Kulturwille ist Lebenswille – Das Vermächtnis der Komponisten im KZ Theresienstadt

Vortrag von Ruth Frenk über Musik im KZ Theresienstadt am Donnerstag, den 19.11.2015 um 19:30 Uhr in der vhs Konstanz

Der Name Theresienstadt wurde zum Synonym für die größte Propagandalüge der Nationalsozialisten. In der Zwangsgemeinschaft dieses Konzentrationslagers war fast die gesamte jüdische Kulturelite versammelt. Zunächst war jede kulturelle Betätigung illegal und von Strafen bedroht. Als das Lager zum „jüdischen Siedlungsgebiet“ deklariert wurde, erhielten die Theresienstädter Künstler das zynische Privileg, bis zu ihrer Ermordung nicht nur zur Unterhaltung ihrer Leidensgenossen beitragen zu dürfen, sondern auch als Statisten in einem groß angelegten Täuschungsmanöver mitwirken zu müssen. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Komponisten Viktor Ullmann, Hans Krasa, Pavel Haas, u. a. sowie mit den Kabaretttexten von u. a. Leo Strauss und Karel Svenk.

Die Sängerin und Gesangs Pädagogin Ruth Frenk wohnt seit 1974 in Konstanz. Sie ist Vorsitzende der Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee -Region, im Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V. und Vorstands Mitglied der Jüdischen Gemeinde Konstanz. Seit 1985 beschäftigt sie sich intensiv mit den Komponisten von Theresienstadt.

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