Archiv der Kategorie 'Kapitalismus'

Die politische Situation in der Türkei

Vortrag von Jürgen Gottschlich am Samstag, den 18. April 2015 um 18 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg Elser Platz 1, 78467 Konstanz

Über folgende Themen wird berichtet:

  • aktuelle politische Lage in der Türkei
  • Frauenrechte in der Türkei
  • Menschenrechte in der Türkei
  • wie unabhängig sind die Medien
  • syrische Flüchtlinge in der Türkei
  • Situation der Roma und anderen Minderheiten

Jürgen Gottschlich ist Autor und TAZ-Redakteur aus Istanbul.

Veranstalter: esPresso und Input Konstanz, unterstützt durch den Asta der Uni Konstanz und die Rosa Luxemburg-Stiftung

Vgl. auch die Lesung von Jürgen Gottschlich am Sonntag, den 19.4.2015 im Stadttheater Konstanz: Beihilfe zum Völkermord – Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier

Ökonomie und Rassismus im europäischen Migrations- und Grenzregime

kritnet.ch – das Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und die Shedhalle Zürch veranstalten gemeinsam die 11. kritnet Tagung mit dem Schwerpunktthema «Ökonomie und Rassismus im europäischen Migrations- und Grenzregime»

Zeit: 26. bis 29. März 2015
Ort: Shedhalle Zürich

Programmheft (Stand: 18.3.2015)

11. kritnet-Tagung

Auftaktpodium
26. März, 18:00 – 19:30 Uhr

Die Verbindung von Rassismus und Kapitalismus verstehen und durchkreuzen

Rubia Salgado, Ilker Ataç, Halua Pinto de Magalhães, Jovita dos Santos Pinto

Die Verquickung von Rassismus und Ökonomie ist nicht nur in einer arbeitsmarktrelevanten Perspektive der Ausbeutung und Subjektivierung in internationalen Migrations- und Grenzregimen zu sehen. Auch postkoloniale Exotisierung und das neoliberale Modell von “Diversity” markieren auf neue Weisen das Begehren nach Differenz und befördern dessen kulturökonomische Verwertung. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir in der Auftaktveranstaltung der 11. kritnet-Tagung, wie sich Kritik an Rassismus und Kapitalismus zusammenführen lassen und wie wir die Produktivität ihrer Verbindung verstehen und durchkreuzen können. Das Auftaktpodium steht damit im Zeichen eines zentralen Anliegens des kritnet: durch die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und politischem Aktivismus wollen wir antirassistische Praktiken erkunden – und diese Verbindung unterschiedlicher Strategien als zentrales Moment von strategischen, transnationalen und solidarischen Allianzen einsetzen.

Quelle: kritnet.ch + Shedhalle Zürich

Griechenland – Hoffnung für einen Aufbruch in Europa

Der Kreisvorstand der Linken lädt die Mitglieder der Partei, aber auch alle Interessierten, zu einer Mitgliederversammlung am 4. März ein. Hauptthema der Versammlung werden der Wahlsieg von Syriza in Griechenland und die damit verbundenen Möglichkeiten für einen sozialen und demokratischen Aufbruch in Europa sein.

Die Wahlen in Griechenland waren vor allem auch ein Votum über die bisherige Krisen­politik der Europäischen Union. Deren bestimmende Mächte, allen voran Deutschland, setzen auf eine gnadenlose Auste­ri­täts­politik: die Haupt­ver­ur­sacher der Krise, die Finanz- und Wirtschafts­mächtigen, sollen gerettet werden, während man gleich­zeitig der Bevöl­ke­rungs­mehrheit in den am meisten betroffenen Ländern Südeuropas einen sozialen Kahlschlag verordnet.

Seit ihrem Amtsantritt versuchen die herrschenden Eliten in Brüssel und Berlin, die neue Regierung in Athen mit allen Mitteln zu erpressen. Sie soll alle politischen Ziele, für die sie gewählt worden ist, aufgeben und weiter nach der Pfeife der Troika tanzen. Offenbar will man an Griechenland ein Exempel statuieren, um jedem klarzu­machen, dass eine alter­native Politik in Europa von den Mächtigen nicht geduldet wird.

Wir wollen über die Hinter­gründe der sozial verhee­renden und ökonomisch kontra­pro­duktiven Troika-Politik der EU sprechen und vor allem darüber, welche Chancen für die gesell­schaftliche Linke durch den Wahlsieg von Syriza für eine andere Politik in Europa entstanden sind, für eine soziale Alter­native und einen demokra­tischen Aufbruch.

Wir wollen nicht zuletzt die Möglich­keiten ausloten, welchen Beitrag zur Unter­stützung dieses Aufbruchs für einen wirklichen Politik­wechsel auf unserem Kontinent wir vor Ort leisten können. Dazu laden wir alle Inter­es­sierten herzlich ein.

Mittwoch, 4. März, 19 Uhr im Konstanzer „Weinteufele“ (Konra­digasse 15)

DIE LINKE. Kreisverband Konstanz,

Großdemos und Alternativgipfel gegen G7 -Treffen in Elmau 2015

Die Mobilisierung gegen den G7-Gipfel 2015 in Elmau, im äußersten Süden Deutschlands, hat begonnen. Die nächste Aktionskonferenz für die Planung und Mobilisierung findet am 13./14. Dezember 2014 in München statt.

Interview mit dem Pressesprecher des Aktionsbündnisses bei RadioZ:

Der Aufruf von http://www.stop-g7-elmau.info:

Am 7. und 8. Juni 2015 trifft sich die „Gruppe der Sieben“ (G7) auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Dort wollen die Staats- und Regierungschef*innen Deutschlands, der USA, Japans, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Kanadas über Außen- und Kriegspolitik, Weltwirtschaft, Klima und „Entwicklung“ beratschlagen. Die Repräsentant*innen der reichsten und mächtigsten Staaten der Welt erheben den Anspruch, über die Geschicke der gesamten Welt zu entscheiden, ohne eine Legitimation dafür zu haben. Die Politik der G7-Staaten bedeutet neoliberale Wirtschaftspolitik, Krieg und Militarisierung, Ausbeutung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Abschottung gegenüber Flüchtenden.

Viele Einzelpersonen, Organisationen und Parteien unterschiedlichster Spektren und politischer Anschauungen werden diesen Gipfel nicht ungestört lassen.

Wir werden uns mit vielfältigen und kreativen, offenen und entschlossenen Aktionen, mit Demonstrationen, Blockaden und Versammlungen direkt am Schloss sowie der Großdemonstration und dem Gegengipfel in München der Politik der G7 in den Weg stellen. Beteiligt euch, kommt zahlreich, macht mit!

Bekämpft die Politik der G7:

  • Weg mit den Freihandelsabkommen TTIP, TISA und CETA – die Welt ist keine Ware
  • Gegen Militarisierung und Krieg – Schluss mit den Kriegen der NATO-Staaten
  • Grenzen auf für alle Menschen – Solidarität mit den Migrant*innen und Flüchtenden
  • Stoppt die Ausbeutung von Mensch und Natur – Entzieht die natürlichen Lebensgrundlagen der Profitwirtschaft
  • Gegen den sozialen Kahlschlag – Die Konzerne sollen ihre Krise selbst bezahlen
  • Stop watching us – Gegen Überwachungsstaat und den Abbau demokratischer Rechte

Wir betrachten die Mobilisierung gegen den G7-Gipfel als Teil vielfältiger Protestbewegungen für soziale Gerechtigkeit, für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, für Frieden und für ungeteilte Menschenrechte. Wir stellen uns damit auch an die Seite der Blockupy-Bewegung, der Anti-Kriegs-Bewegung, der antirassistischen Bewegung, der Kämpfe für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und der Proteste gegen Umweltzerstörung.

Aktionszeitraum: 29. Mai bis 8. Juni 2015 mit Großdemonstration, Alternativgipfel und Aktionen vor Ort

Geplant sind u. a.:

  • Großdemonstration in München
  • Alternativgipfel in München
  • Camps und Aktionen nahe am Tagungsort Elmau mit Sternmarsch dorthin und Abschlusskundgebung in Garmisch-Partenkirchen

Download des Aufrufs als PDF:
Aufruf (deutsch)
Call for Action (english)
Appello (italiano)

Was ist eigentlich – Kapitalismus? Oder warum die Politik die Krise nicht stoppen kann

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann am Donnerstag, 6. November 2014 im Raum A701 der Universität Konstanz

Alle sind für Umweltschutz, aber die Müllberge werden immer größer. Alle sind für soziale Gerechtigkeit, aber Kinder- und Altersarmut nehmen zu. Alle wünschen sich mehr freie Zeit zum Leben, aber müssen immer mehr und länger arbeiten. Niemand will die Krise, aber keiner kriegt sie in den Griff. Wunsch und Wirklichkeit in dieser Gesellschaft fallen oft so weit auseinander, dass sich die Frage nach ihren grundsätzlichen Konstruktionsfehlern aufdrängt. In Zeiten der Mikroelektronik könnte der alte Menschheitstraum vom guten Leben für alle 7 Milliarden Menschen Wirklichkeit sein. Doch die einen sollen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen werden für überflüssig erklärt, sprich arbeitslos. Wir leben in einem Wirtschaftssystem, das nur funktionieren kann, wenn es buchstäblich die ganze Welt seinen Zielen Wachstum, Arbeit und Profit unterwirft. Was ist das eigentlich für eine Ding, das dem wohl berühmtesten –ismus unserer Zeit seinen Namen gibt: das Kapital?

Der Referent beleuchtet grundlegende Funktionsweisen des Kapital-ismus und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf oberflächliche Formen eines nur vermeintlichen „Antikapitalismus“.

Lothar Galow-Bergemann war langjähriger Personalrat im Klinikum Stuttgart und schreibt u.a. in Jungle World, konkret und auf www.emafrie.de

Neofaschismus in Griechenland. Der Aufstieg der neofaschistischen Partei „Goldene Morgenröte“ im Zuge der Krise

Vortrag und Diskussion mit Theodoros Votsos am Mittwoch, 10. September 2014, 19:30 Uhr, Kantine Konstanz (Neuwerk), Oberlohnstraße 3

Am folgenden Tag, Donnerstag, hält Theodoros Votsos seinen Vortrag auch im Club Vaudeville, Lindau.

Stark gekürzt aus der Konstanzer Ankündigung:

Eine der verheerendsten Folgeerscheinungen der seit 2009 anhaltenden ökonomischen sozialen und politischen Krise in Griechenland ist zweifellos der Einzug der offen faschistischen Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) in das griechische Parlament. Theodoros Votsos analysiert der Aufstieg der Goldenen Morgenröte hinsichtlich der Wechselwirkungen mit den verschiedensten Aspekten der griechischen Krise. Der Vortrag zeigt aber auch Elemente einer konstanten Verankerung rechtsextremer bzw. nazistischer Einstellungen und Praktiken in Politik, Wirtschaft, Staat und Kirche. Daneben wird es auch um eine Verortung der Goldenen Morgenröte auf der Landkarte der europäischen neuen Rechten gehen und Einblicke in den gesellschaftlich breiten antifaschistischen Widerstand geben.

Veranstalter: esPRESSo, VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz

TTIP stoppen – Freihandel außer Kontrolle

Demo bei der Umweltministerkonferenz am 8. Mai 2014, 11 Uhr, Konstanz, Benediktinerplatz

TTIP – hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich die „Transatlantic Trade and Investment Partnership“, das geplante Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA.

Um „Freihandel“, wie immer wieder behauptet wird, geht es dabei nicht. Schon heute sind die Zölle zwischen der EU und den USA sehr niedrig, viele Waren sind ohnehin zollfrei.

Vielmehr sollen Regelungen abgebaut und Grundprinzipien abgeschafft werden, die dem unstillbaren Profitstreben der großen multinationalen Konzerne im Weg stehen: Umweltstandards, Verbraucherschutz, Arbeitnehmerrechte, staatliche Souveränität.
Diese werden als „Handelshemmnisse“ betrachtet und sollen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zurückgefahren werden.

Das heißt für Europa: Umwelt- und Sozialstandards, für die jahrzehntelang gekämpft wurde, stehen vor dem Aus, wenn TTIP wie vorgesehen schon 2015 zu Ende ausgehandelt ist. TTIP bedeutet Fracking, Genmais und Dumpinglöhne! Und das alles gestützt durch ein System, in dem nicht mehr unabhängige Gerichte, sondern private Schiedskommissionen für Streitigkeiten zwischen Staaten und Konzernen zuständig sind.
Keine Frage, wer hierbei fast immer gewinnt.

Zeigen wir den Umweltministern von Bund und Ländern gemeinsam, was wir von TTIP halten! Am 8. Mai demonstrieren wir in Konstanz für einen sofortigen Stopp der Verhandlungen. Setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen: TTIP stoppen! Kein Handelsabkommen gegen die Bürgerinnen und Bürger!

Route der Demo:

Vom Benediktinerplatz über das Inselhotel (Schauplatz der Umweltministerkonferenz) zur Marktstätte

Kundgebung 12:15 Uhr, Marktstätte:

Dr. Brigitte Dahlbender, Vorsitzende BUND Baden-Württemberg

Andy Gheorghiu, Fracking-Experte, Korbach

Anneliese Schmeh, Bio-Landwirtin, Überlingen-Lippertsreute

Quelle: http://www.bund-bawue.de/ttip

Vortrag: Die Krise und der Euro – Kann die EU reformiert werden?

Veranstaltung mit Lucas Zeise am Samstag, 26. April, 15 Uhr im Hotel „Graf Zeppelin“, Konstanz

Die Eurokrise ist nicht vom Himmel gefallen. Die Europäische Union und die Euro-Währung sind vielmehr so konstruiert worden, dass ein Wettbewerb der Staaten um die Gunst des Kapitals resultieren musste.

Wir diskutieren zusammen mit dem Autor und Journalisten Lucas Zeise unter anderem folgende Fragen: Welche Möglichkeiten gibt es, der Krise zu entkommen? Welche Rolle spielen das Finanzkapital und seine Banken? Ist ein Schuldenschnitt die Lösung? Kann die EU sozial, demokratisch und friedlich werden?

Lucas Zeise (Jahrgang 1944), Autor mehrerer Bücher zur Weltwirtschaftskrise, hat als Journalist mehr als zwanzig Jahre lang für verschiedene Zeitungen über Banken und Finanzmärkte geschrieben. Er war unter anderem Mitbegründer der „Financial Times Deutschland“. Heute erscheinen seine Kommentare in linken und gewerkschaftlichen Publikationen. In der Tageszeitung „junge Welt“ schreibt Zeise wöchentlich eine Kolumne zu Wirtschaftsthemen. Der Titel seines letztes Buchs lautet „Euroland wird abgebrannt“.

Veranstalter: DIE LINKE.Kreisverband Konstanz und DKP Hochrhein-Bodensee

„Griechenland ist überall“

Veranstaltung mit Giorgos Chondros, SYRIZA
Dienstag, 8. Oktober, 19 Uhr, Konstanz, Hotel Barbarossa

Die Bevölkerung Griechenlands wehrt sich verbissen dagegen, das Versuchskaninchen für die „Schocktherapie“ zu werden, die die wirtschaftlichen und politischen Eliten in den mächtigsten europäischen Ländern nach und nach auf die restlichen EU-Mitgliedsländer ausdehnen wollen. Die Streiks in den vergangenen Wochen können deshalb durchaus als Vorboten eines heißen Herbstes angesehen werden. Beschäftigte und ihre Gewerkschaften legten dabei Teile des öffentlichen und privaten Sektors lahm; neben Schulen und Hochschulen blieben auch Behörden und sogar Gerichte geschlossen.

Giorgos Chondros, Mitglied der griechischen Linkspartei SYRIZA, wird über die aktuelle politische Situation in Griechenland und die Vorschläge seiner Organisation für einen sozialen und demokratischen Weg aus der Krise informieren. Chondros berichtet dabei nicht nur über das Ausmaß des Desasters und der humanitären Katastrophen, sondern auch von den verschiedenen Aktivitäten der sozialen Solidarität, die von der Bevölkerung Griechenlands entwickelt wurden. Eine Massenbewegung des Widerstandes und der Solidarität ist in den vergangenen Monaten unter der Losung „Niemand wird in der Krise allein gelassen“ entstanden. Diese Solidaritätsbewegung ist ein integraler Bestandteil des Kampfes für ein Ende der Austeritätspolitik, die der Bevölkerung Griechenlands von der Troika und den verschiedenen Regierungen der letzten Jahre aufgezwungen wurde.

Nach dem anfänglichen Versuch, die wichtigsten Notwendigkeiten zum Überleben und zur kollektiven Organisierung anzugehen und nur einzelne gesellschaftliche Bereiche (wie Gesundheit, Ernährung und Bildung) zu bearbeiten, hat sich die Bewegung schrittweise in eine mächtige Triebfeder der gesellschaftlichen Transformation entwickelt, die sich immer neue Arbeitsfelder erschließt. In diesem Rahmen wurde auch das Bündnis „Solidarität für Alle“ entwickelt, das sich in den Kampf für ein Leben ohne Spardiktate, Armut, Ausbeutung, Faschismus und Rassismus einbringt und danach strebt, die Voraussetzungen für einen radikalen Politikwechsel und eine soziale Transformation zu schaffen.

Giorgos Chondros lebt in der griechischen Stadt Trikala, ist Leitungsmitglied von Syriza sowie einer der Koordinatoren für das Projekt „Solidarity for all“, verantwortlich für den deutschsprachigen Raum. Giorgos hat in seinem elterlichen Bergdorf selbst eine Volksküche organisiert und weiß, wie die Bevölkerung in Griechenland nach dem Niederriss des Sozialstaats ihr Leben organisiert, welche politischen Konsequenzen damit verbunden sind; das Überlebens-Projekt „Solidarität für alle“ macht unterdessen Schule in Europa und führt zu vielfältiger Kooperation, grenzüberschreitenden Ärzteprojekten, sozialen und Partnerschaftsinitiativen verschiedener Art.

Veranstalter: DIE LINKE Kreisverband Konstanz, DKP Bodensee-Hochrhein, Internetmagazin Seemoz

Soziale Proteste in Israel

Vortrag von Hanno Pöppel am 8. April 2013 in der vhs Konstanz

Im Sommer 2011 haben ca. 2 Millionen Israelis eine gerechtere Gesellschaftsordnung gefordert. Es waren dies die größten Sozialproteste in der Geschichte Israels. Waren die Proteste nur ein kurzes Strohfeuer allgemeinen dumpfen Unmuts oder geht es um eine Identitätskrise? Israel hat innerhalb weniger Jahre den Umbruch vollzogen von kollektiver Verfasstheit hin zu einem Lebensentwurf, der individualistisch, hedonistisch und wirtschaftsliberal geprägt ist.

Hanno Pöppel, stud. phil., freier Autor, ist immer wieder in Israel und war bei den Protesten dabei.

vhs, Astoria-Saal – 20.00 bis 21.30 Uhr
Katzgasse 7, Konstanz
Eintritt frei

Eine gemeinsame Veranstaltung von vhs Konstanz-Singen e.V., Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V.

Ernst Lohoff: Weltwirtschaftskrise und Eurodesaster

Vortrag von Ernst Lohoff über die inneren Widersprüche des Euro und den Irrwitz der europäischen Sparpolitik

Ort: Raum A 703 an der Uni Konstanz

Zeit: am 30.01.2013, 19 Uhr

Aus dem Ankündigungstext:

Warum steckt der Euro in der Krise? Sind die „faulen Griechen“ schuld oder die Gier der Spekulanten? Die Ursachen reichen wesentlich tiefer. Mit dem Euro wurden getrennte Währungsgebiete zusammengeschlossen, ohne einen einheitlichen wirtschaftspolitischen Funktionsraum mit einheitlichem Produktivitätsniveau zu schaffen. Eine solche Währungsunion kann auf längere Sicht nur dazu führen, dass im Produktivitätswettlauf strukturell benachteiligte Länder wie Griechenland oder Portugal auf den Gütermärkten von Deutschland oder den Niederlanden niederkonkurriert werden.

Trotzdem war die Einführung des Euro weder eine politische Fehlentscheidung noch ein Projekt der überlegenen Länder, um ihre Wettbewerbsposition auf Kosten der Nachbarn zu stärken. Der Euro ist vielmehr ein genuines Kind der Epoche des „fiktiven Kapitals“. Seine vermeintlichen Geburtsfehler waren nichts anderes als Anpassungen an die verrückten Bewegungsgesetze eines Kapitalismus, in dem die Anhäufung fiktiven Kapitals zum eigentlichen Motor der Wirtschaft geworden ist. In dem Maß wie diese auf dem Vorgriff auf künftige Wertproduktion beruhende Produktionsweise an ihre Grenzen stößt, zerbricht aber auch die europäische Gemeinschaftswährung an ihren inneren Widersprüchen.

Die brutale Sparpolitik im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich, die vor allem Südeuropa verwüstet, ist kein Ausweg, sondern Teil des Problems. Der gesellschaftliche Reichtum Griechenlands, Spaniens und Portugals, wird der vagen Hoffnung geopfert, den Finanzmärkten gegenüber Kreditwürdigkeit zu simulieren. Die Regierungen und die sogenannten Wirtschaftsexperten schwadronieren davon, dass man über seine Verhältnisse gelebt hätte. Nichts ist zynischer und zugleich dümmer als diese Vorstellung. Die Weltgesellschaft hat ein ganz anderes Problem. Sie ist zu produktiv, um ihre Reichtumsproduktion noch dem armseligen Zweck der Kapitalverwertung zu widmen.

Ob Wohnungen gebaut, Krankenhäuser betrieben, Nahrungsmittel produziert oder Bahnlinien unterhalten werden, darf nicht davon abhängen, ob die nötige Kaufkraft vorhanden ist. Kriterium dafür kann einzig und allein die Befriedigung konkreter Bedürfnisse sein. Es gilt, bereits die Frage nach der »Finanzierbarkeit« offensiv abzuweisen.

Ernst Lohoff, geb. 1960, lebt in Nürnberg. Er studierte Soziologie, gehört zu den Gründervätern der Theoriezeitschrift Krisis und ist freier Publizist. Zusammen mit Norbert Trenkle veröffentlichte er 2012 das Buch „Die große Entwertung- Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind“.

Das ist der letzte Vortrag einer vierteiligen Veranstaltungsreihe zur Finanzkrise und öffentlichen Verschuldung an der Uni Konstanz. Sie wird vom hochschulpolitischen Refereat der Konstanzer Studierendenvertretung organisiert.

Schulden-, System- oder Demokratiekrise?

Vortrag von Bernhard Thomas (Attac) am Donnerstag, 12. Januar 2012, in Lindau

Ein Blick auf die ökonomische Krise abseits der Erklärungen von Bankvertretern und Regierung. Kennen Sie sich noch aus? Eurobonds, EFSM, Banklizenz, Ratings und Inflationsgefahr! Geht es nur um Schulden, steckt die Ökonomie in einer Systemkrise oder stehen wir vor dem Staatsstreich durch Banken und Investoren? Der Abend soll nach einem kurzen Input über den Werdegang der Krise, die systemischen Ursachen und die Forderungen von ATTAC aus breiter Diskussion bestehen mit dem Ziel, dass wir uns untereinander mehr Klarheit über die aktuellen Vorgänge verschaffen.

Referent:
Bernhard Thomas, Aktivist bei ATTAC München beschäftigt sich seit Jahren mit den Systemfehlern der Ökonomie.

Einlass: 19.30 / Beginn: 20.00

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Quelle: linksunten.indymedia.org

Stuttgart 21 aus CDU-Sicht: Protokoll einer Veranstaltung in Radolfzell

Vortrag von MdL Ulrich Müller (CDU)1 über die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 am 27.11.2011. Ort: RIZ (Radolfzeller Innovationszentrum), 10.11.2011, 20-22 Uhr. Der Veranstaltungsort liegt am Rand von Radolfzell an der Straße nach Eigeltingen, der letzte Bus im Umkreis fährt um 22:12 ab, danach kein öffentliches Verkehrsmittel mehr vorhanden. Deshalb kamen fast alle mit dem Auto.4
Moderiert wurde der Vortrag des CDU-MdL Müller von Herrn Reuther, nach eigenem Bekunden 12 Jahre bei der Bundeswehr.

Ein Tipp noch vorab: das Beste steckt in den Fussnoten!

„Wir zahlen nicht für eure Krise“ Bodensee gegründet, Kundgebung am Samstag

Im Angesicht der, von der amtierenden schwarz/gelben Regierung forcierten „Sparpolitik“, hat sich auch am Bodensee ein Bündnis mit dem Motto: „Wir zahlen nicht für eure Krise“ gegründet. Diverse linke und linksradikale Gruppen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich wollen in Zeiten einer der größten Krisen des kapitalistischen Wirtschaftssystems nicht mehr stillhalten. Wir finden es ist an der Zeit wieder Alternativen zum bestehenden falschen Ganzen ins Auge zu fassen. Wir glauben nicht, das raffgierige Banker, Heuschrecken oder Pleitengriechen Schuld an der Krise sind. Für uns gilt ganz klar: Der Kapitalismus ist die Krise und die Lohnabhängigen können nur International vernetzt die Gesamtscheiße überwinden.

Unsere ersten gelaufenen Aktionen:

Mobile Flyer Aktion

Einige Aktivist_innen verteilten in Konstanz/Kreuzlingen mehr als 500 Flyer und machte das Bündnis etwas bekannter. Es gab einige Gespräche mit Anwohner_innen und Passanten.

Krisen Party

Um für das Bündnis, besonders bei jungen Menschen, zu werben, organisierten wir eine Party im Jugendclub Contrast in Konstanz. Bei Bier und elektronischer Musik konnten sich die Besucher_innen über anstehende Aktivitäten informieren und ein wenig feiern.

Internationale Kundgebung

Am Samstag 25.09. um 12 Uhr auf der Markstätte in Konstanz und um 14 Uhr auf dem Bärenplatz in Kreuzlingen wird es 2 Kundgebungen geben. Es sind mehrere Redebeiträge zu Krise und (Anti)Kapitalismus geplant. Kommt zahlreich und bringt eure Freund_innen und Nachbar_innen mit.

Bei indymedia hat die Plattform zusätzlich ein sog. Grundverständnis gepostet:
http://linksunten.indymedia.org/de/node/25659

Kontaktieren kann man sie per mail: krise.bodensee [at] yahoo.com

Anmerkung: Uns würde interessieren, wer denn die „diversen linken und linksradikalen Gruppen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich“ sind, aus denen sich dieses Bündnis zusammensetzt.

Bernd Röttger: „Angst und Kapital“

Vortrag und Diskussion

Wann? Montag, 12.07.2010, 20.00 Uhr
Wo? Ravensburg, Kulturladen Rhizom, Bachstr. 27

Achtung: Diese Veranstaltung fällt aus!

Bernd Roettger beschäftigt sich (und uns) in seinem Vortrag mit der Geschichte und Entwicklung der Arbeitsgesellschaft und der (historisch variablen) kapitalistischen Regulation des “Rohstoffs Angst”.

Dr. Bernd Roettger ist freier Sozialwissenschaftler und Redakteur der Zeitschrift Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften

Gemeinsame Veranstaltung mit der Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung & Praxis Ravensburg