Archiv für Mai 2010

Veranstaltung mit Colin Goldner zum Dalai Lama

Achtung! Diese Veranstaltung fällt wegen Erkrankung des Referenten leider aus.

Vorstellungen von „Die Flüsterstadt“ auch noch Anfang Juni

Die Laufzeit des Stücks „Die Flüsterstadt“ von Gerd Zahner wird aufgrund der großen Nachfrage verlängert. Es wird zusätzlich am 4., 5. und 6. Juni aufgeführt. Am 4. und 6. beginnt die Vorstellung jeweils um 20 Uhr – am 5. Juni beginnt sie erst um 21.00 Uhr.


Szene aus „Die Flüsterstadt“ von Gerd Zahner

Vgl. Rezension des Stücks „Flüsterstadt“, das derzeit in Radolfzell gezeigt wird

Andreas Merkens: „Kritische politische Bildung und Pädagogik bei Antonio Gramsci“

Workshop

Wann? Samstag, 19.06.2010, 10.00 – 17.00 Uhr
Wo? Tübingen, Universitätskasse, Raum 111, Wilhelmstr. 26

“Die Außenwelt, die allgemeinen Verhältnisse zu verändern, heißt sich selbst zu potenzieren, sich selbst zu entwickeln.” (Gramsci)

Antonio Gramsci (1891-1937) war politischer Journalist, Aktivist der Turiner Rätebewegung und Mitbegründer der Kommunistischen Partei Italiens.1926 wurde er von den italienischen Faschisten inhaftiert und verstarb nach 10 Jahren Haft an den Folgen der Gefangenschaft. Seine postum veröffentlichten Gefängnishefte nehmen mittlerweile den Rang eines politischen und philosophischen Klassikers ein, der die internationale Debatte bis in die Gegenwart hinein prägt.

Der Workshop zielt nicht auf eine allgemeine Einführung in Gramscis Werk, vielmehr soll ein zentraler Aspekt seines Theoriegebäudes herausgegriffen werden: seine Beiträge zu einer emanzipatorischen politischen Bildung. Für Gramsci ist Emanzipation untrennbar an einen Prozess der kollektiven intellektuellen Selbstermächtigung der Subalternen gebunden. Das Ziel der politischen Bildung muss es daher sein, “die Regierten von den Regierenden intellektuell unabhängig zu machen” (Gramsci).

Doch kann ein solcher Prozess gelingen, ohne erneut in pädagogische Bevormundung und Fremdbestimmung umzuschlagen? Wie ist also das Verhältnis von Spontanität und pädagogischer Führung zu bestimmen? Wie kann politische Praxis zu einem integralen Bestandteil politischer Bildung werden und umgekehrt? Vor allem in seinen Überlegungen zum Alltagsverstand und seinen Entwürfen zur gesellschaftlichen Funktion der Intellektuellen, stellt sich Gramsci immer wieder diesen widersprüchlichen pädagogischen Voraussetzungen einer Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse.

Im Workshop sollen Passagen aus den Gefängnisheften studiert werden. In gemeinsamer Lesearbeit wird es dabei um die dialogische Aneignung der Kategorien und Denkansätze Gramscis gehen. Grundlage sind ausgewählte Abschnitte aus dem Werk, ergänzt um einschlägige Titel aus der Sekundärliteratur. Weiterhin soll in Form einer Ideenwerkstatt die Frage aufgegriffen werden, wie Gramscis Entwürfe heute weiterzudenken wären und welche Bereicherung sein Denken für eine politische Bildung und Pädagogik in der Linken darstellt.

Der Workshop richtet sich damit an Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften, Pädagogen/innen, Aktive aus der Jugend- und Erwachsenenbildung, aber auch an politisch Interessierte aus gesellschaftlichen Verbänden.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Andreas Merkens ist Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg. Er beschäftigt sich in seiner Dissertation insbesondere mit Antonio Gramscis Entwürfen zu Politik, Pädagogik und Hegemonie.

Ein Reader mit den wesentlichen Texten Gramscis und Hintergrundinformationen zu den Themen des Workshops wird bei Anmeldung zum Workshop zugestellt.

Anmeldungen bis zum 14.06. und Rückfragen bitte an: Alexander Schlager

Bernd Röttger: „Angst und Kapital“

Vortrag und Diskussion

Wann? Montag, 12.07.2010, 20.00 Uhr
Wo? Ravensburg, Kulturladen Rhizom, Bachstr. 27

Achtung: Diese Veranstaltung fällt aus!

Bernd Roettger beschäftigt sich (und uns) in seinem Vortrag mit der Geschichte und Entwicklung der Arbeitsgesellschaft und der (historisch variablen) kapitalistischen Regulation des “Rohstoffs Angst”.

Dr. Bernd Roettger ist freier Sozialwissenschaftler und Redakteur der Zeitschrift Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften

Gemeinsame Veranstaltung mit der Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung & Praxis Ravensburg

Christina Kaindl: „Neoliberale Durchdringung und Normierung des Privaten“

Vortrag und Diskussion

Wann? Mittwoch, 2.06.2010, 20.00 Uhr
Wo? Ravensburg, Kulturladen Rhizom, Bachstr. 27

Christina Kaindl thematisiert in ihrem Vortrag die neuen Lebensweisen, die sich, hervorgerufen durch die neoliberalen Predigten von Selbstverantwortung, Leistungsbereitschaft und der Einbindung in hegemoniale Projekte (z.B. so genannte Makeover-Shows) verändern und setzt sich auch mit der Frage auseinander, was “normal” und was Norm ist, was als Zwang und was als “zeitgenössisch” zu gelten hat.

Christina Kaindl, Jg. 1971, ist Diplom-Psychologin und Politikwissenschaftlerin an der FU Berlin. Sie ist verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift luXemburg (www.zeitschrift-luxemburg.de).

Gemeinsame Veranstaltung mit der Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung & Praxis Ravensburg

13. InkriT-Tagung vom 3.-6. Juni 2010

Das Berliner Institut für kritische Theorie (InkriT) e.V. lädt ein zur XIII. Internationalen Tagung Demokratische Planung und solidarische Ökonomie vom 3.-6. Juni 2010 in Esslingen.

Ausgehend von der Diskrepanz zwischen der neuen Aktualität von Marx in der Krise des Kapitalismus und dem Mangel an konkreten Alternativen lädt das InkriT dazu ein, zur Füllung dieses Vakuums beizutragen.

Drei Tage lang werden etwa 100 WissenschaftlerInnen aus vielen Ländern in sog. Wörterbuch-Werkstätten am Historisch Kritischen Wörterbuch des Marxismus (HKWM) arbeiten. Das HKWM ist die derzeit ambitionierteste wissenschaftliche Publikation im Bereich des deutschsprachigen Marxismus. [mehr…]

Die Tagung wird am 3. Juni um 14:30 Uhr mit einem Streitgespräch „Wikipedisierung des Wissens – Zwischen Demokratisierung und Zerstörung“ eröffnet.

Den Thementag vom Abend des 3. bis zum Abend des 4. Juni veranstaltet das InkriT in Kooperation mit dem Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Als ReferentInnen für den Thementag haben u.a. zugesagt:

Wolfram Adolphi (Potsdam), Elmar Altvater (Berlin), Dario Azzelini (Linz), Pat Devine (Manchester), Peter Fleissner (Wien), Frigga Haug (Esslingen/N), Wolfgang Fritz Haug (Esslingen), Stephan Krull (Hannover), Hans-Jürgen Krysmanski (Münster),  Sascha Liebermann (Witten), Mascha Madörin (Basel), Nadine Müller (Berlin), Bernd Röttger (Braunschweig), Herbert Schui (Bremen), Tove Soiland (Zürich), Carsten Stahmer (Bielefeld), Klaus Steinitz (Berlin), Derek Weber (Wien)

Vgl. 12. internationale InkriT-Tagung

Antifaschistisches Sommercamp vom 2. bis 6. Juni 2010

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Baden-Württemberg veranstaltet vom 02. bis 06. Juni das zweite antifaschistische Sommercamp im Schwarzwald. Das Camp ist offen für alle antifaschistischen Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen — ob mit mehr oder weniger Erfahrung.

Programm

Inhaltlich

- Faschismus 2.0/web 2.0
- Bundeswehrgelöbnis in Stuttgart
- Antifatheorie
- Abschiebepraxis am Baden Airport
- Burschenschaften
- Geschichte der Antifaschistischen Aktion
- Realsozialismus …

Praktisch

- Recherche in sozialen Netzwerken
- Tipps zum Umgang mit Repressionsorganen
- Selbstverteidigung
- Klettern …

und viel mehr

mehr Infos bei http://www.aabw.antifa.net/

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