Feministischer Antifa Kongress

Dieses Wochenende, vom 20. – 22.5.2016, findet in Hamburg der Feministische Antifa-Kongress statt. Er ist offen für alle Geschlechter. Mehrere Hundert Aktivist*nnen werden an Vortägen, Workshops und Diskusionen teilnehmen.

Aus dem Flyer:

Antifa ist eine Notwendigkeit. Immer – und besonders jetzt! Wir wollen dem sich ausbreitenden Rechtspopulismus in Europa und stärker werdenden Nazi-Gruppierungen, wie Kameradschaften und den Identitären, etwas entgegensetzen. Obwohl Hamburg lange als Antifa-Hochburg galt, ist auch hier verstärkte Aktivität von Nazis zu sehen und zu spüren. Spätestens, wenn die Innenstadtbezirke verlassen werden und sich in den Randbezirken, dem Speckgürtel um Hamburg herum oder in den Dörfern und Kleinstädten in Norddeutschland bewegt wird, sind rechtsradikale Meinungen verbreitet und akzeptiert. Für uns bedeutet Teil der Antifa-Bewegung zu sein aber nicht nur Nazis hauen, sondern die gesamte Gesellschaft zu kritisieren. Eine Gesellschaft, die von verschiedenen Mechanismen, wie Kapitalismus, Nationalismus, Rassismus, Sexismus und vielen weiteren durchdrungen ist. Da diese Mechanismen unterschiedliche Menschen betreffen und sich überschneiden und ineinander verstricken, unterdrücken sie Menschen auf sehr unterschiedliche und vielfältige Art. Diese Mechanismen möchten wir kritisieren und angreifen. Aber nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in unseren eigenen Gruppen können wir solche Strukturen, wie Sexismus erkennen. Feminismus wird oft als Nebensache abgetan und belächelt. Wir möchten uns auf diesem Kongress damit beschäftigen, warum Antifa-Gruppen oft von weißen Mackern dominiert werden und welche Barrieren es für Frauen* in der Antifa gibt. Desweiteren wollen wir uns mit strukturellem Sexismus und der Frage warum Antifa für einige Männer* als Bühne für die Darstellung ihrer Männlichkeit gesehen wird auseinandersetzen. Gemeinsam wollen wir Perspektiven für eine feministische, gesellschaftskritische Antifa entwickeln, um das zu bekämpfen, was unseren Vorstellungen von einem freien Leben entgegensteht.

Infos zum Selbstverständnis der Organisator*nnen, zum Programm und zur Schlafplatzbörse gibt es unter https://fantifakongress.noblogs.org/


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