Archiv der Kategorie 'Arbeitskampf'

Lesung aus dem Buch „Im Zeichen der Roten Nelke“

Lesung mit Vera Hemm aus „Im Zeichen der Roten Nelke. Mutter und Tochter – Zwei politisch engagierte Frauen im 20. Jahrhundert“ am Mittwoch, 08. März 2017, 20:00 Uhr im Foyer der Spiegelhalle. Eintritt: 7,00 EUR.

Vera Hemm (geb. 1935) ist aktive Gewerkschafterin, Betriebsrätin, Mitbegründerin und Motor einer seit 20 Jahren aktiven gewerkschaftlichen Frauenkulturgruppe. In ihrem Buch verwebt die Autorin die Biografie ihrer Mutter Johanna Hemm (1901-1971) – Kommunistin, hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin und Stadträtin mit ihrer Autobiografie. Geschichte wird von unten ebenso plastisch und humorvoll wie historisch genau geschildert. Keine trockene Geschichtsschreibung, aber auch kein Kolportageroman – bewusst gestaltete und auch gegen starke Widerstände durchkämpfte Leben mit allen Höhen und Tiefen. Wie in einem Brennglas verdichtet sich die „große“ Politik der letzten 70 Jahre in diesen beiden Frauen. Mutter und Tochter haben Erfolge und bittere Niederlagen erleben müssen – immer eingebettet in ein enges Geflecht von Familie und Freunden.

Quelle: http://www.theaterkonstanz.de/tkn/veranstaltung/08432/index.html

Radio LoRa: 1. Mai in Zureich

Radio LoRa sendet dieses Jahr zwei Tage lang live! vom Kaserneareal. Am Lora-Stand gibt es dieses Jahr ausserdem eine Hörstation mit Sendungen aus dem LoRa-Archiv.

Radio LoRa beteiligt sich am Polit-Programm vom 1. Mai mit einer von uns organisierten Veranstaltung. Diese findet am Samstag um 16 Uhr im Walcheturm statt. Es geht um die Selbstorganisation von Migrant_innen und Geflüchteten und wird moderiert von der interkulturellen Redaktion von Radio LoRa.

Was über 97,5 Megahertz an diesen zwei Tagen zu hören ist findet ihr im Tagesprogramm von Samstag und Sonntag.

Webradio: Live!

Quelle: http://www.lora.ch/

Bernd Riexinger kommt nach Konstanz und Singen

Am Dienstag, 14. Juli, besucht Bernd Riexinger, der Bundesvorsitzende der Partei DIE LINKE, den Kreis Konstanz. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Redaktionsgespräch beim Südkurier in Konstanz, ein Treffen mit Gewerkschaftern und eine Abendveranstaltung im Restaurant „Goldene Kugel Ristorante Pizzeria Sabino“ in Singen.

Bernd Riexinger absolviert im Juli eine Sommertour durch verschiedene Städte Baden-Württembergs, am 14.7. macht er dabei Station in Konstanz und Singen. Der Parteivorsitzende, selbst lange aktiv bei ver.di, will bei seinem Besuch in Singen auch mit Gewerkschaftern und Gewerkschafterinnen ins Gespräch kommen. Als Vorsitzender einer Partei, für die der Kampf um die Rechte der arbeitenden Menschen im Zentrum ihrer Politik steht, will er sich darüber informieren, wo Gewerkschaftsaktivisten – Mitglieder, Vertrauensleute, Personalräte – vor Ort der Schuh drückt und vor allem welche Erwartungen sie an linke Politik formulieren. Die Möglichkeit dazu bietet ein Gespräch im Singener Gewerkschaftshaus, zu dem die Linke und die IG Metall einladen.

Am Abend steht dann eine öffentliche Veranstaltung in Singen auf dem Programm. Riexinger, die baden-württembergische Linke hat ihn auch als Spitzenkandidat für die Landtagswahl im März nächsten Jahres nominiert, wird dort unter anderem Rede und Antwort zur aktuellen Partei-Kampagne „Das muss drin sein“ stehen, die auf die Verankerung von Mindeststandards bei Einkommen und Arbeitsbedingungen zielt.

Dienstag, 14. Juli 2015

14.30 Uhr: Bernd Riexinger im Gespräch mit Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern
Singen, Gewerkschaftshaus, Schwarzwaldstraße 30

19.00 Uhr: „Das muss drin sein!“ Veranstaltung
Singen, Restaurant „Goldene Kugel Ristorante Pizzeria Sabino“, Alpenstraße 15

Quelle: http://die-linke-konstanz.de

Zürich: Demo und Fest zum 1. Mai 2013

Zum 1. Mai in Zürich werden dieses Jahr wieder tausende Linke, GewerkschafterInnen und AktivistInnen der Sozialen Bewegungen zusammen kommen um gemeinsam den traditionellen ArbeiterInnenkampftag zu feiern und gegen die herrschenden Verhältnisse auf die Straße zu gehen.

Ein reiches Polit- und Kulturprogramm liefert am Mittwoch, den 1. Mai sowie am folgenden Wochenende, den 4. und 5. Mai, den inhaltlichen Rahmen.

Ein Muss am 1. Mai ist die Demo (Besammlung um 9:30 Uhr an der Lagerstrasse) mit anschließender Kundgebung.

Kulinarischer Höhepunkt sind die zahllosen internationalen Essensstände an allen drei Tagen auf dem Kasernenareal.

Wer nicht teilnehmen kann und den 1. Mai lieber im Internet verpennt, sei auf das ganztägige Spezialprogramm des Zürcher Lokalradios Lora verwiesen, das auch als Webradio empfangen werden kann. Cooler ist es allerdings das gleiche Live-Programm am 1. Mai auf UKW 97,5 Mhz oder aus Lautsprechern direkt auf dem Kasernenareal zu hören, dort wo auch das Studio stehen wird!

Das 1. Mai – Programm in Zürich (PDF)

Quelle: http://www.1mai.ch

Streiks in China – Buchvorstellung & Diskussion in Zürich

Mitte 2010 rollte eine Streikwelle durch die Fabriken Chinas. Die WanderarbeiterInnen erkämpften sich höhere Löhne und lösten eine weltweite Debatte über das Ende des Niedriglohnmodells aus, das hinter Chinas Auf- stieg zur „Fabrik der Welt“ steht und auch Europa billige Konsumgüter beschert.

Im Oktober 2010 ist bei Assoziation A das Buch „Aufbruch der zweiten Generation – Wanderarbeit, Gender und Klassenzusammensetzung in China“ erschienen. Pun Ngai und andere AutorInnen aus China analysieren das Schicksal und die Kämpfe verschiedener MigrantInnengruppen – darunter Bau-, Fabrik- und SexarbeiterInnen – und beleuchten die Hintergründe der aktuellen Streiks und Klassenbildungsprozesse in China.

Bei der Veranstaltung wird einer der Herausgeber das Buch vorstellen und die Streikwelle und ihre Hintergründe darstellen. In der Diskussion wird es auch um die Frage gehen, inwieweit sich heute in Zeiten der Krise und zunehmender sozialer Kämpfe in verschiedenen Teilen der Welt neue Formen der Bezugnahme, des Austauschs und der Unterstützung finden lassen.

Freitag 10. Dezember 2010 / 19.30 Uhr
Infoladen Kasama, Militärstr. 87a, Zürich

www.eis-zeit.net

ver.di-Kundgebung vor dem Verlagsgebäude des Terra – Verlages in Konstanz

am Donnerstag, den 05. November um 16.00 Uhr vor dem Verlagsgebäude in der Neuhausener Straße 20 in Konstanz

Im Rahmen einer Kundgebung vor dem Verlagsgebäude des Terra – Verlages in Konstanz protestieren Mitglieder der Gewerkschaft ver.di gegen die Geschäftsführung wegen fortgesetzter Behinderung von Betriebsräten und ver.di Mitgliedern im betrieblichen Alltag!

Hintergrund:

Bereits mit der Gründung des Betriebsrates im Jahr 2003 begannen die ersten Schikanen und setzten sich fort. Mit der Nominierung von Herrn Dr. Dirk Heizmann in die Geschäftsleitung im Jahr 2006 verschärfte sich zunehmend die Gangart. U.a. wurde die Belegschaft im benannten Zeitraum von 30 auf mehr als die Hälfte reduziert auf derzeit 15 Beschäftigte, von Denen 3 Leiharbeitnehmer sind.

Kündigungen und fallweise Angebote zur „Freien Mitarbeit“ derselben Arbeit, gezieltes Outsourcen der Arbeitsplätze der Betriebsrats-Mitglieder, unter Druck setzen aller Mitarbeiter, welche „mit dem Betriebsrat zusammenarbeiten“, zahlreiche „4 – Augen – Gespräche“ sorgen bis zum heutigen Tag für ein ständiges Klima der Angst.

- ver.di sind mindestens 4 Fälle nachweislich bekannt, in welchen betroffene Kolleginnen und Kollegen psychisch zum Teil schwer erkrankt sind. Alle befinden sich aktuell in fachärztlicher Behandlung, – von stationären Aufenthalten bis dauerhaft medikamentöser Behandlung

- Im März 2008 wurde dem ersten Betriebsratsvorsitzenden gekündigt!

– Im September 2008 wurde die nachgerückte Betriebsratsvorsitzende ebenfalls gekündigt!

- Darauf musste der 3 köpfige Betriebsrat neu gewählt werden…

- Im Juni 2009 traf es den stellvertretenden Vorsitzenden – ebenfalls Kündigung!

- Seither versucht man eine von zwei verbliebenen Betriebsrätinnen über Druck zu einem Aufhebungsvertrag zu bewegen…

Gegen eine solche Arbeitskultur wollen wir öffentlich ein deutliches Zeichen setzen !

Im Anschluss an die Kundgebung besteht die Möglichkeit, von Betroffenen bezeugte Aussagen zu den erhobenen Vorwürfen zu erhalten.

V.i.S.d.P.: Markus Klemt, Fachbereichssekretär Medien, Arndtstr.6 78054 VS – Schwenningen

Podiumsdiskussion: Ausbildungsplätze in der Krise?

Die DGB Jugend Konstanz möchte zu folgender Veranstaltung einladen:

Ausbildungsplätze in der Krise?
Mittwoch, 28. Oktober 2009, 19 Uhr
„Einblick“, Hofhalde 11, 78462 Konstanz

Nach Aussage der Kammern in der Region ist die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze bisher noch stabil. Allerdings liegen auch noch keine abschließenden Betrachtungen über die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge vor. Deswegen wird zu beobachten sein, wie viele Ausbildungsverträge jetzt im Herbst tatsächlich abgeschlossen und ob tatsächlich alle Ausbildungsplätze besetzt wurden.

Für 2010 wird ein deutlicher Rückgang erwartet. Außerdem steht zu befürchten, dass viele Auszubildende, die derzeit ihre
Ausbildung abschließen, angesichts der Krise nicht übernommen werden, entsprechendes wurde aus den Einzelgewerkschaften berichtet, auch die Arbeitsagenturen benennen dies als Ursache für die überdurchschnittlich ansteigenden Anteil der Jugendlichen an der Arbeitslosigkeit. Auf die Tatsache, dass im Jahr 2012 zwei Abiturjahrgänge (der letzte G9 und der erste G8) gleichzeitig auf den Ausbildungsmarkt drängen werden, scheint man bislang überhaupt noch nicht vorbereitet.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Dort Kampf, hier Krampf

Aktuelle Arbeits- und Klassenkämpfe in Frankreich und Deutschland

Straßenblockaden, Streiks, Betriebsbesetzungen, Boss-Napping und politische Generalstreiks mit Millionenbeteiligung. Während sich in Frankreich und anderen Ländern die Menschen im Zuge der Krise entschieden zur Wehr setzen, bleibt es in Deutschland weiterhin ruhig. Das ist nichts Ungewöhnliches. Schon seit Jahren schauen viele fast schon neidvoll auf das Nachbarland, wo ArbeiterInnen und Studierende immer wieder soziale Kämpfe führen und beachtenswerte Erfolge erzielen. Das wiederum war nicht immer so.

Seit 1995 haben sich in Frankreich syndikalistische Gewerkschaften in Szene gesetzt und die Gewerkschaftslandschaft nachhaltig verändert. Ihre Konzepte der Basisinitiative und der direkten Aktion haben sogar die großen Gewerkschaften unter Druck gesetzt, kämpferische Dynamiken von unten zuzulassen. Während so die ArbeiterInnen über ihre Forderungen, Kämpfe und Methoden ein gutes stückweit selbst entscheiden können und dadurch einen großen Kampfgeist entwickeln, bestimmen in Deutschland ausschließlich die basisfernen Gewerkschaftszentralen stellvertretend über die Belange der ArbeiterInnen. Es wird alles sozialpartnerschaftlich auf zentraler Ebene ausgehandelt und die direkte Konfrontation in den Betrieben untersagt, wodurch eine Passivität der Menschen erzeugt wird. Die DGB-Gewerkschaften wirken so als ordnende Hand und garantieren den Frieden in den Betrieben, dem Rückgrat des Kapitalismus.

Am Beispiel der gegenwärtigen Klassenkämpfe erläutert Holger Marcks (FAU Berlin, Redaktion „Direkte Aktion“) die Unterschiede zwischen dem sozialdemokratischen und dem syndikalistischen Gewerkschaftskonzept. Im Vordergrund steht dabei die Frage, weshalb die Form der Gewerkschaftsstrukturen entscheidend ist, damit sich antikapitalistische Kämpfe dynamisch entfalten können. Diskutiert werden sollen dabei auch die aktuellen Perspektiven für Basisgewerkschaften in Deutschland.

Mo., 25 Mai 2009, 19.00 Uhr
Konstanz
Radio-Raum im DGB-Haus
Beyerlestr. 1

VeranstalterInnen: FAU-Initiative Konstanz, AARK, Antifaschistischer Freundeskreis

Anarchistische Veranstaltungsreihe in Zürich

Vom 22.10. bis 1.11. gibt es in Zürich eine anarchistische Veranstaltungsreihe. Infos gibt es unter www.zuercher-anarchistinnen.ch.vu

Programm „Anarchie – zwischen Utopie und Alltag“
eine Veranstaltungsreihe in Zürich, 22. Oktober – 1. November 2008

Was ist Anarchie? (und andere grosse Fragen …)
Mi. 22.10. Volkshaus (Helvetiaplatz), Gelber Saal, 19.30
Mitglieder der ZA – Zürcher Anarchistlnnen

Anarchie: Ein grosses Wort, welches auch heute noch polarisiert wie wenige andere – Für die Einen bedeutet es die Utopie einer herrschaftsfreien Welt, eine Ethik für die nicht-unterdrückerische, emanzipatorische Gestaltung des Alltags, während es für Andere gleichbedeutend ist mit Unordnung, Angst und Schrecken, Gewalt und Terror.
Was meinen diejenigen mit ‚Anarchie‘, welche es auf ihre Fahne schreiben – die AnarchistInnen? Und wer sind diese überhaupt? Ist die anarchistische Bewegung ein „Irrtum der Geschichte“, dazu verdammt einer unerreichbaren Illusion nachzuträumen? Ewig pubertierende Punks, ungekämmt aber harmlos? Oder doch fanatische Bombenwerfer und Gefahr für die Grundwerte der bürgerlichen Gesellschaft?
Mit dem Vortrag versuchen wir, uns dem Verständnis der Anarchie und ihren verschiedenen Aspekten anzunähern, so wie es von der anarchistischen Bewegung entwickelt wurde. Dabei werden auch die wichtigsten Strömungen sowie die historische und aktuelle Bedeutung der Bewegung angeschnitten.

Anarchismus und Schweiz / Schweiz und Anarchismus in der Jahrhundertwende
Do. 23.10. Volkshaus (Helvetiaplatz), Zimmer 22 , 19.30
Nino Kühnis, Zürich

Das Strohballenhaus von Lausanne – eine temporär autonome Zone
Fr. 24.10. Kasama (Militärstr. 87a – Innenhof), 19.30
Mitglieder des Kollektivs „Straw d‘la bale“, Lausanne
Am 24. August 2007 besetzt ein Kollektiv ein Gelände im Zentrum von Lausanne und baut dort in wenigen Tagen ein Haus aus Strohballen und Bauabfällen. Dies ist der Beginn einer 4-monatigen Kraftprobe mit den Behörden: Hunderte Menschen besuchen und unterstützen den illegalen Bau, die „grüne“ Stadtregierung weiss nicht, was sie tun soll. Das Experiment findet am 21. Dezember ein abruptes Ende mit einem absichtlich gelegten Brand, welcher zwei Personen in Lebensgefahr brachte. Aber die öffentliche Debatte um autonome Lebensräume, radikale Ökologie, Urbanismus, Selbst-bau und (Il-)Legalität, welche das „maison de paille“ ausgelöst hat, geht weiter…
Siehe auch: http://autoconstruction-en-paille.over-blog.com

Einführung in die Kapitalismuskritik und Vorstellung des Handbuchs des BgKN
Sa. 25.10. Kasama (Militärstr. 87a – Innenhof), 19.30
Mitglieder des Bündnis gegen Kapital und Nation (BgKN)

Anhand der Broschüre „Handbuch Kapitalismuskritik“ werden die BesucherInnen des Workshops in die Kapitalismuskritik eingeführt. Die Mechanismen des Staats und des Kapitals werden analysiert und die Kritik daran formuliert.

Anarchismus und freie Software. Adhémar Schwitzguébel und Richard
Stallman – Einführung und offene Diskussion.
So. 26.10. Kasama (Militärstr. 87a – Innenhof), 19.30
Olivia, Zürich

Eine ideelle Verwandtschaft zwischen Adhémar Schwitzguébel, Uhrmacher aus dem Jura des 19.Jh., und Richard Stallman, Begründer der GNU-Lizenz aus den USA der Gegenwart, fordert auf, darüber nachzudenken, inwiefern uns freie Software eine Möglichkeit gibt, ein anderes System als das kapitalistische zu nutzen und ob die anarchistischen Grundgedanken der Hacker-Ethik heute überhaupt noch aktuell und relevant sind.
„Der wichtigste Unterschied zwischen dem politischen Denken innerhalb und ausserhalb der digitalen Welt ist, dass in der Netz-Gesellschaft Anarchismus (oder genauer besitz-ablehnender Individualismus) eine bedenkenswerte politische Philosophie darstellt.“ Eben Moglen

Die Industrial Workers of the World (IWW)im 21. Jahrhundert
Mo. 27.10. Volkshaus (Helvetiaplatz), Zimmer 22 , 19.30
Lutz Gentschmann, Sekretär IWW-Glamroc, Frankfurt a.M.

Die Industrial Workers of the World (IWW, deren Mitglieder oft auch als Wobblies bezeichnet werden) sind eine weltweite Gewerkschaft, deren Einfluss sich auf USA, Großbritannien, Kanada und Australien konzentriert. In Großbritannien, der größten Regionalstruktur in Europa, zählt die IWW im Jahr 2008 rund 400 Mitglieder. Im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg) existiert eine eigenständige Sektion der IWW, die im Dezember 2006 in Köln gegründet wurde (IWW-GLAMROC – German Language Area Members Regional Organising Commitee / Regionales Organisations-komitee der IWW-Mitglieder im deutschsprachigen Raum).
Lutz Gentschmann, Sekretär des regionalen Organisierungs-komitees Glamroc, berichtet über konkrete Aktionen der IWW sowie über deren Organisierungsansatz.

Anarchistischer Stammtisch (wie jeden Dienstag) – offenes Diskutieren mit (an-)alkoholischen Getränken
Di. 28.10. Mars Bar, (Neufrankengasse 15), ab 19.00

Die Karakök-Autonome und der Anarchismus in der Türkei
Mi. 29.10. Volkshaus (Helvetiaplatz), Zimmer 22 , 19.30
Mitglieder von Karakök-Autonome, CH/TR

Zorn und Aufstand im Mittelalter
Do. 30.10. Kalkbreitestrasse 4, 19.30
Averr, Karakök-Autonome, Zürich

Scheich Bedrettin und Fra Dolcino, zwei Persönlichkeiten aus Morgenland und Abendland, zwei Geschichten des Zornes und Aufstandes im späten Mittelalter – ‚Averr‘ hat zwei Lieblingsbeispiele aus seiner üppigen Tumult- und Aufruhr-Kollektion ausgewählt, um zu illustrieren: Die Macht wurde immer in Frage gestellt, und: „Man muss Gott die Zähne zeigen, alles Andere hilft nichts.“
Averr stürzte vor 34 Jahren kopfüber aus dem Schoss der Mutter, nur damit er im Blut wieder lande. Da schon sein Anfang aus Abwasser bestand, erspar dir, auf Reinheit zu hoffen. Seitdem ist er zornig auf der Suche nach Gott, um gegen ihn zu kämpfen.
(adaptiert nach dem „Buch des Leidens“ des persischen Dichters Faridoddin Attar)

Macht oder Ohnmacht?
Fr. 31.10. Kasama (Militärstr. 87a – Innenhof), 19.30
Lisa J. Giftig, Zürich

„Wir wollen keine Sklaven und keine Herren“, etwa, lautet eine populäre, anarchistische Formel. In diesem Vortrag beleuchtet Lisa J. Giftig den Zusammenhang von Macht und Freiheit, Ohnmacht und Sklaverei unter Verwendung von wissenschaftlichen, erotischen und philosophischen Konzepten. Dabei werden für populär AnarchistInnen aber auch Durch-schnitts – DemokratInnen höchst verwirrende Zusammenhänge freigelegt.
Ziel ihrer Überlegungen ist es den Kampf für die Anarchie auf die besonderen Herausforderungen der Mediengesellschaft vorzubereiten, indem sie aufzeigt welche Wege Herrschaft und Macht beim Aufbau ihrer Systeme gehen können und welche Wege genutzt werden, diese Pläne zu durchkreuzen.

Anarchafeminismus – Ein Ansatz der noch ausgearbeitet werden muss.
Sa. 1.11. Kasama (Militärstr. 87a – Innenhof), 14.00
AG Anarchafeminismus der Libertären Aktion Winterthur

Maria Mattéo stellte in ihrem Beitrag zum Kongress „Ungleichheit der Geschlechter“ 1987 in Lyon fest, dass der libertäre Feminismus bislang lediglich eine Hypothese sei, die erst noch ausgearbeitet werden müsse. Bis heute sind uns die Vertreterinnen des Anarchafeminismus eine solche Ausarbeitung schuldig geblieben.
Was ist eigentlich Anarchafeminismus? In einem ersten Teil werden in diesem Vortrag historische Ansätze aufgezeigt, indem bekannte Anarchafeministinnen wie Emma Goldman, Louise Michel oder die Gruppe Mujeres Libres, aber auch unbekanntere Frauen wie Virginie Barbet oder Andrée Leo vorgestellt werden. In einem zweiten Teil werden neuere Ansätze (vorwiegend aus den 80er Jahren), wie zum Beispiel von Rossella di Leo oder Janet Biehl aufgegriffen, und offene Fragen aufgezeigt. Und nicht zuletzt soll ein Exkurs zu Judith Butler die Perspektive auf neuere feministische Diskussionen eröffnen.
Siehe auch: www.anarchafeminismus.ch.vu

Konzert & Party: kämpferische Lieder, seltsame Electronica
Sa. 1.11. (Ort wird bekannt gegeben), 20.00 – open end
- Niels van der Waerden, Protestlieder und Schnulzen

Musikkabarettist aus Zürich. In seinen Programmen verquirlt er Schmachtfetzen, Galgenlieder und Protestsongs aus allen erdenklichen Epochen und Stilen zu einem gesellschaftstheoretischen Liedersalat.

- Susi Morte, Songs und Chansons
- H5N1, Chansons Révolutionnaires
- PlattenLegerOrganisation „aromath“,
sub-urbane Pop-Dekonstruktion
Ausserdem: MIRZLEKID‘S MINZEBAR

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei (Spenden willkommen) – Sponsoring von Firmen, staatlichen und religiösen Organisationen wird abgelehnt

Info: www.zuercher-anarchistinnen.ch.vu

Buchvorstellung: Die grossen Streiks

Achtung: Beginn der Veranstaltung wurde auf 20 Uhr geändert!

Der antifaschistische Freundeskreis lädt ein:

Strike Bike: Der Dokumentarfilm


Am Donnerstag den 05. Juni um 20:00 Uhr

Im Contrast Josef — Belli — Weg 11, Konstanz

Eine Belegschaft wird rebellisch

0 Chefs
1800 Fahrräder
115 Tage Werksbesetzung.

Die Geschichte einer kämpferischen Belegschaft, die sich traut, die Produktion in ihre eigenen Hände zu nehmen.

Voller Wut im Bauch besetzten die KollegInnen der Fahrradfabrik „Bike Systems“ in Nordhausen (Thüringen) am 10. Juli 2007 ihren Betrieb. Denn die gekündigte Belegschaft hörte an ihrem letzten Arbeitstag, dass der neue Eigentümer „Lone Star“ nicht mal mehr die ausstehenden Löhne bezahlen wollte. 115 Tage dauerte der Protest. Als Höhepunkt produzierten die Streikenden 1800 „Strike Bikes“ in Eigenregie.

In der Dokumentation kommen die ArbeiterInnen selbst zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Sie berichten über die Schwierigkeiten, eine Betriebsbesetzung zu organisieren, wie die Idee geboren wurde, ein Fahrrad zu produzieren und warum die Produktion nur eine Woche dauerte. Was am Ende bleibt, ist die außergewöhnliche Erfahrung, die die KollegInnen gemeinsam gesammelt haben — und ein rotes Fahrrad, das zeigt, dass Selbstverwaltung der Produktion funktionieren kann.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!!