Archiv der Kategorie 'Kapitalismus'

Gegen den G20-Gipfel in Hamburg!

Infoveranstaltung zu den Protesten gegen den G20 Gipfel in Hamburg. Beginn ist um 15 Uhr in Raum D436 an der Universität Konstanz.

Am 07. und 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Hier treffen sich die Staats- und Regierungschefs der zwanzig mächtigsten Industrie- und Schwellenländern. Auf diesem Treffen werden Abkommen getroffen, welche die Politik der kommenden Jahre bestimmen werden.

Doch auch viele Menschen üben Kritik an diesem Gipfel und wollen mit Gegenprotesten und einer Vielfalt an Aktionsformen ein Zeichen dagegen setzen.

Wir freuen uns, am 24. Juni Referent*innen von LevelUP aus Tübingen, organisiert in …umsGanze!, sowie von der Gruppe Arbeitermacht, welche Teil des Internationalistischen Blocks ist, in Konstanz begrüßen zu können. Die jeweilige Analyse sowie die darauf fußende Praxis zum G20-Gipfel sollen gegenüber gestellt und diskutiert werden.

Quelle: https://www.facebook.com/events/1906609106284350/

Die griechische Krise, die Migration und das Europa der Konzerne und Banken

Veranstaltung mit Winfried Wolf am Dienstag, 21. Juni, 20 Uhr im Kulturzentrum (Astoria-Saal), Katzgasse 5-7, Konstanz

DIE LINKE, die Linke Liste Konstanz und die DKP laden zu einer Veranstaltung ein, die sich mit einem Thema beschäftigen wird, das im vergangenen Jahr auch in Konstanz nicht nur Linke bewegte: Damals bot die neugewählte Syriza-Regierung der EU-Troika die Stirn und wehrte sich gegen die von Merkel und Schäuble diktierte Austeritätspolitik, die ein breite Spur sozialer Verheerungen im Land hinterlassen hatte. Ein vergeblicher Versuch, wie wir wissen, Konzern-Europa zwang das Land in die Knie, auch wegen der Schwäche linker Bewegungen im restlichen Europa. Heute ist Griechenland aus den Schlagzeilen verschwunden und auch linke Politikschwerpunkte haben sich längst auf andere Schauplätze verlagert. Wir haben den Publizisten Winfried Wolf, u. a. Chefredakteur der Zeitschrift „Lunapark 21″ und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac, nicht trotzdem sondern gerade deshalb zu einer Veranstaltung zur griechischen Krise eingeladen.

Winfried Wolf stellt in seinem neuen Buch, das er gemeinsam mit dem griechischen Journalisten Nikos Chilas geschrieben hat, die aktuelle griechische Tragödie, die mit der Durchsetzung des EU- und IWF-diktierten Austeritätsprogramms noch lange nicht beendet ist, in einen historischen Kontext. Er spürt den deutsch-griechischen Beziehungen bis ins Jahr 1941 nach, als die Wehrmacht das Land besetzte. Griechischen Forderungen nach Reparationszahlungen und Wiedergutmachung wichen Bonn und Berlin beharrlich aus; und als 2001 eine Athener Gerichtsvollzieherin mit einem höchstgerichtlich bestätigten Urteil vor dem griechischen Goethe-Institut auftauchte und die Einrichtung konfiszieren wollte, intervenierte Deutschland politisch dagegen.

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Quelle: http://die-linke-konstanz.de

Rudi Dutschke – Geschichte ist machbar!

Vortrag von Michaela Karl am Montag, 11. Januar 2016 um 19:30 Uhr in der Aula der HTWG Konstanz

Am 7. März 2015 wäre Rudi Dutschke 75 Jahre alt geworden. Als er am Heiligabend 1979 an den Spätfolgen des Attentats vom 11. April 1968 verstarb, verlor die westdeutsche Linke eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten, einen unbeirrbaren Vordenker und Vorkämpfer für Freiheit und Sozialismus jenseits des realexistierenden Sozialismus – einen Mann, den am Ende seines Lebens allerdings sogar die ehemaligen Genossen einen Träumer nannten.
Der charismatische Dutschke, der in der DDR nicht studieren durfte und 1968 in West Berlin zum Studentenführer avancierte, war Aktivist und Revolutionstheoretiker, Protestikone und Hassfigur. Der »deutsche Che Guevara« wollte nichts weniger als die Welt verändern und blieb der Revolution treu, auch als die Barrikaden von 1968 längst abgebaut waren. Sein berühmter Satz vom »langen Marsch durch die Institutionen« ist oft als Reformprogramm missverstanden worden. Doch Dutschke ging es nie um die Verbesserung des Systems, sondern immer um die Alternative.

Referentin:
Michaela Karl studierte Politikwissenschaften, Geschichte und Psychologie in Berlin, München und Passau. 2001 Promotion über Rudi Dutschke an der FU Berlin. Danach Lehraufträge an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg und der Hochschule für Politik in München mit Themenschwerpunkt »Sozialismus und Revolutionsforschung«. Neben Büchern zur Sozialgeschichte verfasst sie vor allem Biografien. Jüngste Veröffentlichungen »›Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber.‹ Dorothy Parker. Eine Biografie« (2010), »Ladies and Gentlemen, das ist ein Überfall! Die Geschichte von Bonnie und Clyde« (2013).

Der Vortrag findet im Rahmen der HTWG-Vortragsreihe »Diese Wirtschaft tötet« – Über Gesellschafts- und Kulturkritik: Ideen und Figuren, Geschichte und Aktualität statt.

Quelle: http://www.htwg-konstanz.de/WS15-16.8064.0.html

TTIP und die Macht der Konzerne

Vortrag von Jochen Kelter am Dienstag, den 22. September 2015 um 20 Uhr im Kulturzentrum K9, Konstanz

Quelle: http://www.konstanz-gegen-ttip.de

Oxi! Nein zum Spardiktat – Ja zur Demokratie!

Europaweite Kundgebungen gegen das Spardiktat und für Solidarität mit Griechenland, am Freitag, den 3.7.2015 – in Konstanz 18 Uhr auf der Marktstätte

An diesem Freitag werden wir, Aktive aus unter­schied­lichen demokra­tischen und sozialen Gruppen – wie Empörte, Linke, Parteien und Gewerk­schaften überall auf den Straßen Europas –, auch in Konstanz unser NEIN zur erpres­se­rischen Sparpolitik ausdrücken.

Das griechische Referendum über das brutale Spardiktat der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Inter­na­tionalem Währungsfond (IWF) ist ein histo­rischer und bewegender Moment der Demokratie.

Europa steht an einem Scheideweg. Die Insti­tu­tionen der Troika wollen den griechischen Versuch einer Alter­native zur Sparpolitik mit allen Mitteln verhindern. Sie treffen damit nicht nur Griechenland, sondern uns alle.

Am nächsten Sonntag hat die griechische Bevöl­kerung die Möglichkeit, sich gegen Erpressung, Verelendung und Entmün­digung zur Wehr zu setzen – und für ein anderes, ein solida­risches Europa zu stimmen.

Es ist auch für uns an der Zeit, zu handeln.

► Wir sagen NEIN zu Privatisierung.
► Wir sagen NEIN zu Rentenkürzungen.
► Wir sagen NEIN zu Armut und Privilegien.
► Wir sagen NEIN zu Angst und zur Zerstörung der Demokratie.
► Wir sagen NEIN zu Schäubles Erpres­sungs­politik: Nicht in unserem Namen!
► Wir sagen JA zu Demokratie und Solidarität in Europa.

Dies ist nicht nur ein Konflikt zwischen Griechenland und der Troika. Es geht um zwei entge­gen­ge­setzte Visionen von Europa: unser Europa der Solidarität und Demokratie, grenzenlos und von unten; und ihre Vision, die soziale Gerech­tigkeit verweigert, Demokratie demontiert und sich weigert, die Schwächsten zu beschützen und die Reichsten zu besteuern.

Basta! Genug! Ein anderes Europa ist möglich!

Quelle: http://die-linke-konstanz.de

Rainer Trampert: Europa zwischen Weltmacht und Zerfall

Vortrag am Dienstag, 30. Juni 2015, um 19 Uhr im Raum A701 an der Uni Konstanz

Rainer Trampert analysiert eine neue Epoche. Warum stagniert der alte Kapitalismus, während die halbe Menschheit sich auf dem Weg der größten Industrialisierung aller Zeiten befindet? Warum ist Europa der Sanierungsfall des Weltkapitalismus, dem die große Kapitalvernichtung noch bevorsteht? Imperialismus ist kein Privileg der USA und der europäischen Staaten mehr. Worauf steuern die Verschiebung der Produktion nach Asien, das Tauziehen um die Ukraine, die Stellvertreterkriege im Nahen Osten und in Afrika und andere geostrategische Brennpunkte zu? Anders als im 19. Jahrhundert driften Kapitalbewegung und Staatsidee heute auseinander. Das expansive Kapital sprengt die Fesseln der europäischen Nationen, aber das Bewusstsein klebt an der Nation oder fällt in die Kleinstaaterei mit eigener Münzprägung zurück, in den Rechtspopulismus und Faschismus. Trampert erklärt, warum Deutschland nicht erst durch den Euro zum Hegemon der EU aufgestiegen ist, dem auf der Höhe seiner Macht das Objekt derselben abhanden zu kommen droht. Er analysiert die deutsche Ideologie, etwa die Propaganda von der überlegenen europäischen Kultur gegenüber den USA, vom «gesunden nordischen Charakter» versus der «griechischen Krankheit», ein Begriff, der Kulturen beseitigen soll, die dem Kapitalismus noch Leben abtrotzen. Er beschreibt die europäische Geschichte, räumt mit der Mär vom «guten Nachkriegskeynesianismus» auf, kritisiert den Linkskeynesianismus und behandelt das Thema «Krise und Verschwörungsphantasien». Das linke Europa gibt es genauso wenig wie das linke Vaterland. Die Marktwirtschaft ist historisch überholt, aber wo ist das Bewusstsein für eine neue Gesellschaft?

Der Autor Rainer Trampert wohnt in Hamburg und publiziert regelmäßig in der Wochenzeitung Jungle World und der Monatszeitschrift Konkret. Seine Analysen über Themen der Zeit sind auch auf seiner Homepage www.rainertrampert.de nachzulesen.

Veranstalter: AStA Uni Konstanz

Podemos und die demokratische Revolution

Vortrag von Raul Zelik uber die Krisen Spaniens am Donnerstag, 18. Juni, 19 Uhr, im Treffpunkt Petershausen, Konstanz

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden Württemberg lädt in Kooperation mit der Linken Liste Konstanz zu einem Vortrag über die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Zukunft Spaniens ein. Am 18. Juni referiert der Politikprofessor und Publizist Raul Zelik (Berlin) in Konstanz über die ökonomischen und politischen Krisen in dem Land auf der Iberischen Halbinsel und die Reaktionen darauf, die zu sozialen Massenbewegungen und der Entstehung einer neuen linken Partei geführt haben. Die Veranstaltung im Treffpunkt Petershausen beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Ähnlich wie in Griechenland hat die EU-Politik auch in Spanien zu einer Dauerkrise geführt. Die öffentlichen Schulden verdreifachten sich seit 2008, trotz des von Brüssel angeordneten Sparkurses. Finanz- und Immobiliengeschäfte haben die Korruption wuchern lassen, 25 Prozent der Bevölkerung sind erwerbslos.

Doch es regt sich inzwischen kräftiger Widerstand gegen die von den europäischen Eliten verordnete und von einer willfährigen konservativen Regierung umgesetzte Austeritätspolitik. In den vergangenen Jahren entstanden breite Basisbewegungen, die für soziale Rechte kämpfen. Als ein Ergebnis gründete sich 2014 mit Podemos („Wir können“) eine neue Partei, die seitdem im Bündnis mit örtlichen Initiativen spektakuläre Erfolge erzielen konnte. Zuletzt punktete sie bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai, die allgemein als Testlauf für die Parlamentswahl im Herbst betrachtet wurden.

Raul Zelik wird am 18. Juni der Frage nachgehen, wie es zu dem Höhenflug der linken Bürger_innenbewegungen kam – und warum diese Entwicklung über die Grenzen des südeuropäischen Lands hinaus von Bedeutung ist. Für den Spanienkenner Zelik – er ist Publizist, Politikprofessor und politischer Aktivist – ist der Aufstieg der linken Bewegungsbündnisse in dem von der neoliberalen Krisenpolitik schwer gebeutelten Land, nach dem Wahlerfolg von Syriza in Griechenland, eine weitere Chance für eine radikale gesellschaftliche Transformation, die nicht auf Südeuropa beschränkt bleiben muss.

Veranstaltet von der Linken Liste Konstanz

TTIP statt Tatort

TTIP-kritischer Vortrag am Sonntag, 14.06.2015 um 19 Uhr im Seminarraum der IG Metall in der Schwarzwaldstrasse 30, Singen. Der Referent Karl Bär kommt vom Umweltinstitut München und ist spezialisiert auf Agrar- und Handelspolitik

Quelle: Attac Singen

Kapitalismuskritik und Antisemitismus. Über Ressentiments und Judenhass

Stephan Grigat hält heute einen Vortrag zu Kapitalismuskritik und Antisemitismus an der Universität Konstanz im Rahmen der Ringvorlesung: „Die Politik in der Krise ? Auf der Suche nach Ursachen und Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise.“ Beginn ist um 20 Uhr im Audimax (A701).

Bereits Karl Marx war bewusst, dass das Kapital als zinstragendes, in „dieser seiner wunderlichsten und zugleich der populärsten Vorstellung nächsten Gestalt“ der bevorzugte „Angriffspunkt einer oberflächlichen Kritik“ sein wird – einer Kritik, die in der sozialistischen Bewegung nie mehr verschwinden sollte, maßgeblich zu den Affinitäten linker Kapitalismuskritik zum Antisemitismus beigetragen hat und auch heute im Rahmen der Globalisierungsdebatte erschreckend gegenwärtig ist.

Der Vortrag soll zeigen, wie sich im Antisemitismus die Ressentiments gegen die kapitalistische Moderne bündeln und inwiefern der antiemanzipatorische Antikapitalismus des Judenhasses im Antizionismus seine geopolitische Ergänzung erfährt.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind marxsche und marxistische Theorie, Geschichte linker Bewegungen, Antisemitismus und Rassismus sowie der Nahostkonflikt. Er ist Mitherausgeber von Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer (Studienverlag 2008) sowie von Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung (Studienverlag 2010), Herausgeber von Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert (ça ira 2012) und Autor von Fetisch & Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus (ça ira 2007).

Eintritt frei

Stop-G7 Großdemonstrationen und Aktionstage in Garmisch-Partenkirchen und Elmau

Hunderte Organisationen rufen für nächste Woche zu Demonstrationen, Konferenzen und Aktionstagen gegen den G7 Gipfel auf Schloß Elmau auf. Höhepunkte werden zum einen die Großdemonstration in Garmisch-Partenkirchen am Samstag, sowie der Sternmarsch Richtung Schloß Elmau am Sonntag.

Update 7.6.2015:

  • Am Sonntag sollte die Zufahrt zum Gipfeltreffen mit vielfältigen Aktionen sowie einem Sternmarsch in Richtung Schloß Elmau blockiert werden.
  • Bereits in der Nacht waren Kleingruppen aufgebrochen um auf die weiträumig abgeriegelte Zufahrtstraße zu gelangen. Immer wieder schafften es im Laufe des Tages zig BlockiererInnen auf die Straße, verharrten dort auch trotz Aufforderung der Polizei die Blockade aufzulösen und wurden schließlich von der polizeilichen Übermacht geräumt und festgenommen. Insgesamt soll es fast 100 Ingewahrsamnahmen gegeben haben.
  • Hunderte GipfelgegnerInnen zogen parallel in mehreren „Fingern“ Richtung Schloß, durchbrachen sogar eine kleinere Polizeikette und erreichten nach mehrstündigem Aufstieg schließlich den Zaun der inneren Sicherheitszone. Das anschließende Katz und Maus-Spiel mit der Polizei führte zu keinen weiteren Annäherungen an das Schloß, wo die Vertreter der G7 Staaten ungestört ihre Gruppenfotos machen konnten. Die GipfelgegnerInnen zählten es dennoch als Erfolg, dass der Pressetross anders als geplant per Hubschrauber eingeflogen werden musste, wohl weil die Lage auf der Zufahrtstrasse zu unklar war.
  • Mittlerweile wurden viele Zelte auf dem Protestcamp wieder abgebaut und die meisten Gipfelgegner befinden sich auf dem Heimweg. Für Montag früh ist noch eine Abschlußkundgebung geplant.

Update 6.6.2015:

  • Samstag war der Tag der Großdemo in Garmisch-Partenkirchen. Sie fiel mit 5-7000 TeilnehmerInnen deutlich kleiner aus als die Großdemo in Rostock 2007. Dennoch war sie laut und kämpferisch. Eine mehrfache Übermacht an Polizeikräften lief auf beiden Seiten der Demo teils dreireihiges Spalier. Die Route führte über weite Strecken direkt auf der Zufahrtstraße für Schloß Elmau. Allerdings gelang es nicht, den optimalen Blockadepunkt einzunehmen, der ein Umfahren unmöglich gemacht hätte. Ein entschiedener Versuch eines Teils der Demo diese Kreuzung dennoch zu erreichen, wurde durch einen heftigen Pfefferspray und Schlagstockeinsatz der Polizei im Ansatz verhindert. Die Demo wurde in der Folge immer wieder von Polizisten angegriffen. Es kam zu über sechzig Verletzten unter den DemonstrantInnen.
  • Ein heftiges Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen führte zu einem vorzeitigen Ende der Abschlusskundgebung und zu einer Evakuierung des Camps der Gipfelgegner. Letztere wurde am späten Abend wieder zurückgenommen, es durften sogar wieder neue Zelte aufgebaut werden.

Update 5.6.2015:

  • Ein Stop G7 – Ticker in der rechten Seitenspalte liefert nun stets aktuell die neusten Infos rund um die Proteste gegen den G7 Gipfel in Elmau.

Update 4.6.2015:

  • Livestreams vom „Internationaler Gipfel der Alternativen “ der seit gestern in München läuft
  • Heute nahmen ca. 40.000 Menschen in München an der Großdemo gegen den G7-Gipfel in Elmau teil. Das sind doppelt so viel wie erwartet!

Update 2.6.2015:

  • Das Verwaltungsgericht München hat das Campverbot im Eilverfahren kassiert. Garmisch-Partenkirchen wird verpflichtet, das Camp am geplanten Ort zu dulden!

Update 1.6.2015:

  • War gestern noch von 21.000 Polizisten die Rede, heisst es heute bereits 24.150 (Süddeutsche Zeitung), und da sind mehrere tausend östereichische Grenzer oder die vermutlich über 2000 Soldaten der Bundeswehr nicht mitgezählt.
  • Bis Dienstagmittag wird sich herausstellen, ob die Klage gegen das Campverbot in Garmisch-Partenkirchen Erfolg hatte.
  • Der Sternmarsch wurde zu großen Teilen verboten. Die Verbote tarnen sich als „Genehmigungen“ mit Auflagen. Großzügig „genehmigt“ wurde z.B. eine Route auf der Mautstraße von Klais nach Elmau auf einer Strecke von weniger als 40 (!) Metern.
  • Gegen diese „Genehmigungen“ wurde Klage erhoben.


Mobilisierungsvideo Teil 1

Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau wird hunderte Mio. Euro Kosten und mit dem größten Polizeieinsatz in der Geschichte Bayerns einhergehen. Von bis zu 21.000 Polizisten ist die Rede. In einer beispiellosen Hetzkampagne schüren Verwaltungsbehörden, Polizei, Geheimdienste und Mainstream-Medien die Angst vor den „gewaltbereiten autonomen“ Linken, die Garmisch-Partenkirchen in Schutt und Asche legen wollen, während gleichzeitig scheinheilig das Grundrecht auf Demonstration hochgehalten wird.

Die Erfahrung aus dem letzten G8-Gipfel in Deutschland, im Jahr 2007 in Heiligendamm abgehalten, lehrt uns jedoch eines Besseren. Hundertfacher Bruch von Grundrechten, darunter massive Angriffe auf die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie der rechtswidrige Einsatz von Militär im Inneren lassen sich bei der Dokumentation des Komittees für Grundrechte und Demokratie nachlesen.

Schon vor Monaten hatten die Gipfelgegner Kundgebungen, Mahnwachen, Camps, eine Großdemonstration in Garmisch-Partenkirchen und einen Aktionstag rund um Elmau bei den Behörden angemeldet. Diese warteten jedoch bis zuletzt um quasi in letzter Sekunde mit fadenscheinigen Begründungen an freiem Meinungsausdruck zu verhindern, was geht. Die Anmeldung des Sternmarsches hat bis heute zu keiner Reaktion geführt.

Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen verbot letzte Woche das Camp der Gipfelgegner auf einem Privatgrundstück mit der Behauptung, es sei an genau dieser Stelle von einer konkreten Hochwassergefahr auszugehen – und das, obwohl die Vorhersage die ganze Woche vor dem Gipfel sonniges Wetter verspricht und die Pegel derzeit stetig fallen. Zudem wurde der Hochwasserschutz in Garmisch-Partenkirchen in jüngster Zeit stark verbessert.

Doch die G7 Gegner werden sich auch diesmal nicht abschrecken lassen. Hier die wichtigsten Termine der Aktionswoche:

Aktionswoche

Links


Mobilisierungsvideo Teil 2

Ringvorlesung des AStA der Universität Konstanz

Auch im Juni erwarten uns spannende Veranstaltungen im Rahmen der Vorlesungsreihe „Die Politik in der Krise? Auf der Suche nach Ursachen und Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise“ der Universität Konstanz. Die Veranstaltungen finden wöchentlich um 19:00 Uhr im Hörsaal A 701 statt.

Die Highlights sind:

Dienstag, 02. Juni 2015
Die große Entwertung. Über die fundamentalen Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise
Norbert Trenkle, Mitglied der Gruppe Krisis

Dienstag, 09. Juni 2015 (20:00 Uhr!)
Kapitalismuskritik und Antisemitismus. Über Ressentiments und Judenhass.
Dr. Stephan Grigat, Universität Wien

Dienstag, 30. Juni 2015
Buchlesung: Europa zwischen Weltmacht und Zerfall
Rainer Trampert, freier Journalist und Autor

Quelle: http://asta.uni-konstanz.de/site/assets/files/1347/vortragsreihe_uni_kon_plakat.pdf

Armut und Verelendung – Griechenland organisiert sich von unten

Vortrag von Alexandra Pavlou am 29. April 2015 um 19 Uhr, Hörsaal A 701 an der Universität Konstanz

„Die Kälte ertrage ich, aber den Hunger ertrage ich nicht“, dieses Plakat hält ein Rentner in den Straßen Athens Anfang des Jahres in die Höhe. Er bettelt nicht, er protestiert damit für ein Leben in Würde. Diese Szene ist vielleicht auch symptomatisch für die neugewählte griechische Links-Regierung SYRIZA. Armut, keine Gesundheitsversorgung, keine Heizung, kein Strom, Wohnungsaufgaben und Zusammenleben mit Verwandten auf engem Raum oder gar Hunger, Obdachlosigkeit oder ein Leben im abgemeldeten Auto – solche Folgen haben nach den „Sparmaßnahmen“ und Auflagen der sogenannten Institutionen – vormals Troika – weite Teile der Bevölkerung Griechenlands zu ertragen. Eine Zahl dazu: Über 40% der Griechinnen und Griechen leben mittlerweile ohne Zugang zur Gesundheitsversorgung. Alles dafür, dass der griechische Staat Geld aufnehmen kann, um das Bankensystem am Leben zu erhalten, nicht aber seine Bevölkerung.

Alexandra Pavlou aus Athen, bis zur Kapitalmarkt- und Bankenkrise selbstständige Übersetzerin und nun selbst von der Arbeitslosigkeit betroffen, gibt Einblicke in die griechische Gesellschaft und den Alltag der Menschen. Der nahezu vollständige Rückzug des Staates aus der sozialen Grundversorgung hat Selbstorganisation in der Bevölkerung hervorgebracht. So arbeitet sie in verschiedenen Stadtteilinitiativen in Exarchia, nahe des Athener Zentrums. Sie hilft dabei Nahrungsmittel für mittellose Familien zu besorgen, die Stromversorgung illegal wieder herzustellen, wo der Strom abgestellt wurde oder eine sogenannte Sozialklinik zu betreiben, in der Menschen ohne Gesundheitsversorgung ärztlich und mit Medikamenten versorgt werden.

Veranstalter: AStA Uni Konstanz

Das ist ein Vortrag der Reihe „Die Politik in der Krise? Auf der Suche nach Ursachen und Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise“ der Universität Konstanz

In welcher Welt leben wir ? Weltordnung im Umbruch

Seminar mit Dietmar Diekmann, am Samstag, den 18. April 2015 um 15.00 in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Konstanz e.V. , Heinrich-Weber-Platz in Singen

Dietmar wird die wirtschaftlichen Hintergründe der tiefgreifenden Veränderungen auf der Welt seit 120 Jahren beleuchten.

Der moderne Kapitalismus bedeutet eine ungeheuere Anhäufung von Geldkapital in wenigen Ländern…. Ist das Monopol erst einmal zustande gekommen, schaltet und waltet es mit Milliarden, so durchdringt es mit absoluter Unvermeidlichkeit alle Gebiete des öffentlichen Lebens, …

steht 1917 in einem Schlüsseltext zum Verständnis einer neuen Epoche des Kapitalismus.

1999 meinte eine Forschergruppe von Wissenschaftlern in Havanna/Kuba eine neue Etappe der Entwicklung zu erkennen: das imperiale Stadium wird durch eine transnationale Durchdringung der Wirtschaft durch wenige international operierende transnationalen Konzerne und die hinter ihnen stehenden Kapitalgeber abgelöst.

Dietmar Dieckmann stellt in seinem Seminar zwei grundlegende Arbeiten zum besseren Verständnis der heutigen Welt vor und zeigt Entwicklungslinien zu TTIP/TISA auf.

  • Ist das brandgefährliche an der Situation heute ist an der zunehmende Anzahl kreigerischer Konflikte seit der deutscher Vereinigung ablesbar ?
  • Hat die Welt mit noch schrecklicheren Kriegen und Konflikten zu rechnen ?
  • Trägt er Kapitalismus tatsächlich trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen — wie der französische Sozialist Jean Jaurès schon vor dem I. Weltkreig meinte ?
  • Kapitalismus und Krieg: zwei Seiten einer Medaille ?

Veranstalter sind: Arbeiterwohlfahrt KV Konstanz e.V. und Marxistischer Gesprächskreis Konstanz – Singen

Die politische Situation in der Türkei

Vortrag von Jürgen Gottschlich am Samstag, den 18. April 2015 um 18 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg Elser Platz 1, 78467 Konstanz

Über folgende Themen wird berichtet:

  • aktuelle politische Lage in der Türkei
  • Frauenrechte in der Türkei
  • Menschenrechte in der Türkei
  • wie unabhängig sind die Medien
  • syrische Flüchtlinge in der Türkei
  • Situation der Roma und anderen Minderheiten

Jürgen Gottschlich ist Autor und TAZ-Redakteur aus Istanbul.

Veranstalter: esPresso und Input Konstanz, unterstützt durch den Asta der Uni Konstanz und die Rosa Luxemburg-Stiftung

Vgl. auch die Lesung von Jürgen Gottschlich am Sonntag, den 19.4.2015 im Stadttheater Konstanz: Beihilfe zum Völkermord – Deutschlands Rolle bei der Vernichtung der Armenier

Ökonomie und Rassismus im europäischen Migrations- und Grenzregime

kritnet.ch – das Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung und die Shedhalle Zürch veranstalten gemeinsam die 11. kritnet Tagung mit dem Schwerpunktthema «Ökonomie und Rassismus im europäischen Migrations- und Grenzregime»

Zeit: 26. bis 29. März 2015
Ort: Shedhalle Zürich

Programmheft (Stand: 18.3.2015)

11. kritnet-Tagung

Auftaktpodium
26. März, 18:00 – 19:30 Uhr

Die Verbindung von Rassismus und Kapitalismus verstehen und durchkreuzen

Rubia Salgado, Ilker Ataç, Halua Pinto de Magalhães, Jovita dos Santos Pinto

Die Verquickung von Rassismus und Ökonomie ist nicht nur in einer arbeitsmarktrelevanten Perspektive der Ausbeutung und Subjektivierung in internationalen Migrations- und Grenzregimen zu sehen. Auch postkoloniale Exotisierung und das neoliberale Modell von “Diversity” markieren auf neue Weisen das Begehren nach Differenz und befördern dessen kulturökonomische Verwertung. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir in der Auftaktveranstaltung der 11. kritnet-Tagung, wie sich Kritik an Rassismus und Kapitalismus zusammenführen lassen und wie wir die Produktivität ihrer Verbindung verstehen und durchkreuzen können. Das Auftaktpodium steht damit im Zeichen eines zentralen Anliegens des kritnet: durch die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und politischem Aktivismus wollen wir antirassistische Praktiken erkunden – und diese Verbindung unterschiedlicher Strategien als zentrales Moment von strategischen, transnationalen und solidarischen Allianzen einsetzen.

Quelle: kritnet.ch + Shedhalle Zürich