Neuer Aufmarsch von WutbürgerInnen, RassistInnen und Neonazis am 7.3.2016 in Singen angekündigt

Als hätte der eine Aufmarsch in Radolfzell (wir haben berichtet) nicht gereicht, wird nun aus dem gleichen Umfeld heraus eine neue Demonstration angekündigt – schon am 7. März und diesmal in Singen vor dem Rathaus.

Update 09.03.2016: Auch am 10.3. will die gleiche Truppe wieder aufmarschieren, diesmal in Tuttlingen. Um 13:30 Uhr wollen sie vor Ort sein und ihr ewig gleiches „Merkel muss weg“-Tansparent zeigen. Bis jetzt haben bei Facebook 16 (!) TeilnehmerInnen zugesagt.

Update 08.03.2016: Der Aufmarsch ist vorbei. Weniger als 150 Rechte waren diesmal gekommen, um ihre dumpfen Parolen zu grölen. Wahrgenommen wurde dies höchstens von der Polizei und den zahlreichen GegendemonstrantInnen – zu abgelegen war der Kundgebungsplatz von der Innenstadt, versteckt hinter einem riesigen Kriegerdenkmal und viel Buschwerk. PassantInnen konnten, angelockt vom Lärm der Gegendemo vor allem Transparente mit der Aufschrift „Eure Hetze kotzt uns an“, Plakate mit „Alerta, Alerta, Antifascista“, überdimensionale braune Scheißebatzen oder Abbildungen von Hitlergruß-zeigendem und vollgepisstem Hoyerswerda-Mob sehen. Letzteres hatte durchaus seine Aktualität, wurde doch laut Südkurier ein Teilnehmer der „Merkel-muss-weg“-Demo festgenommen, nachdem er den Hitlergruß gezeigt hatte. Kaum war die DGB-Kundgebung vorbei, wurde es mit gut zweihundert Menschen richtig voll bei der spontanen und unangemeldeten Gegendemo. Die Menschen skandierten Parolen für Refugees, schimpften auf die Nazis und drängten auf den von der Polizei geschützten Kundgebungsplatz vor. Die Kirchenglocken bimmelten, die Trillerpfeifen schrillten, hunderte Kehlen brüllten den Rechten bis zum Schluss ihre Wut entgegen. Nach Ende ihrer Kundgebung mussten die Rechten sich auf der von der Innenstadt abgewandten Seite des Platzes zurückziehen, begleitet vom fröhlichen Ruf „Nazis verpisst euch, keiner vermisst euch“ – das hatte sich „das Volk“ sicher etwas anders vorgestellt.

Update 07.03.2016: Die Rechten beginnen mit Ihrem Aufbau heute bereits um 17 Uhr .

Update 04.03.2016: Auf indymedia linksunten wird jetzt mit einem Artikel in der Mittelspalte der Startseite zur Verhinderung des rechten Aufmarsches in Singen mobilisiert: Kein Aufmarsch von Neonazis und Rassist*innen am Montag, den 7.3.2016 in Singen!

Update 02.03.2016: Der Aufruf des DGB Kreisverbands Konstanz zu seiner Kundgebung am Montag, den 7.3.2016 um 18 Uhr: Singen bleibt bunt! Kundgebung für Toleranz statt Rassismus

Update 01.03.2016: Aus Gewerkschaftskreisen wurde vor dem Singener Rathaus, dem Ort den die Rechten eigentlich für sich ausgeguckt hatte, die Gegenkundgebung angemeldet. Sie befindet sich durchaus in Hör- und Rufweite zur Kundgebung der Rechten.


Demo von Rechts und Gegendemo am 7.3.2016 in Singen

Update 27.2.2016: Inzwischen wurde von den Rechten eine Kundgebung offiziell angemeldet. Der angestrebte Platz vor dem Singener Rathaus hat allerdings nicht geklappt, statt dessen sind sie jetzt am 7.3.2016 um 18 Uhr auf dem Platz der Ekkehard Realschule. Auch ist es keine Demo geworden sondern eine stationäre Kundgebung außerhalb der Innenstadt (Fußgängerzone, Bahnhofsvorplatz) an einer Stelle, die nach außen kaum Wirkung entfaltet.

Die bei Facebook in Zusammenhang mit der Singener Kundgebung auftauchenden Nicknames und/oder Klarnamen kommen uns vor, wie alte Bekannte: Sandy K., Felix T. und Andrea Z.:

  • Diesmal wird die Demonstration als Facebookevent beim Account „Sandy K.“ gehostet. Offenbar steht die für Radolfzell genutzte und inzwischen nicht mehr öffentlich zugängliche Seite „Singen sagt Nein zum Asylantenheim“ nicht mehr zur Verfügung.
  • Unser „Freund“ Felix T. hatte die Domain für die Radolfzeller Seite merkel-kommt.de registriert.
  • Und Andrea Z. hatte die TeilnehmerInnen aufgefordert, keine Nazigegenstände auf die Radolfzeller Kundgebung mitzubringen – etwas was in diesen Kreisen durchaus nicht selbstverständlich zu sein scheint. Und sie lädt die Neonazis, die sie meint über Facebook zu iher Kundgebung ein.

Zu hoffen ist nur, dass diesmal die Gegenseite etwas besser mobilisiert.