Radolfzell bleibt bunt!

Kundgebung zum 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, ab 14 Uhr am Luisenplatz in Radolfzell.

Die SS-Kaserne, das Denkmal am ehemaligen „Horst-Wessel-Platz“, die SS-Schießanlage und Straßennamen lassen heute nur noch vermuten, was einst in Radolfzell vor sich ging.

Doch wollen wir am Tag der Befreiung nicht etwa vergessen, welche Grausamkeiten Deutsche auch in Radolfzell vollzogen, sondern aufarbeiten, welche schlimme Geschichte die Stadt verbirgt.

Dabei möchten wir den Bezug zur heutigen Zeit herstellen: Immer noch sind Anhänger*innen des Nationalsozialismus´ in Radolfzell unterwegs und zeichnen das Stadtbild.

Nun gilt es dagegen auf die Straße zu gehen!

8. Mai ab 14:00 auf dem Luisenplatz.

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/

Happy Birthday, Karl Marx!

Öffentlicher Workshop des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx, am Dienstag, 8. Mai 2018 in der Otto-Adam-Straße 5, Konstanz

Unter dem Motto „Ein Tag für Marx“ sind alle Interessierten ab 13 Uhr in das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz in der Otto-Adam-Straße 5 in Konstanz eingeladen. Die Vorträge und Diskussionen konzentrieren sich auf Marx’ Öffentlichkeiten: Für wen schrieb Marx zu seiner Zeit, für wen schreibt er heute? Für wen schreiben wir, wenn wir nach, über und mit Marx schreiben – und vielleicht immer auch ein bisschen: für ihn?

„Für wen schreibt Marx? Klasse, Universalismus und Ausschluss“ – mit diesem Vortrag leitet Literatur- und Kulturwissenschaftler Dr. Patrick Eiden-Offe vom Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin in den Workshop ein, bevor Sabrina Habel, Mitarbeiterin in der Redaktion des Merkurs und im Exzellenzcluster, sich den „Klasse/Frauen“ widmet. Prof. Dr. Thomas Steinfeld, Journalist der Süddeutschen Zeitung (SZ) und Kulturwissenschaftler, untersucht unter dem Titel „Die nüchternen Augen des Kapitals“ die „Lage des Gemeinwesens, mit Karl Marx betrachtet“, während Dr. Lothar Müller, ebenfalls Journalist und Literaturwissenschaftler, „Marx und die Zeitung“ vorstellt. Schließlich macht sich der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Oliver Marchart von der Universität Wien Gedanken über „Marx – der Konflikt und die Demokratie“. Einen unterhaltsamen Ausklang findet der Abend mit Luise Meier, die ihr Buch MRX Maschine (Berlin 2018) unter dem Motto „Schreiben mit Marx“ vorstellt. Das Programm lässt bewusst viel Raum für Diskussionen und Gespräche.

Der „Tag für Marx“ ist auch deshalb Grund zur Freude für das Kulturwissenschaftliche Kolleg Konstanz, weil mit Dr. Patrick Eiden-Offe, der die Veranstaltung organisiert, und Prof. Dr. Thomas Steinfeld zwei Alumni ans Kolleg zurückkehren. Prof. Dr. Oliver Marchart wiederum forscht derzeit am Kolleg, und zwar über „Präfiguration und Pre-enactments. Politische und künstlerische Aktionsformen der Zukunft im Jetzt“.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Quelle: https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/aktuelle-meldungen/aktuelles/aktuelles/happy-birthday-karl-marx/

Deutschlands unbezahlte Schulden und der Kampf der Überlebenden

Lesung am 15.05.2018 um 20 Uhr mit Argyris Sfountouris und Patric Seibel im Theater Konstanz, Werkstatt. Eintritt: EUR 10,–, Erm. EUR 7,–

Argyris Sfountouris ist knapp vier, als deutsche Soldaten am 10. Juni 1944 sein Heimatdorf Distomo überfallen. Sie ermorden 216 Menschen, darunter seine Eltern. Argyris überlebt wie durch ein Wunder. Er wächst in einem Kinderdorf in der Schweiz auf, wird Lehrer, Entwicklungshelfer, Übersetzer und Autor.

Gemeinsam mit den Bewohnern von Distomo hat er vor mehr als 20 Jahren die Bundesrepublik herausgefordert. Bis heute kämpft er um Entschädigung und offizielle Anerkennung des Massakers als Kriegsverbrechen.

Veranstalter: VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz | Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz, Theater Konstanz

Klatsche vor Gericht: Demo-Auflagen der Stadt Radolfzell „offensichtlich rechtswidrig“

Am 21.04.2018 fand in Radolfzell eine zweistündige antifaschistische Demonstration mit abschließender Kundgebung auf dem SS-belasteten Luisenplatz statt. Die Stadt hatte im Vorfeld versucht, mit einem Versammlungsverbot und mit rechtswidrigen Auflagen das Grundrecht der Anmelder zu beschneiden. In einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Freiburg bekamen die Anmelder des Bündnis Bodensee Nazifrei in allen Klagepunkten Recht und führten ihre Demonstration am Samstag wie geplant durch.


Demonstration vom Bündnis Bodensee Nazifrei am 21.04.2018 in Radolfzell

Die Stadt Radolfzell ist mittlerweile überregional bekannt für ihre hanebüchenen Verbote von Demonstrationen und spontanen Versammlungen, insbesondere wenn es darum geht, auf die NS-Geschichte von Radolfzell und heutige Nazistrukturen wie die des „Dritten Wegs“ aufmerksam zu machen. Demonstrationen von AntifaschistInnen werden im Vorfeld verboten, gerne auch mal völlig überraschend nur wenige Stunden vorher, nach einer anfänglichen Genehmigung, so dass es schon aus zeitlichen Gründen schwer ist, dagegen rechtliche Schritte einzuleiten.


Antifa-Demo vor beschaulicher Kulisse

Auch dieses Mal verbot die Stadt die angemeldete Kundgebung auf dem Luisenplatz mit einer nicht haltbaren Begründung und dachte sich zahlreiche rechtswidrige Auflagen aus:

  • Statt auf dem Luisenplatz sollte nach Vorstellungen der Stadt an einem anderen Ort gegen die Inschriften zur Ehrung von SS-Soldaten auf dem Luisenplatz demonstriert werden.
  • Die Demonstrationszeit wurde willkürlich reduziert und die Demo sollte eine Stunde später beginnen.
  • Die Demonstration, die beim Stolperstein der deportierten Jüdin Alice Fleischel, am Haus von Nadine H. (Aktivistin der Nazipartei „Dritter Weg“), am Rathaus, am Polizeirevier, beim Ordnungsamt und letztlich am Luisenplatz Station machte, sollte eben nicht an diesen Orten vorbeikommen, sondern auf einem kurzen, von der Stadt eigenmächtig bestimmten Weg durch die Stadt laufen.
  • Es wurden Auflagen gemacht, die die Zahl der eingesetzten Lautsprecher auf ein Minimum reduzierten und deren Benutzung auf bestimmte Teile der Demonstration (die Zwischenkundgebungen) beschränkten.
  • Die durchgesagten Inhalte wurden auf bestimmte, durch das Demomotto vorgegebene Themen begrenzt.
  • Die Ordnerzahl wurde auf einen doppelt so hohen Wert gesetzt, wie die Rechtsprechung es vorsieht.
  • Beeinträchtigungen für die Fußgänger und Passanten sollten „zu jeder Zeit“ verhindert werden. (Jedes Kind weiß, dass solche Beeinträchtigungen bei Demos vorkommen und hinzunehmen sind.)
  • Eine besondere Unverschämtheit war der Versuch, den Auf- und Abbau von Verkehrsabsperrbaken und Mannheimer Gittern den Demoorganisatoren aufzubürden – ein einmaliger und unerhörter Vorgang.


Zwischenkundgebung in der Wiesengasse am Wohnort einer Neonazi-Aktivistin

Es musste also erst der – wie immer kostspielige – Klageweg beschritten werden, um die Demonstration und Kundgebung dennoch wie geplant durchführen zu können. Der in Radolfzell nicht zuletzt wegen seiner NS-kritischen Theaterstücke bekannte Rechtsanwalt Gerhard Zahner vertrat die AnmelderInnen in dem Eilverfahren.


Ausgewählte Täterbiografien der Radolfzeller Waffen-SS am 21.04.2018 auf dem Radolfzeller Luisenplatz

Das Gericht bescheinigte der Stadt Radolfzell, dass alle von Zahner monierten Auflagen „offensichtlich rechtswidrig“ sind und „im Widerspruch stehen zu der herrschenden verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Rechtsprechung“. Seitenweise wurden der Stadt die Basics der Demokratie und des Versammlungsrechts erläutert. Das Gericht stellte zudem fest, dass eine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht zu befürchten sei und eine halb so große Zahl von Ordnern ausreichend ist. Das Aufstellen der Absperrbaken und Mannheimer Gitter, so das Gericht trocken, läge im Verantwortungsbereich der Stadt, die Verpflichtung der Demoorganisatoren dafür führt „allein schon wegen Verstoßes gegen die Begründungspflicht (… ) zu deren Rechtswidrigkeit“.


Statt Ehrung von Angehörigen der Waffen-SS, erinnern an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Vor dem Freiburger Verwaltungsgericht wurde das Verbot der Stadt Radolfzell regelrecht in allen Punkten abgeschmettert. Bürgermeisterin Monika Laule sagte später in ihrer Stellungnahme vor der Presse, die Auflagen der Stadt seien für „nicht zulässig“ erklärt worden. Liebe Frau Laule, bitte nehmen Sie zu Kenntnis: Die Stadt hat sich hier laut Gericht „offensichtlich rechtswidrig“ verhalten! Das ist keine Kleinigkeit für eine Verwaltung und darf nicht wieder vorkommen.


Mit durchgehendem Zug ab Radolfzell nach Auschwitz deportierte Sinti und Roma

Das Urteil des Freiburger Verwaltungsgerichts stellt eine herbe Niederlage für die Stadtverwaltung dar und dürfte die Anmeldung der bereits für den 8. Mai geplanten Kundgebung deutlich erleichtern. Es war eine juristische Klatsche, wie sie deutlicher kaum hätte sein können. Die Kosten des Verfahrens hat die Stadt zu tragen.

Überlebende als Akteurinnen – Die Frauen der Lagergemeinschaften Ravensbrück

Buchvorstellung und Vortrag von Henning Fischer am 27. April ab 19.30 Uhr im Treffpunkt Petershausen

Das Buch beschreibt die Lebensgeschichten einer Gruppe von kommunistischen deutschen Überlebenden des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück bei Berlin. Diese gründeten unmittelbar nach ihrer Befreiung und dem Ende des Nationalsozialismus ihre Lagergemeinschaft als gemeinsamen sozialen und politischen Verband. Ausgehend von der biografischen Prägung der zentralen Protagonistinnen in der kommunistischen Bewegung der Weimarer Republik wie im Widerstand gegen den Nationalsozialismus zeichnet die Studie die Themenfelder, politischen Absichten, Erfolge und Niederlagen der Lagergemeinschaften in DDR und BRD bis in die 1990er Jahre nach. So werden die Überlebenden als Akteurinnen ihres eigenen Lebens und der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts sichtbar.

Henning Fischer, geboren 1981 in Hamburg, studierte Geschichte in Berlin und Poznan. Er promovierte an der Humboldt-Universität in Berlin und war Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Hennig Fischer: Überlebende als Akteurinnen – Die Frauen der Lagergemeinschaften Ravensbrück: Biografische Erfahrung und politisches Handeln, 1945 bis 1989, UVK Verlagsgesellschaft; Auflage: 1. Auflage (4. Dezember 2017)

Veranstalter: seemoz, Initiative Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz, VVN-BdA Kreisvereinigung Konstanz, UVK Verlagsgesellschaft

Film über die Band „Feine Sahne Fischfilet“

Filmvorführung von „Wildes Herz“ am Freitag, 20.4.2018, im Trösch, Kreuzlingen. Der Sänger von Feine Sahne Fischfilet wird anwesend sein.

Quelle: https://www.facebook.com/JUSO.Thurgau

Aufruf zur antifaschistischen Demo am 21.4. in Radolfzell

Antifaschistischen Demo am 21.4. um 14 Uhr Bahnhof – Luisenplatz in Radolfzell

Jährlich finden am Luisenplatz in Radolfzell, direkt neben einem NS-Kriegerdenkmal, das auch über 100 SS-Angehörigen gedenkt, die offiziellen Zeremonien der Stadt Radolfzell zum „Volkstrauertag“ statt.
Eine antifaschistische Kundgebung am 19.11.2017 („Volkstrauertag“) sollte über die NS-Vergangenheit von Radolfzell, sowie das Radolfzeller Kriegerdenkmal und örtliche Neonazi-Strukturen aufklären. Aus einem fadenscheinigen Grund konstruierte die Stadt Radolfzell einen Vorwand, um die Kundgebung zu verbieten: Von unbekannten Personen angebrachte Plakate bedrohten die „öffentliche Sicherheit und Ordnung“, weil „weitere Rechtsbrüche zu erwarten waren“. Das Verbot wurde der Anmelderin am Freitag, dem 17.11.2017 gegen Mittag, also ungefähr zu Büroschlusszeiten der Anwaltskanzleien zugeschickt, wodurch ein rechtliches Vorgehen gegen das Verbot nicht mehr möglich war. Als sich am geplanten Tag der Kundgebung ca. 20 Antifaschist*innen spontan versammelten, um gegen das Verbot und die Behördenwillkür zu demonstrieren, wurden sie unter Einsatz von ca. 40 Polizist*innen und zwei Hunden gekesselt. Mehrere vermeintliche „Rädelsführer“ wurden unter Gewaltanwendung in Gewahrsam genommen (Anzeige wegen Widerstandes), einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen und mit Bußgeldern belegt. Auch konnte der Einsatzleiter während der gesamten polizeilichen Maßnahme keine rechtliche Grundlage für die Auflösung der Spontandemonstration nennen.

Radolfzell ist eine Stadt, die ein „Bürgerbündnis für Demokratie“ fördert, welches zivilgesellschaftliches Engagement fördern soll, aber sich ohne zu zögern über geltendes Recht hinwegsetzt, um antifaschistisches Engagement zu blockieren und zu verunmöglichen. Auch der Umgang mit der mehr als verabscheuungswürdigen NS-Vergangenheit Radolfzells, das sich als Ausbildungsstätte für SS-Angehörige hervorgetan hat und eine Außenstelle des KZs Dachau beherbergte, spricht Bände für die Politik der Radolfzeller Stadtverwaltung – die kritische Auseinandersetzung scheut, Pseudo-Engagement als demokratisches Feigenblatt fördert und Neonazis ignoriert. So befindet sich in prominenter Stelle in Radolfzell, auf dem eingangs erwähnten Luisenplatz, eine mehrere Meter hohe Statue, welche 1938 von den Nazis errichtet wurde und zwei Wehrmachtssoldaten zeigt. 1958 wurde zudem eine Gedenktafel in Erinnerung an über 100 in Radolfzell stationierte und im Zweiten Weltkrieg gefallene SS-Soldaten an dem Denkmal angebracht, welche bis heute dort hängt. An eben diesem Platz, neben diesem Mahnmal für die Täter der Vernichtungskriege und der Shoah, wird von den Offiziellen der Stadt den „Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft“ gedacht.

Diese Dreistigkeit und Ignoranz gegenüber den Opfern nationalsozialistischer Terrorherrschaft übertrifft sich immer wieder selbst:

Protest und Kritik an diesen Zuständen werden von der Stadt ignoriert, drangsaliert und kriminalisiert. Die Neonazis des „III. Wegs“, welche in Radolfzell aktiv sind und eben jenes Denkmal zum Veranstaltungsort ihres geschichtsrevisionistischen „Heldengedenkens“ missbrauchen, bleiben dagegen unbehelligt.

Um dem Treiben der Stadt Radolfzell etwas entgegenzusetzen, um antifaschistischen Protest in die Öffentlichkeit, auf die Straße zu tragen, planen wir neben einem lokalen Bündnis auch eine große, landesweite Demonstration, bei der wir unsere Wut, unsere Kritik an diesen urdeutschen Verhältnissen öffentlich machen wollen – weil antifaschistischer Protest sich nicht unterkriegen lassen darf, weil Repression nicht einfach hingenommen werden kann, weil die NS-Vergangenheit aufgearbeitet werden muss, weil Mörder kein Gedenken verdienen außer unseren Hass.

Damit das Hinterland nicht alleine steht und um die entgleisten Behörden in ihre Schranken zu weisen, wollen wir in der Touristensaison in Radolfzell ein radikales Zeichen setzen – deswegen rufen wir zu einer Demonstration in Radolfzell auf.

Wir wollen am Samstag, den 21. April in Radolfzell demonstrieren, Treffpunkt ist am Bahnhof um 14:00 Uhr.

Es gibt kein ruhiges Hinterland, gegen jede Repression!

Organisation: Bündnis Bodensee Nazifrei

Weitere Informationen zur Situation in Radolfzell:

Raven für Roma

Soliparty am Freitag 16.3. im Contrast zwecks Unterstützung eines Landwirts, der Roma in Reute (Radolfzell) eine Bleibe gab.

Am 5. Oktober 2017 fand eine Räumung von Sinti und Roma in Reute (Radolfzell) statt, die auf dem Grundstück eines Landwirts (Thomas Bohner) ihre Wohnwägen platzierten.

Das Ordnungsamt rückte mit 20 Polizeibeamt*innen an, die sogar Hunde mitführten und das Abschleppen der Fahrzeuge einleiteten.

Nachdem die Menschen vertrieben waren, fand die Dreistigkeit der Behörden aber noch kein Ende: Repressionen sollten folgen. Der Landwirt wurde nicht nur zu Strafzahlungen verpflichtet, sondern soll auch die Zaunmiete und Kosten des Polizeieinsatzes auf sich nehmen. Trotz Verhandlungen mit der Stadt und dem Verkauf von Grundstücken, kann er diese immer noch nicht decken.

Wir solidarisieren uns mit dem Verhalten von Thomas Bohner: Sinti und Roma einen Raum zu bieten und ein klares Zeichen gegen Antiziganismus zu setzen, ist kein Verbrechen!

Helfen auch Sie mit, ihm nun beizustehen und seine Existenz zu retten, indem wir die Strafgelder gemeinsam auf uns nehmen.

Spendenkonto:
Lother Buhmüller
Sparkasse Hegau-Bodensee
DE 6925 0035 0004 1249 96
Spende Thomas Bohner Reutehof

Weitere Infos: https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Zwangsraeumung-auf-illegalem-Stellplatz-in-Reute;art372455,9440808

Kundgebung gegen Kriegswaffenproduktion am Bodensee

Kundgebung am Montag 26.02.2018 um 16:30 Uhr vor dem ATM Konzern, Max-Stromeyer-Straße 116, Konstanz

18 Kriege toben momentan auf der Welt, dazu kommen dazu kommen 226 gewalttätige Konflikte. Rund 60 Millionen Menschen sind vor diesen Konflikten auf der Flucht.

Aber auch das Geschäft mit Waffen boomt, in Deutschland macht der Export mit 23 Milliarden Euro 0,4 % des Gesamtumsatzes aller deutschen Unternehmen aus. Zwischen dem Morden in den Krisenherden dieser Welt und den hier hergestellten Waffen besteht ein direkter Zusammenhang. Es gibt keine friedliche Nutzung eines Panzers oder einer Kurzstreckenrakete.

Gerade auch am Bodensee werden von Unternehmen wie ATM, Airbus Defence and Space, Diehl, Mowag, MTU, Swiss Arms und ZMS Militärtechnologie und Waffen hergestellt. Nur um einige der größten zu nennen.

Im Rahmen der bundesweiten Aktionstags gegen Kriegswaffen-Produktion werden wir am Montag 26.02.2018 eine Kundgebung vor dem ATM Konzern (Max-Stromeyer-Straße 116) abhalten. Die Firma ist ein 100%-Tochterunternehmen von Kraus-Maffei Wegmann. Der Firma welche auch den Leopard 2 Panzer herstellt, welcher momentan von der türkischen Regierung in einem völkerrechtswidrigem Krieg gegen die kurdische Region Afrin eingesetzt wird.

In unserer Verfassung ist die Herstellung von Kriegswaffen im Grundgesetz Artikel 26 geregelt. Hier steht in Absatz 2, dass allein der Staat über die Herstellung von Kriegswaffen entscheidet. Daher könnte unser Staat mit diesem Gesetz Kriege und Gewalt schon im Vorfeld verhindern. Aber wie so oft sind wirtschaftliche Interessen wichtiger als Menschenleben. Krieg beginnt nicht erst in Afrin oder im Sudan. Er beginnt hier in deutschen Rüstungsfabriken.

Daher fordern wir ganz klar stoppt die Produktion von Kriegswaffen.

Quelle: https://www.facebook.com/linksjugendkn/

Demo „Stoppt Erdogan – Solidarität mit Afrin“

Demonstration am Samstag, den 27.1.2018, um 14 Uhr am Münsterplatz in Konstanz

Nazischläger zu mehreren Monaten Haft verurteilt, einer mit und einer ohne Bewährung

Die Neonazis Siegfried Pauly (ehemaliger NPD-Landtagskandidat, Aktivist bei der Kameradschaft Höri-Bodensee) und Alexander R. (Stahlbauer aus Singen) hatten im Januar 2017 einen Jugendlichen aus dem linksorientieren Umfeld der Teestube Singen auf offener Straße krankenhausreif geschlagen. Alexander R. hatte seinem Opfer mit einem Kopfstoß einen Zahn halb ausgeschlagen und der Boxtrainer Siegfried Pauly hatte den jungen Mann mit einem Faustschlag oberhalb des Auges erwischt. Am 4.12. und 14.12. fand nun der Prozess vor dem Amtsgericht Singen statt.

Das Opfer nahm die Rolle des Nebenklägers ein. Vor Beginn des Prozesses hatte der Anwalt von Alexander R. noch versucht, mit dem Anwalt des Opfers eine Vereinbarung zum Täter-Opfer-Ausgleich und der Zahlung von 500 Euro zu erreichen, worauf dieser sich jedoch nicht einließ.

Während Siegfried Pauly an beiden Prozesstagen den Tatvorwurf abstritt, verlegte sich Alexander R. zumindest am ersten Tag darauf, keinerlei Angaben zur Sache zu machen; sein Anwalt las allerdings ein Statement vor. Beide Strategien waren nicht sonderlich erfolgreich.

Die Beweislage war eindeutig: Es gab Aussagen seitens des Opfers, der Polizei und mehrerer TatzeugInnen sowie Krankenhausakten und Fotos, die die Schwere der Verletzungen dokumentierten.

Am zweiten Verhandlungstag wurden die langen Vorstrafenregister von beiden Angeklagten verlesen. Die Staatsanwaltschaft sah die Tatvorwürfe als erwiesen an und forderte Haftstrafen von 8 resp. 9 Monaten ohne Bewährung.

Alexander R. hat die Tat immerhin gestanden, was ihn wohl vor dem Knast bewahrte, aber nicht davor, 1000 Euro Schmerzensgeld zu bezahlen.

Siegfried Pauly wandert für Monate in den Knast.

Vgl.: Strafanzeige gegen ehemaligen NPD-Kandidaten aus Singen

Garage Punk against Sexism

Vortrag und Konzert am 16.12.2017 ab 18:00 im Jugendkultur e.V. Contrast, Joseph-Belli- Weg 11, Konstanz

«Patriarchat (wörtlich «Väterherrschaft») beschreibt in der Soziologie, der Politikwissenschaft und verschiedenen Gesellschaftstheorien ein System von sozialen Beziehungen, maßgebenden Werten, Normen und Verhaltensmustern, das von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert wird.»

Um gegen xexistische Verhaltensmuster im Alltag ein Zeichen zu setzen, veranstalten wir diesen Vortrag und ein Konzert unter dem Motto «GaragePunk Against Sexism».

18:00 Vortrag (freier Eintritt)

«Was los mit euch, Männer? Zur Kritik des Geschlechterverhältnis»
Um gesellschaftliche Verhältnisse kritisieren zu können, ist es wichtig, ihre Geschichtlichkeit zu begreifen. Auch Geschlechterverhältnisse sind nicht einfach aus der Natur abzuleiten, sie sind historisch entstanden und kulturell überformt, sie waren früher anders und auch heute könnten sie anders sein, als sie sind. Dieser Gedanke soll in dem Vortrag dargestellt und belegt werden.

21:00 Konzert (5€)

+++Cool Down+++
Cool Down ist eine Schülerband aus Hilzingen. Wir beschreiben uns als Alternativ-Rock-Band, und ihr findet uns auf:
www.facebook.com/CoolDownFS/

+++LAME+++
LAME is a blues lo-fi punk combo from Torino Italy,featuring 90s italian garager Massimo Scocca (Cave Dogs,Two Bo’s Maniacs),colombian drummer Maria Mallol Moya and Stefano Isaia (Movie Star Junkies).The sound of the band is a weird mix of noise punk madness,lonely ballads,country sickness and stomping blues,in the vein of bands like the Gories, the Hunches and Black Time.Their first LP «The lame shall enter first“ will be out this fall on Alien Snatch Records,cover artwork by Tim Kerr (Monkeywrench,Jack o‘ Fire) and mastered by Tim Warren (Crypt Records).
www.lamefirst.bandcamp.com

Eine Veranstaltung des Offenen antifaschistischen Treffens Konstanz mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

9.12.2017: Landesweite Großdemo zu Flucht und Asyl in Stuttgart

Ein breites Bündnis aus Organisationen und Initiativen aus allen Teilen Baden-Württembergs ruft unter dem Motto „Für eine Welt, in der niemand fliehen muss!“ zu einer Demonstration am Samstag, 9. Dezember, in Stuttgart auf. Diese Demonstration will auf Fluchtursachen, Asylrechtsverschärfungen und Abschiebungen aufmerksam machen. Auftakt: 14 Uhr in der Lautenschlagerstraße.

Quelle: http://flucht-demo.de

Stuttgart 21 und sein absehbares Scheitern

Veranstaltung mit Winfried Wolf in Singen am Freitag, den 19. Januar 2018 um 19.30 Uhr Gems Singen, Gasthaus zum Kreuz

Seit November 2017 ist Stuttgart 21 wieder groß in den Medien. Warum? Weil auch bahnoffiziell zugegeben wird, dass S21 um 1,1 Milliarden Euro teurer und erst 2023 fertigerstellt sein wird. Und schon wird uns vorgerechnet: Aber ein Ausstieg jetzt kommt „zu spät“ und „kommt noch viel teurer als das Weiterbauen“. Das hören und lesen wir nun seit acht Jahren.

Tatsächlich geht es bei S21 um viel mehr. Stuttgart 21 ist in dreifacher Weise einmalig: Es handelt sich erstens um das mit Abstand teuerste Bauprojekt in Deutschland. Es kostet laut Bundesrechnungshof, nicht 7,6, sondern mindestens 10 Milliarden Euro. Es ist zweitens das einzige Projekt, bei dem eine gigantische Summe dafür ausgegeben wird, eine bestehende Kapazität – hier diejenige des Hauptbahnhofs Stuttgart – zu verkleinern. Schließlich gibt es drittens nirgendwo in Deutschland eine derart große, kreative Protestbewegung, die seit mehr als sieben Jahren und am 15. Januar 2018 mit dann 400 Montagsdemonstrationen aktiv ist.

Und warum wird weitergebaut? Da gibt es die Interessen der Konkurrenz – Autoindustrie und Flugverkehr – denen eine weitere Schwächung der Schiene zu pass kommt. Doch vor allem geht es um Staatsräson. Laut Angela Merkel wird mit Stuttgart 21 der Standort Deutschland verteidigt. Wenn Stuttgart 21 gestoppt wird, dann wird bundesweit der Widerstand gegen andere zerstörerische Großprojekte – etwa derjenige gegen die Feste Fehmarnbelt-Querung oder derjenige in München gegen die zweite S-Bahn-Stammstrecke oder derjenige in Frankfurt/M. gegen den weiteren Ausbau des Rhein-Main-Airports – gestärkt werden.

Winfried Wolf präsentiert hiermit in Singen sein neues Buch „abgrundtief + bodenlos“. Es handelt sich um die erste Veröffentlichung, die in umfassender Weise das Großprojekt darstellt, dessen zentrale Schwächen analysiert und die weiter anhaltende Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 vorstellt.

Winfried Wolf ist Diplompolitologe und Dr. phil. Er wuchs in Ravensburg auf und lebt heute bei Berlin. 1994 bis 2002 war er PDS-Bundestagsabgeordneter, gewählt in Baden-Württemberg. Wolf veröffentlichte das erste Buch überhaupt zu Stuttgart21 („Hauptbahnhof im Untergrund?“, 1. Aufl. Köln 1995). Er war 2011-2013 Mitherausgeber von drei Büchern zu S21. Darüber hinaus veröffentlichte er u.a. „Verkehr. Umwelt. Klima – Die Globalisierung des Tempowahns“ (Wien 2007 und 2009) und – zusammen mit B. Knierim – „Bitte umsteigen! 20 Jahre Bahnreform“ (Stuttgart 2014). Wolf ist Chefredakteur der Zeitschrift Lunapark21, die 2014 das LP21-Extraheft „20 Jahre Bahnreform -20 Jahre Stuttgart 21“ publizierte.

Veranstalter: – Singen ökologisch und sozial und attac – Gruppe Singen

Gewaltfreier Anarchismus

Vortrag von Lou Marin am Mo., 27.11.2017 um 19:30 Uhr im Café Mondial, Zum Hussenstein 12, Konstanz

In der facettenreichen Welt des Anarchismus spielt seit jeher auch der gewaltfreie Anarchismus eine Rolle. Was aber zeichnet diese spezifische anarchistische Strömung aus? Welche Persönlichkeiten haben diese Prägung des Anarchismus geprägt? Und welchen Einfluss hatte und hat sie auf die emanzipatorische Protestbewegung auf anarchistischen, antimilitaristischen sowie gewaltfrei-revolutionären Aktivismus?

Lou Marin ist Aktivist, Buchautor und Herausgeber des Verlags Graswurzelrevolution und lebt in Marseille.

Quelle: http://input.blogsport.de/input-konstanz/