Archiv für März 2014

Maidan: Die Protestbewegung in der Ukraine

Kritischer Vortrag und Diskussion von Roman Danyluk zu Ereignissen, Hintergründen und Protagonisten der Protestbewegung in der Ukraine am Dienstag, 1. April, 19 Uhr im Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz.

Was sind das für Bewegungen auf dem Majdan? Gibt es überhaupt soziale Fragestellungen, Entwicklungen und Perspektiven sowie ernstzunehmende Alternativen?

Seit mehr als vier Monaten protestieren Hunderttausende auf den Straßen und Plätzen der Ukraine. Diese als „Euromajdan“ bezeichnete Massenbewegung begann im November 2013, nachdem die ukrainische Regierung ein fertig vorbereitetes Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterschrieben hatte.

Die Mobilisierung wuchs sich rasch zu einer allgemeinen Staatskrise aus und führte zum Sturz der Regierung. Die außen- wie innenpolitischen Entwicklungen und Meldungen überschlagen sich mittlerweile stündlich. EU, USA wie Russland betreiben gleicher Maßen Außenpolitik in „guter alter“ Kalte-Kriegs-Manier. Die Krim wurde zum Spielball geostrategischer Interessen. Pro-westliche Medien verkaufen eine gewaltsame Opposition in Kiew plötzlich als gefeierte Übergangsregierung und prangern andererseits pauschal das außenpolitische (natürlich fragwürdige) Vorgehen Russlands an. Hier gilt es, genauer hinzuschauen.

Die Proteste haben vielfältige Ursachen, zu denen eine ungeheure soziale Not sowie eine autokratische Politik gehören. Doch was sich auf dem Majdan, dem zentralen Platz der Hauptstadt Kiew, zusammen fand, unterschied sich auch in einem wesentlichen Punkt von allen anderen bisherigen Massenmobilisierungen in der Ukraine.

Zum ersten Mal haben rechte und rechtsradikale Kräfte einen bestimmenden Einfluss auf eine große Bewegung. Warum ist dies so und wie könnte es in der Ukraine weitergehen? Diesen und anderen Fragen soll auf der Veranstaltung nachgegangen werden.

Roman Danyluk ist Mitglied der Gewerkschaft FAU München und Autor des Buches „Freiheit und Gerechtigkeit – Die Geschichte der Ukraine aus libertärer Sicht“ (Edition AV, Lich 2010).

Es laden ein die Linksjugend [’solid], Ortsgruppe Konstanz sowie die Hochschulgruppe die.linke SDS.

Quelle: https://de-de.facebook.com/events/531980850254501/?ref=22

Jürgen Grässlin: Wie der Bodensee am Krieg verdient und Flüchtlinge produziert

Vortrag von Jürgen Grässlin in der Volkshochschule Konstanz am 25.3.2014

Deutschland ist der weltweit drittgrößte Waffenexporteur. Kriegswaffen und Rüstungsgüter werden selbst an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten verkauft. Genehmigungen hierfür werden im geheim tagenden Bundessicherheitsrat erteilt. Unsere Politiker beschwören den Frieden und betreiben den Krieg. Die Macht der Rüstungskonzerne, Lobbyverbände und Banken ist immens.

Rund um den Bodensee profitiert eine große Anzahl von Rüstungsbetrieben vom Geschäft mit dem Tod. Jürgen Grässlin zeigt in seinem „Schwarzbuch Waffenhandel“ die Toptäter in der Industrie und Politik auf. Er macht auch klar, wie die Rüstungsregion Bodensee am Krieg verdient und damit gleichzeitig immer mehr Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat zwingt.

Grässlin ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher und Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK. Ausgezeichnet wurde er mit dem „Preis für Zivilcourage“ und dem „ Aachener Friedenspreis“. Die von ihm mitinitiierte Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ erhielt den Stuttgarter Friedenspreis.

VHS Konstanz, Astoria-Saal
Termin: Di. 25.03.2014
Uhrzeit: 19:30 – 21:00

Kosten 6,00 €

Zur Anmeldung

Quelle: vhs + Friedensinitiative Konstanz

Treffen gegen Abschiebung von Roma aus Konstanz

Das Aktionsbündnis Abschiebestopp Konstanz lädt zu einem Treffen um etwas gegen drohende Abschiebungen von Konstanzer Roma-Familien nach Serbien, Mazedonien und Kosovo zu unternehmen.

Hintergrund ist der neue Ge­set­zes­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung, mit dem die Staa­ten Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Ma­ze­do­ni­en und Ser­bi­en zu so­ge­nann­ten „si­che­ren Her­kunfts­staa­ten“ er­klärt wer­den sollen. Flüchtlinge aus diesen Ländern, häufig Roma und Sinti, würden dadurch automatisch jegliche Chance auf Asyl verlieren.

Das Treffen findet am Montag, 17. März 2014, 20 Uhr, im Gemeindehaus bei der Evangelischen Petruskirche, Wollmatingerstraße 58 statt.

Quelle: http://abschiebestoppkn.blogsport.de/

Opernlibretto : Blumen für Otello – Über die Verbrechen von Jena

Lesung mit Musik mit Esther Dischereit und Ipek Ipekcioglu am Donnerstag, 3. April 2014 – 20 Uhr – Theater Konstanz, Werkstatt

Die deutsch-jüdische Autorin Esther Dischereit stellt auf der Werkstattbühne des Theater Konstanz ihr deutsch-türkisches Buch »Blumen für Otello – Über die Verbrechen von Jena« vor, das im März erscheinen wird. Begleitet wird sie dabei von der türkischstämmigen DJ Ipeg aus Berlin. Ihre Klagelieder und das Opernlibretto über die Morde der NSU wenden den Blick von den Tätern auf die Opfer.

Einfühlsam und mit großer poetischer Kraft ermittelt Esther Dischereit in ihren »Klageliedern«, was die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) angerichtet, welche Lücken sie bei den Hinterbliebenen aufgerissen haben. Sie ermittelt mit ihrem Opernlibretto »Blumen für Otello«, welche Vorurteile die Verbrechen möglich und ihre Aufklärung unmöglich gemacht haben, wie der Rassismus und die soziale Voreingenom-menheit gegenüber einer stigmatisierten Unterschicht den Apparat blind und ihn umso furchtbarer selbst zum Täter gemacht hat, indem er nach Schuld bei denjenigen sucht, die mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Esther Dischereit wurde 1952 in Heppenheim geboren. Nach langjähriger Beschäftigung in der Metallindustrie und einer aufsehenerregenden Kündigung als Gewerkschaftssekretärin in der Antirassismusarbeit ist sie heute als Lyrikerin, Essayistin, Erzählerin, Theater- und Hörstückautorin erfolgreich. Immer wieder hat sich die deutsch-jüdische Autorin dabei mit Ausgrenzung, Rassismus und Assimilation beschäftigt. Seit 2012 ist sie Professorin für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Für »Blumen für Otello« hat sie regelmäßig die Sitzungen des Bundestagsuntersuchungsausschusses zu den NSU-Morden besucht.

Information und Reservierung unter 07531/900 150 oder theaterkasse@stadt.konstanz.de

Quelle: Medieninformation des Stadttheaters Konstanz

8. März 2014: Zürcher Frauendemo

Die Demonstration des Frauenbündnis Zürich steht heuer unter dem Motto „Care-Arbeit kollektivieren – Kapitalismus entsorgen! Frauendemo am internationalen Frauenkampftag.“ Besammlung ist am Samstag, den 8. März 2014, 13 Uhr 30, auf dem Hechtplatz in Zürich

Ein roter Großvater erzählt!

Unter diesem Motto setzen wir am Samstag, den 15.03.2014 um 15.00 im Arbeitslosenzentrum der Arbeiterwohlfahrt KV Konstanz e.V., Heinrich-Weber-Platz 2 in Singen unsere Veranstaltungsreihe fort.

Heinz Haller stammt aus einer Arbeiterfamilie in Schwenningen und erzählt aus seinem Leben. Froh darüber, den Krieg unbeschadet überlebt zu haben kam er vom Christlichen Verein junger Männer zur Freien Deutschen Jugend !

Er erzog vier Kinder und war Betriebsleiter großer mittelständischer Unternehmen, aktiver Gewerkschafter und Mitglied der KPD, später wurde er Unternehmer.

Diese Reihe bietet die Möglichkeit, direkt mit Zeitzeugen zu reden. Wer schon immer wissen wollte, wie Menschen das Kriegsende, die deutsche Wiederbewaffnung, die Kubakrise, den Mauerbau im kalten Krieg oder ihren Fall persönlich erlebt haben, ist herzlich eingeladen.

Diesmal geht es um die IG Metall, die Freie Demokratische Jugend und die Kommunistische Partei Deutschland in Südbaden und Villingen-Schwenningen. Die KPD wurde 1956 verboten. Ihre Mitglieder wurden verfolgt, viele saßen unter Adenauer jahrelang im Gefängnis. Was waren die Ziele und Aktivitäten? Weshalb wurden sie verboten?

Über eine rege Beteiligung mit Fragen, Anmerkungen und eigenen Erlebnissen freuen wir uns.

Veranstalter: Arbeitslosenzentrum Singen, Marxistischer Gesprächskreis Konstanz Singen