„Euthanasie“ in Baden am Beispiel der seinerzeitigen Heil- und Pflegeanstalt bei Konstanz.

Vortrag von Dr. Gabriel Richter, Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Reichenau am 28.6.2016 um 19:30 Uhr in der Teggingerschule, Teggingerstr. 3, Radolfzell

Mit den für den 2. Juli geplanten Stolpersteinverlegungen für Albertine Hässig, Walter Josef Böhler, Frieda Armbruster und Berta und Elisabeth Welschinger wird 2016 an weitere fünf Radolfzeller Opfer der zehntausendfachen NS-„Euthanasie“- und Krankenmorde 1940/41 erinnert, die nach der Adresse der Berliner Planungs- und Organisationszentrale (Tiergartenstr. 4) unter dem Tarnnamen „T4“ durchgeführt wurden.

Mit Ausnahme der „Pfleglinge“ der St. Josefsanstalt Herten – Walter Josef Böhler (1934-1940), Elisabeth Welschinger (1931-1940) und Helmut Ernst Waller (1920-1940) – waren die Radolfzeller „Euthanasie“-Opfer PatientInnen der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Reichenau, bevor sie 1940 in der NS-Tötungsanstalt Grafeneck ermordet wurden.

Vor diesem Hintergrund lädt die Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“ zu einem Vortrag ein, der die regionalen Strukturen und Dimensionen der „Aktion T4“ am Beispiel der Heil- und Pflegeanstalt Reichenau beleuchtet.

Im Anschluss wird die Möglichkeit zu einer Diskussion sein.

Quelle: http://stolpersteine-radolfzell.de