Archiv für Juni 2008

Buchvorstellung: Die grossen Streiks

Achtung: Beginn der Veranstaltung wurde auf 20 Uhr geändert!

Der antifaschistische Freundeskreis lädt ein:

Veranstaltungsreihe: Politische Bewegungen Lateinamerikas

Do., 12.06.08
Lateinamerika-Reihe der Alternativen Hochschulgruppe + dem SDS
20:00 Uhr: Venezuela – Kommunale Selbstverwaltung und Kulturzentren
Referentin: Barbara Fatti

Contrast, Joseph Belli Weg 11, Konstanz
22:30 Uhr: El ritmo de la autonomía – Latin Ska Party
Esperanza Sound Sistema
Contrast

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Di., 17.06.08
Lateinamerika-Reihe der Alternativen Hochschulgruppe + dem SDS
20:00 Uhr: Mexico – Internationale Brigaden, ein Erfahrungsbericht
Referenten: Robin und David
Uni Konstanz, Raum D 406

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Do., 19.06.08
Lateinamerika-Reihe der Alternativen Hochschulgruppe + dem SDS
20:00 Uhr: Venezuela – educacion es revolucion/Befreiungspädagogik,
Hochschulalltag und Bildung für Alle
Referentin: Barbara Fatti
Contrast, Joseph Belli Weg 11, Konstanz
22:30 Uhr: El ritmo de la autonomía – Latin Ska Party
Esperanza Sound Sistema
Contrast

Kein Vortrag von Holocaustleugner Bernhard Schaub in Radolfzell

Am Sonntag, den 8. Juni lädt der Kreisverband Konstanz-Bodensee der rechtsextremen NPD den Schweizer Holocaustleugner Bernhard Schaub nach Radolfzell zu einer Vortragsveranstaltung ein.

>>> Demo gegen Holocaustleugner in Radolfzell indymedia, 8.6.2008

Wer ist Bernhard Schaub?

Bernhard Schaub, der 1954 in Bern geboren wurde, zählt zu den führenden Schweizer Neonazis: Er war lange Jahre Funktionär und Chefideologe der rechtsextremen „Partei National Orientierter Schweizer“ (PNOS).

Schaub war bis zuletzt Vorsitzender des „Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV)“. Der VRBHV war von bekannten Holocaustleugnern und Rechtsextremisten wie Horst Mahler, Manfred Roeder und Ernst Zündel, gegründet worden. Außerdem leitete Bernhard Schaub die sogenannte „Heimvolks­hochschule“ Collegium Humanum e.V., einem Anlauf- und Vernetzungspunkt der Neuen Rechten und der Freien Kamerad­schaften in Vlotho (Nordrhein-Westfalen).

Beide Organisationen wurden im Mai 2008 vom Bundesinnen­ministeri­um verboten.

Bernhard Schaub leugnet unablässig in Büchern, Artikeln und Vorträgen den Holocaust und verhöhnt damit dessen Opfer und deren Ange­hörige.

Was bedeutet Holocaustleugnung?

Alt- und Neonazis auf der ganzen Welt leugnen, daß es den Holocaust, das heißt die planmäßige und industrielle Vernichtung von über sechs Millionen Juden und Jüdinnen in ganz Europa während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft von 1933 bis 1945, gegeben hat. Holocaustleugnung richtet sich gegen gesichertes historisches Tatsachenwissen und wurzelt in einem menschenverachtenden positiven Bezug auf die Gräueltaten des Nationalsozialismus und dessen eliminatorischem Antisemitismus.

Holocaustleugnung ist in Deutschland zu Recht ein Straftatbestand und wird durch den § 130 StGB (Volksverhetzung) geahndet.

Antisemitische „Bildungsarbeit“ der NPD Bodensee-Konstanz

Der Kreisverband der NPD Bodensee-Konstanz hat Bernhard Schaub eingeladen, um zum Thema „Das deutsche Reich – seine Geschichte, Gegenwart und Zukunft“ zu sprechen. Aus Furcht vor angemessenem öffentlichen Protest hat die NPD den Veranstaltungsort noch nicht bekannt gegeben und ihre Parteigänger zunächst dazu aufgerufen, zwischen 13 und 14 Uhr zum Parkplatz des Milchwerk in der Güttingerstr. in Radolfzell zu kommen. Von dort will sie sich mit Fahrgemein­schaften zum Veranstaltungsort begeben. Lasst uns das verhindern!

Wir fordern Radolfzell auf, die NPD-Veranstaltung mit Bernhard Schaub mit allen nötigen Mitteln zu verhindern!

Kein Vergeben und kein Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen!

Radolfzell und der Holocaust

- In Radolfzell wurde wäh­rend der Naziherr­schaft eine SS-Kaserne und ein Außenlager des KZ Dachau errichtet.

- Die Radolfzeller Waffen-SS sprengte in der Reichs­pogromnacht am 9. No­vem­ber 1938 die Syna­gogen von Konstanz, Gailingen, Wangen und Gottmadingen.

- Radolfzeller SS-Verbä­nde waren an der Beset­zung der Sudeten­deut­schen Gebiete, der Zerschla­gung der Tsche­cho­slowakei und dem Überfall auf Polen beteiligt.

- Der im Dezember 1939 in der Radolfzeller Kaserne stationierte SS-Totenkopf-Verband deportierte alle 234 Jüdinnen und Juden aus der Umge­bung von Radolfzell und der Höri in das Konzen­trationslager Gurs.

Aus all dem ergibt sich eine besondere Pflicht der Stadt Radolfzell, sich mit ihrer Geschichte im Natio­nal­sozialismus aus­einander zu setzen. Bis heute erinnert kein Gedenkstein an die ehemalige SS-Kaserne und die Opfer des Nationalsozialismus.

Bündnis gegen Rechts Bodensee