Archiv für Januar 2014

Machtspiele: Sexismus an der Hochschule

Podiumsdiskussion am 27. Januar 2014, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr im Raum V 1001

  • Wie zeigt sich Sexismus an der Hochschule und was hat das mit Macht zu tun?
  • Was kann man dagegen tun?
  • Welche Verantwortung hat die Universität?
  • Wo liegt die Grenze zwischen Flirt und Belästigung?
  • Ist das nur ein Frauenthema oder sind auch Männer betroffen?

Diesen und anderen Fragen gehen die Referentinnen aus unterschiedlichen Perspektiven nach: Charlotte Diehl hat einen wissenschaftlichen Blick und forscht in ihrer Promotion zu sexueller Belästigung. Silke Paul, als Frauenreferentin der Universität Mainz und Sprecherin der BuKoF-Kommission „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt“, sieht insbesondere die Verantwortung der Universität als Ausbildungs- und Beschäftigungsbetrieb. Martina Walter, Gleichstellungsreferentin des AStA der Universität Konstanz, beleuchtet verschiedene Formen von Sexismus, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Die Podiumsdiskussion wird von Prof. Dr. Beate Ochsner, Gleichstellungsbeauftragte und Professorin für Medienwissenschaft an der Universität Konstanz, moderiert.

Referentinnen

  • Charlotte Diehl – Psychologie-Doktorandin im Graduiertenkolleg “Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” der Universität Bielefeld
  • Silke Paul – Frauenreferentin der Universität Mainz und Sprecherin der BuKoF-Kommission “Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt”
  • Martina Walter – Gleichstellungsreferentin des AStA der Universität Konstanz und Studentin der Psychologie

Moderation: Prof. Dr. Beate Ochsner – Gleichstellungsbeauftragte der Universität Konstanz und Professorin für Medienwissenschaft

Veranstalter
Referat für Gleichstellung und Familienförderung

Zum Flyer von der Homepage des Fachbereichs Literatur Kunst Medien, Uni Konstanz

Quelle: Uni Konstanz, http://literaturkunstmedien.wordpress.com/

Filmpremiere: Akte Grüninger – Die Geschichte eines Grenzgängers

Am Donnerstag, den 23.1.2014, werden die 49. Solothurner Filmtage mit Alain Gsponers Spielfilm „Akte Grüninger – Die Geschichte eines Grenzgängers“ (2013), 90 min, eröffnet.

Die Vorführung beginnt nach der Eröffnungsveranstaltung um 18:30 Uhr im Festivalzentrum im Landhaus.

Der dokumentarische Spielfilm dreht sich um den Schweizer Fluchthelfer Paul Grüninger.

Grüninger rettete unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg bis zu 3600 Juden das Leben, indem er ihnen durch Vordatierung der Einreisevisa und/oder Fälschung anderer Dokumente die Einreise in die Schweiz ermöglichte. 1939 wurde er deswegen ohne Anspruch auf Rente vom Dienst suspendiert und 1940 wegen Amtspflichtverletzung zu einer geringfügigen Geldstrafe verurteilt. 1972 starb Grüninger verarmt in St. Gallen. (Wikipedia)

Hier der offizielle Trailer:

„Akte Grüninger“ bei den 49. Solothurner Filmtagen

http://www.solothurnerfilmtage.ch

Das Programm zum download (PDF)

Vgl. auch den Dokumentarfilm „Grüningers Fall“ (1997), 53 min, vom Schweizer Fernsehen zum freien Download bei SF1.

Veranstaltungen zum Holocaustgedenktag 2014 in Konstanz

Sonntag, 26. Jan. 2014, 14:30

Spuren der NS-Gewaltherrschaft auf dem jüdischen Friedhof und dem Hauptfriedhof von Konstanz

Bei der Führung über die beiden Konstanzer Friedhöfe werden Gräber von Opfern der Nazi-Gewaltherrschaft besucht. Viele Menschen in Konstanz wurden wegen ihres Glaubens, ihrer Rasse oder ihrer politischen Anschauung verfolgt; zahllos sind auch die Opfer, die wegen psychischen Krankheiten ermordet wurden (Euthanasieopfer). Auf dem Jüdischen Friedhof besichtigen wir die Gedenkstätte für die gesprengte Synagoge am 9./10. Nov. 1938. Die Namen auf den Grabsteinen erzählen von Leben, Leiden, Mut zum Widerstand, Flucht und Emigration – und von den grausamen Unterdrückungsmethoden der Nazis, denen diese Menschen zum Opfer fielen.

Für den Besuch des Jüdischen Friedhofs mögen Männer bitte eine Kopfbedeckung mitbringen.

Treffpunkt bei der Trauerhalle ==> hier

Teilnahme kostenlos

Mo., 27.01.2014, Kulturzentrum am Münster

Buchvorstellung: Hans Seiffert, Ruth Schwarzhaupt: „Meine geliebten Kinder – Die Briefe der Konstanzer Jüdin Hella Schwarzhaupt aus der Internierung in Südfrankreich an ihre Kinder“

Das in Kürze erscheinende Buch über das Schicksal der Familie Schwarzhaupt, die von 1933 bis zum 22. Oktober 1940, dem Tag der „Abschiebung“ nach Gurs, in Konstanz gelebt hatte, wird zusammen mit der aus den USA anreisenden Tochter und Zeitzeugin Ruth Schwarzhaupt vom Autor, einem Mitglied der Konstanzer Initiative Stolpersteine, in Auszügen vorgestellt.

Die Sammlung von etwa dreißig erhalten geblie­benen Briefen und Postkarten, welche die zusam­men mit ihrem Mann Albert in den Lagern Gurs und Récébédou internierte Konstanzer Jüdin Hella Schwarzhaupt an ihre Kinder Max und Ruth in den Jahren 1941 und 1942 geschrieben hatte, veranl­asste den Autor Hans-Hermann Seiffert die Lebens­geschichte der Familie Schwarzhaupt näher zu erforschen und in einem Buch aufzuzeichnen.

Im Mittelpunkt der Schilderung steht dabei die Mutter Hella Schwarzhaupt, die nach dem Tode ihres Mannes – im Frühjahr 1941 in der Krankenstation des Lagers Récébédou – ihre ganze Energie darauf verwendete, regelmäßigen Kontakt mit ihren vier Kindern zu halten und damit aus der Distanz Einfluss auf deren Erziehung auszuüben. Die Kinder befanden sich zu der Zeit in den USA und in der Schweiz und somit in Sicherheit vor den Verfolgungen des NS-Regimes. Der Weitsicht und der Tatkraft der Eltern war es zu verdanken, dass alle vier Kinder – davon die beiden ältesten Töchter Rosi und Hanni schon sehr früh Anfang 1935 – ins rettende Ausland ausreisen konnten.

Quelle: http://stolpersteine-konstanz.de

18.1.2014: Demo gegen staatlichen Rassismus, Konstanz

emanzipatorische Gruppe Konstanz