Vortrag über Ludwig Finckh und Szenische Lesung „Sonnwend“ von Gerd Zahner

Kritischer Abend zu Ludwig Finckh mit zwei Vorträgen und einem Theaterstück im Hesse Museum Gaienhofen am Freitag, 18. November, 19 Uhr.

Gerhard Zahners Bühnenstück „Sonnwend“ über den Gaienhofener Arzt, Schriftsteller und NSDAP-Propagandisten Ludwig Finckh (1876 – 1964), das im Juni 2015 Premiere hatte, kommt im Hesse Museum Gaienhofen nochmals zur Aufführung. In einer szenischen Lesung, begleitet von Haro Eden (Klarinette) sucht der Schauspieler und Sprecher Josef Vossenkuhl als Ludwig Finckh wieder die Nähe zu Hermann Hesse, um nach 1945 von dessen Popularität für seine eigenen Schriften zu profitieren. Hesse lehnte den einstigen Freund aus Tübinger und Gaienhofener Jahren ab. Bereits 1920 plädierte Finckh in seinen Büchern für „Rassenhygiene“ und „Rassenreinheit“ und wurde Mit- und Vordenker nationalsozialistischer Gedanken.

Im Anschluss an die Lesung stellt Wolfgang Proske den 2016 von ihm herausgegebenen Band „NS-Belastete aus dem Bodenseeraum“ aus der Reihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ vor. In dem Buch werden 20 Biografien einschlägig belasteter Personen erläutert.

Markus Wolter, einer der Autoren, spricht über seinen Beitrag: Dr. Ludwig Finckh: „Blutsbewusstsein“, der Höri-Schriftsteller und die SS.

Eintritt: 10 € (ermäßigt 8 €)

Quelle: Hesse Museum Gaienhofen