Die griechische Krise, die Migration und das Europa der Konzerne und Banken

Veranstaltung mit Winfried Wolf am Dienstag, 21. Juni, 20 Uhr im Kulturzentrum (Astoria-Saal), Katzgasse 5-7, Konstanz

DIE LINKE, die Linke Liste Konstanz und die DKP laden zu einer Veranstaltung ein, die sich mit einem Thema beschäftigen wird, das im vergangenen Jahr auch in Konstanz nicht nur Linke bewegte: Damals bot die neugewählte Syriza-Regierung der EU-Troika die Stirn und wehrte sich gegen die von Merkel und Schäuble diktierte Austeritätspolitik, die ein breite Spur sozialer Verheerungen im Land hinterlassen hatte. Ein vergeblicher Versuch, wie wir wissen, Konzern-Europa zwang das Land in die Knie, auch wegen der Schwäche linker Bewegungen im restlichen Europa. Heute ist Griechenland aus den Schlagzeilen verschwunden und auch linke Politikschwerpunkte haben sich längst auf andere Schauplätze verlagert. Wir haben den Publizisten Winfried Wolf, u. a. Chefredakteur der Zeitschrift „Lunapark 21″ und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac, nicht trotzdem sondern gerade deshalb zu einer Veranstaltung zur griechischen Krise eingeladen.

Winfried Wolf stellt in seinem neuen Buch, das er gemeinsam mit dem griechischen Journalisten Nikos Chilas geschrieben hat, die aktuelle griechische Tragödie, die mit der Durchsetzung des EU- und IWF-diktierten Austeritätsprogramms noch lange nicht beendet ist, in einen historischen Kontext. Er spürt den deutsch-griechischen Beziehungen bis ins Jahr 1941 nach, als die Wehrmacht das Land besetzte. Griechischen Forderungen nach Reparationszahlungen und Wiedergutmachung wichen Bonn und Berlin beharrlich aus; und als 2001 eine Athener Gerichtsvollzieherin mit einem höchstgerichtlich bestätigten Urteil vor dem griechischen Goethe-Institut auftauchte und die Einrichtung konfiszieren wollte, intervenierte Deutschland politisch dagegen.

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Quelle: http://die-linke-konstanz.de