Konstanzer Antifa- Bus nach Dresden am 19.2.2011

Jedes Jahr marschieren rund um den 13.2. tausende Neonazis aus ganz Europa in Dresden auf. Dieses Jahr sogar gleich an zwei Wochenenden, am 13.2. und am 19.02. Mehrere hundert Busse werden derzeit in ganz Deutschland von breiten, demokratischen, linken und antifaschistischen Bündnissen organisiert, die tausende Menschen zu Gegendemonstrationen und Blockaden nach Dresden bringen werden. Auch von Konstanz fährt am 19.02.2011 ein Bus nach Dresden.

Die Neonazis nehmen den Jahrestag der Bombardierung von Dresden im Jahr 1945 regelmäßig zum Anlaß für die europaweit größte Demo der extremen Rechten. Sie können mit ihrer Rede vom „Bomben – Holocaust“ und maßlos übertriebenen Opferzahlen an Befindlichkeiten breiter, auch bürgerlicher Teile der (Dresdener) Bevölkerung anknüpfen, die die Rolle der Deutschen im zweiten Weltkrieg endlich auch mal als eine Opferrolle verstanden wissen wollen.

Letztes Jahr gelang es den antifaschistischen GegendemonstrantInnen zum ersten Mal, den Neonazi-Aufmarsch mit Blockaden und Aktionen des Zivilen Ungehorsams vollkommen zu verhindern. Angesichts von mehr als 10.000 DemonstrantInnen, die sich den Nazis entgegenstellten, riskierte es die Polizei nicht, den Aufmarsch losgehen zu lassen. Die Nazis froren den halben Tag in einem Polizeikessel vor sich hin, wurden am Ende des Tages angepisst zu ihren Bussen zurück geleitet und zerfleischten sich in den Wochen danach gegenseitig in ihren Internetforen.

Seit dem der Ort Wunsiedel nach einem Verbot nicht mehr für Massenaufmärsche taugt, sieht es so aus, als hätten die Neonazis mit Dresden nun den zweiten großen Mobilisierungsmagneten verloren. Dies kann jedoch erst als ein gesichertes Faktum angesehen werden, wenn ihnen das für dieses Jahr geplante „Comeback“ misslingt.

Das Konstanzer Bündnis trägt seinen Teil zu dieser Aufgabe bei, indem es einen Bus organisiert, der am 18.02. spät abends von Konstanz losfährt um am nächsten Tag früh morgens, lange bevor die Neonazis sich aus ihren Bettchen gequält haben, deren Aufmarschroute an strategischen Stellen zu blockieren. Unter

http://protestvomsee.blogsport.de/

findet ihr sämtliche Informationen, die dazu wichtig sind. Den Arsch hochkriegen müsst Ihr allerdings selber.