Vortrag „Ständig in Angst gelebt“

Vortrag von Prof. Dr. Erhard R. Wiehn zum Thema: „Ständig in Angst gelebt. Else Büchler über ihr Leben als Jüdin während der NS-Zeit in Konstanz 1933–1945“ am Montag, 4. November 2019, um 19:30 Uhr im Wolkensteinsaal, Kulturzentrum am Münster, Konstanz

1988 hat Prof. Wiehn ein langes Interview mit Else Büchler über ihr Leben während der Schreckensjahre des Nationalsozialismus in Konstanz geführt. Sie war Jüdin und hat nur überlebt, weil sie in einer „privilegierten Mischehe“ lebte. Sie wurde deswegen 1940 nicht nach Gurs deportiert.

Ihr Mann Ludwig Büchler war Baumeister bei der Stadt Konstanz. Wiederholt forderte Bürgermeister Leopold Mager Büchler auf, sich von seiner jüdischen Frau zu trennen. Doch Büchler blieb standhaft und hat damit seiner Frau das Leben gerettet.

Die meisten der 1940 nach Gurs deportierten Konstanzer Jüdinnen und Juden wurden 1940 in Auschwitz ermordet. Wie Else Büchler diese Schreckensjahre erlebte, wie die Konstanzer Bevölkerung sich ihr gegenüber als Jüdin verhielt, welche Schikanen ihr Mann auszuhalten hatte – darüber gibt Else Büchler beredt Auskunft.

Else Büchler war eine wichtige Zeitzeugin. Sie verstarb im Jahr 2000 in Konstanz. Am 1. November wurden unter anderem für Else Büchler und ihren Mann Ludwig Büchler Stolpersteine in Konstanz verlegt.

Moderation: Dr. Uwe Brügmann

Quelle: https://stolpersteine-konstanz.de

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Konstanz.

Eintritt: frei

Begleitveranstaltung zur diesjährigen Verlegung weiterer 10 Stolpersteine in Konstanz am Freitag, 1. November ab 9.00 Uhr


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