Vom Leben im Schtetl und anderer jüdischer Kultur

SWR2 Kulturnacht am Samstag, 20. Dezember, 20.00 Uhr im Foyer Spiegelhalle des Stadttheaters Konstanz

In den wehmütig-fröhlichen Melodien des Klezmer schwingen noch die Erinnerungen an Kultur und Alltag des jüdischen Schtetl; jener dörflich oder kleinstädtisch geprägten Welt, die durch Nationalsozialismus und Krieg vernichtet wurde. Mit ihren Auftritten erinnert die Tübinger Klezmer-Gruppe »Jontef« an diese vergangene Welt.

»Jontef« hat sich 1988 am Landestheater Tübingen gegründet. Mit ihren jiddischen Liedern, Instrumentalstücken und Kabarett-Einlagen wurde die Formation weithin bekannt. Zum ursprünglichen Trio mit Joachim Günther (Akkordeon und Klarinette), Michael Chaim Langer (Gesang und Schauspiel) und Wolfram Ströle (Violine und Gitarre) gesellt sich seit 15 Jahren der Kontrabassist Peter Falk.

Die musikalische Vergegenwärtigung des Schtetl wird ergänzt durch Erinnerungen an die einstige jüdische Kultur in Konstanz und Umgebung. In der Reichspogromnacht 1938 wurde die Konstanzer Synagoge zerstört, zahlreiche jüdische Konstanzer wurden deportiert und ermordet. Über dieses vergangene und zerstörte Konstanzer jüdische Leben informieren Vertreter der Initiative »Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz«.

In den Blick genommen wird dabei auch das weithin vergessene südwestdeutsche Landjudentum im Hegau, wie es der jüdische Dichter Jacob Picard festgehalten hat. Davon berichtet Dr. Anne Overlack, Leiterin der Jacob-Picard-Gedenkstätte in Öhningen-Wangen.

Sendetermin SWR2: 24. Januar, 20.30 Uhr

Quelle: http://stolpersteine-konstanz.de

Mehr dazu auch unter: SWR2.de/stolpersteine

Veranstaltungsankündigung beim SWR