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Reclaim Democracy Kongress in Basel

Dreitägiger Kongress für Debatten darüber, wie Demokratie gestärkt werden kann. Beginn ist Donnerstag, 2. Februar 2017 um 12.00 Uhr und es geht bis Samstag, 4. Februar 2017, 24.00 Uhr an der Universität Basel, Petersplatz 1, Kollegiengebäude

Programm

Donnerstag, 2.2.

12.00 Uhr bis 13.30 Uhr: Plenum
Aus aktuellem Anlass: Die Krise in der Türkei: Vom „sicheren Drittstaat“ zur Diktatur? | Diskussion mit Bilgin Ayata, Hisyar Özsoy, Eyüp Burc, Eren Keskin

14.15 Uhr bis 16.00 Uhr: Ateliers
Demokratie und Ökologie: Geht das zusammen? | Die Dialektik von Grundrechten und Demokratie | Tumult als Garant der Demokratie | TISA, TTIP, CETA – Handelsabkommen und Demokratie | Streik: Schule der Demokratie? | Die Demokratisierung der Zentralbanken | Toxic Pharma | Initiative Recht auf Wohnen

16.15 Uhr bis 18.00 Uhr: Ateliers
Die unmündige Arbeit in der Erwerbsarbeitsblase | Must democracy adapt to climate changes? | Demokratie an Schulen leben: Wie macht man das? | Denationalisierung und Demokratie | Doing Democracy?! | Die Leuchttürme der Big Pharma in Basel | Demokratische Beteiligung und Selbstbestimmung von Benachteiligten

19.15 Uhr bis 22.00 Uhr: Plenum
Demokratie und Buen Vivir | Keynote: Alberto Acosta | Diskussion unter anderem mit Christa Wichterich, Ulrich Brand, Elisio Macamo und Bettina Dyttrich

Freitag, 3.2.

09.45 Uhr bis 12.15 Uhr: Ateliers

Demokratie endet nicht am Arbeitsplatz | Feministische Demokratieutopien | Demokratiegeschichte der Schweiz | 1968er-Revolten: Ein Demokratisierungsschub? | Globale Niederlassungsfreiheit als universales Recht | Universität und Demokratie | Bringt Bewegung in den Laden | Medien und Demokratie | Migration, soziale Auseinandersetzungen und Gewerkschaften

13.15 Uhr bis 15.00 Uhr: Plenum
Europa und die Demokratie des Alltags | Keynote: Srećko Horvat | Diskussion unter andrem mit Birgit Sauer und Kaspar Surber

15.15 Uhr bis 18.00 Uhr: Ateliers
Direkte Demokratie und Populismus | Umkämpfte Care-Democracy | Was ist Demokratie eigentlich? | Citizenship und „illegale” Partizipation in Zeiten der Postdemokratie | Umstrittene Demokratien in Lateinamerika | Eviction and resistance | Linke Medienoffensive | Steueroase oder globale Verantwortung? | Planet13: Selbstverwaltung als demokratische Aktion finanziell Benachteiligter | Stadtrundgang

19.15 Uhr bis 22.00 Uhr: Plenum
Rassismus, Nationalismus, Demokratie | Keynote: Gurminder Bhambra | Diskussion unter anderem mit Rohit Jain, Noémi Michel, Felipe Polanía

Samstag, 4.2.

09.45 Uhr bis 12.15 Uhr: Ateliers
Die Finanzkrise in Griechenland | Die Schule in der Demokratie – eine Schule für die Demokratie | Feministischer Blick auf „Krisenpolitik“ | Selbstverwaltete Betriebe | Urban Citizenship und Recht auf Stadt | Direktdemokratische Instrumente kennen und wirksam nutzen | Demokratie: Ist alles zu komplex und das Volk zu dumm? | Die Weltmacht der Konzerne brechen | Demokratie und Commons

13.15 Uhr bis 15.00 Uhr: Ateliers
Demokratische Alternativen zur imperialen Lebensweise | Denknetz: Demokratische Expertise versus Expertokratie | Wirtschaftsdemokratie – eine Debatte | Emanzipatorische Bildung im Kontext von Flucht und Migration | Führt mehr Demokratie zu linkerer Politik? | Stimmrecht in Baselland – ab 16 und mit jedem Pass | Wenn Regierungen LGBT-Rechte entdecken | Politisches Framing

15.15 Uhr bis 18.15 Uhr: Plenum
Demokratie, Bewegung, Partei | Keynote: Jodi Dean | Diskussion unter anderem mit Avji Simorglu, Cédric Wermuth, Thomas Seibert und Spyros Marchetos

18.15 Uhr: Apéro

20.00 Uhr: Fest
SUD | Burgweg 7, Basel | Fatima Moumouni | Theater Niemandsland | Zisa | Herr Hummus | DJ Marcelle/Another Nice Mess

Quelle: http://www.reclaim-democracy.org

FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht

Das bisherige Aktionsbündnis Abschiebestopp in Konstanz nennt sich nun „FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht“

Damit verbunden ist auch ein – noch in der Entstehung begriffener – Webauftritt unter http://www.azilon.de

Die seit 2013 gepflegte Facebook-Seite erscheint nun als https://www.facebook.com/forumazilon

In einem neuen Flyer beschreibt die Gruppe ihr Selbstverständnis und ihre Aktivitäten. Unter der Überschrift „Was das FORUM azilon vor Ort tut“ erklären sie:

  • Wir unterstützen Geflüchtete daher in ihren Asylverfahren oder vermitteln Kontakte zu Rechtsanwälten.
  • Wir unterstützen Geflüchtete bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und ihrer Bedürfnisse hier in Deutschland.
  • Wir informieren und sensibilisieren zu Themen von Asylverfahren und Asylrecht, von Unterbringung und Gleichbehandlung.
  • Wir setzen uns für die Förderung, Integration und Teilhabe oder gemeinsame Gestaltung unserer Gesellschaft ein.
  • Wir lernen Geflüchtete in Konstanz oder rund um den Bodensee kennen.
  • Uns interessieren die Geschichte und die Probleme eines jeden Geflüchteten unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft.
  • Wir begegnen den Geflüchteten auf Augenhöhe.
  • Wir suchen gemeinsam nach Lösungen zur Verbesserung ihrer Situation und einer Bleibeperspektive. Diese ist Grundlage aller Integrationsbemühungen der Geflüchteten.
  • Wir machen Fortbildungen oder Veranstaltungen für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Interessierte.

Das Forum trifft sich jeden zweiten und jeden vierten Montag im Monat ab 19 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Petrus- und Paulusgemeinde in Konstanz, Wollmatinger Straße 58.

Suche nach Aktionsbündnis Abschiebestopp bei LinksRhein.

Rudi Dutschke – Geschichte ist machbar!

Vortrag von Michaela Karl am Montag, 11. Januar 2016 um 19:30 Uhr in der Aula der HTWG Konstanz

Am 7. März 2015 wäre Rudi Dutschke 75 Jahre alt geworden. Als er am Heiligabend 1979 an den Spätfolgen des Attentats vom 11. April 1968 verstarb, verlor die westdeutsche Linke eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten, einen unbeirrbaren Vordenker und Vorkämpfer für Freiheit und Sozialismus jenseits des realexistierenden Sozialismus – einen Mann, den am Ende seines Lebens allerdings sogar die ehemaligen Genossen einen Träumer nannten.
Der charismatische Dutschke, der in der DDR nicht studieren durfte und 1968 in West Berlin zum Studentenführer avancierte, war Aktivist und Revolutionstheoretiker, Protestikone und Hassfigur. Der »deutsche Che Guevara« wollte nichts weniger als die Welt verändern und blieb der Revolution treu, auch als die Barrikaden von 1968 längst abgebaut waren. Sein berühmter Satz vom »langen Marsch durch die Institutionen« ist oft als Reformprogramm missverstanden worden. Doch Dutschke ging es nie um die Verbesserung des Systems, sondern immer um die Alternative.

Referentin:
Michaela Karl studierte Politikwissenschaften, Geschichte und Psychologie in Berlin, München und Passau. 2001 Promotion über Rudi Dutschke an der FU Berlin. Danach Lehraufträge an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg und der Hochschule für Politik in München mit Themenschwerpunkt »Sozialismus und Revolutionsforschung«. Neben Büchern zur Sozialgeschichte verfasst sie vor allem Biografien. Jüngste Veröffentlichungen »›Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber.‹ Dorothy Parker. Eine Biografie« (2010), »Ladies and Gentlemen, das ist ein Überfall! Die Geschichte von Bonnie und Clyde« (2013).

Der Vortrag findet im Rahmen der HTWG-Vortragsreihe »Diese Wirtschaft tötet« – Über Gesellschafts- und Kulturkritik: Ideen und Figuren, Geschichte und Aktualität statt.

Quelle: http://www.htwg-konstanz.de/WS15-16.8064.0.html

Anti-Rassismus-Workshop anhand des Critical Whiteness Ansatzes

Workshop im Rahmen des AWOLI Afrika Festivals am See, am Sonntag, den 28.6.2015 um 14 Uhr im Astoria-Saal der vhs

Dieser zweistündige Workshop ermöglicht es den Teilnehmenden sich in Dialogform mit der medialen Repräsentation sowie der eigenen Wahrnehmung von People of Colour (POCs) auseinanderzusetzen. Der Critical Whiteness Ansatz verfolgt dabei das Ziel, Rassismus zu verstehen,indem man seine eigene gesellschaftliche Position und Prägung erkennt und kritisch hinterfragt.

Der Workshop richtet sich an all Diejenigen, die sich wünschen, eigene Stereotype zu überwinden und sich gegen rassistische Strukturen positionieren zu können.

http://www.afrikafestivalamsee.awoli.org/

http://www.bridginggaps-sa.com/

Drohende Abschiebung aus Konstanz

Fünf Erwachsenen und sieben minderjährigen Kindern aus Serbien und Makedonien droht bis zum Monatsende die Abschiebung aus Konstanz. Trotz des Einsatzes zahlreicher KonstanzerInnen für diese Familien lässt das Regierungspräsidium keinen Aufschub zu.

Das baden-württembergischen Innenministerium unter Reinhold Gall (SPD) zeigt sich hart und möchte nicht einmal das Ende des laufenden Schuljahres abwarten. Drei der Kinder gehen zur Geschwister Scholl Schule, zwei besuchen Konstanzer Grundschulen.

In den angeblich „sicheren Herkunftsländern“ erwarten die Roma-Familien Mehrfachdiskriminierungen und damit „sehr wohl eine Verfolgung im Sinne des Grundrechtes auf Asyl“ wie Jürgen Weber, Vorstand des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg, betont. Den Kindern wäre in Zukunft der Zugang zu Bildung verwehrt. Der Arbeitskreis Roma-Solidarität verweist zusätzlich auf die bewaffneten Unruhen der letzten Tage in Mazedonien.

Jürgen Weber erinnert daran, dass „Deutschland die Verfolgung und Ermordung von rund 500.000 Sinti und Roma in Europa zu verantworten hat“.

Hier die ausführliche Pressemitteilung des Arbeitskreis Roma Solidarität vom 12.5.2015

Quelle: http://abschiebestoppkn.blogsport.de/

8. März 2014: Zürcher Frauendemo

Die Demonstration des Frauenbündnis Zürich steht heuer unter dem Motto „Care-Arbeit kollektivieren – Kapitalismus entsorgen! Frauendemo am internationalen Frauenkampftag.“ Besammlung ist am Samstag, den 8. März 2014, 13 Uhr 30, auf dem Hechtplatz in Zürich

Ein roter Großvater erzählt!

Unter diesem Motto setzen wir am Samstag, den 15.03.2014 um 15.00 im Arbeitslosenzentrum der Arbeiterwohlfahrt KV Konstanz e.V., Heinrich-Weber-Platz 2 in Singen unsere Veranstaltungsreihe fort.

Heinz Haller stammt aus einer Arbeiterfamilie in Schwenningen und erzählt aus seinem Leben. Froh darüber, den Krieg unbeschadet überlebt zu haben kam er vom Christlichen Verein junger Männer zur Freien Deutschen Jugend !

Er erzog vier Kinder und war Betriebsleiter großer mittelständischer Unternehmen, aktiver Gewerkschafter und Mitglied der KPD, später wurde er Unternehmer.

Diese Reihe bietet die Möglichkeit, direkt mit Zeitzeugen zu reden. Wer schon immer wissen wollte, wie Menschen das Kriegsende, die deutsche Wiederbewaffnung, die Kubakrise, den Mauerbau im kalten Krieg oder ihren Fall persönlich erlebt haben, ist herzlich eingeladen.

Diesmal geht es um die IG Metall, die Freie Demokratische Jugend und die Kommunistische Partei Deutschland in Südbaden und Villingen-Schwenningen. Die KPD wurde 1956 verboten. Ihre Mitglieder wurden verfolgt, viele saßen unter Adenauer jahrelang im Gefängnis. Was waren die Ziele und Aktivitäten? Weshalb wurden sie verboten?

Über eine rege Beteiligung mit Fragen, Anmerkungen und eigenen Erlebnissen freuen wir uns.

Veranstalter: Arbeitslosenzentrum Singen, Marxistischer Gesprächskreis Konstanz Singen

Stadtführung: Aspekte jüdischer Geschichte in Überlingen

Stadtführung von und mit dem Historiker Oswald Burger im Rahmen der 4. Jüdischen Kulturtage in Überlingen. Die Führung beginnt am Sonntag, 13.10.2013, 14:00 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Gebäude der heutigen Überlinger Bauverwaltung (Bahnhofstr. 4)

Die mittlerweile traditionelle Stadtführung zu Aspekten jüdischer Geschichte in Überlingen beginnt in diesem Jahr am 13.10. um 14:00 Uhr vor der heutigen Überlinger Bauverwaltung (Bahnhofstr. 4). Der Historiker Oswald Burger führt die Teilnehmer/innen von dort aus über Münsterstraße, Aufkircher Straße, Friedhof und St. Ulrich-Straße zum Städtischen Museum.

Das Gebäude der heutigen Überlinger Bauverwaltung war früher Sitz des Badischen Bezirksamtes bzw. des Landratsamtes. Hier lebte und arbeitete bis 1930 der hoch geschätzte jüdische Landrat Wilhelm Levinger mit seiner Familie. Stolpersteine erinnern heute an die ehemaligen Bewohner des Hauses.

Vor dem einstigen Wohn- und Geschäftshaus der Familie Levi an der Münsterstraße 12 berichtet der Historiker Oswald Burger von der angesehenen jüdischen Familie, die 1939 von den Nationalsozialisten aus der Stadt gedrängt wurde. Ab Mai 2014 werden auch hier Stolpersteine an jüdisches Leben erinnern.

Anschließend geht der Weg in die Aufkircher Straße, wo der Schuhmacher Josef Banschik wohnte und seine Werkstatt hatte, bis die Nationalsozialisten ihm und seiner Familie 1939 durch Berufsverbot die Lebensgrundlage entzogen und in die städtische Armenfürsorge trieben.

Auf dem Überlinger Friedhof zeigt Oswald Burger den Teilnehmer/innen eine Reihe jüdischer Gräber, u. a. der Familie Levinger, der Familie Haas und von Else Weill sowie das neu errichtete Grab mit mittelalterlichen Gebeinen.

In der St. Ulrich-Straße erinnert der Historiker an ein spätmittelalterliches Judenpogrom, das zum Ausgangspunkt einer lokalen Heiligenlegende wurde.

Den Schluss der Stadtführung bilden die mittelalterlichen jüdischen Grabmale im Garten des Städtischen Museums. Sie zählen zu den ältesten und kostbarsten Zeugnissen ihrer Art in Baden-Württemberg.

4. Jüdischen Kulturtage Überlingen 2013

Vom 10. bis 13.10.2013 finden die diesjährigen jüdischen Kulturtage in Überlingen statt. Das unglaublich umfangreiche und vielfältige Kulturprogramm bietet Fotoausstellungen, Klezmer-Konzerte, Kammermusik, Gesangs-Workshops, Filmvorführungen, Vortragsveranstaltungen und Lesungen. Einige Events finden in der Schule statt, für andere sind Einladungen erforderlich. Das gesamte Programm mit ausführlichen Beschreibungen findet sich unter Programm der 4. Jüdischen Kulturtage in Überlingen.

Proteste nach Räumung des Gezi-Parks, Istanbul

Radio Livestream vom Taksim-Platz: http://www.geziradyo.org/ (türkisch/englisch)

Quelle: http://gezipark.nadir.org

Ausstellung und Vernissage der iranischen Künstlerin Pooneh

Vernissage Samstag, 20.04.2013, 18 Uhr
Einführung: Gisela Pook
Musik: Johanna Dammert (Harfe)

Ausstellung 21.04. – 01.05.2013
Kulturzentrum am Münster, Gewölbekeller
Wessenbergstraße 43, 78462 Konstanz

Öffnungszeiten: Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa + So 10 – 17 Uhr
Veranstaltet vom Kulturbüro Konstanz, Tel. 07531 900 900

Pooneh über sich und ihr Werk:

Seit Jahren male ich Frauengestalten, außer in der kurzen Phase in der ich Bäume gemalt habe. Das waren zeichenhafte Einzelbäume von Teheran, der Stadt, die ich einst geliebt habe. Heute hat sie all ihre lieben Merkmale, so auch die besonders schönen Bäume vergessen. In meiner Malerei habe ich zuerst unbewusst eine schöne, selbst gewollte Einsamkeit dargestellt. Und damit fahre ich fort. Die Bäume waren auch allein, neben einem alten verlassenen Gebäude, das auf seinen Abriss wartete, oder neben einer bröckelnden Mauer.

Obwohl es ein trauriger Anblick ist, bekommt es doch eigene Schönheit. Das nehme ich in meinen weiteren Bildern auf. Die nackten Frauen, halb – versteckt in Mustern im, Dunkeln. Als eine Frau im Mittleren Alter ging es mir dazu gerade eben diese Schönheit zu zeigen. Diesmal aber in Verknüpfung mit Teppichmustern im symbolischen Sinne, eine Verknüpfung von Schönheit und Tradition, die durch das Zusammenkommen schöpferischer Kraft der Frauen entsteht, was nicht so offensichtlich ist. Die Frauen, die Wünschen und Wollen gleich andern Frauen haben. Das Wünschen und Wollen, das diese Frauen mit allen Frauen teilen, ist darin verborgen und dem Käufer nicht sichtbar.

Darin finde ich mich selbst wieder. Eine Frau mit Wünschen und Errungenschaften, aber in einer geschlossenen Gesellschaft, voller Vergeblichkeiten, die , die Hoffnung an Leben wie Schönheit nicht aufgibt.

Ich wollte nicht verbittert und düster malen. Und so habe ich die Zusammenstellung: Vergebliche Schönheit genannt.

Ich wollte, dass jedes einzelne Bild schön wird und doch meine Botschaft trägt.

Ich wollte nicht erotisch oder gar sexy malen und Ich war sehr bedacht welche Figur und welche Farbe ich wähle.

Meine Absicht war das Gefangensein weiblicher Schönheit und Sorge in der Tradition zum Ausdruck zu Bringen.

Fritz Besnecker – ein Nachruf

F r i t z B e s n e c k e r

10.4.1929 – 24.3.2011

Ein aktives und kampferfülltes Leben ging zu Ende. Nach seinem schweren Herzinfarkt 1990 gaben ihm die Ärzte keine große Lebenserwartung mehr.

Seine Leben war geprägt von den großen und kleinen Aktionen der Friedensbewegung gegen die atomare Bewaffnung der Bundesrepublik, dem Atomtod, der Raketenstationierung und der antifaschistischen Bewegung im Kampf gegen alte und neue Nazis. Darauf war er stolz.

Aus sozialdemokratischem Elternhaus kommend war er in frühester Jugend Kommunist und so Mitglied der FDJ und der KPD geworden. 1968 wurde er Mitbegründer der DKP.

Nach längerem Gefängnisaufenthalt wegen seiner führenden Tätigkeit in der FDJ setzte er seinen Kampf für Frieden, Demokratie und Sozialismus als Funktionär in der dann nach 1956 illegalen KPD fort. Nach 1968 war er lange im Bezirksvorstand der DKP Baden-Württemberg aktiv. Von 1975 – 1989 war er Landessekretär der VVN/BdA Baden-Württemberg. Seinem unermüdlichen Einsatz war es zu verdanken dass die VVN/BdA in Baden-Württemberg ihre politische Isolierung durchbrechen und viele neue Mitglieder -vor allem aus den Gewerkschaften- gewinnen konnte. Seinen Lebensbericht „Das widerständige Leben des Fritz B.“ konnte er noch rechtzeitig fertigstellen (Pahl-Rugenstein-Verlag).

Nachdem sein gestresstes Herz in der politischen Umbruchsituation 1989/1990 förmlich zerbrach zwang ihn zusätzlich eine schwere Herzoperation kürzer zu treten.

Über 20 Jahre nahm unser Fritz noch regen Anteil am politischen Geschehen, konnte Versammlungen besuchen und arbeitete trotz angeschlagener Gesundheit aktiv in der Geschichtswerkstatt Singen und der VVN-BdA Konstanz-Singen mit.

Er wird uns fehlen, seine Menschenfreundlichkeit und Klugheit. Fehlen wird seine große politische Erfahrung. Er wird uns aber auch als Mensch fehlen, mit dem wir viele fröhliche Stunden verbringen durften, geachtet auch vom politischen Gegner.

Fritz war zutiefst davon überzeugt, dass es die Enkel besser ausfechten werden. Der Sieg des Kapitalismus 1989/1990 in Europa kann nur vorübergehender Natur sein. Die Geschichte hat dazu das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Wie gerne hätte er mit uns noch lange für einen erneuten Anlauf zu einem modernen Sozialismus gestritten.

Leider durfte er die historische Niederlage der CDU/FDP in Baden-Württemberg nicht mehr erleben.

Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, vor allem unserer Genossin Roswitha, die in den letzten Jahren alles getan hat, damit unser Fritz – trotz angeschlagener Gesundheit – noch viele schöne Jahre verbringen konnte.

Anstatt Blumen- und Kranzgeschenken bittet die Familie im Sinne des Verstorbenen um eine Spende an die VVN/BdA Konstanz-Singen (Konto Nr. 3642303 bei der Sparkasse Singen-Radolfzell BLZ 69250035). Die Beerdigung findet am Freitag, den 8. April 2011 um 14.30 am Waldfriedhof Singen/Hohentwiel statt.

DKP Bodensee – Hochrhein

Offener Falkentreff im April

Offener Falkentreff Januar Februar 2011

Siehe auch http://falken-konstanz.de.vu

Seminar in Tübingen: „Die Politik und das Politische. Ansätze zu einer Theorie radikaler Demokratie“

Lange Zeit dominierte in der politischen Theorie der Versuch, demokratische Herrschaft durch Rückgriff auf transzendentale Vernunft- und Rechtsprinzipien zu legitimieren. In der Logik der Repräsentation konnte die Selbstherrschaft des demos nur in der externen Figur des Souveräns zusammengefasst gedacht werden. Die repräsentative Demokratie erscheint so als Endpunkt der demokratischen Selbstermächtigung der Bürgerinnen und Bürger.

Dieses Modell wird praktisch in Frage gestellt. Die Auseinandersetzungen um “Stuttgart 21” sind das bekannteste Beispiel, an dem sich die Unzufriedenheit vieler mit einem System zeigt, das die Kluft zwischen Regierenden und Regierten immer größer werden lässt und in dem der demokratische Anspruch auf eine „Legitimation durch Verfahren“ zusammen schrumpft.

Noch radikaler wird das traditionelle Modell politischer Repräsentation in aktuellen Entwürfen kritischer Sozialphilosophie und politischer Theorie in Frage gestellt. Unter Rückgriff auf republikanische Denktraditionen etwa bei Hannah Arendt und die Immanenzphilosophie Spinozas stellen radikaldemokratischer AutorInnen wie Claude Lefort, Ernesto Laclau, Chantal Mouffe, Etienne Balibar oder Jacques Rancière diesem ein Verständnis des Politischen entgegen, das die konstituierende Macht der sich frei versammelnden Individuen in den Mittelpunkt stellt. Demokratie wird so als unabschließbare Aufgabe verstanden, die sich nicht in Institutionen stillstellen lässt, sondern auf praktischer Ebene nach einer ständigen Demokratisierung von Bürokratie, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft, nach einer Erweiterung von Partizipationschancen sowie nach einer Politik größtmöglicher Inklusivität verlangt.

Im Seminar wollen wir anhand ausgewählter Originaltexte uns mit diesem Denken auseinandersetzen und nach seiner praktischen Relevanz fragen. Das Seminar soll durch die TeilnehmerInnen aktiv gestaltet werden. In Arbeitsgruppen sollen die Texte in Gruppenarbeit vorbereitet und anschließend im Plenum präsentiert und diskutiert werden.

Vorkenntnisse sind keine nötig.

Die Seminartexte und der Seminarplan werden den TeilnehmerInnen bei
Anmeldung kostenlos zur Verfügung gestellt.

Seminarort: Tübingen | Alte Archäologie, Übungsraum | Nauklerstr. 2

Seminarzeiten: Fr., 10.12., 17 – 20 Uhr | Sa., 11.12., 10 – 13 Uhr und 14
– 18 Uhr | So., 12.12., 10 – 13 Uhr

Anmeldung:
bis zum 06. Dezember an Alexander Schlager:
schlager@rosalux.de | Tel. 0711 99 79 70 90 | Fax 0711 99 79 70 91

Gemeinsame Veranstaltung mit dem DGB-Hochschulinformationsbüro Reutlingen/Tübingen

Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg
Forum für politische Bildung und Kultur e.V.
Ludwigstr. 73A | 70176 Stuttgart
Tel. 0711 99 79 70 -90 | Fax -91 | Mobil 0176 21 62 39 91
www.rls-bw.de | www.rosalux.de | post@rls-bw.de