Archiv für Januar 2016

Ralph Kästner auf Nein-zum-Heim – Kundgebung in Donaueschingen

Die Zahl der TeilnehmerInnen der Nein-zum-Heim Kundgebung in Donaueschingen am 23.1.2016 konnte sich gegenüber der Kundgebung vom November letzten Jahres nicht steigern. Mit dabei war wieder der St. Georgener Ralph Kästner, ehemaliger Kreistagskandidat der rechtsextremen DLVH für den Schwarzwald-Baar-Kreis (Wahlkreis IV St. Georgen/Triberg).


Ralph Kästner (mit Apothekentüte) am 23.1.2016 auf der NZH-Kundgebung in Donaueschingen. Im Hintergrund sind rassistische Plakate der neonazistischen Kleinstpartei Der III. Weg zu erkennen.

Laut Berichten von indymedia linksunten und Autonomer Antifa Freiburg (sowie zahlreichen Mainstreammedien) wurde Ralph Kästner am 27.1.2016, anlässlich der Razzia gegen die Internetplattform Altermedia, in Untersuchungshaft genommen. Gegen die Organisatoren und Redakteure von Altermedia wird wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung sowie Volksverhetzung ermittelt.

Bei der Donaueschinger Nein-zum-Heim – Kundgebung am 7.11.2015 war er als „2. Redner“ aufgetreten. Schizophrenerweise beklagte sich der aktive Neonazi damals, dass von seinen Gegnern „immer gleich zur Nazikeule“ gegriffen werde.

Ralph Kästner hatte auch an der Singener NPD-Demo am 28. Februar 2015 teilgenommen.

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Handgranatenanschlag auf Flüchtlingsunterkunft – morgen Kundgebung

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag verübten unbekannte Täter einen Mordanschlag auf die in der Bedarfsmäßigen Erstaufnahmestelle in Villingen lebenden Flüchtlinge. Mitten in der Nacht deponierten sie eine scharfe Handgranate auf dem Gelände der BEA. Ein Sicherheitsmitarbeiter fand den Sprengkörper und löste einen polizeilichen Großeinsatz aus in Zuge dessen die Handgranate gesprengt wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Aufruf zur morgigen Kundgebung:

Gegen rassistischen Terror und rechte Hetze!

Erst Mittwoch schafften es die Nazis der Region vertreten durch Ralph Kästner in die bundesweite Öffentlichkeit. Ralph Kästner wurde als Betreiber einer faschistischen Internetseite festgenommen, kurz darauf bekundeten 17 Nazis Solidarität mit dem St. Georgener Faschist bei einer Kundgebung auf dem Villinger Marktplatz.

Einen Tag später wurde der Sprengstoffanschlag auf die Villinger BEA verübt. Von einem direkten Zusammenhang auszugehen ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation doch was fest steht: Im Schwarzwald-Baar Kreis gibt es ein massives Naziproblem.

Es ist genug. Wir schauen nicht mehr länger zu wie sich in Villingen-Schwenningen Faschisten mit Ihrer Menschenverachtung gegenseitig überbieten.

Es ist Zeit auf die Straße zu gehen gegen Nazis und rassistischen Terror!

Kommt zur Kundgebung am morgigen Samstag auf dem Villinger Latschariplatz um 12.00 Uhr.

Offenes Antifaschistisches Treffen Villingen-Schwenningen
http://antifatreffenvs.wordpress.com

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Die ganze Welt in Zürich – Das 3. Zürcher Hafenforum

Unter dem Motto „Wir machen Stadt“ findet am Samstag, den 6. Februar 2016 von 12 – 18:30 Uhr im Rahmen des Projekts „Die ganze Welt in Zürich“ eine Debatte um die Teilhabe Aller statt.


Ankunft beim Hafenforum in der Shedhalle Zürich

Ein Viertel aller BewohnerInnen der Schweiz sind von politischer und rechtlicher Mitbestimmung ausgeschlossen, weil sie keinen Schweizer Pass besitzen. Vielen von ihnen wird auch der Zugang zu sozialen Dienstleistungen, zu Bildung, Arbeitsplätzen, öffentlichen Institutionen und anderen Räumen erschwert. Über Migration wird als Problem gesprochen und über zahlreiche MigrantInnen als angebliche Konfliktquelle Bescheid gewusst, während sie aus Entscheidungspositionen ausgeschlossen bleiben. Diese Ungleichheit liesse sich durch den Zugang zu sozialen Rechten und Ressourcen für Alle, die an einem Ort leben, ausgleichen.

„Urban Citizenship“ knüpft das Recht auf (soziale) Rechte und den Zugang zu Ressourcen an den Lebensmittelpunkt, nicht an die StaatsbürgerInnenschaft. Das dialogische Kunstprojekt „Die ganze Welt in Zürich. Konkrete Interventionen in die Schweizer Migrationspolitik“ (seit Oktober 2015 in der Shedhalle Zürich) fragt: Wie kann eine solche StadtbürgerInnenschaft in Zürich aussehen? Welche konkreten Interventionen in die Schweizer Migrationspolitik braucht es dazu? Das Projekt zielt darauf ab, mit den Mitteln der Kunst die politische Machbarkeit konkreter Vorschläge einer StadtbürgerInnenschaft für Zürich auszuloten, diese Vorschläge hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit in Zürich zu überprüfen und öffentlich vorzuschlagen. Zudem schafft es einen Ort, an dem über Sachzwänge hinaus, im Sinne einer sozialen Utopie gemeinsam nachgedacht, verhandelt und politisch agiert werden kann.

Das 3. Zürcher Hafenforum „Die Ganze Welt in Zürich. Wir machen Stadt.“ bietet Raum, die Fragestellungen und Ansprüche des Projekts aus Perspektive politischer Theorie, Stadtforschung, Kunsttheorie und Vermittlung zu durchleuchten und öffentlich zu diskutieren.
Kann ein Kunstprojekt gleichzeitig eine konkrete politische Intervention sein? Welchen Begriff des „Politischen“ braucht es in Auseinandersetzungen um gleiche Rechte für alle StadtbewohnerInnen? Wie können neue Formen des gemeinsamen, solidarischen Agierens gefunden werden? Und: Wie sehen ähnliche Debatten und Kämpfe andernorts aus?

Das Hafenforum ist das dritte in einer Reihe von vier. Während in nicht-öffentlichen so genannten „Hafengesprächen“ die Umsetzung des Projekts konkretisiert wird, bieten die „Hafenforen“ die Möglichkeit der öffentlichen Debatte und Involvierung.

Programm:

12:00
Begrüßung

12:10
Martin Krenn (Künstler) und Katharina Morawek (Kuratorische Leiterin, Shedhalle) sowie Beteiligte des Projekts / „Die Ganze Welt in Zürich. Konkrete Interventionen in die Schweizer Migrationspolitik“, anschließend Fragen und Diskussion.

13:00
Mary Jane Jacob / Sozial engagierte Kunst und das Beispiel „Die Ganze Welt in Zürich“, anschließend 20 min. Fragen & Diskussion

14:00
Kaffeepause

14:15
Oliver Marchart / Minimale Politik und der Begriff des „Politischen“, anschließend 20 min. Fragen & Diskussion

15:15
Mittagspause (Suppe & Co.)

16:00
Nora Sternfeld / Von einander lernen. Der Aspekt der Vermittlung, anschließend 20. min Fragen & Diskussion

17:00
Henrik Lebuhn / Urban Citizenship: aktuelle Debatten und Kämpfe, anschließend 20 min. Fragen & Diskussion

18:00
Abschlussdebatte, Ausblick

Mit englisch/deutscher Simultanübersetzung! Translation english/german will be provided!

Zu den Vortragenden:

Mary Jane Jacob ist Kuratorin, Autorin und Vermittlerin. Sie ist Professorin an der School of the Art Institute of Chicago. Sie war Chefkuratorin am Museum of Contemporary Art in Los Angeles und im Museum of Contemporary Art in Chicago. Seit 1990 arbeitet sie als Pionierin in den Bereichen der sozial engagierten Kunst, der ortspezifischen Kunst sowie der Kunst im öffentlichen Raum.

Oliver Marchart ist politischer Philosoph und Soziologe. 2012 ist er Professor für Soziologie an der Kunstakademie Düsseldorf. Marchart prägte den Begriff des Postfundamentalismus und diskutiert in seiner Arbeit die unterschiedlichen Gründungsversuche von Politik, dem Politischen und der Gesellschaft in Soziologie, Philosophie und politischer Theorie.

Nora Sternfeld ist Professorin für Curating and Mediating Art an der Aalto University in Helsinki. Sie ist Gründungsmitglied des Wiener Büro trafo.K, das an Forschungs- und Vermittlungsprojekten an der Schnittstelle von Wissensproduktion und Bildung arbeitet. Darüber hinaus ist sie im Leitungsteam des ecm – educating/curating/managing. masterlehrgang für ausstellungstheorie und praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien und im Kernteam von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis.

Henrik Lebuhn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrbereich Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt Universität Berlin und Redakteur von PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft. Er arbeitet zu Fragen von Urban Citizenship, Migration und Grenzen in der Stadt, sozialen Bewegungen und partizipativer Politik.

Projektwebsite: www.whole-world-in-zurich.net

Aufruf, den Naziaufmarsch in Donaueschingen zu verhindern!

Das Offene Antifaschistische Treffen Villingen-Schwenningen ruft dazu auf, einen Naziaufmarsch am 23. Januar 2016 in Donaueschingen zu verhindern. Es ist dies nun der zweite von der Villinger „SBH-Gida“ – Nachfolgeorganisation „Nein zum Heim“ organisierte Aufmarsch. Bereits der erste Aufmarsch hatte allen, die es wissen wollen, gezeigt, dass die Veranstaltung von regionalen Naziaktivisten durchsetzt war. U.a. konnten Vertreter der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ und der NPD aus dem Kreis Konstanz identifiziert worden.

Update 29.1.2016: Ralph Kästner auf Nein-zum-Heim – Kundgebung in Donaueschingen


Flyer gegen die „Nein zum Heim-Demo am 23.1.2016 in Donaueschingen

Der Aufruf im Wortlaut:

Nächsten Samstag, den 23. Januar, wollen die Nazis von „Nein zum Heim Schwarzwald Baar – Heuberg“ zum zweiten Mal in Donaueschingen aufmarschieren. „Nein zum Heim“ kann als Nachfolgeorganisation von SBH-Gida gesehen werden die im letzten Jahr schon zehn Mal mit ihrer Hetze auf die Straßen von Villingen-Schwenningen drängten.

In der gesamten BRD wird der Rechtsruck immer sichtbarer. Mit rassistischer Hetze und Phrasendrescherei gegen Flüchtlinge versuchen sich Parteien wie die AfD und Zusammenrottungen wie Pegida immer beliebter in der Bevölkerung zu machen.
Immer öfter schlägt diese Hetze in Gewalt um wie in Leipzig am 11. Januar als 250 rechte Hools ein alternativ geprägtes Stadtviertel angriffen. Mittlerweile vergeht in Deutschland keine Woche mehr ohne Angriffe auf Flüchtlingsheime. Rechte Gewalttäter fühlen sich durch die aggressiv geführte Flüchtlingsdebatte angetrieben und sehen sich immer mehr als Vollstrecker eines angeblichen Volkswillens – das sind sie aber nicht!

Wie weit sich das politische Klima in Deutschland mittlerweile nach rechts verschoben hat wurde unter anderem sichtbar als nach den hundertfachen sexuellen Übergriffen in Köln in der Sylvesternacht die Ausweisung von angeblich kriminellen Ausländern schnell zum zentralen Thema der öffentlichen Debatte wurde. Anstelle eines öffentlichen Diskurses über den Schutz von Opfern seualisierter Gewalt wurden eben diese Opfer dafür ausgenutzt öffentlich die Hetze gegen MigrantInnen und Flüchtlinge zu verstärken.

Genug ist genug. Lasst uns den RassistInnen und Nazis in Donaueschingen zeigen, dass sie sich niemals widerstandslos die Straße werden nehmen können!

Quelle: https://antifatreffenvs.wordpress.com/

Zum ersten Aufmarsch im November 2015:

http://linksrhein.blogsport.de/2015/11/01/gegen-den-sbh-aufmarsch-in-donaueschingen-am-7-11-2015/

http://linksrhein.blogsport.de/2015/11/07/zwei-kundgebungen-zwei-blockaden-und-zwei-antifa-demos-am-7-11-2015-in-donaueschingen/

Schändung der Gedenkstätte am ehem. SS-Schießstand von Radolfzell

Die Gedenkstätte am Radolfzeller SS-Schießstand wurde wieder einmal geschändet. Diesmal wurde das offen ausgelegte Gedenkbuch verbrannt, das es BesucherInnen der Gedenkstätte erlaubt, ihre Gedanken schriftlich festzuhalten. Es wurde Anzeige erstattet.


Verbranntes Gedenkbuch am ehem. SS-Schießstand von Radolfzell, Januar 2016

Bereits vor einer Woche wurde bekannt, dass an der Gedenkstätte offenbar eine mutwillige Sachbeschädigung stattgefunden hat. Das Gedenkbuch, das unterhalb der im Jahr 2010 angebrachten Gedenktafel aushing, wurde bis auf den Buchrücken verbrannt (siehe Foto vom 21.1.2016). Neben Resten von Sylvesterböllern wurden in der Nähe auch Hakenkreuzschmierereien entdeckt.

Es war an dieser Gedenkstätte in der Vergangenheit bereits mehrfach zu teils massiven Beschädigungen und Zerstörungen gekommen. Dies betraf sowohl frühere Ausgaben des Gedenkbuchs, die Gedenktafel selbst als auch die den Kurz- und Langbahnen vorgelagerte Informationstafel, die im Jahr 2012 im Rahmen einer offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt Radolfzell übergebenen worden war. Letztere war im Jahr 2012 durch einen schweren Gegenstand eingedrückt worden. Bislang hat die Stadt Radolfzell den Schaden nicht behoben.

Quelle: http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org

http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-schiessanlage#beschadigungen_an_informationstafel_und_gedenkbuch

Infokneipe im Contrast

In Konstanz gründet sich eine Infokneipe. Mit teilweise personeller Überlappung und sogar unter der gleichen Anschrift Joseph-Belli Weg Nr. 5 wie in den 90er Jahren entsteht offenbar wieder ein Infokneipenprojekt, diesmal nicht in den Räumlichkeiten des Zebra-Kinos sondern in denen des Contrast e.V. Hier die Ankündigung der ersten vier Veranstaltungen, mit denen Verschwörungstheorien, AfD, Pegida, Rechtspopulismus und Rassismus kritisiert werden:

Andreas Kemper: Von „Lügenpresse“ bis„Linksfaschismus“: Neurechte AfD-Rhetorik

Do., 21.01.,19 Uhr

Die Neue Rechte hat in und mit der AfD erheblich an Einfluss gewonnen. Eine wesentliche Mission sieht sie darin, die vermeintliche „Begriffsherrschaft der Linken“ zu brechen.
Strategisch bedient sie sich dabei der sogenannten „Metapolitik“, also einer Politik, die hinter der Parteipolitik steht, es geht um einen „Kulturkampf von rechts“. Ein erster Erfolg war die Anti-PC-Kampagne seit Mitte der 1990er Jahre. Bewusst wurde der von links erfolgreich mit Spießigkeit verbundene Begriff „Korrektion“ nun von rechts benutzt, um emanzipatorische Forderungen als spießig zu brandmarken.
Während die Neue Rechte bislang abgeschottet in Diskussionszirkeln auftrat, kann sie nun in der AfD und mit PEGIDA Massen mobilisieren und Kampfbegriffe entwickeln, die zum einen eine Enttabuisierung des NS-Faschismus zum Ziel hat (gegen vermeintliche „Umerziehung“ und „Neurotisierung“), zum zweiten eine Immunisierungsstrategie gegen Kritik verfolgt (Stichwort „Lügenpresse“). Die Neue Rechte versucht zudem kritische Begriffe lächerlich zu machen oder umzudrehen („Gendertotalitarismus“, „Linksfaschismus“).

Jürgen Weber: Roma verfolgt, vertrieben und auf der Flucht – gestern und heute

Mo., 25.01., 19 Uhr

Jürgen Weber, Autor und Aktiver in der Flüchtlingsarbeit aus Konstanz, hat mehrfach Staaten Osteuropas und des Balkan bereist und über die Situation der Roma berichtet. Zuletzt reiste er nach Serbien und Mazedonien, um die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Flüchtlingen zu dokumentieren. Seine Artikel und Vorträge behandeln auch die jahrhundertelange Verfolgung der Sinti und Roma, die stereotypen Muster und Vorurteile des Antiziganismus und die Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus in Deutschland und auf dem Balkan.
Er gibt über die vielfachen Diskriminierungen in den so genannten „sicheren Herkunftsstaaten“ Auskunft und kritisiert die Asylrechtsverschärfungen und eine gnadenlose Abschiebepraxis gegenüber Roma in Deutschland.
Roma werden wieder zu Sündenböcken in der aktuellen Flüchtlingspolitik gemacht. Weber beschreibt, wie eine Opfergruppe des Nationalsozialismus bis in diese Tage nicht nur am unteren Ende der europäischen Gesellschaften steht, sondern auch keinen Schutz und Anerkennung der Fluchtgründe genießt.

Finn Blumberg: Niemand regiert die Welt – Eine Aufklärung gegen Verschwörungstheorien

Mo., 08.02., 19 Uhr

Die immer komplexer werdende Welt wird durch Verschwörungstheorien in einfachen Erklärungen dargestellt. Hinter den Geschehnissen auf der Welt werden Institutionen, Personen oder vereinzelt Staaten vermutet, die sie im Geheimen lenken.

In letzter Zeit traten Personen, die an Verschwörungstheorien glauben, immer mehr in die Öffentlichkeit und beteiligen sich an Demonstrationen.
Wie Verschwörungstheorien entstehen, warum Personen daran glauben und welche Auswirkungen es auf sie und die Gesellschaft hat, wird in dem Vortrag unter Berücksichtigung von Aspekten wie der Gefährlichkeit und den Grundmustern aufgezeigt.

Lucius Teidelbaum: „Die braune Welle“ – Rechtspopulismus in Europa

Do., 18.02., 19 Uhr
Die extreme Rechte weltweit arbeitet immer mehr grenzübergreifend zusammen. Der Vortrag stellt die Frage, ob es so etwas wie eine braune Internationale gibt und wo die ideologischen Grundlagen für eine solche internationale Kooperation von Nationalisten liegen.
Dazu beleuchtet er die grenzübergreifende Zusammenarbeit von extrem rechten Parteien und Organisationen wie Blood&Honour und die Hammerskins. Neben gemeinsamen Bezugspunkten gibt es aber auch allerlei Hindernisse, die erwähnt werden. Schwerpunkte des Vortrages sind außerdem die „Außenpolitik“ von extrem rechten Parteien aus Deutschland (NPD, Pro-Bewegung), (Zweck-)Bündnisse der extrem Rechten mit Islamisten und autoritären Regimen (Iran, Irak, Lybien) und die Versuche der Verständigung der Eurorechten auf EU-Ebene.

Quelle:

http://www.contrast-kn.de/Info-Kneipe/

https://www.facebook.com/InfoKneipeContrast/

Programm der Konstanzer Infokneipe Ende der 1990er Jahre:

Das Ende der Jüdischen Gemeinde Konstanz im Zuge der NS-Verfolgungen

Vortrag von Petra Quintini und Hans Seiffert über die Schicksale einzelner jüdischer Familien aus Konstanz: Auswanderung, Flucht aus dem Lager, Überleben im besetzten Ausland, Ermordung in Vernichtungslagern. Zeit: 27.01.2016, 19:30 Uhr im Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal

Die Referenten schildern anhand von konkreten Einzelschicksalen jüdischer Familien wie sich die „Kehilla Kedoscha Konstanz“, die jüdische Gemeinde Konstanz, in den Jahren 1933-1942 nach und nach – bis zur vollständigen Liquidation – aufgelöst hat. Nur wenigen gelang es, den Verfolgern der NS-Polizei­organe zu entkommen und durch rechtzeitige Auswanderung ins sichere Ausland oder durch Unterschlupf im deutsch-besetzten Frankreich zu überleben. Auf die meisten im Oktober 1940 in das südfranzösische Lager Gurs abgeschobenen Konstan­zer Juden wartete der Gastod in Auschwitz, andere zunächst noch in Konstanz gebliebene jüdische Bürger wurden im April 1942 direkt in den weiter östlich gelegenen Vernichtungslagern Polens ermordet.

Im Zuge ihrer Erinnerungsarbeit ist die „Initiative Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“ den Lebenswegen einzelner jüdischer Familien aus Konstanz nachgegangen und hat die unter­schiedl­ichen Verläufe der Wege und die unter­schiedlichen Schicksale der Menschen aufgezeichnet.

Nicht nur darüber wird in dem Vortrag berichtet, sondern auch darüber, wie über die Recherchearbeit Kontakte zu im Ausland lebenden Nachkommen der Opfer geknüpft werden konnten und sogar dauernde Freundschaften entstanden sind. Erfreulich ist, dass die gemeinsame Handreichung der „Initiative Stolper­steine“ und der Konstanzer Stadtverwaltung von den Nachkommen der jüdischen Opfer durchaus als ein Akt der Versöhnung akzeptiert wird.

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“

Dokumentarfilm „Watchers of the Sky“ (OF, USA 2014)

Filmvorführung 19. Januar 2016 um 18 Uhr im Kulturzentrum am Münster (Wolkensteinsaal) mit einer Einführung von Prof. Dr. Boris Barth (Universität Konstanz)

Der polnisch-jüdische Jurist und Friedensaktivist Raphael Lemkin ist heutzutage nur wenigen Menschen noch ein Begriff. Doch es war Lemkin, der den Begriff des Genozid einst prägte. Der Dokumentarfilm der amerikanischen Regisseurin Edet Belzberg soll einerseits an Lemkin erinnern, andererseits thematisiert er aktuelle Völkermorde. Im Anschluss an die Vorführung besteht die Gelegenheit zur Diskussion.

Eine Veranstaltung der Initiative „Stolpersteine für Konstanz“ sowie des Kolloquiums Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, des Konstanzer Orient-Forums KOFO und der Forschungsstelle Aramäische Studien an der Universität Konstanz.

Eintritt frei.

Filmtipp: Je suis Charlie

Am heutigen Montag Abend läuft das letzte Mal „Je suis Charlie“ im zebra-Kino. Es ist die französische Originalversion mit deutschen Untertiteln. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Quelle: http://zebra-kino.de/2015/je-suis-charlie/

FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht

Das bisherige Aktionsbündnis Abschiebestopp in Konstanz nennt sich nun „FORUM azilon – Asyl und Menschenrecht“

Damit verbunden ist auch ein – noch in der Entstehung begriffener – Webauftritt unter http://www.azilon.de

Die seit 2013 gepflegte Facebook-Seite erscheint nun als https://www.facebook.com/forumazilon

In einem neuen Flyer beschreibt die Gruppe ihr Selbstverständnis und ihre Aktivitäten. Unter der Überschrift „Was das FORUM azilon vor Ort tut“ erklären sie:

  • Wir unterstützen Geflüchtete daher in ihren Asylverfahren oder vermitteln Kontakte zu Rechtsanwälten.
  • Wir unterstützen Geflüchtete bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und ihrer Bedürfnisse hier in Deutschland.
  • Wir informieren und sensibilisieren zu Themen von Asylverfahren und Asylrecht, von Unterbringung und Gleichbehandlung.
  • Wir setzen uns für die Förderung, Integration und Teilhabe oder gemeinsame Gestaltung unserer Gesellschaft ein.
  • Wir lernen Geflüchtete in Konstanz oder rund um den Bodensee kennen.
  • Uns interessieren die Geschichte und die Probleme eines jeden Geflüchteten unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft.
  • Wir begegnen den Geflüchteten auf Augenhöhe.
  • Wir suchen gemeinsam nach Lösungen zur Verbesserung ihrer Situation und einer Bleibeperspektive. Diese ist Grundlage aller Integrationsbemühungen der Geflüchteten.
  • Wir machen Fortbildungen oder Veranstaltungen für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Interessierte.

Das Forum trifft sich jeden zweiten und jeden vierten Montag im Monat ab 19 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Petrus- und Paulusgemeinde in Konstanz, Wollmatinger Straße 58.

Suche nach Aktionsbündnis Abschiebestopp bei LinksRhein.