„Drei Frauen, drei Generationen. Anders sein – jüdisch sein“

Zeitzeugengespräch und Filmvorführung mit Eva Szepesi am 18.7.2016 um 19:30 Uhr im Wolkensteinsaal, Kulturzentrum am Münster, Wessenbergstrasse 41-43

Eva Szepesi war 11 Jahre alt, als die Deutschen im März 1944 in Ungarn einmarschierten und innerhalb weniger Monate Hunderttausende ungarische Juden in die Vernichtungslager deportierten und ermordeten. Eva wurde von ihrer Mutter mit falschen Papieren in die Slowakei geschickt und konnte sich einige Zeit bei verschiedenen Helfern verstecken.

Schließlich wurde jedoch auch sie nach Auschwitz deportiert, wo sie schwer krank und völlig entkräftet am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit wurde.

Es sollte noch Jahrzehnte dauern, ehe es Eva Szepesi gelang, über ihre Erinnerungen zu schreiben und über das Erlebte zu sprechen.

2015 präsentierte ihr 15–jähriger Enkel im Rahmen eines Schülerwettbewerbs einen Doku­men­tarfilm »Drei Frauen, drei Generationen. Anders sein – jüdisch sein«, in dem er seine Schwester, seine Mutter und die Großmutter porträtiert und den Umgang mit der eigenen Familiengeschichte aus seiner Perspektive vorstellt.

An diesem Abend werden wir im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs gemeinsam mit Eva Szepesi auch den Film des Enkels anschauen.

Quelle: http://www.stolpersteine-konstanz.de/