„Adelante Libertad“ Spanienfreiwillige vom Hochrhein zwischen Bodensee und Basel von 1936 bis 1939

Vortrag von Brigitte und Gerhard Brändle am 12.7.2016 um 19:30 Uhr im Astoriasaal, VHS Konstanz-Singen e.v. (Katzgasse 7), Konstanz

Musikalische Begleitung: Cornelia Berthold (Violine), Alex Hanßmann (Oboe, Schagzeug), Philipp Heizmann (Gesang, Akkordeon), Stefa Moelkner (Kontrabass)

Im Sommer vor 80 Jahren putschten in Spanien Militärs unter General Franco gegen die demokratisch gewählte Volksfront-Regierung. Unterstützt wurden die Putschisten von Hitler-Deutschland mit den Nazi-Söldnern der „Legion Condor“ und Truppen des faschistischen Italien.

Über 35.000 Freiwillige aus 53 Ländern eilten der bedrohten Republik zu Hilfe. Über 20 Anti­faschisten kamen vom Hochrhein, aus Lörrach, Säckingen, Waldshut, Tuttlingen und auch aus Konstanz. Sie waren Gewerkschafter, Kommunisten, Naturfreunde, Sozialdemokraten oder parteilos. In Milizen der Anarchisten oder in den Internationalen Brigaden kämpften sie mit der Waffe oder arbeiteten als Sanitäter.

Von Willy Brandt, der für die Sozialistische Arbeiterpartei 1937 in Spanien war, stammt die klarsichtige Einschätzung des Charakters dieses Kriegs: „Der große Krieg kann nicht verhindert werden, wenn man den ‚kleinen‘ verloren gehen lässt. Die kommende Welt­ent­scheidung zwischen Faschismus und Sozialismus erlebt heute in Spanien eine Vorent­scheidung.“

Die Veranstaltung beruht auf noch unveröffentlichten Forschungen, sie stellt Biografien der vergessen gemachten Widerstandskämpfer vor, auch über das Jahr 1939 hinaus. Fotos der Freiwilligen und ihre Lieder sind eingebettet in Erläuterungen auch zur Vor- und Nach­geschichte.

Trotz der Distanz von 80 Jahren stellen sich heute ähnliche Fragen: Waffen­exporte an Mörderregime? Wirtschaftspartnerschaft mit Diktatoren? Abschreckung von Flüchtlingen?

Quelle: http://stolpersteine-konstanz.de