Warum die Juden – moderner Antisemitismus

Veranstaltung mit Jutta Ditfurth am Donnerstag, 11. Mai, 19:30 Uhr, im Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, Zürich

AntisemitInnen verstehen einander auf einem Abstraktionsgrad, der 2.000 Jahre gereift ist. Über „den Juden“ müssen AntisemitInnen nur noch raunen, sie müssen jüdische Menschen nicht einmal mehr erwähnen, die judenhassende Botschaft wird von ihren AnhängerInnen dennoch begriffen. Alle alten antijüdischen Stereotype haben sich erhalten – bei Nazis und RechtspopulistInnen ohnehin, bei sich als Demokraten verstehenden BürgerInnen, aber auch in bestimmten Fraktionen der Linken.

Heute sickern im Schatten der grossen rassistischen Welle alle Spielarten des Judenhasses in neue soziale Milieus. Sie schleppen alle alten Formen des Antisemitismus mit sich und die existieren heute alle gleichzeitig: vom christlichen Antijudaismus über den rassistischen und den strukturellen, den schuldabwehrenden bis zum neueren antizionistischen Antisemitismus. Auch die alten Hass-Bilder haben die Jahrhunderte überlebt, manchmal in neuem Gewand: Jüdinnen und Juden als Christusmörder, als fädenziehende Weltherrscher, als Brunnenvergifter und Kindsmörder, als wurzel- und heimatlose Intellektuelle und revolutionäre KosmopolitInnen.

- Warum die Juden? Christlicher Antijudaismus als Quelle.
- Luther war die Pest.
- Märchen & Mythos: Romantischer Antisemitismus.
- Kant, Marr und die anderen: Als die Juden zur „Rasse“ gemacht wurden.
- Mörderische Spielarten des modernen Antisemitismus.
- Die Wiederkehr des Völkischen.
- Molotowcocktails gegen eine Synagoge als „Israelkritik“: Antisemitismus in gebildeten Kreisen.
- Vom Niedergang des radikalen Humanismus: Antisemitismus in linken Strömungen.
- Alternativer Antisemitismus a la KenFM: „Israel strebt in Palästina die Endlösung an.“
- „BDS-Kampagne“: christliche Wurzeln, internationale linke Unterstützung. Erklärtes Ziel: die Vernichtung Israels.
- Perspektiven?

* Boycott, divestments, sanctions. Gemeint ist der umfassende Boykott Israels.


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