Gegen den SBH-Aufmarsch in Donaueschingen am 7.11.2015

In Donaueschingen plant die Initiative „Nein zum Heim in Schwarzwald-Baar-Heuberg“ am Samstag, den 7. November einen rassistischen Aufmarsch. Das Offene Antifaschistische Treffen Villingen – Schwenningen ruft zu Gegenaktionen auf.

Update 7.11.2015: Zwei Kundgebungen, zwei Blockaden und zwei Antifa-Demos am 7.11.2015 in Donaueschingen

Update 7.11.2015: Der naheliegendste Weg zwischen Bahnhof und Aufmarschort der Nazis und Rassisten (Max-Rieple-Platz) führt über die Josefstraße – An der Stadtkirche – Karlstraße – Max-Rieple-Platz und somit direkt an der Gegenkundgebung vor der Stadtkirche vorbei. Der Zugang zum Platz gelingt nur über die Nordseite. Es wird anreisenden Rechten somit einige Kopfzerbrechen bereiten, wie sie heil hin und wieder weg kommen. Die Proteste können übrigens in Sicht- und Hörweite zu den Nazis stattfinden, so ist es richtig. Seit laut und passt auf Euch auf!

Update 5.11.2015: Ein gegenüber dem Antifaschismus intolerantes, parteiübergreifendes Bürgerbündnis hat für Samstag eine Kundgebung „Für ein menschliches und tolerantes Miteinander“ angemeldet. Beginn ist um 15 Uhr am Hanselbrunnen. Anschließend ist eine Menschenkette angekündigt. Die Facebook-Gruppe NOpegidainVS plant eine Veranstaltung „Zusammen gegen Rechts“ ebenfalls um 15 Uhr auf dem Hengstlerplatz.

Update 3.11.2015: Proteste gegen den „Nein zum Heim“ / Ex-SBH-Gida Aufmarsch in Donaueschingen beginnen um 13 Uhr an der Stadtkirche

Update 2.11.2015: Jetzt wurde der Ort und der Zeitpunkt des SBH-Aufmarsches in Donaueschingen bekannt gegeben: Max Rieple-Platz bzw. Karlsstraße 40-45 um 15 Uhr. Es handelt sich um eine stationäre Kundgebung.

„Nein zum Heim SBH“ ist quasi die Nachfolgeorganisation der kürzlich aufgelösten Gruppe „SBH-Gida“, die in Villingen-Schwenningen bereits zehn Pegida-Aufmärsche organisiert hat. Nachdem selbst die deutschlandweiten Koordinatoren von Pegida, dem örtlichen Ableger wegen seiner Nähe zur faschistischen Bewegung untersagten, das Pegida-Label weiterhin zu nutzen, suchten diese Unterschlupf bei der Initiative „Nein zum Heim“.

Nach zehn Pegida-Aufmärschen in Villingen-Schwenningen versuchen die Rechten neue Anknüpfungspunkte zu finden. In Donaueschingen sind in einer Aufnahmestelle mit 2.000 Geflüchtete bei etwa 20.000 Einwohnern, verhältnismäßig viele Flüchtlinge untergebracht. Es liegt nahe, dass „Nein zum Heim SBH“ hier versucht Hetze zu betreiben und rassistische Ressentiments aufzugreifen.

Dass Faschisten aus der ganzen Region nach Donaueschingen kommen werden, ist warscheinlich, wenn man sich etwa die Zusammensetzung des letzten Pegida-Aufmarschs in Villingen anschaut. Von etwa 150 Rechten war zumindest die Hälfte eindeutig dem faschistischen Lager zuzurechnen.

Ob der Aufmarsch in Donaueschingen wie etwa in Villingen in der Innenstadt stattfinden soll oder gar vor einer Flüchtlingsunterkunft – das wäre ein Novum in Baden-Württemberg – ist noch nicht bekannt. Klar ist aber: Mit einem solchen Vorgehen wurden etwa in Freital Pogrome gegen Geflüchtete herbeigeführt. Dem gilt es entschieden entgegenzutreten.

Darum: Kommt am 7. November nach Donaueschingen zu den Gegenaktionen.
Achtet auf Ankündigungen!!!
Pogrome verhindern bevor es zu spät ist!

Offenes Antifaschistisches Treffen Villingen-Schwenningen
jeden ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im Linken Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, Schwenningen, Eingang Karlstr.)
www.antifatreffenvs.wordpress.com

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/157598