehr sein als das gesprochene Wort. Es kann von akustischen Welten erzählen, Geschichten erlebbar und emotionale Zusammenhänge verständlich machen – ohne dabei Effekthascherei zu betreiben. Eine radiojournalistische Form, die einem dabei denkbar viel Raum lässt, ist das Feature. Im Gegensatz zu vielen anderen radiojournalistischen Formen, die sich vor allem durch Aktualität auszeichnen, ist das Feature hintergründig. Es lässt sich Zeit, nimmt sich Ruhe, nutzt die volle Bandbreite der akustischen Möglichkeiten: Autor_innentexte, literarische Zitate, O-Töne, Atmo, Effekte und Fiktion.
In diesem Workshop werden gemeinsam einzelne Stücke (ausschnittsweise) gehört, diskutieren und überlegt, ob und wie das Feature auch in den Freien Radios einen Platz findet. Neben der Diskussion auf der Metaebene sollen dabei immer wieder Blicke auf die Praxis der Freien Radios werfen und Ideen entwickelt werden, wie aus dem gebauten Beitrag ein Feature werden kann.

Keine gute Radiosendung ohne gute Interviewführung
Mit Heike Demel
Radio Z Nürnberg

Es kommt in vielen Sendungen vor: das Interview. Ob es gelingt, hängt nicht nur von passenden Interviewpartner_innen ab, sondern auch von einer guten Vorbereitung und Gesprächsführung.
Wie erreiche ich, dass mein Interview nicht wie eine reine Abhakliste oder belanglose Plauderei klingt? Wie gestalte ich mein Interview spannend, informativ und hörenswert? Welche Fragearten setze ich wofür ein?
Der Workshop vermittelt zunächst die Grundlagen für ein gutes Interview und erprobt sie am Nachmittag in echten Interviewsituationen.

Radio in Zeiten des Internets:
Streamen, Podcasts – und Programmerstellung
Mit Friederike Maier
Journalistin und Medientrainerin, Hannover

Neben dem Streamen des Radioprogramms im Internet und dem Bereitstellen von Podcasts lässt sich das Internet auch zur Programmerstellung nutzen. Interviews übers Internet können eine deutlich bessere Qualität erzielen als herkömmliche Telefon- oder Handyinterviews. Mit WebRTC steht ein neues Echtzeitprotokoll fürs Internet bereit, was auch für Radiozwecke gut genutzt werden kann.
Vormittags: Grundlagen wie kommt der Ton möglichst wohlklingend ins Internet. Vom Mikro, Mischpult, Kompressor über die Digitalisierung in der Soundkarte bis zur Komprimierung, um das Audiomaterial auf eine anständige Größe zu bekommen. Mit vielen Hörbeispielen und Übungen wird das Thema anschaulich dargestellt um ein möglichst gut klingendes Signal ins Netz zu bekommen. Dabei werden neben der praktischen Anwendung auch die physikalischen Hintergründe thematisiert.
Nachmittags: Vorstellung und ausprobieren verschiedener Programme, die den Radioalltag vereinfachen können:
- WebRTC: Kommunizieren in Echtzeit im Internet
- Mumble: Eine wohlklingende alternative zu Skype mit Aufnahmebutton
- Airtime: Opusfähiges streamen mit Sendeautomation

Abend-Veranstaltung:
Entstehung und Entwicklung der „Alternative für Deutschland“ AfD
Mit Andreas Kemper

Die „Alternnative für Deutschland“ hat scheinbar aus dem Nichts fast den Sprung in den Bundestag geschafft. Nicht nur ins Europaparlament kann sie am 25. Mai 2014 Abgeordnete entsenden, sondern auch bei Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen im Sommer 2014 würde die AfD nach den Hochrechnungen der letzten Monate einziehen.
Seit einigen Monaten gibt es erhebliche innerparteiliche Richtungskämpfe zwischen nationalliberalen und neoliberalen Kräfte, in denen es auch darum geht, welche Rolle hierbei Rechtspopulist*innen einnehmen.
Neben einer Darstellung der Daten und Forderungen der Partei wird der Soziologe Andreas Kemper auf die maßgebenden Gruppen und Einzelpersonen in den aufeinander folgenden Entstehungsphasen der AfD der letzten zehn Jahre eingehen. Dabei werden auch aktuelle Auseinandersetzungen (bspw. Bildungsplan 2015 und die Demonstrationen in Stuttgart) thematisiert.
Nach dem Vortrag wird ausreichend Zeit für Nachfragen und kontroverse Diskussionen sein.

Workshops Samstag 31. Mai

Was ist Critical Whiteness?
Mit Katrin Dietrich
fernsicht im iz3w Freiburg

Im einführenden Workshop nähern wir uns tastend den Konzepten der Critical Whiteness Studies an. Ausgehend von der Geschichte des Kolonialismus und seinem Fortwirken, diskutieren wir über ‚weiße‘ Privilegien und Machtpositionen. Aber wer ist eigentlich weiß – und wer ist schwarz? Sind manche Menschen weißer als andere? Können Weiße überhaupt AntirassistInnen sein… ? Für die gemeinsame Diskussion dieser Fragen, der Praxistauglichkeit des Konzeptes und seiner Umsetzung in der Radioarbeit wird im Workshop genügend Raum und Zeit gegeben.

Die Stimme: entspannt, klangvoll und ausdauernd
Atem- und Stimmtraining
Mit Henrike Mayer
Karlsruhe
(Sängerin, funktionale Stimmbildnerin und Atempädagogin AFA®)

Unser Körper ist unser Stimme-Instrument und der Atem der Antrieb, sie beeinflussen sich gegenseitig. Ist das Instrument gestimmt, stimmt auch die Stimme.
Durch gezielte Körper- und Atemübungen (Middendorfsche Tradition) nehmen wir unseren Körper bewusster wahr, Spannungen lösen sich, die Haltung lockert sich und die Atembewegung bekommt mehr Bewegungsfreiheit und Raum. Dadurch erlangt die Stimme mehr Klang, Ausdruckskraft, Stabilität und Präsenz.
In dem Workshop wird Bewegung mit dem Atem verbunden und mit Lauten, Sprache und Artikulationsübungen gearbeitet. Im Vordergrund steht das eigene achtsame, körperliche und stimmliche Erleben, die Offenheit, das ein oder andere gewohnte Atem-und Stimmmuster zu verlassen und Neues auszuprobieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einzeln an individuell gewählten Texten zu arbeiten.
Bitte bequeme Kleidung und Socken mitbringen, sowie selbstgewählte Texte!

experimentelles radio mit strategien aus klangkunst, experimenteller musik und lautpoesie den radioalltag aufmischen!
Mit Antje Meichsner
coloRadio Dresden

wir hören uns werke aus dem spannungsfeld zwischen radiofeature, hörspiel, musik, lyrik, sound art und fieldrecordings an, analysieren sie und extrahieren uns einen baukasten an künstlerischen strategien, die uns andere perspektiven als bisher auf das radiomachen einnehmen lassen. doch das wichtigste ist: die probieren wir dann auch gleich mal aus, um die grenzen eurer alltäglichen radioroutine zu dehnen.
voraussetzung: du kannst audioschnitt. im idealfall bringst du dein laptop mit deinem lieblingsschnittprogramm und dein aufnahmegerät/mikro mit.
wenn ihr sowas habt, bringt eure radiowerkzeuge, musikinstrumente und texte mit – egal ob experimentell, journalistisch oder tagebuchförmig!


Basis-Workshop Recherche

Mit Benedikt Strunz
Hamburg

Der Kurs vermittelt grundlegende Kenntnisse über Möglichkeiten und Methoden (investigativer) Recherche. Der Workshop richtet sich an AnfängerInnen. Unter anderem soll es um konkrete Methoden der Internet-Recherche gehen (Facebook Graph-Search und systematische google-Suchen) sowie um die Möglichkeiten von Anfragen (Informationsfreiheitsgesetz, Landespresserechte, etc.). Das Ganze mit Platz für Übungen und Zeit für eure konkreten Fragen.


Zip-FM

Mit Wera Morawietz

Einfacher wird es nicht für die Freien Radios, Info-Schienen mit möglichst aktuellen und vielseitigen Themen aus der ganzen Welt zu gestalten. Hier bekommt ein Radio weniger Geld, hier mehr, dort weniger Sendezeit, woanders fangen plötzlich sehr Aktive einen Vollzeitjob ausserhalb des Radios an und eine ganze Infoschiene bricht zusammen… Um trotzdem zuverlässig ein Nachrichtenmagazin ausstrahlen zu können, gibt es Zip-FM. Produziert von einer überregionalen Redaktion Dienstag bis Freitag, jeweils 30 Minuten.
Doch auch in dieser Nachrichtenredaktion aus dem deutschsprachigen Raum gibt es Veränderungen, und diese wollen gestaltet werden.
In dem Workshop soll sich das Zip-FM Team sowohl durch Selbstkritik weiterentwickeln als auch inhaltliche Schwerpunkte diskutieren, abhängig von den politischen Ereignissen in der nächsten Zeit.
Doch nicht nur die bisherige Redaktion soll sich hier treffen – jedeR Interessierte ist herzlich eingeladen, produktiv das Zip-FM zu gestalten.

Quelle + Anmeldung: http://www.aff-bawue.org/radiocamp14.htm

Zensurversuch gegen Indymedia Athen

Dieses Wochenende wurde ein Server, der den Zugang zu Indymedia Athen herstellt, von der Leitung der Technischen Universität Athen abgeschaltet. Mitbetroffen ist das Radio „98fm radio”.

Unter der bisherigen URL http://athens.indymedia.org ist jetzt ein Hinweis auf den Zensurversuch, der Aufruf zu nationalen und internationalen Protesten sowie der Hinweis auf eine Gegendemonstration am 15. April auf einem zentralen Platz in Athen zu finden.

Der Zensur-Versuch war nur teilweise erfolgreich: Der Produktionsserver, d.h. der Server, bei dem die Inhalte der sozialen Bewegungen Griechenlands hochgeladen werden, ist weiterhin in Betrieb und erreichbar. Ausserdem wurde schnell eine alternative Publikationsplattform unter http://indymedia.squat.gr aufgebaut.

Die Zensoren können sicher sein, dass ihr Zensurversuch nicht den gewünschten Effekt haben wird. Im Gegenteil erfährt Indymedia Athen, seit der Server abgeschaltet wurde, eine stark erhöhte Aufmerksamkeit. International wird auf hunderten Webseiten darüber berichtet, dutzende Techniker arbeiten Extrastunden um technische Alternativen bereitzustellen und Übersetzer aus aller Welt wenden sich den griechischen Indymedia-Nachrichten zu, um sie auf befreundeten Websites zu spiegeln.

Links