Archiv für April 2016

7. Mai 2016: Gedenkfeier für die Opfer von Faschismus und Krieg auf dem KZ-Friedhof Birnau

Auf dem KZ Friedhof ruhen die sterblichen Überreste von 170 ehemaligen KZ-Insassen, die während des 2. Weltkriegs als Zwangsarbeiter im Überlinger Stollen zu Tode kamen. Die jährliche Gedenkfeier findet dieses Jahr am Samstag, 7. Mai 2016, um 16:00 Uhr statt. Bereits um 13.30 Uhr findet eine Führung durch den Goldbacher Stollen mit Oswald Burger statt.

7.5.2016.: Dem rechten Aufmarsch am Singener Hallenbad entgegentreten!

Der gesamte Landkreis Konstanz mobilisiert für den 7.5.2016 gegen den Aufmarsch einer rechten, rassistischen Bürgerwehr am Singener Hallenbad.

Nach wochenlangem Hin und Her haben die Rechten ihre „Merkel-muss-weg“-Kundgebung nun für den 7.5. in der Zeit von 15 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Singener Hallenbad (Waldeckstr. 4) angemeldet. Sie haben dort einen räumlich und akustisch ziemlich abgelegenen Platz zugewiesen bekommen, weit außerhalb der Singener Innenstadt, wo an dem Samstag parallel ein großer Jugendflohmarkt stattfinden soll.

Diese aus Sicht der Rechten mangelhafte Örtlichkeit haben sich die Rechten vor allem mit ihrer dilettantischen Nutzung von sozialen Online-Netzwerken selbst eingebrockt, wo sie ihre angestrebten Orte und Zeiten des Aufmarsches veröffentlichten, lange bevor sie dann zur Anmeldung schritten. Zweimal hatten sie dann das Nachsehen, als ihnen diverse Gegenbündnisse just diese Orte vor der Nase wegschnappten, indem sie dort einfach vor den Rechten eigene Veranstaltungen anmeldeten.

Das Bündnis Singen Nazifrei ruft jetzt ebenfalls am 7. Mai, aber genau zwei Stunden früher als die Rechten, zu einer Gegenkundgebung in der Singener Innenstadt auf. Sie findet in der Fußgängerzone, und zwar in der Scheffelstraße Ecke Ekkehardstraße statt. Auftakt der Veranstaltung ist um 13 Uhr. Diese Kundgebung ist als Informationsort und Kristallisationspunkt für Gegnerinnen und Gegner der rechten Bürgerwehr gedacht, keineswegs als Ersatz für wütende Proteste gegen Rechts am Singener Hallenbad.

Die Mobilisierung läuft inzwischen auf Hochtouren. Die Flyer mit dem Motto „Aufstehen gegen Rassismus“ sind fertig und werden bereits in mehreren Städten im Landkreis Konstanz unter die Leute gebracht. Heute abend wurden bereits zahlreiche Flyer auf der Demo gegen das ECE-Center in Singen verteilt. Auf sämtlichen 1. Mai-Demos und -Feiern zw. Konstanz und Villingen-Schwenningen werden kommendes Wochenende die aktiven GewerkschafterInnen der Region aktuelle Informationen über den Stand der Dinge erfahren. Schon jetzt ist klar, dass die Flyerauflage nicht ausreicht und dass nachgedruckt werden muss.

Im Februar letzten Jahres hatte bereits die NPD zu einer rassistischen Demonstration unter dem Motto „Asylflut stoppen“ in die Singener Innenstadt aufgerufen. Nur etwa 40 Neonazis waren dem Aufruf gefolgt. Die Polizei prügelte ihnen dennoch einen Weg durch eine etwa 10-mal so große Menge von GegendemonstratInnen frei.

Mehr dazu bei LinksRhein:

Rechte Bürgerwehr macht Rückzieher am 24.4. in Singen

24.4.(jetzt 7.5.): Aufstehen gegen Rassismus in Singen

Gegen die „Merkel-muss-weg“-Demo am 24.4.2016 in Singen

Kundgebung von RassistInnen und Neonazis anlässlich des Merkelbesuchs in Radolfzell

Neuer Aufmarsch von WutbürgerInnen, RassistInnen und Neonazis am 7.3.2016 in Singen angekündigt

Radio LoRa: 1. Mai in Zureich

Radio LoRa sendet dieses Jahr zwei Tage lang live! vom Kaserneareal. Am Lora-Stand gibt es dieses Jahr ausserdem eine Hörstation mit Sendungen aus dem LoRa-Archiv.

Radio LoRa beteiligt sich am Polit-Programm vom 1. Mai mit einer von uns organisierten Veranstaltung. Diese findet am Samstag um 16 Uhr im Walcheturm statt. Es geht um die Selbstorganisation von Migrant_innen und Geflüchteten und wird moderiert von der interkulturellen Redaktion von Radio LoRa.

Was über 97,5 Megahertz an diesen zwei Tagen zu hören ist findet ihr im Tagesprogramm von Samstag und Sonntag.

Webradio: Live!

Quelle: http://www.lora.ch/

Kundgebung am AKW Neckarwestheim

Anlässlich des Jahrestages des Super-GAUs im AKW Tschernobyl ruft das Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim am Dienstag, 26. April, 20:00 Uhr zu einer Kundgebung am AKW Neckarwestheim auf.

Am 26. April 1986 kam es in Tschernobyl zu dem bis dahin nicht für möglich gehaltenen Super-GAU, der Radioaktivität über weite Teile von Europa verteilte. 33 Arbeiter und Feuerwehrleute starben unmittelbar in den Tagen danach den Strahlentod. Von den 800.000 sogenannten Liquidatoren, die in Tschernobyl zu Aufräumarbeiten eingesetzt wurden, sind inzwischen mindestens 110.000 verstorben (Quelle IPPNW, Gesellschaft für Strahlenschutz). Statistiken über Todesfälle bei den Evakuierten gibt es nicht.

Am 11. März. 2011 kam es infolge eines Erdbebens zu starken Beschädigungen an den sechs Atomkraftwerken in Fukushima. Mit dem nachfolgenden Tsunami führte dies in drei Reaktoren zur radioaktiven Kernschmelze. Die darauf folgende unkontrollierte, gesundheitsgefährdende Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung und das Meer dauert bis heute an.

Weiterlesen: Atomkraft – die tödliche Gefahr

Quelle: Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim

Film: Der Kuaför aus der Keupstraße

Dokumentarfilm von Andreas Maus über den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) und das unsägliche Verhalten der deutschen Ermittlungsbehörden gegenüber den Opfern des Kölner Nagelbombenattentats vom 9. Juni 2004. Einer der besseren Filme über den NSU-Komplex.

Läuft im Konstanzer Scala-Kino am So. 24.04., Mo. 25.04., Di. 26.04., Mi. 27.04., Do. 28.04., Fr. 29.04. und Sa. 30.04., jeweils um 18:30 Uhr.

Links:

Refugee Convoy – Schienenersatzverkehr für Flüchtlinge

Vortrag von Katerina Anastasiou und KurtO Wendt am Samstag, 23. April 2016 um 18 Uhr in der Shedhalle Zürich.

Als der Bahnverkehr zwischen Ungarn und Österreich zum Erliegen kam (bzw. gestoppt wurde), die Menschen nicht mehr weiter konnten und die Behörden nicht mehr weiter wussten, gab das nach einer ungarischen Widerstandskämpferin aus dem 2. Weltkrieg benannte Wiener Kollektiv ein praktisches Signal: Direkte Fluchthilfe.

Über 200 Fahrerinnen und Fahrer machten sich spontan auf den Weg an die österreichisch/ungarische Grenze und bildeten einen „Schienenersatzverkehr“: einerseits praktische Hilfe, andererseits ein Durchkreuzen der Migrationspolitik Europas. Über 400 Flüchtlinge konnten die Alpenrepublik sicher erreichen. Die Überschreitung der ungarisch-österreichischen Grenze wurde so zu einem Symbol für ein transnationales Verständnis Europas.

Katerina Anastasiou ist Aktivistin und Koordinatorin bei Change4all. Change4all befasst sich mit dem Monitoring und Mapping transnationaler Bewegungen.

KurtO Wendt (Kollektiv Erzsébet Szabó / Refugee Convoy – Schienenersatzverkehr für Flüchtlinge). Das Kollektiv ist Trägerin des Lisa Fittko Preises für Fluchthilfe in der Kategorie „Fluchthilfe konkret“.

Quelle: shedhalle.ch

Mobivortrag zur Gegenkundgebung beim AfD Bundesparteitag in Stuttgart

Am 30. April/1. Mai 2016 soll der Bundesparteitag der rechtspopulistischen AfD auf dem Stuttgarter Messegelände stattfinden. Am Donnerstag den 14. April laden die Falken Konstanz zu einer Mobiveranstaltung in den Radioraum, Beyerlestr. 1, Konstanz.

Der Einladungstext:

Am 30. April und 1. Mai möchte die rechtspopulisitsche AfD ihren Bundesparteitag in Stuttgart abhalten. Diese Partei zeichnet sich vor allem anderen durch verbale Hetze gegenüber Flüchtlingen aus. Aber verbale Attacken werden auch gegen Homosexuelle, Feministinnen, Linke geführt. Dazu kommt ein starkes Elitendenken und ein damiteinhergehender Sozialchauvinismus.

Doch gerade mit dieser ekelhaften Mischung konnte die AfD in den letzten Landtagswahlen zweistellige Wahlergebnisse erreichen und ist daher als rechte Kraft in die Parlamente eingezogen. Mit ihrer populistischen Hetze geben sie dem Rechtsruck der Deutschland seit den letzten Jahren erfasst hat eine wichtige Platform. Und heitzen noch mehr die Stimmung an, die sich in fast täglichen Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte, tätlichen Angriffen auf Migrant_innen und marodierenden rechten Hooligans äußert.

Diesen Hetzer_innen müssen wir entschieden entgegentreten, und wir werden versuchen einen kräftigen Protest an ihrem Bundesparteitag auf die Stasse zu bringen.

Es ist an der Zeit den Brandstiftern einzuheizen.

https://www.facebook.com/events/1012596408787665/