7.5.2016.: Dem rechten Aufmarsch am Singener Hallenbad entgegentreten!

Der gesamte Landkreis Konstanz mobilisiert für den 7.5.2016 gegen den Aufmarsch einer rechten, rassistischen Bürgerwehr am Singener Hallenbad.

Nach wochenlangem Hin und Her haben die Rechten ihre „Merkel-muss-weg“-Kundgebung nun für den 7.5. in der Zeit von 15 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Singener Hallenbad (Waldeckstr. 4) angemeldet. Sie haben dort einen räumlich und akustisch ziemlich abgelegenen Platz zugewiesen bekommen, weit außerhalb der Singener Innenstadt, wo an dem Samstag parallel ein großer Jugendflohmarkt stattfinden soll.

Diese aus Sicht der Rechten mangelhafte Örtlichkeit haben sich die Rechten vor allem mit ihrer dilettantischen Nutzung von sozialen Online-Netzwerken selbst eingebrockt, wo sie ihre angestrebten Orte und Zeiten des Aufmarsches veröffentlichten, lange bevor sie dann zur Anmeldung schritten. Zweimal hatten sie dann das Nachsehen, als ihnen diverse Gegenbündnisse just diese Orte vor der Nase wegschnappten, indem sie dort einfach vor den Rechten eigene Veranstaltungen anmeldeten.

Das Bündnis Singen Nazifrei ruft jetzt ebenfalls am 7. Mai, aber genau zwei Stunden früher als die Rechten, zu einer Gegenkundgebung in der Singener Innenstadt auf. Sie findet in der Fußgängerzone, und zwar in der Scheffelstraße Ecke Ekkehardstraße statt. Auftakt der Veranstaltung ist um 13 Uhr. Diese Kundgebung ist als Informationsort und Kristallisationspunkt für Gegnerinnen und Gegner der rechten Bürgerwehr gedacht, keineswegs als Ersatz für wütende Proteste gegen Rechts am Singener Hallenbad.

Die Mobilisierung läuft inzwischen auf Hochtouren. Die Flyer mit dem Motto „Aufstehen gegen Rassismus“ sind fertig und werden bereits in mehreren Städten im Landkreis Konstanz unter die Leute gebracht. Heute abend wurden bereits zahlreiche Flyer auf der Demo gegen das ECE-Center in Singen verteilt. Auf sämtlichen 1. Mai-Demos und -Feiern zw. Konstanz und Villingen-Schwenningen werden kommendes Wochenende die aktiven GewerkschafterInnen der Region aktuelle Informationen über den Stand der Dinge erfahren. Schon jetzt ist klar, dass die Flyerauflage nicht ausreicht und dass nachgedruckt werden muss.

Im Februar letzten Jahres hatte bereits die NPD zu einer rassistischen Demonstration unter dem Motto „Asylflut stoppen“ in die Singener Innenstadt aufgerufen. Nur etwa 40 Neonazis waren dem Aufruf gefolgt. Die Polizei prügelte ihnen dennoch einen Weg durch eine etwa 10-mal so große Menge von GegendemonstratInnen frei.

Mehr dazu bei LinksRhein:

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