Ausstellung und Vernissage der iranischen Künstlerin Pooneh

Vernissage Samstag, 20.04.2013, 18 Uhr
Einführung: Gisela Pook
Musik: Johanna Dammert (Harfe)

Ausstellung 21.04. – 01.05.2013
Kulturzentrum am Münster, Gewölbekeller
Wessenbergstraße 43, 78462 Konstanz

Öffnungszeiten: Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa + So 10 – 17 Uhr
Veranstaltet vom Kulturbüro Konstanz, Tel. 07531 900 900

Pooneh über sich und ihr Werk:

Seit Jahren male ich Frauengestalten, außer in der kurzen Phase in der ich Bäume gemalt habe. Das waren zeichenhafte Einzelbäume von Teheran, der Stadt, die ich einst geliebt habe. Heute hat sie all ihre lieben Merkmale, so auch die besonders schönen Bäume vergessen. In meiner Malerei habe ich zuerst unbewusst eine schöne, selbst gewollte Einsamkeit dargestellt. Und damit fahre ich fort. Die Bäume waren auch allein, neben einem alten verlassenen Gebäude, das auf seinen Abriss wartete, oder neben einer bröckelnden Mauer.

Obwohl es ein trauriger Anblick ist, bekommt es doch eigene Schönheit. Das nehme ich in meinen weiteren Bildern auf. Die nackten Frauen, halb – versteckt in Mustern im, Dunkeln. Als eine Frau im Mittleren Alter ging es mir dazu gerade eben diese Schönheit zu zeigen. Diesmal aber in Verknüpfung mit Teppichmustern im symbolischen Sinne, eine Verknüpfung von Schönheit und Tradition, die durch das Zusammenkommen schöpferischer Kraft der Frauen entsteht, was nicht so offensichtlich ist. Die Frauen, die Wünschen und Wollen gleich andern Frauen haben. Das Wünschen und Wollen, das diese Frauen mit allen Frauen teilen, ist darin verborgen und dem Käufer nicht sichtbar.

Darin finde ich mich selbst wieder. Eine Frau mit Wünschen und Errungenschaften, aber in einer geschlossenen Gesellschaft, voller Vergeblichkeiten, die , die Hoffnung an Leben wie Schönheit nicht aufgibt.

Ich wollte nicht verbittert und düster malen. Und so habe ich die Zusammenstellung: Vergebliche Schönheit genannt.

Ich wollte, dass jedes einzelne Bild schön wird und doch meine Botschaft trägt.

Ich wollte nicht erotisch oder gar sexy malen und Ich war sehr bedacht welche Figur und welche Farbe ich wähle.

Meine Absicht war das Gefangensein weiblicher Schönheit und Sorge in der Tradition zum Ausdruck zu Bringen.